08. September 2001

EU: Meinungen zur Gentechnik gefragt

Themen: Archiv — info @ 12:09

Brüssel (agrar.de) – Wissenschaftlicher und technischer Fortschritt in Biowissenschaften und Biotechnologie vollziehen sich weiterhin mit atemberaubender Geschwindigkeit. Gleichzeitig haben potenzieller Nutzen und Auswirkungen auf Mensch, Gesellschaft und Umwelt eine öffentliche Debatte ausgelöst.

Die Europäische Kommission beabsichtigt, bis Ende 2001 ein Grundlagenpapier vorzulegen, das zur Entwicklung einer strategischen Vision für Biowissenschaften und Biotechnologie bis 2010 und darüber hinaus beitragen soll. Die Initiative soll eine umfassende, vorausschauende Perspektive schaffen und konkrete Maßnahmen für die nächste Zukunft vorschlagen, um den unmittelbaren Herausforderungen zu begegnen, die Ziele von Lissabon zu erreichen und zu einem laufenden öffentlichen Dialog und zur Konsensbildung beizutragen.

Bei der Vorbereitung des Papiers nutzt die Kommission die laufende öffentliche Debatte, außerdem Beiträge der wichtigsten Akteure und Wirtschaftszweige, mit denen die Kommission zusammenarbeitet. Viele der anstehenden Fragen sind für die Gesellschaft insgesamt wie auch für den Einzelnen von Bedeutung – der Schlüssel zur Zukunft liegt in den Händen der Bürger Europas.

Deswegen fordert die Kommission die Öffentlichkeit zu Stellungnahmen und Beiträgen zur Erarbeitung ihres Grundlagenpapiers auf.

Die Europäische Kommission hat ein Konsultationspapier vorgelegt, mit dem Stellungnahmen und Beiträge aller interessierten Parteien zu den Überlegungen in der Kommission eingeholt werden sollen. Das Dokument stellt einen ersten Schritt zur Erarbeitung des Papiers bis Ende 2001 dar. In dem Papier werden einige der aktuellen Vorstellungen der Kommission dargelegt sowie spezifische Fragen und Themen angesprochen, zu denen die Kommission Beiträge besonders begrüßen würden. Die Konsultation beschränkt sich jedoch nicht auf diese Fragen, alle Beiträge sind willkommen.

Die EU-Kommission bittet die Bürger Europas, ihr ihre Ansichten zur Gentechnik zuzusenden. Stellungnahmen und Beiträge können bis zum 23. November 2001 per Post an die Adresse: ‚Biotechnologie, Brey 7/329, Europäische Kommission, Wetstraße 200, B-1049 Brüssel/Belgien‘, per Fax an: +32 22957637, per E-Mail oder online über die %url1%Biotechnologie-Seite der Kommission%/% eingereicht werden.

Links zum Thema %url6%Biotechnologie%/% und %url5%Novelfood%/%.

Digitale Diskussion über Agrar- und Ernährungswirtschaft

Themen: Archiv — info @ 12:09

Bonn (agrar.de) – Die für Verbraucherschutz und Ernährung zuständigen Ministerien Deutschlands und der Niederlande bieten im Herbst 2001 eine gemeinsame digitale Diskussionsplattform an. Das meldet die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information (ZADI).

Die Diskussionsplattform soll das Verständnis für die in der Bevölkerung vorhandenen Wünsche, Ängste, Visionen und Wertvorstellungen in Bezug auf die Qualität und die Sicherheit unserer Lebensmittel und anderer landwirtschaftlicher Erzeugnisse verbessern helfen. Die Ministerien wollen das Vertrauen der Bürger in die Qualität und die Sicherheit landwirtschaftlicher Erzeugnisse zurückgewinnen und einen Beitrag zur politischen Diskussion in den Niederlanden, in Deutschland und in Europa leisten.

Die digitale Diskussion umfasst neben der eigentlichen Diskussion über eine zentrale Mailingliste auch Meinungsumfragen, Chats mit Experten aus dem Ernährungs- und Lebensmittelsektor und periodische Newsletter. Diskussionsbeiträge im Chatroom werden simultan übersetzt, die moderierten Diskussionsbeiträge sollen im Web zweisprachig angeboten werden. Die organisatorischen und technischen Vorbereitungen sind inzwischen so weit gediehen, dass die Veranstalter ab 12.09.2001 die ersten Diskussionsbeiträge über die Mailinglisten versenden werden.

Alle an der Teilnahme und am Empfang der Diskussionsbeiträge interessierten Personen und Institutionen werden gebeten, eine Email mit dem Inhalt ’subscribe digitale-diskussion‘ an die Adresse majordomo@edv.zadi.de zu senden.

Energie aus Stroh und Getreide – Perspektiven und Handlungsbedarf

Themen: Archiv — info @ 10:09

Gülzow (agrar.de) – Die Chancen von Stroh und Getreide zur Energieerzeugung beschreibt die Broschüre ‚Energetische Nutzung halmgutartiger Biomasse‘ der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Stroh als Rückstand der Pflanzenproduktion und Ganzpflanzengetreide sind für die Energieerzeugung prinzipiell geeignet und stehen in großen Mengen zur Verfügung. Anders als bei Holz ist die energetische Nutzung von Stroh hingegen kaum verbreitet, was u.a. in ungünstigeren Brennstoff-Eigenschaften begründet liegt. Genannt seien die geringere Dichte, der höhere Aschegehalt, erhöhte Chlor- und Stickstoffgehalte und niedrigere Ascheschmelztemperaturen.

Auf Stroh und Ganzpflanzengetreide kann im Energiemix der Zukunft jedoch kaum verzichtet werden. Immerhin 500 PJ oder 3,5 Prozent des derzeitigen Primärenergiebedarfs ließen sich aus halmgutartiger Biomasse erzeugen. Jetzt sind die Weichen zu stellen, um dieses technisch nutzbare Potenzial auch wirklich verfügbar zu machen.

Hierzu zählt in erster Linie die Optimierung bestehender Anlagenkonzepte, deren Emissionsverhalten derzeitigen und zukünftigen Standards noch nicht in ausreichendem Maße entspricht. Dies gilt sowohl für die Entstaubungstechnik als auch für die Einhaltung von CO-Grenzwerten. Gleichzeitig wird moniert, dass das geltende Emissions- und Genehmigungsrecht in der Praxis Interpretationsspielräume zulässt, die die Rechtssicherheit bei Installation und Betrieb von Strohfeuerungsanlagen stark einschränkt.

Die Teilnehmer aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung fordern, die Brennstoffe Stroh und Ganzpflanzengetreide dem Brennstoff Holz rechtlich gleichzustellen und damit die Bedingungen zur Strom- und Wärmeerzeugung aus halmgutartiger Biomasse deutlich zu verbessern. Sie verweisen auf das dänische Modell, das Dank abgestimmter politischer und ordnungspolitischer Maßnahmen eine umfangreiche energetischen Nutzung von Stroh zur Folge hat.

Der Tagungsband ‚Energetische Nutzung von Stroh, Ganzpflanzengetreide und halmgutartiger Biomasse‘ ist in der Schriftenreihe ‚Gülzower Fachgespräche‘ erschienen und kann kostenlos über die FNR via E-Mail oder per Fax (03843/6930-102) angefordert werden. Er steht im Internet auch im PDF-Format zur Verfügung.

Links zum Thema %url3%Getreide%/%, %url2%Stroh%/% und %url4%Energie%/%.

07. September 2001

Brandenburg: Woche des Waldes

Themen: Archiv — info @ 16:09

Dippmannsdorf (agrar.de) – Mit einer ‚Woche des Waldes auf der BUGA‚ widmet sich Brandenburgs Landesforstverwaltung ab 10. September dem Pflanzenreich außerhalb von Beet und Balkon. Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) eröffnete die Aktionswoche in der Oberförsterei Dippmannsdorf (Potsdam-Mittelmark).

Birthler: ‚Waldwochen mit Kindern und Jugendlichen haben in Brandenburg inzwischen Tradition. Im Umfeld der BUGA setzen Brandenburgs Förster in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt für ihre Angebote. Wenn wir in diesen Wochen die entscheidenden Weichen für eine modernisierte Forstverwaltung in Brandenburg stellen wollen, dann tun wir das auch mit Blick auf die junge Generation. Die jetzt anstehenden Aufgaben in der Forstwirtschaft – ich denke dabei an den Umbau der reinen Kiefernwälder in Mischwälder – sind nur in Generationen zu lösen. Deshalb sind die jetzt anstehenden Finanz- , Struktur- und Personalentscheidungen von der Tagespolitik abzulösen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit der neuen Forstverwaltung besser als bisher eine wirtschaftliche und gleichzeitig naturschutzverträgliche Bewirtschaftung umsetzen können.‘

Weitere Höhepunkte der Woche des Waldes:

vom 10. bis 16.September eine durch das Amt für Forstwirtschaft Belzig betreute Ausstellung über Brandenburgs Wald und Forstwirtschaft im pro agro-Gärtner- und Bauernmarkt auf dem BUGA-Hauptgelände, ergänzt durch einen Waldschulstand des Amtes für Forstwirtschaft Königs Wusterhausen. Am 13.September wird hier das Kindermusiktheater Teufelssee des Potsdamer Vereins Wald-Jagd-Naturerlebnis e.V. sein Stück ‚Murmelflott‘ aufführen. Kontakt: Frau Hildebrandt, Telefon: 033841-62546

am 10. September eine Waldschul-Aktion mit großem Waldquiz im Rahmen des ‚Grünen Klassenzimmers‘ im BUGA-Park, durchgeführt von der Waldschule „Am Rogge-Busch“ (Landkreis Oder-Spree) Kontakt: Herr Boljahn, Tel. 033606-4962

vom 10. bis 16. September (Schwerpunkt 15. und 16. September) Walderlebnistage mit Försterwanderungen, forstlichen und forsthistorischen Präsentationen (Forstgeräte-Ausstellung und ‚Forstverwaltung in Preußen‘), Demonstration der Waldbewirtschaftung von der Saatgutgewinnung bis zur Holzernte in der BUGA-Außenstelle Oberförsterei Dippmannsdorf (Potsdam-Mittelmark) Kontakt: Frau Hildebrandt, Tel. 033841-62546

vom 10. bis 16. September (Schwerpunkt 15. und 16. September) Walderlebnistage mit Besichtigung der Waldschule (mit Waldlehrgarten) ‚Flottstelle‘, Försterwanderungen zu 300-500jährigen Huteeichen, zum Feuerwachturm Wietkiekenberg und zum Forsthaus Schmerberg, wo die Rückepferde Loni und Cäsar stehen … in der BUGA-Außenstelle Oberförsterei Ferch (Potsdam-Mittelmark). Kontakt: Frau Hildebrandt, Tel. 033841-62546

Weitere Informationen: Amt für Forstwirtschaft Königs Wusterhausen, Waldpädagogik-Zentrum Haus des Waldes, Klaus Radestock, Telefon: 033763-64444 Fax: 033763-64443, E-Mail

Links zum Thema Wald und Forst, Lins zum Thema %url4%Gartenschau%/%.

Informationen zur landwirtschaftlichen Tierhaltung

Themen: Archiv — info @ 16:09

Bonn (agrar.de) – Die landwirtschaftliche Tierhaltung steht im Mittelpunkt der neuen Publikation ‚Mitten im Stall‘ der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL). Auf 32 Seiten wird eine Antwort darauf gegeben, wie moderne und gleichzeitig nachhaltige Verfahren in der Tierhaltung die Verbraucheransprüche erfüllen. Dabei werden die verschiedenen Aspekte der Tierhaltung, insbesondere auch des Tierschutzes, dargestellt. Qualitätsmanagement, Umweltverträglichkeit und Nachhaltige Landwirtschaft sind ebenfalls näher beschrieben.

Die ebenso umfassende wie übersichtliche Darstellung erleichtert dem interessierten Verbraucher den ‚Durchblick‘, wenn es um die Haltung von Rindern, Schweinen und Geflügel geht. Zwei Landwirte ‚führen‘ den Leser durch ihre Ställe und gewähren mit anschaulichen Erläuterungen, ergänzt durch zahlreichen Photos, einen intensiven Einblick in die Praxis. Sie erklären, wie sie Tiere halten und ernähren. Sie zeigen, welche Standards sie einhalten. Und schließlich geben sie zu erkennen, mit welcher Verantwortung und Einstellung sie ihrem Beruf nachgehen.

Neben diesen praxisbezogenen Informationen ergänzen Inhalte und Erfahrungen der vielbeachteten Aktion ‚Ruthe 2000‘ die Publikation. Anlässlich der EXPO 2000 hatte das Lehr- und Forschungsgut Ruthe der Tierärztliche Hochschule Hannover für 5 Monate Tür und Tor geöffnet, um den Besuchern aus aller Welt in einer Ausstellung und direkt in den Ställen nachhaltige Tierhaltung näher zu bringen. Während dieser Zeit hat sich das große Informationsbedürfnis der Verbraucher gezeigt, dem mit dieser Veröffentlichung Rechnung getragen wird.

‚Mitten im Stall – Nachhaltige Tierproduktion‘ ist gegen 3,- DM in Briefmarken bei der FIL GmbH, Konstantinstraße 90, 53179 Bonn, zu beziehen.

Links zum Thema %url2%Tiere%.

Sachsen: Bauern fahren reiche Ernte ein

Themen: Archiv — info @ 13:09

Verzicht auf Spitzenerträge zugunsten von Qualität und Umwelt – Sachsens Erträge unter deutschem Durchschnitt

Dresden (agrar.de) – Sachsens Bauern haben in diesem Jahr soviel Getreide geerntet wie noch nie. Nach einer Meldung des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft liegt der durchschnittliche Ertrag (ohne Körnermais) bei knapp 67 Dezitonnen pro Hektar. Das sind sechs Prozent mehr als im Rekordjahr 1999. Damals wurden knapp 63 Dezitonnen Getreide je Hektar gedroschen.

Obwohl die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent zurückging, wird die Gesamterntemenge mit 2,75 Millionen Tonnen Getreide um 13 Prozent höher ausfallen. Die diesjährige Getreideernte ist bis auf wenige Restflächen in den höheren Lagen abgeschlossen.

‚Sachsens Landwirte sparen beim Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln und verzichten damit zugunsten von Qualität und Umwelt bewusst auf Höchsterträge‘, sagte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath. Mehr als 70 Prozent der Ackerfläche würden in Sachsen nach dem Programm Umweltgerechte Landwirtschaft bewirtschaftet. Dies sei auch der Grund dafür, dass die sächsische Ernte unter dem deutschlandweiten Durchschnittsertrag von 69,5 Dezitonnen pro Hektar liege.

Nach Auffassung des Landwirtschaftsministers wird sich die reiche Ernte in Deutschland nicht negativ auf die Erzeugerpreise auswirken. ‚Die Vermarktungschancen sind wegen der geringeren Getreideernte in der Europäischen Union und Nordamerika günstig‘, sagte Flath. Auch werde als Folge von BSE mehr Getreide verfüttert, so dass insgesamt die Marktpreise stabil bleiben dürften.

Bei fast allen Getreidearten gab es in diesem Jahr noch nie erzielte Ergebnisse. Ursache dafür war die insgesamt günstige Witterung. So wurden je Hektar Ackerfläche durchschnittlich 73 Dezitonnen (dt) Winterweizen, 72 dt Wintergerste, 58 dt Roggen und 51 dt Sommergerste geerntet. Allein beim Hafer wurde mit knapp 44 dt der bisherige Spitzenwert von fast 49 dt nicht erreicht.

Was das Wetter betrifft, sah es in diesem Jahr für die Obstbauern deutlich schlechter aus. Fast überall wurde das Kernobst ‚verhagelt‘. So wird beispielsweise bei Äpfeln der vorläufig geschätze Ertrag von 95.000 Tonnen (15 Prozent weniger als im Vorjahr) durch hagelgeschädigte Früchte noch weiter reduziert werden. Auch bei Birnen wird das Ergebnis mit schätzungsweise 2.500 Tonnen um 25 Prozent unter dem Vorjahresertrag liegen. Regen brachte die Kirschen an den Bäumen zum Platzen, so dass lediglich etwa 300 Tonnen Süßkirschen geerntet worden sind. Gleiches gilt für die Sauerkirschen. Hier wird mit einem Gesamtertrag von knapp 5.000 Tonnen gerechnet (Jahr 2000: 8 036 Tonnen).

Links zum Bundesland Sachsen.

FNL: Landwirtschaft und Artenvielfalt

Themen: Archiv — info @ 13:09

Bonn (agrar.de) – Eine nachhaltige und leistungsfähige Landwirtschaft ist mit dem Ziel des Artenschutzes vereinbar. Zu diesem Fazit kommt die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) in ihrer neuen Publikation ‚Von Natur aus nachhaltig – Landwirtschaft und Artenvielfalt‘. Darin werden die Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher Bodennutzung und Artenvielfalt der Fauna und Flora anschaulich und laiengerecht beschrieben.

Die vorgestellten Ergebnisse basieren auf mehrjährigen wissenschaftlichen Untersuchungen, die in verschiedenen Regionen Deutschlands durchgeführt wurden. Biologen des Kölner Büros für Faunistik erforschten den Einfluss von Strukturelementen wie Hecken und Krautstreifen, Ackergrößen und Bewirtschaftungsintensitäten auf die Erhaltung sowie die Entwicklung von Pflanzen und Tieren in ihren Lebensräumen. Das wichtigste Ergebnis lautet: Strukturelemente üben den grössten Einfluss aus, acker- und pflanzenbauliche Maßnahmen sind weniger prägend. Hier kann die Landwirtschaft schon mit wenigen Mitteln die geeigneten Rahmenbedingungen schaffen. Nicht bewirtschaftete Saumbiotope und Krautstreifen, Feldgehölze oder die Erhaltung von Grabensysteme, Feuchtwiesen und Trockenrasen fördern Nützlinge und gefährdete Arten.

In der Publikation wird ebenso deutlich herausgearbeitet, dass Naturschutz mehr als die Anlage und Pflege von Landschaftsstrukturen umfasst. Wird nach den Prinzipien des Integrierten Landbaus gewirtschaftet, können durch angepasste Düngung und Pflanzenernährung die Ressourcen Boden, Wasser und Luft nachhaltig genutzt und geschützt werden.

‚Von Natur aus nachhaltig‘ ist gegen 3,- DM in Briefmarken bei der FIL GmbH, Konstantinstraße 90, 53179 Bonn, zu beziehen.

Links zum Thema Artenvielfalt.

Greenpeace: Gesundheitsministerium will Umwelt- und Verbraucherschutz schwächen

Themen: Archiv — info @ 12:09

Hamburg (agrar.de) – Teilbereiche des Umwelt- und Verbraucherschutzes sollen nach Plänen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) künftig geschwächt werden. Dies geht aus einem nicht öffentlichen Entwurf zur Änderung des Gentechnik-Gesetzes hervor, so die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Die EU-Freisetzungs-Richtlinie, die eigentlich eine Stärkung des Umwelt- und Verbraucherschutzes vorsieht, sei im deutschen Gesetzentwurf kaum wieder zu erkennen.

Anlass für die Änderung des deutschen Gentechnik-Gesetzes sind die neuen EU-Gentechnik-Richtlinien zur Freisetzung genmanipulierter Pflanzen (Richtlinie 2001/18 vom 12. März 2001) und zu Arbeiten mit genveränderten Organismen im Labor (Richtlinie 98/81/EG).

Nicht einmal der Leitgedanke des ‚Vorsorgeprinzips‘ solle im Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums aus der EU-Richtlinie übernommen werden, so Greenpeace. Gegen die Gefahr, dass sich Teile der Gen-Pflanzen auf natürliche Pflanzen übertragen, so genannte Auskreuzungen, sehe der Gesetzentwurf keine wirksamen Maßnahmen vor. Zudem solle die Öffentlichkeit über die Freisetzungen von Gen-Pflanzen nach dem so genannten ‚vereinfachten Verfahren‘ – das heißt erst nachträglich und ohne Recht auf Anhörung – informiert werden. Obwohl die EU sogar die Abschaffung dieses ‚vereinfachten Verfahrens‘ ermögliche, wolle das Gesundheitsministerium dieses sogar noch ausweiten.

‚Dieser Gesetzentwurf könnte von der Gentechnik-Industrie selbst stammen‘, sagt Christoph Then, Gentechnik-Experte bei Greenpeace. ‚Das Gesundheitsministerium blockiert damit den notwendigen Neuanfang in der Gentechnik-Politik. Die Bundesregierung muss den Gesetzentwurf zurückziehen und ein neues Konzept vorlegen, das den Schutz von Umwelt und Verbrauchern konsequent in den Vordergrund stellt.‘

Nach der geplanten Änderung des Gentechnik-Gesetzes sollen zusätzlich Laborarbeiten mit genmanipulierten Mikroben in vielen Fällen nicht mehr der Genehmigungs-, sondern nur noch der Meldepflicht unterliegen. Diese Herabsetzung des Sicherheitsstandards wird von der EU zwar erlaubt, aber keineswegs vorgeschrieben.

Christoph Then: ‚Das Gesundheitsministerium hat in den vergangenen Jahren bei der Regulierung und Kontrolle der Gentechnik weitgehend versagt. Der fahrlässige Umgang mit Umwelt und Verbrauchern im Entwurf für das Gentechnik-Gesetz ist ein erneutes Beispiel dafür, dass die Kontrolle über genveränderte Pflanzen dem falschen Ministerium unterliegt.‘

Greenpeace fordert, dem Gesundheitsministerium und dem ihm unterstellten Robert-Koch-Institut die Zuständigkeit für die Gentechnik zu entziehen und dem Umweltministerium zu übertragen.

Links zum Thema Biotechnologie.

06. September 2001

Überblick über Förderprogramme zur Nutzung erneuerbarer Energien

Themen: Archiv,Biogas,Energie — info @ 16:09

Berlin (agrar.de) – Das Bundesumweltministerium hat zwei Broschüren zur Zusammenfassung der Förderprogramme rund um das Thema Erneuerbare Energien herausgegeben. Darin enthalten sind Information zu Energieeinspar-, Umwelt- und CO2-Minderungsprogrammen sowie Kontaktadressen für weitergehende Fragen.

Allerdings geben die Informationen nicht den aktuellen ‚Stand der Dinge‘ wieder, da zum Beispiel die jüngsten Kürzungen durch das Bundeswirtschaftsministerium nicht erwähnt werden. Diese ‚drastische Verschlechterung der Förderkonditionen‘ bedeuten nach Meinung des Bauernverbandes das Aus für die Mehrzahl der zur Zeit geplanten und projektierten landwirtschaftlichen Biogasanlagen.

Die Broschüre mit dem Titel: ‚Erneuerbare Energien und Nachhaltige Entwicklung – Natürliche Ressourcen – umweltgerechte Energieversorgung (ID-Nr. 2103, Stand: August 2000) und ‚Erneuerbare Energien und Nachhaltige Entwicklung – Die Anschriften auf einen Blick‘ (ID-Nr. 2102, Stand: August 2000) und kann angefordert werden beim: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Referat Öffentlichkeitsarbeit, 11055 Berlin, Tel.: 01888/305-0, Fax: 01888/305-2044, E-Mail: service@bmu.de.

Links zum Thema Biogas.

EU-Kommission schlägt vollständige Angabe der Lebensmittelzutaten und Allergene vor

Themen: Archiv — info @ 14:09

Brüssel (agrar.de) – Die EU-Kommission hat heute einen Vorschlag zur Änderung der Richtlinie über die Etikettierung von Lebensmitteln (2000/13/EG, ABl. L 109 vom 06.05.2000) vorgelegt, durch den sichergestellt werden soll, dass alle Verbraucher über den Inhalt von Lebensmitteln vollständig informiert werden und Allergiker feststellen können, ob allergieauslösende Zutaten darin enthalten sind.

Mit dem Vorschlag wird die ’25 Prozent-Regel‘ abgeschafft, nach der bislang Bestandteile von zusammengesetzten Zutaten, die weniger als 25 Prozent des Enderzeugnisses ausmachen, nicht zwingend angegeben werden müssen. Nach dem heute vorgelegten Vorschlag müssen alle bewusst verwendeten Zutaten auf der Etikettierung angegeben werden. Außerdem enthält der Vorschlag eine Liste von Zutaten, die Allergien oder Unverträglichkeiten verursachen können, und umfasst auch alkoholische Getränke, wenn diese eine Zutat enthalten, die auf der Liste der Allergene aufgeführt ist.

Dazu David Byrne, für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständiges Mitglied der Kommission: ‚Die Angabe aller Inhaltsstoffe auf dem Etikett sorgt für völlige Transparenz und kann das Vertrauen der Verbraucher nur fördern. Sie ist eine unmittelbare Reaktion auf wiederholte Forderungen der Verbraucher nach besseren Informationen über die Lebensmittel, die sie kaufen, und insbesondere über deren Zusammensetzung. Wir haben hier ein anschauliches Beispiel dafür, wie die Europäische Union konkret daran arbeitet, die alltäglichen Bedürfnisse ihrer Bürger zu erfüllen. Ich setze mich ganz besonders für eine überarbeitete Kennzeichnungsregelung ein, bei der die Verbraucher umfassende Informationen über mögliche Allergene erhalten. Dabei wird es keine Ausnahmen geben. Die Regelung umfasst Lebensmittel und alkoholische Getränke.‘

In dem Weißbuch zur Lebensmittelsicherheit kündigte die Kommission ihre Absicht an, eine Änderung der Richtlinie über die Etikettierung 2000/13/EG vorzuschlagen, und insbesondere der ’25 Prozent-Regel‘, nach der bislang die Bestandteile von zusammengesetzten Zutaten, deren Anteil am Endprodukt weniger als 25 Prozent beträgt, auf der Etikettierung nicht angegeben werden müssen.

Diese Regel fand vor über 20 Jahren Eingang in das Gemeinschaftsrecht und bezweckte, das Verzeichnis der Zutaten nicht übermäßig lang werden zu lassen. Sie beruht auf der grundsätzlichen Annahme, dass der Verbraucher die Zusammensetzung zusammengesetzter Zutaten kennt und folglich beispielsweise den Schluss ziehen kann, dass die Konfitüre, die Keksen hinzugefügt wird, aus Früchten und Zucker hergestellt wird. Durch den neuen Vorschlag wird dieser Grenzwert abgeschafft.

Die Lebensmittelherstellung ist jedoch mittlerweile immer komplizierter geworden, und der Verbrauch von Fertignahrungsmitteln ist erheblich gestiegen. In den vergangenen Jahren wurde von Seiten der Verbraucher immer wieder der Wunsch geäußert, besser über die Lebensmittel, die sie kaufen, und insbesondere über deren Zusammensetzung informiert zu werden, selbst wenn das Verzeichnis der Zutaten durch die vollständige Aufzählung aller Zutaten auf der Etikettierung zwangsläufig länger werden sollte. Außerdem haben die zahlreichen Lebensmittelskandale der jüngsten Zeit dieses Informationsbedürfnis noch deutlicher zutage treten lassen.

Für manche Verbraucher, die unter Allergien oder Unverträglichkeiten leiden, sind diese Informationen besonders wichtig. Der Anteil der Bevölkerung mit Lebensmittelallergien oder Unverträglichkeiten steigt ständig an (nach Angaben der Allergieverbände sind 8 Prozent der Kinder und 3 Prozent der Erwachsenen davon betroffen), und es treten neue Allergene auf. Diese Allergien verursachen nicht nur Krankheiten, die häufig chronischer Natur sind (z. B. atypische Dermatitis, Nesselfieber, Verdauungsprobleme), sondern können auch lebensbedrohende Reaktionen hervorrufen (Asthma, anaphylaktoide Reaktion). Für diese Menschen stellt das Nichtvorhandensein detaillierter Angaben eine Beeinträchtigung dar, da sie niemals sichergehen können, dass das gekaufte Erzeugnis kein Allergen enthält, das sie nicht zu sich nehmen dürfen. Allergiker sind daher auf eine vollständige und genaue Etikettierung angewiesen, die durch den neuen Vorschlag gewährleistet wird.

Bei der Ausarbeitung der neuen Vorschriften wurden gewisse Mindestbestimmungen angewandt, um Absurditäten oder eine Überregulierung zu vermeiden. Damit die Gefahr einer zu umfassenden Etikettierung verhindert und technische Zwänge im Zusammenhang mit der Herstellung von Lebensmitteln berücksichtigt werden, lässt der Vorschlag in beschränktem Maße Abweichungen zu (gilt nicht für Allergene) und ermöglicht eine flexible Handhabung in Bezug auf die Auflistung von Zutaten, die in sehr geringen Mengen verwendet werden. Die zusätzlichen Etikettierungsvorschriften werden nach einer Übergangsfrist in Kraft treten, in der die Unternehmen die Etikettierung ihrer Produkte an die neuen Vorschriften anpassen können. Der Vorschlag wird dem Europäischen Parlament und dem Rat im Rahmen des Mitentscheidungsverfahrens vorgelegt.

Liste der möglicherweise allergieauslösenden Zutaten, die auf der Etikettierung aufzuführen sind:

Glutenhaltiges Getreide und glutenhaltige Getreideerzeugnisse Krebstiere und Krebstiererzeugnisse Eier und Eiererzeugnisse Fisch und Fischerzeugnisse Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse Soja und Sojaerzeugnisse Milch und Milcherzeugnisse (einschließlich Laktose) Schalenfrüchte und Nebenerzeugnisse Sesamsamen und Sesamsamenerzeugnisse Sulfit in einer Konzentration von Mindestens 10 mg/kg

(1) Richtlinie 2000/13/EG, ABl. L 109 vom 06.05.2000.

Links zum Thema Lebensmittel und Gesetzen und Verordnungen.

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