03. November 2001

Absatz von Mineraldüngern zurückgegangen

Themen: Archiv — info @ 10:11

Bonn (agrar.de) – Der Absatz von Mineraldüngern lag im Wirtschaftsjahr 2000/2001 erheblich niedriger als im Vorjahr. Das meldet der Industrieverband Agrar (IVA) unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Bei Stickstoff betrug danach der Rückgang 8,1 Prozent, bei Phosphat 16,7 Prozent, bei Kali 9,2 Prozent und bei Kalk 13,3 Prozent.

Ursache war zum einen die große Verunsicherung der Landwirte im Zusammenhang mit dem Auftreten von BSE und MKS. Sie führte bei allen Vorleistungen zu einer gedämpften Nachfrage und wirkte sich auch auf die Düngung aus. Zum anderen machte vielen Landwirten das Wetter zu schaffen. Das nasskalte Frühjahr beeinträchtigte die Aussaat der Sommerkulturen ebenso wie die Ausbringung der ersten Düngergaben zu Wachstumsbeginn.

Auch bei Wintergetreide und Raps hatten Witterungseinflüsse die Grunddüngung behindert. Günstig wirkte sich dagegen das Wetter zur Aussaat im Herbst 2000 sowie vor der Ernte in diesem Sommer aus. Trotz des problematischen Frühjahrs lagen dadurch die Hektarerträge dieser Kulturen rund 10 Prozent über denen des Vorjahres.

Angesichts der verringerten Mineraldüngung hatte dies zur Folge, dass deutlich höhere Nährstoffmengen entzogen als zugeführt wurden. Eine am Bedarf orientierte Düngung dürfte deshalb die Nachfrage nach Mineraldüngern im laufenden Wirtschaftsjahr wieder ansteigen lassen.

Nach Regionen betrachtet zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild. So wurde in den neuen Bundesländern insgesamt etwas mehr Stickstoff- und Kali-Dünger abgesetzt als im Vorjahr während in den alten Bundesländern die Verkäufe ausnahmslos rückläufig waren. Schwefelhaltige Dünger waren nach wie vor besonders gefragt. Dieses differenzierte Bild bestätigt die gezielte Anwendung mineralischer Düngemittel durch die Landwirte.

Information: Industrieverbandes Agrar (IVA), Karlstr. 21, 60329 Frankfurt am Main, Tel.: 069-2556-1281, Fax: 069-236702

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