01. September 2001

Anzeigepflicht durch UVP-Änderungs- und IVU-Richtlinie

Themen: Archiv — info @ 12:09

Berlin (agrar.de) – Am 3. August 2001 wurde das Artikelgesetz in der Fassung vom 27.Juli 2001 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Dieses Artikelgesetz beinhaltet die Umsetzung der UVP-Änderungsrichtlinie, der IVU-Richtlinie und weiterer EG-Richtlinien zum Umweltschutz. Mit dem In-Kraft-Treten des Gesetzes gelten neue BImSch-Grenzwerte (Spalte 2 des Anhangs zur 4. BimSch-VO).

Erstmalig werden Rinder und Kälber, sowie Pelztiere in eine besondere Genehmigungspflicht einbezogen. Neu ist auch die Erfordernis einer behördlichen Vorprüfung des Einzelfalles auf Durchführung einer UVP bei Erreichen von 75 Prozent der Schwellenwerte nach UVPG, bzw. bei Rinder- und Kälberhaltung bei noch geringeren Anteilen. Beim Geflügel differieren die Schwellenwerte (Tierzahlen) der jeweiligen Tierhaltung zwischen BImSchG und UVPG Regelungen. Auch ist eine allgemeine Vorprüfung für nutztierhaltende Betriebe mit mehr als 50 GV, sowie mehr als 2 GV je ha oder Betriebe ohne landwirtschaftlich genutzte Fläche (flächenlose Betriebe) eingeführt worden, die Öffentlichkeit wird stärker eingebunden.

Tierhaltungsanlagen, die folgende Grenzwerte überschreiten:

– 1.500 Mastschweine – 560 Sauen – 4.500 Ferkel – 250 Rinder – 300 Kälber – 15.000 Hennen – 30.000 Junghennen – 30.000 Mastgeflügel – 15.000 Mastputen – 750 Pelztiere

oder die mehr als 50 Großvieheinheiten (1 GVE = 500 kg Lebendgewicht) und gleichzeitig 2 GVE / ha überschreiten, sind verpflichtet, binnen 3 Monate nach In-Kraft-Treten die Anlage bei der zuständigen Behörde anzuzeigen (§ 67 Abs. 2 des BImSch-Gesetzes).

Das gilt auch für Betriebe, die im Rahmen eines Baugenehmigungsverfahrens errichtet werden durften und für den Fall, dass der Behörde die Anlage bereits bekannt ist, ebenso für betriebe in Natur- und Landschaftsschutzgebieten.

Ein BImSch-Verfahren und ggf. eine UVP-Vorprüfung werden in der Regel nur bei baulichen Änderungs- oder Erweiterungsmaßnahmen eingeleitet. Für Rückfragen von Seiten der Behörden sollten Unterlagen über Art, Lage, Umfang und Betriebsweise der Anlage bereitgehalten werden.

Weitere Informationen, Links zum Thema Stallbau und -einrichtung.

NRW: Rekorde für Weizen, Roggen und Gerste

Themen: Archiv — info @ 12:09

Düsseldorf (agrar.de). Günstige Witterungsverhältnisse und überwiegend optimale Erntebedingungen führten in Nordrhein-Westfalen dazu, dass die Landwirte in diesem Jahr eine Getreideernte einfahren konnten, die mit 4,74 Millionen Tonnen das Vorjahresergebnis um 16,4 Prozent übertraf (ohne Körnermais). Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, lagen dabei für alle Getreidearten die Hektarerträge deutlich über dem Vorjahresergebnis; neue Rekord-Erträge pro Hektar gab es bei Weizen, Roggen und Gerste.

Beim Weizen übertraf der Hektarertrag mit 9,56 Tonnen das letztjährige Ergebnis um 18,3 Prozent. Trotz einer um 2,0 Prozent eingeschränkten Anbaufläche stieg die Erntemenge gegenüber 2000 um 15,8 Prozent auf 2,46 Millionen Tonnen. Der Hektarertrag für Gerste stieg gegenüber dem Vorjahr um 16,3 Prozent auf die neue Rekordmarke von 7,34 Tonnen. Bei gleichzeitiger Anbauflächen-Ausdehnung um 2,6 Prozent konnte hier eine Gesamternte von 1,44 Millionen Tonnen (+19,3 Prozent) eingebracht werden. Beim Roggen legte der Hektarertrag um 20,8 Prozent auf 7,42 Tonnen zu. Die Erntemenge war mit 189.000 Tonnen um 17,7 Prozent höher als vor Jahresfrist, die Anbaufläche war um 2,7 Prozent kleiner als vor einem Jahr.

Deutlich verbesserte Erträge, wenn auch keine neuen Rekorde erzielten die NRW-Landwirte auch bei Hafer und Triticale. Beim Hafer wurde die Anbaufläche um 7,8 Prozent reduziert; die Erntemenge stieg aber trotzdem wegen des um 12,2 Prozent auf 5,50 Tonnen pro Hektar verbesserten Ertrags um 3,6 Prozent auf 119.000 Tonnen. Die Triticale-Erntemenge legte um 15,9 Prozent auf 531.000 Tonnen zu; hier war die Anbaufläche um 3,2 Prozent und der Hektarertrag (7,22 Tonnen) um 12,3 Prozent höher als vor einem Jahr.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

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