22. Oktober 2001

Hessen: Waldzustandsbericht 2001 vorgestellt

Themen: Hessen,Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 15:10

Königstein (agrar.de) – ‚Der Trend leicht zurückgehender Waldschäden in Hessens Wäldern, der im Jahr 2000 stockte, hat sich erfreulicherweise in diesem Jahr wieder fortgesetzt. Den älteren durch starkes Fruktifizieren gestressten Buchenbeständen geht es wieder erheblich besser‘, sagte der Hessische Forstminister Wilhelm Dietzel bei der Vorstellung des 18. Waldzustandsberichts 2001 im Hessischen Forstamt Königstein. ‚Die landesweite Verbesserung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Die für die Waldbäume günstige Witterung im Frühjahr 2001, ein weiterhin schwacher Insektenfraß und eine nur geringe Fruktifikationsintensität bei der Buche‘, so Dietzel.

Der mittlere Nadel- oder Blattverlust aller Bäume beträgt 2001 landesweit 23 Prozent gegenüber noch 26 Prozent im Vorjahr und liegt damit auf dem niedrigen Niveau des Jahres 1999, jedoch noch weit entfernt von den Werten der ersten Jahre (1984 : 11 Prozent). Zudem ist festzustellen, dass der Anteil gesunder älterer Bäume (über 60 Jahre) weiterhin sehr gering ist (1984 : 40 Prozent; 2001 : 7 Prozent ). Der Anstieg auf 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr von 4 Prozent ist aber bemerkenswert.

Am deutlichsten fällt die Verbesserung bei der älteren Buche aus. Hier ist der mittlere Blattverlust von 37 Prozent auf 27 Prozent zurückgegangen. Das starke Fuktifizieren, im vergangenen Jahr noch als eine der möglichen Ursachen für die drastische Verschlechterung des Belaubungszustandes der älteren Buche ausgemacht, blieb in diesem Jahr aus. Insgesamt scheint bei der älteren Buche der in den 80er Jahren festzustellende Anstieg der Kronenverlichtung seit Anfang der 90er Jahre gebrochen.

Betrachtet man die übrigen Hauptbaumarten Eiche, Fichte und Kiefer, so ist bei allen der gleiche, leicht positive Trend auszumachen. Bei der älteren Eiche und Kiefer sind die durchschnittlichen Nadel-/Blattverluste um jeweils zwei Prozent auf 27 Prozent zurückgegangen. Der Zustand der älteren Fichte hat sich um ein Prozent auf 28 Prozent durchschnittlicher Nadelverlust verbessert.

Die Entwicklung bei den jüngeren Bäumen (bis 60 Jahre) stagniert. Der mittlere Nadel-/Blattverlust beträgt wie in den vorangegangenen Jahren 14 Prozent.

Auch wenn sich insgesamt der Kronenzustand bei allen Baumarten über alle Altersstufen somit verbessert hat, bleibt festzuhalten, dass das aktuelle Niveau der Kronenschäden immer noch deutlich höher ist als zu Beginn der Zeitreihe Mitte der 80er Jahre. Die Höhe und die Entwicklung der Absterberate im hessischen Wald zeigen jedoch, dass das Risiko für großflächige Absterbeerscheinungen insgesamt als gering einzustufen ist.

‚Unser besonderes Augenmerk gilt nach wie vor der Rhein-Main-Ebene und hier vor allem der Eiche‘, informierte der Hessische Forstminister. Bereits seit vielen Jahren ist die Rhein-Main-Ebene das Sorgenkind in Hessen. Der Trend der diesjährigen Waldzustandserhebung – leichte Erholung – lässt sich zwar auch hier feststellen, die Werte liegen jedoch noch immer über dem Landesdurchschnitt. Besonders drastisch ist dies bei der in der Rhein-Main-Ebene charakteristischen Eiche. Der durchschnittliche Blattverlust der älteren Eiche ging von 41 Prozent (2000) auf 36 Prozent (2001) stärker zurück als im Landesdurchschnitt, liegt jedoch noch immer 9 Prozent über diesen Durchschnittswerten.

Mit besonderer Aufmerksamkeit ist die Entwicklung der Waldböden zu verfolgen. Obwohl sich gerade am Beispiel von Schwefeldioxid (SO2) eindrucksvoll positive Auswirkungen von Maßnahmen zur Luftreinhaltung dokumentieren lassen – so sank der jährliche Schwefeleintrag im Zeitraum von 1986-2000 in hessischen Fichtenbeständen um rund 71 Prozent und in hessischen Buchenbeständen um etwa 63 Prozent – , liegen die aktuellen Säureeinträge dennoch immer deutlich über der nachhaltigen Pufferungskraft der Waldböden.

Waldzustandsbericht Hessen 2001

Links zum Thema Waldbericht.

Entwurf zum Bundesprogramm Ökologischer Landbau

Themen: Archiv — info @ 13:10

Berlin (agrar.de) – Der Entwurf für das angekündigte Bundesprogramm Ökologischer Landbau (unsere Meldung), den eine vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) beauftragte Projektgruppe erstellt hat, ist jetzt online abrufbar.

Folkhard Isermeyer und Hiltrud Nieberg von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Stephan Dabbert (Universität Hohenheim) Jürgen Heß (Universität Kassel), Thomas Dosch (Bioland) und Felix Prinz zu Löwenstein von der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau e. V. (AGÖL) betrachten den Entwurf als Auftakt für ein Aktionsprogramm, welches ‚im gesellschaftlichen Diskurs entwickelt wird und alle relevanten Politikbereiche und Akteure umfasst.‘

Hauptziel des Bundesprogramms ist es, die Rahmenbedingungen für eine weitere Ausdehnung des Ökologischen Landbaus in Deutschland zu verbessern. Dabei soll nach Meinung der Autoren ein nachhaltiges Wachstum angestrebt werden, das auf einer ausgewogenen Expansion von Angebot und Nachfrage beruht.

Der Einsatz staatlicher Mittel für die Ausdehnung des Ökologischen Landbaus wird mit drei Argumenten begründet:

– Der Ökologische Landbau hat günstigere externe Effekte als der konventionelle Landbau.

– Eine Gesellschaft, die dem Ökologischen Landbau eine hinreichende Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeit gibt, ist besser gegen die Risiken des technischen Fortschritts in der Landwirtschaft gewappnet.

– Nur durch staatliche Förderung erlangt der ökologische Landbau ein Verbreitungsniveau, oberhalb dessen er Skaleneffekte nutzen und sich aus eigener Kraft erfolgreich weiter entwickeln kann.

Auf der Grundlage einer Schwachstellenanalyse, zu der insbesondere eine zweitägige Anhörung einer Vielzahl von Experten aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Verwaltung beigetragen hat, wurden insgesamt 30 Maßnahmen konzipiert.

Wichitg erscheint den Verfassern des Konzepts, den Ökolandbau zu ‚entideologisieren‘ und eine nachhaltige Verbesserung von Information, Forschung und Technologietransfer für Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel sowie eine verbesserte Präsenz des Ökologischen Landbaus in Ausbildung und Beratung zu erreichen.

Für das Programm Ökologischer Landbau sollen in den Jahren 2002 und 2003 Mittel in einer Größenordnung von jeweils knapp 35 Mio. Euro zur Verfügung stehen.

Langtext des Entwurfes für das angekündigte Bundesprogramm Ökologischer Landbau.

Links zum Thema %url4%Bio-Landbau%/%.

Mehr Verbraucherinformationen über Fischereierzeugnisse

Themen: Archiv — info @ 12:10

Brüssel (agrar.de) – Die Europäische Kommission hat eine Verordnung angenommen, die detailliertere Angaben zu Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen vorschreibt. Ab 1. Januar 2002 müssen diese Erzeugnisse mit Angaben zu Namen, Ursprung und Herstellungsverfahren etikettiert sein. ‚Ziel dieser Maßnahme ist, dem Verbraucher bei seiner Wahl zu helfen. Die neuen Etikette werden ihn über das Erzeugungsverfahren, das Herkunftsgebiet und den genauen Namen des Erzeugnisses, das er kauft, aufklären. Fischereierzeugnisse lassen sich so besser zurückverfolgen. Für den Verbraucher wird es leichter, seine Ware nach Kriterien auszuwählen, die ihm wichtig sind. Eine bessere Rückverfolgbarkeit wird außerdem die Überwachung von Fischereierzeugnissen von Schiff bis Laden erleichtern und so der Erhaltung der Fischbestände dienen‘, so Franz Fischler, für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei zuständiger Kommissar.

Ab 1. Januar nächsten Jahres müssen die Etikette aller im Einzelhandel angebotenen Fischereierzeugnisse folgende Angaben enthalten:

– Handelsnamen der Tierart;

– Erzeugung, d.h. Angabe, ob es sich um in der freien Natur gefangene Tiere oder um Erzeugnisse der Aquakultur handelt;

– Fanggebiet.

Die Handelsbezeichnung bzw. der Handelsname der Tierart wird in jedem Mitgliedstaat festgelegt. Ob er den wissenschaftlichen Namen hinzufügen will oder nicht, ist dem betreffenden Anbieter freigestellt.

Die Erzeugung wird mit folgenden Angaben bezeichnet: ‚gefangen in …‘, ‚aus Binnenfischerei‘, ‚aus Aquakultur‘ oder ‚gezüchtet‘. Der einzelne Mitgliedstaat kann festlegen, ob diese Angabe erforderlich ist, wenn Handelsbezeichnung und Fanggebiet keinen Zweifel zulassen, dass das betreffende Tier im Meer gefangen wurde.

Zum Fanggebiet ist zu sagen, dass auf dem Etikett für im Meer gefangene Tiere der jeweilige in einer Liste verzeichnete Gebietsname stehen muss. Erzeugnisse aus der Binnenfischerei bedürfen eines Hinweises auf das Mitgliedsland bzw. Drittland ihrer Herkunft. Bei Aquakulturerzeugnissen wird das Mitgliedsland bzw. Drittland genannt, in dem das Erzeugnis sein letztes Entwicklungsstadium durchlaufen hat. Die Anbieter können zusätzliche Angaben zum Fanggebiet machen.

Damit sich die Fischereierzeugnisse in allen Phasen des Vermarktungsprozesses leichter zurückverfolgen lassen, müssen sie mit einem Etikett/Dokument versehen sein, das die oben beschriebenen drei Angaben sowie den wissenschaftlichen Namen des Erzeugnisses enthält.

Diese neuen Bestimmungen sind Teil der Gemeinsamen Marktorganisation für Erzeugnisse der Fischerei und der Aquakultur, durch die unter anderem gemeinsame Vermarktungsnormen festgelegt werden. Auf diesen Weise sollen Erzeugnisse von unbefriedigender Qualität vom Markt ferngehalten und ein fairer Wettbewerb für die Marktteilnehmer sichergestellt werden. Angesichts der Fülle der angebotenen Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse ist es nach Auffassung der Gemeinschaft von wesentlicher Bedeutung, dass der Verbraucher ein Mindestmaß an Informationen über die Wesensmerkmale dieser Erzeugnisse erhält.

Links zum Thema Fische

Greenpeace kritisiert neuen Fall von Biopiraterie

Themen: Archiv — info @ 12:10

Hamburg/Bonn (agrar.de) – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat bei aktuellen Patentrecherchen einen neuen Fall von Biopiraterie entdeckt: Die Firma Monsanto beantragte beim Internationalen Patentbüro in Genf ein Patent auf Sojabohnen, wie sie natürlicherweise in China vorkommen. Mit dem Patent würde Monsanto das Monopol auf Pflanzen, Saatgut und Methode zur Auswahl und Züchtung der Soja-Sorten erhalten.

Greenpeace will vor dieser Biopiraterie heute mit einer Aktion zur Eröffnung einer internationalen UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt warnen. Wegen des aktuellen Falles wird ein Vertreter des chinesischen Greenpeace-Büros teilnehmen. China gilt mit über 6000 Sorten als das wichtigste Ursprungsland für Soja.

‚Den Patentantrag kann man nur als versuchten Diebstahl bezeichnen. Er zeigt, wie schamlos Konzerne wie Monsanto bei ihrem Raubzug durch die Natur vorgehen‘, sagt Greenpeace Patentexperte Christoph Then. ‚Die Lebensgrundlagen dieses Planeten dürfen nicht durch Patentierungen zum Privateigentum von Unternehmen werden.‘

‚Der Zugang zur biologischen Vielfalt darf nicht durch Patente blockiert werden. Die Sicherung der Welternährung und der Versorgung mit Medikamenten ist wichtiger als die wirtschaftlichen Interessen einzelner Unternehmen‘, so Sze Ping von Greenpeace China. ‚Die chinesischen Wissenschaftler waren schockiert, als wir sie über diese Patentanmeldung informierten.‘

Nach Angaben von Monsanto hat die Firma ein Gen in den Soja-Pflanzen entdeckt, das die Auswahl von leistungsfähigem Saatgut erleichtert. Dabei werden die Pflanzen nicht gentechnisch verändert, sie werden lediglich mit Hilfe einer Art Gen-Diagnose identifiziert. Das Patent wurde nach Greenpeace-Informationen 1999 in über 100 Staaten gleichzeitig angemeldet, darunter auch in USA, Europa und China. Ob Monsanto das Patent erhält, ist danach offen. Sogar das Europäische Patentamt in München, das ähnliche Patente bereits erteilte, habe Zweifel an seiner Genehmigung geäußert.

Links zum Thema Biodiversität.

Anbauflächen gentechnisch veränderter Pflanzen wächst

Themen: Archiv — info @ 11:10

Aachen (agrar.de) – Auch 2001 ist der Trend zu gentechnisch veränderter Pflanzen ungebrochen: Auf 50 Mio. Hektar wurden gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, wie der Informationsdienst TransGen berichtet.

Jährlich gibt der International Service for the Acquisition of Agri-biotech Applications (ISAAA) – eine weltweit aktive Organisation im Bereich der Agro-Biotechnologie – einen Report mit den Anbauzahlen gentechnisch veränderter Pflanzen heraus. Jetzt wurde vorab eine Schätzung der Gesamtflächen veröffentlicht.

– Weltweit wurden 2001 erneut mehr gentechnisch veränderte Sorten angepflanzt als im Vorjahr. Die Flächen stiegen um 6 Mio. ha auf nunmehr rund 50 Mio. ha. Die skeptisch-ablehnende Einstellung der Verbraucher vor allem in Europa und einigen Ländern Asiens hat den globalen Trend bisher offenbar nicht negativ beeinflussen können.

– Inzwischen werden in 15 Ländern gentechnisch veränderte Pflanzen kommerziell genutzt.

– Der neuerliche Zuwachs hatte sich schon in den US-amerikanischen Zahlen angedeutet: Dort wurden in diesem Jahr bei Soja und Baumwolle deutlich mehr GVO-Sorten auf die Felder gebracht als 2000.

– In Nordamerika stagniert offenbar die Entwicklung bei Mais und Raps. Hier sind die mit gentechnisch veränderten Pflanzen bestellen Flächen offenbar nicht gestiegen oder sogar leicht zurückgegangen.

Links zum Thema Biotechnologie.

20. Oktober 2001

„Gesunde Böden braucht der Wald!“

Themen: Archiv — info @ 10:10

Neue Informationsbroschüre der Stiftung Wald in Not

Bonn (agrar.de) – Unseren Blicken ist er nur schwer zugänglich – der Boden zu unseren Füßen. Dies ist sicher ein Grund, dass wir bis heute die vielfältigen Leistungen des Bodens als selbstverständlich hinnahmen. Erst in jüngster Zeit beginnt diese Einstellung zu wandeln und man beschäftigt sich genauer mit dem Boden, als der Schaltstelle für den Stoffkreislauf im Wald. Aufwendige Untersuchungen haben gezeigt, dass in den Wäldern besonders die Böden durch die anhaltenden Schadstoffeinträge aus der Luft stark belastet sind.

Böden können Schadstoffe nicht in beliebigen Maße speichern ohne das es zu Gefahren für Menschen, Tiere und Pflanzen kommt; die steigende Nitratbelastung und die örtlich zunehmende Konzentration von Sulfat und Aluminium im Grundwasser stellen nur ein Alarmsignal für diese negative Entwicklung dar.

Um die Belastungen der Waldökosysteme, insbesondere der Waldböden, zu verringern muss rasch gehandelt werden. Daher hat die Stiftung Wald in Not zu dem Thema ‚Waldböden‘ eine neue Informationsbroschüre herausgegeben. Sie beschäftigt sich mit dem Lebensraum Waldboden und informiert:

– über die Bodenbildung, als einer unendlichen Geschichte,

– über das ausgeprägte Leben im Boden, das für seine Fruchtbarkeit von enormer Bedeutung ist,

– über die wichtigen Leistungen des Waldbodens, als der Schaltstelle für den Stoffkreislauf im Wald, als Hochwasserschutz und als Wasserfilter,

– über die Gefährdung der Waldböden durch Luftverschmutzung und durch Bodenerosion im Gebirge und

– über Möglichkeiten, den Waldboden zu schützen.

Die Stiftung Wald in Not fordert, den Eintrag von Luftschadstoffen in die Waldböden weiter zu verringern. Alle Maßnahmen zur Verminderung von Luftverunreinigungen in den Bereichen Verkehr, Landwirtschaft und Industrie sind dringend fortzusetzen.

Die Broschüre entstand im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projektes und ist bei der Stiftung Wald in Not (Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Fax: 0228-8198192, E-Mail) gegen 1,50 DM bzw. 0,77 EURO in Briefmarken erhältlich.

Links zum Thema Wald und Forst.

19. Oktober 2001

Mecklenburg-Vorpommern: Zuschlag für Grünlandbetriebe mit Rinderhaltung

Themen: Archiv — info @ 16:10

Schwerin (agrar.de) – Die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern haben in diesen Tagen von den Ämtern für Landwirtschaft Fördermittel in Höhe von 43,2 Mio. DM als Ausgleichszulage für die Förderung landwirtschaftlicher Betriebe in benachteiligten Gebieten erhalten. Dieser Betrag übersteigt die Planungen um 8,2 Mio. DM.

Im Rahmen der Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes können Landwirten in benachteiligten Gebieten Ausgleichszulagen gewährt werden. Mecklenburg-Vorpommern setzt diese Möglichkeit in der EU-notifizierten Richtlinie für die Förderung landwirtschaftlicher Betriebe in benachteiligten Gebieten um. Die Richtlinie wurde in diesem Jahr modifiziert, so dass die Prämie für den einzelnen Landwirt im Allgemeinen höher ausfällt.

‚Maßgabe bei der Modifizierung der Förderrichtlinie war es, Möglichkeiten zu schaffen, die durch die BSE-Krise besonders geschädigten Landwirte in unserem Land zu unterstützen. So kommen die zusätzlichen Mittel vor allem Grünlandbetrieben mit Rinderhaltung zugute‘ sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD).

Links zum Thema Förderung, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Protest der Geflügelwirtschaft gegen Bundesratsentscheidung

Themen: Archiv — info @ 15:10

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) haben scharfen Protest gegen die heutige Entscheidung im Bundesrat erhoben, die herkömmliche Käfighaltung von Legehennen im nationalen Alleingang bereits 2006 zu verbieten und damit 5 Jahre früher als in der EU-Richtlinie vorgesehen. (unsere Meldung) Auch hat der Bundesrat beschlossen, die nach EU-Recht vorgesehene tiergerechte Kleingruppenhaltung in Deutschland nicht zuzulassen. Die extrem verkürzte Übergangsfrist für deutsche Legenhennenhalter wird nach Einschätzung von DBV und ZDG zahlreiche Regressansprüche gegenüber Bund und Ländern auslösen.

Die beschlossene Beschränkung der Legehennenhaltung in Deutschland ab 2006 auf die Boden- und Freilandhaltung helfe weder den Legehennen, noch den Verbrauchern, noch den Geflügelhaltern in Deutschland, und sei damit eine politische Mogelpackung. Die deutsche Eierproduktion werde schrumpfen und durch Importe ersetzt, die von Legehennen stammen, die im Ausland in den alten – hierzulande verbotenen – Käfigen gehalten werden. Tausende Arbeitsplätze gingen damit nach Ansicht der Verbände in Deutschland verloren.

Links zum Thema Verbände.

Windkraft: Plus von 40 Prozent

Themen: Archiv — info @ 13:10

Osnabrück (agrar.de) – Die Windkraft entwickelt sich immer mehr zu einem festen Bestandteil des deutschen Energieversorgungssystems. Ende September waren bundesweit rund 10.500 Windräder mit einer Gesamtleistung von knapp 7.500 Megawatt (MW) installiert. Das ist in etwa ein Drittel der installierten Leistung aller deutschen Atomkraftwerke, berichtet der Bundesverband WindEnergie (BWE).

In den ersten neun Monaten dieses Jahres gingen bundesweit 1.115 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1.399 Megawatt (MW) neu ans Netz, rund 40 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Die Gesamtkapazität erhöhte sich auf rund 7.500 MW, das sind 23 Prozent mehr als Ende des vergangenen Jahres. Die bundesweit installierten Anlagen können damit in einem normalen Windjahr knapp drei Prozent des deutschen Strombedarfs decken. Die neu installierte Windkraft-Leistung werde in diesem Jahr aller Voraussicht nach erstmals die 2.000-Megawatt-Schwelle überschreiten, schätzt der Verband.

Derzeit sind in der Branche rund 35.000 Menschen beschäftigt. Durch den geplanten Bau von Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee könnten allein in Niedersachsen rund 25.000 neue Jobs entstehen; hinzu kämen weitere 4.000 Stellen für Wartung und Betrieb.

Bei der regionalen Verteilung der Windkraft-Leistung in Deutschland bleibt Niedersachsen mit knapp 400 Megawatt neu installierter Leistung im Jahr 2001 weiterhin vor Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen das Windland Nummer eins. Zwischen Harz und Nordsee drehten sich Ende Juni 2.854 Anlagen (2.147 MW). Niedersachsen ist damit das erste Bundesland, das die 2.000-MW-Schwelle überschritten hat. Die Windkraft kann damit mittlerweile rund 8,5 Prozent des niedersächsischen Strombedarfs decken. Den größten Windstrom-Anteil gibt es bundesweit allerdings in Schleswig-Holstein: Dort können die insgesamt 2.230 Anlagen (1.407 MW) mittlerweile rund 25 Prozent des Strombedarfs decken. Es folgen Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 17 Prozent (773 Anlagen, 545 MW) und Sachsen-Anhalt mit über neun Prozent (682 Anlagen, 654 MW).

Marktführer in den ersten neun Monaten dieses Jahres ist das Auricher Unternehmen Enercon mit einem Anteil von 36,2 Prozent an der neu installierten Leistung. In der Hersteller-Rangliste folgen die Unternehmen Vestas Deutschland GmbH aus Husum (Marktanteil: 17,7 Prozent), Nordex AG aus Hamburg (10,2 Prozent), Enron Wind aus Salzbergen (9,6 Prozent) und die NEG Micon Deutschland GmbH aus Ostenfeld (9,0 Prozent). Der Umsatz der Branche betrug im vergangenen Jahr annähernd vier Milliarden Mark.

Information: Bundesverband WindEnergie (BWE), Herrenteichsstr. 1, 49074 Osnabrück, Tel.: 0541-350600, Fax: 0541-3506030, E-Mail

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Sinner: Künast hat dem Tierschutz einen Bärendienst erwiesen

Themen: Geflügel — info @ 11:10

München (agrar.de) – Als ‚Bärendienst für den Tierschutz‘ hat es Bayerns Verbraucherschutzminister Eberhard Sinner heute in München bezeichnet, dass der Bundesrat mehrheitlich dem Vorschlag von Bundesministerin Renate Künast gefolgt ist, die Auslauffrist für die konventionellen Käfige auf das Jahr 2006 zu legen. (unsere Meldung)

Sinner: ‚Das Einzige, was Frau Künast damit erreicht hat, ist, dass die jetzt viele Großbetriebe mit ihren Käfigen ins europäische Ausland abwandern werden. Damit ist den Tieren nicht im mindesten geholfen, denn ich bezweifle sehr, dass es Frau Künast gelingen wird, ihre Vorstellungen bei den übrigen EU-Staaten durchzusetzen. Es wäre das erste Mal, dass Frau Künast auf EU-Ebene überhaupt Gehör finden würde.‘

Der Minister bedauerte weiter, dass mit diesem Ergebnis letztlich auch eine Entscheidung gegen die bäuerliche Landwirtschaft gefallen sei. Sinner: ‚Mit den Legebatterien im Ausland wird der bäuerliche Familienbetrieb in Bayern nicht mithalten können. Hier verlieren wir zunehmend die Möglichkeit, frische und hochwertige Eier aus unserer nächsten Nachbarschaft zu bekommen.‘

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