12. Oktober 2001

Thüringen: Forsthistorische Ausstellung in Paulinzella

Themen: Archiv — info @ 12:10

Paulinzella (agrar.de) – Heute wird im Dienstgebäude des Thüringer Forstamtes Paulinzella die gegenwärtig größte Ausstellung forsthistorischer Motorsägen in Thüringen eröffnet. Zur Zeit enthält diese Sammlung 87 Motorsägen, 4 Freischneider und eine Vielzahl anderen forstlichen Handwerkzeuges.

Die Motorsägenausstellung ist Teil des Gesamtkonzeptes einer geplanten ‚Forsthistorischen Ausstellung‘ in Paulinzella, die zukünftig mit einer forst- und jagdgeschichtlichen Ausstellung und einer Ausstellung forstlicher Großtechnik bis 1990 ergänzt werden soll. Die Motorsägenausstellung ist gegenwärtig an den Wochenenden geöffnet, kann aber nach telefonischer Anmeldung auch wochentags besucht werden.

Die Ausstellung soll der interessierten Öffentlichkeit, aber auch einem breiten Fachpublikum Wissenswertes über die Entwicklung der Waldarbeitsgeräte vermitteln und wird den traditionellen ‚Museumsstandort‘ Paulinzella sicherlich um eine Attraktion bereichern. Sie bietet eine umfassende Darstellung der technischen Entwicklung der Motorsäge von den Anfängen bis heute. Die Motorsäge ist heute noch immer Hauptarbeitsgerät bei der Holzernte und hat sich inzwischen zu einer modernen Maschine entwickelt. Vertreter aller markanten Entwicklungsstufen, wie die erste echte Einmannsäge bis hin zur Säge mit Katalysator, sind darin enthalten.

Die Ausstellungsstücke wurden im Februar 1999 durch die Landesforstverwaltung Thüringens von Herrn Wolfgang Langer aus Isabellengrün erworben, der diese wertvollen Fundstücke sammelte und fachmännisch restaurierte.

Links zum Thema Agrarmusssen, Links zum Thema Wald und Forst.

Sachsen-Anhalt: Fördergelder für umweltschonenden Gemüse-, Obst- und Weinanbau

Themen: Archiv — info @ 10:10

Magdeburg (agrar.de) – Das Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt eröffnet am 17. Oktober 2001 das Antragsverfahren für das Förderprogramm zum umweltschonenden Anbau von Gemüse, Heil- und Gewürzpflanzen, Kern- und Steinobst sowie von Wein und Hopfen im Land Sachsen-Anhalt.

Im Rahmen dieses Programms werden landwirtschaftliche und gärtnerische Unternehmen unterstützt, die umweltschonend erzeugte Produkte anbauen. Sie verwenden weniger Dünge- und Pflanzenschutzmittel, sowie nützlingsschonende Präparate und schonen dadurch die natürlichen Ressourcen Boden und Wasser.

Minister Keller hofft auf möglichst viele Antragsteller: ‚Wir wollen die Neuausrichtung der Agrarpolitik. Umweltschonend angebaute Produkte sollen eine Selbstverständlichkeit werden.‘

Im laufenden Jahr nehmen bereits ca. 160 konventionelle Landwirte (sowie einige Biobauern) an dem 5-jährigen Förderprogramm teil. Die 160 Unternehmen werden mit jährlich mehr als 4 Mio. DM gefördert.

Anträge für den 5- jährigen Verpflichtungszeitraum können vom 17. Oktober bis 15. November 2001 bei den jeweils zuständigen Ämtern für Landwirtschaft und Flurneuordnung bzw. deren Außenstellen gestellt werden. Die Bewilligung erfolgt unter Berücksichtigung des Antragseingangsdatums sowie der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel.

Sämtliche Antragsunterlagen, einschließlich der Merkblätter mit Informationen über den Inhalt des Förderprogramms und die Zuwendungshöhen, sind im jeweiligen Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung erhältlich.

ZDS: Offener Brief an Ministerin Künast

Themen: Archiv — info @ 09:10

Bonn (agrar.de) – Der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) veröffentlichte heute einen offenen Brief an die Ministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast. Hier der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Ministerin Künast,

Sie sind vor knapp einem Jahr angetreten, um eine Agrarwende herbeizuführen. Mit der Unterstützung von Bundeskanzler Schröder haben Sie sich das Ziel gesetzt, die Ökolandwirtschaft zu fördern, so dass in etwa zehn Jahren ein Anteil von rund 20 Prozent Ökoprodukten in den Ladenregalen erreicht wird. Gleichzeitig verstehen Sie sich nicht nur als Agrarministerin, sondern in erster Linie als Verbraucherschutzministerin.

Wir fragen uns, welchen Schutz der Verbraucher von der Ökoproduktion erwarten kann:

– Schutz vor hohen Preisen? Nein, Ökoprodukte sind teuer!

– Schutz vor gesundheitlichen Risiken, z.B. Salmonellen? Nein, Stroheinstreu und Auslaufhaltung sind Risikofaktoren!

– Schutz vor Qualitätsmängeln? Nein, ‚Öko‘ ist keine Qualitätsgarantie!

– Schutz vor Etikettenschwindel? Nein, die Kontrolle des neuen Ökolabels umfasst nicht die gesamte Prozesskette bis hin zur Ladentheke, wie beim geplanten Prüfzeichen für konventionell erzeugte Produkte.

– Schutz vor Subventionszahlungen an die Landwirtschaft? Nein, der Anspruch von rund 20 Prozent Ökoprodukten erfordert eine massive Subventionierung dieses Sektors!

– Schutz vor ‚Massentierhaltung‘? Nein, auch Ökoschweine müssen in Massen gehalten werden, um 20 Prozent der Nachfrage decken zu können!

Es bleibt also die Frage nach dem Sinn und Zweck der ‚Ökowelle‘, zumal die Mehrzahl der Verbraucher nicht in der Lage bzw. gewillt ist, den Ökoaufschlag zu zahlen. Vielmehr erwarten wir, dass Sie der Wirtschaft einen Motivationsschub geben, damit die Produzenten auf die Verbraucher zugehen und in neue, moderne Ställe investieren, die tier- und umweltgerecht sind.

Leider haben Sie bislang das Gegenteil bewirkt. Durch nostalgische Träume von einer ‚heilen Ökowelt‘ ist die Wirtschaft im höchsten Maße verunsichert! Die Industrie beklagt einen Investitionsstillstand, und dem landwirtschaftlichen Nachwuchs fehlt die Perspektive für den Verbleib in der Landwirtschaft.

Die Landwirte verstehen sich als Unternehmer und sind einem internationalen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Um in die Zukunft investieren und um gezielt Märkte bedienen zu können, benötigen sie wissenschaftlich fundierte Orientierungshilfen statt ideologisch überzogener Reglementierungen. Hierzu einige Beispiele:

Wir sagen ‚Ja‘ zur Flächenbindung. Es muss den Tierhaltern aber freigestellt sein, die Flächen für eine fach- und bedarfsgerechte Verwertung der Gülle ohne den Zwang zur Selbstbewirtschaftung nachzuweisen. Gegen die Auflage zur Selbstbewirtschaftung der Flächen spricht auch der kontinuierliche Betreuungsbedarf in der Tierhaltung sowie die hohe spezielle Qualifikation, und zwar ganzjährig, ohne Vernachlässigung der Tierhaltung in kombinierten Betrieben während der Erntezeit.

Wir sagen ‚Ja‘ zum Tierschutz, aber nicht ‚einäugig‘ und nicht allein nach Maßstäben der menschlichen Gefühlswelt, sondern auf der Basis fundierter, wissenschaftlicher Erkenntnisse. Dabei dürfen Aspekte des Umweltschutzes, der Tiergesundheit und des Wettbewerbs nicht vernachlässigt werden.

Wir sagen ‚Ja‘ zum Umweltschutz, aber unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit sowie nach einheitlichen Rahmenbedingungen bzw. Ausführungsbestimmungen. Das gilt z.B. für die neuen Regeln zur Durchführung von BImSch-Genehmigungen und UVP-Prüfungen. Behördliche Willkür muss unter allen Umständen vermieden werden.

Wir sagen ‚Ja‘ zu Transparenz und Qualitätssicherung bis zur Ladentheke. In diesem Zusammenhang erscheint es uns allerdings kontraproduktiv, die ‚Agrarindustrie‘ und ‚Massentierhaltung‘ zu verteufeln, denn nur im Verbund aller beteiligten Wirtschaftsbereiche und mit sinnvollem Einsatz moderner Technik lässt sich Qualitätssicherung erreichen. Außerdem sind große Betriebe eher in der Lage, die zunehmenden staatlichen Auflagen zu erfüllen und gleichzeitig die Verbrauchernachfrage nach preiswerten Lebensmitteln zu bedienen. Die aktuelle Agrarpolitik forciert den Strukturwandel – zu Lasten der kleinen Betriebe.

Wir sagen ‚Ja‘ zum Prüfzeichen. Die lückenlose Dokumentation sowie neutrale Kontrollen schaffen Transparenz für den Prozess der Lebensmittelerzeugung. Nur so lässt sich das Verbrauchervertrauen gewinnen. Wir dürfen dieses Projekt allerdings nicht überfrachten. Die Beteiligten aus der Wirtschaft müssen dort abgeholt werden, wo sie sich befinden; anderenfalls wäre nichts gewonnen.

Sehr geehrte Frau Ministerin, wir bitten Sie herzlich, die von Ihnen propagierte neue Agrarpolitik mit den Landwirten und nicht gegen sie zu gestalten. Dazu laden wir Sie ein, moderne, wettbewerbsfähige landwirtschaftliche Betriebe zu besuchen und kennen zu lernen. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung und auf Ihre Gesprächsbereitschaft.

Dr. Jens Ingwersen ZDS-Geschäftsführer

Links zu Verbänden.

11. Oktober 2001

NABU kritisiert Haltung des Bauernverbandes zu Agrarreformen

Themen: Archiv — info @ 16:10

Bonn (agrar.de) – Der Naturschutzbund NABU hat die jüngsten Äußerungen von Bauernverbandspräsident Sonnleitner zur Agrarpolitik von Verbraucherschutzministerin Renate Künast als substanzlose Kraftmeierei bezeichnet. ‚Während weit über 80 Prozent der Bevölkerung grundlegende Reformen der Landwirtschaft wünschen, beharrt Sonnleitner auf einer Fortsetzung der gescheiterten Politik‘, sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth.

Ein Berufsstand, der rund 50 Prozent seiner Einkommen direkt und indirekt aus Steuergeldern beziehe, könne sich eine solche Haltung nicht leisten, sondern sei vielmehr auf gesellschaftliche Akzeptanz angewiesen. Es könne nicht um eine Weiterentwicklung der verfahrenen Agrarpolitik gehen, in zentralen Bereichen müsste eine Umkehr erfolgen. Der DBV solle sich daher endlich klar zu einer Reform der Agrarpolitik bekennen.

Während Ministerin Künast in den letzten Monaten mit mutigen und wegweisenden Vorschlägen versucht habe, die Agrarpolitik zu reformieren und den Landwirten damit eine Zukunftsperspektive zu eröffnen, verschanzten sich Landwirtschaftsfunktionäre und Agrarlobbyisten weiter hinter ihren alten Positionen. ‚Fast jede positive Reform der Agrarpolitik der letzten Monaten wird als Existenzgefährdung der deutschen Landwirtschaft beklagt‘, kritisierte Flasbarth. Die Umschichtungen von Fördermitteln zu Gunsten von umwelt- und artgerechter Tierhaltung würden genauso abgelehnt wie die Förderung des ländlichen Raums anstelle von Direktzahlungen. Die dringend erforderlichen Verbesserungen in der Tierhaltung — etwa bei Legehennen oder Schweinen — würden vom Bauernverband kategorisch bekämpft, so der NABU. Selbst eine Stärkung des ökologischen Landbaus würde als unrealistisch und wenig zukunftsfähig bezeichnet.

Nach Auffassung des NABU vertreten die Funktionäre des DBV daher nicht die Interessen der Mehrheit der deutschen Landwirte, sondern einseitig die der landwirtschaftlichen Großbetriebe. Zahlreiche Funktionäre säßen zudem in Aufsichtsräten und Gremien des Handels und der verarbeitenden Industrie, die andere Interessen hätten als die Landwirte. Deren Interessen seien auf der heutigen Pressekonferenz des DBV vertreten worden – nicht die der Mehrheit der Landwirte.

Links zum Thema Verbände.

Wacholder ist Baum des Jahres 2002

Themen: Archiv — info @ 15:10

Bonn (agrar.de) – Das Kuratorium ‚Baum des Jahres‚ hat heute den ‚Baum des Jahres‘ ausgerufen: den Wacholder. Damit wurde zum zweiten Mal nach der Eibe 1994 ein Nadelbaum gewählt.

Der bis zu 12 Meter hohe Wacholder ist die charakteristische Baum- bzw. Strauchart der Heidelandschaften und spielt für den Naturschutz und das Landschaftsbild eine bedeutende Rolle. Bekannte Verbreitungsgebiete sind in Deutschland die Lüneburger Heide sowie die Jurahänge in Süddeutschland, z.B. das Altmühltal. Der Gemeine Wacholder oder Juniperus communis hat von allen Gehölzarten das größte natürliche Verbreitungsgebiet: Man findet ihn sowohl in Europa, Nordafrika und Asien als auch in Nordamerika.

Bei der immergrünen Baumart, die bis zu 2000 Jahre alt werden kann, sind die kleinen Nadeln zu dritt im Quirl um den Zweig angeordnet. Im Gegensatz zu vielen anderen Baumarten, bei denen männliche und weibliche Blüten gemeinsam auf einem Baum vorkommen, sitzen beim Wacholder beide Geschlechter meist auf verschiedenen Baumindividuen (sog. Zweihäusigkeit). Neben seiner auffälligen Wuchsform ist der Wacholder wegen seiner dunkelblauen bereiften Früchte bekannt, die durch Sing- und Wacholderdrossel, Birkhuhn und Alpenkrähe verbreitet werden. Sie gelten seit altersher als Heilmittel für zahlreiche Beschwerden und finden in der Küche als Gewürz Verwendung. Außerdem dienen sie als Ausgangsprodukt für hochprozentige Getränke (z.B. Steinhäger, Genever, Gin). Das dauerhafte und elastische Holz riecht nicht nur sehr aromatisch, sondern ist für Schnitz- und Drechslerarbeiten gut geeignet.

Zum Wachsen benötigt der anspruchslose Wacholder vor allem Licht. Daher müssen Heideflächen, auf denen er mit seiner typischen Säulenform auffällt, regelmäßig durch Pflegemaßnahmen wie u.a. der Schafbeweidung von anderen Baumarten freigehalten werden. Wegen seines langsamen Wachstums und seiner geringen Dimensionen ist der Wacholder für die forstliche Nutzung nur von geringerem Interesse.

Ein Informationsblatt über den Wacholder ist gegen Voreinsendung von 3,00 DM (1,53 Euro) in Briefmarken bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Meckenheimer Allee 79, 53115 Bonn, erhältlich.

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Thema %url4%Naturschutz%/%.

Verbraucher Initiative: Konventionelles Gütesiegel ist „Durchsichtige Marketingmasche“

Themen: Archiv — info @ 13:10

Berlin (agrar.de) – Die Ankündigung des Deutschen Bauernverbands, ein Siegel für konventionelle erzeugte Lebensmittel auf den Markt zu bringen (unsere Meldungen vom 03.10 und 10.10.2001)stößt bei der %url1%Verbraucher Initiative%/% auf Kritik. Gefragt sei sicherlich Informationsoffenheit in Bezug auf die Qualität von Lebensmitteln von der landwirtschaftlichen Erzeugung über die Verarbeitungsstufen bis zur Vermarktung. Unabhängig von dieser Notwendigkeit sei aber ein Gütezeichen zu diskutieren. Ein Label, das lediglich die bestehenden gesetzlichen Standards besiegelt, sei aber wenig wert und nur eine durchsichtige Marketingmasche, erklärte der Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher in Berlin.

‚Ohne Offenheit und allgemein zugängliche, leicht verständliche und umfassende Information wird es kein Vertrauen in die Lebensmittelsicherheit geben‘, erklärte Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der Verbraucher Initiative. Dafür sei eine Verbesserung der Lebensmittelüberwachung erforderlich aber auch verbesserte Rechtsvorschriften zum Schutz vor Täuschung und Irreführung der Verbraucher oder ein erweiterter Rechtsanspruch auf Information.

Unabhängig von dieser notwendigen Transparenz muss das Thema Gütesiegel diskutiert werden. ‚Ein Zeichen, das lediglich die Einhaltung bestehender Vorschriften und Gesetze dokumentiert, ist aus Verbrauchersicht nichts wert‘, so Georg Abel. Ein Gütezeichen habe über die derzeitigen Standards, z.B. beim Tierschutz, hinauszugehen. ‚Ein Label mit laschen Kriterien wird dem Interesse der Konsumenten nach qualitativ hochwertigen Lebensmitteln aus tier- und umweltgerechter Erzeugung nicht gerecht und ist lediglich eine durchsichtige Marketingmasche‘, so Abel.

Die Verbraucher Initiative forderte Bundesverbraucherministerin Künast auf, nicht den Interessenverbänden der Landwirtschaft und der Lebensmittelwirtschaft das Feld zu überlassen. ‚Wie beim %url8%/%Bio-Siegel%/% ist auch bei einem Siegel für konventionell erzeugte Lebensmittel die Politik gefragt‘, so Abel. Notwendig sei z.B. eine einheitliche Kommunikationsstrategie für diese Siegel. Nur so könnten Verbraucherinnen und Verbraucher die Unterschiede erkennen.

Information: Verbraucher Initiative, Elsenstr. 106, 12435 Berlin, Tel. 030-536073-3, Durchwahl Presse -50, Fax: 030-536073-45, %url2%E-Mail%/%.

Links zum Thema %url3%Lebensmittel%/%, Links zum Thema %url4%Verbände%/%.

Verbraucherpreise im September um 2,1 Prozent gestiegen

Themen: Archiv — info @ 12:10

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt, mitteilt, ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland im September 2001 gegenüber September 2000 um 2,1 Prozent gestiegen und gegenüber August 2001 unverändert geblieben.

Die Preissteigerung im Jahresvergleich hatte im Juli 2001 und August 2001 jeweils 2,6 Prozent betragen. Die sinkende Jahresteuerungsrate ist wie in den Monaten zuvor im Wesentlichen auf den Rückgang der Preise für Heizöl und Kraftstoffe (- 8,2 Prozent) zurückzuführen. Ohne diese Güter wäre der Preisindex – wie schon im Juli und im August – stärker (+ 2,7 Prozent) gestiegen.

Im Jahresvergleich sind die Preise für Nahrungsmittel mit 6,4 Prozent (August + 6,2 Prozent) überdurchschnittlich gestiegen. Verteuert haben sich seit September 2000 vor allem Molkereiprodukte und Eier (+ 8,0 Prozent), Obst (+ 11,7 Prozent), sowie Fleisch und Fleischwaren (+ 9,0 Prozent), darunter Schweinefleisch mit + 14,2 Prozent und Geflügel mit + 12,0 Prozent.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im September 2001 gegenüber September 2000 um 2,1 Prozent gestiegen. Wie für den nationalen Index gab es auch hier keine Änderung gegenüber August 2001.

Links zum Thema Markt-Info, Linke zum Thema %Agrarbericht und Statistik%/%.

Westfalen-Lippe: Fortbildung zum Natur- und Landschaftspfleger

Themen: Archiv — info @ 11:10

Münster (agrar.de) – Die Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe wird im Jahr 2002 erneut einen viermonatigen Lehrgang in Vollzeitform zur Vorbereitung auf die Fortbildungsprüfung zum geprüften Natur- und Landschaftspfleger durchführen. Voraussetzung ist, dass sich genügend Interessenten anmelden.

Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung als Landwirt, Forstwirt, Gärtner, Tierwirt (Schafhaltung), Revierjäger oder als Wasserbauer sowie eine Berufspraxis von mindestens drei Jahren in einem der genannten Berufe aufweist, kann im Anschluss an den Lehrgang die Fortbildungsprüfung zum Natur- und Landschaftspfleger ablegen.

Wer Interesse an dieser Fortbildung hat, meldet sich bis spätestens zum 28. Februar 2002 an die Landwirtschaftskammer, Tel. 0251-599-306. Weitere Einzelheiten über den Lehrgang und die Prüfungsanforderungen sind im Internet abrufbar.

Links zum Thema Landschaft und Natur.

Auszeichnung für deutsche Naturparke

Themen: Archiv — info @ 11:10

Klink (agrar.de) – Im Rahmen der Jahrestagung des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN) in Klink bei Waren/Müritz wurden die Naturparke Frankenwald und Steinhuder Meer mit der ‚Europäischen Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten‘ ausgezeichnet.

VDN-Präsident Dr. Herbert Günther: ‚Wir freuen uns, dass die Naturparke Frankenwald und Steinhuder Meer eine europäische Vorreiterrolle bei der Europäischen Charta einnehmen. Sie haben gezeigt, dass Naturschutz und Tourismus gerade in Naturparken zum Wohle der Region hervorragend zusammenarbeiten können.‘

Die Naturparke Frankenwald und Steinhuder Meer zählen zu den ersten sieben Natur- und Nationalparken Europas, denen diese Auszeichnung zu Teil wurde. Gewürdigt wurde hiermit das intensive Engagement beider Parke für einen Tourismus, der Natur und Landschaft schützt, die Bedürfnisse von Gästen und Einheimischen berücksichtigt und zur wirtschaftliche Stärkung der Region beiträgt.

Links zum Thema Landschaft und Natur, Links zu Schutzgebieten.

Statistikamt: Fleischwaren aus Deutschland sind wieder gefragt

Themen: Archiv — info @ 10:10

Wiesbaden – Wie das Statistische Bundesamt, mit Blick auf die am 13. Oktober beginnende ANUGA 2001 in Köln mitteilt, werden im Ausland Fleisch und Fleischwaren aus Deutschland wieder verstärkt nachgefragt. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2001 wurden Fleisch und Fleischwaren im Wert von 3,1 Mrd. DM ausgeführt, ein Viertel (24,2 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Einfuhr nahm um 11,8 Prozent auf 4,7 Mrd. DM zu.

Insgesamt wurden im Zeitraum Januar bis Juli 2001 Nahrungs- und Genussmittel (ohne lebende Tiere) im Wert von 44,4 Mrd. DM eingeführt und im Wert von 29,9 Mrd. DM ausgeführt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das eine Zunahme um 7,1 Prozent bei der Einfuhr und um 10,0 Prozent bei der Ausfuhr. Mit einem Anteil von 6,9 Prozent an der deutschen Gesamteinfuhr und 4,1 Prozent an der deutschen Gesamtausfuhr spielt dieser Warenbereich für Deutschland eine untergeordnete Rolle.

Die größte Bedeutung beim grenzüberschreitenden Handel mit Nahrungs- und Genussmitteln haben pflanzliche Nahrungsmittel, zum Beispiel Gemüse, Obst und Südfrüchte, gefolgt von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs und Genussmitteln. Fast zwei Drittel (58,2 Prozent bzw. 25,8 Mrd. DM) der Einfuhren von Nahrungs- und Genussmitteln und die Hälfte der Ausfuhren (49,2 Prozent bzw. 14,7 Mrd. DM) entfielen im Zeitraum Januar bis Juli 2001 auf Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

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