17. August 2001

Broschüre „Naturparke in Niedersachsen“ erschienen

Themen: Archiv — info @ 11:08

Hannover (agrar.de) – Umweltminister Wolfgang Jüttner hat die Broschüre ‚Naturparke in Niedersachsen‘ vorgestellt. Erstmals existiert damit eine zusammenfassende Darstellung aller niedersächsischen Naturparke mit Informationen zu Lage und Geschichte, attraktiven Naturerlebnis- und Freizeitmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und kulturellen Höhepunkten der Regionen.

Angefangen mit dem ersten Naturpark Deutschlands überhaupt gibt es heute zwölf dieser Parke in Niedersachsen: Lüneburger Heide, Münden, Nördlicher Teuteburger Wald – Wiehengebirge, Solling-Vogler, Südheide, Elbufer-Drawehn, Dümmer, Weserbergland Schaumburg Hameln, Elm-Lappwald, Wildeshauser Geest, Steinhuder Meer und Harz. Zusammengenommen machen sie 17 Prozent der Landesfläche aus. Das sind mehr als 8.000 Quadratkilometer – ein Gebiet, das immerhin halb so groß ist wie unser Nachbarland Schleswig-Holstein.

‚Wir wollen die einzigartige Schönheit und Vielfalt Niedersachsens nicht nur schützen und erhalten, wir wollen sie auch mit den vielen tausend Besucherinnen und Besuchern teilen, die alljährlich aus dem In- und Ausland nach Niedersachsen reisen oder auch nur für einen Kurzurlaub der Hektik der Städte entfliehen, um naturnahe Entspannung und kulturelle Anregungen zu finden. Wo ginge das besser als in den zahlreichen Naturparken Niedersachsens, die unsere typischen Landschaften auf einzigartige Weise repräsentieren?‘, sagte Jüttner.

Naturparke – nicht zu verwechseln mit Nationalparken – sind Gebiete, die überwiegend aus Landschaftsschutzgebieten oder Naturschutzgebieten bestehen, die also von einer besonderen Vielfalt, Eigenart und Schönheit ausgezeichnet sind und sich wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen für die Erholung besonders eignen. Naturparke dienen dem Erhalt und der Entwicklung charakteristischer Kulturlandschaften – hier sollen beispielhaft die Aufgaben des Naturschutzes und der Landschaftspflege mit den Bedürfnissen der Einheimischen und Erholungssuchenden in Einklang gebracht werden.

‚Wichtigstes Anliegen unserer Naturparke ist es, diese oft ganz unterschiedlichen Ansprüche zusammenzuführen‘, so der Minister. Da seien zum Beispiel die Land- und Forstwirtschaft, die möglichst extensiv und naturnah betrieben werden sollten, das regional häufig noch immer bedeutsame Handwerk, der Fremdenverkehr und schließlich die Gemeinden, die mit den Potentialen von Natur und Landschaft haushalten müssten. Dieser Ausgleich solle unter dem Dach eines Naturparks in die Realität umgesetzt werden. ‚Kurz: Niedersachsens Naturparke wollen den Einheimischen einen attraktiven Lebensraum und Besuchern Erholungs- und Erlebnismöglichkeiten bieten, ohne dass die Landschaft darunter zu leiden hat.‘

Doch nicht nur um das Naturerlebnis gehe es in den Parken – ebenso wichtig seien ihnen die reichen Zeugnisse von Kultur und Geschichte der jeweiligen Region: Ob frühgeschichtliche Funde erster menschlicher Siedlungen, Dinosaurierspuren, Hünen- und Hügelgräber oder malerische Fachwerkstädte, restaurierte Scheunen und imposante Bauernhöfe, Burgen, Renaissance-Schlösser und pittoreske Rundlingsdörfer. Jüttner: ‚Sie werden immer wieder überrascht sein, was Niedersachsens Naturparke und ihre Umgebungen nicht nur an landschaftlichen Reizen, sondern auch an historischen und kulturellen Schätzen zu bieten haben.‘

‚Naturparke in Niedersachsen‘ umfasst 32 Seiten und ist zu beziehen über das Niedersächsische Umweltministerium, Pressestelle, Archivstraße 2, 30169 Hannover sowie bei den jeweiligen Naturparken.

Links zum Thema Landschaft und Natur.

16. August 2001

Waldbesitzerverbände: Energetische Holznutzung unverändert fördern

Themen: Archiv — info @ 14:08

Berlin (agrar.de – Die vom Bundeswirtschaftsministerium vorgenommene wesentliche Einschränkung der Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien ist von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände deutlicher Kritik unterzogen worden.

In einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller bat der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, Michael Prinz zu Salm-Salm, dringend um Beibehaltung der bewährten Förderkonditionen. Die vom Wirtschaftsministerium im Juli vorgenommenen Änderungen der Förderbedingungen stünden im Widerspruch zu den Zielen des Klimaschutzgipfels in Bonn.

Mit Verabschiedung der Biomasseverordnung zum Erneuerbare-Energien-Gesetz hätten sich für die Waldbesitzer in Deutschland Möglichkeiten eröffnet, bisher nicht absetzbare Holzsortimente auch im Sinne des Klimaschutzes einzusetzen. Die jetzige Streichung der Förderung handbeschickter Biomasseanlagen sei daher kontraproduktiv. Auch sei die Kürzung des Zuschusses für kleinere automatisch beschickte Pelletheizanlagen und die gänzliche Streichung des Zuschusses für kleine Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sachlich verfehlt und nicht akzeptabel.

Gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft ergebe sich im Bereich der erneuerbaren Energien ein chancenreicher Zukunftsmarkt. Voraussetzung für die Positionierung neuer Holzsortimente am Markt sei die Schaffung entsprechender Nachfragestrukturen.

Mit Kürzung der Förderung sei eine negative Entwicklung zu befürchten, die dem erklärten Ziel der Bundesregierung zuwider laufe, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2010 zu verdoppeln und die CO2-Emmissionen bis 2005 um 25 Prozent zu reduzieren.

Information: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V., Reinhardtstr. 18, 10117 Berlin, Tel.: 030-31807923, Fax: 030-31807924, E-Mail

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Thema %url4%Energie%/%.

Neue „3-minuten-infos“ der i.m.a erschienen

Themen: Archiv — info @ 12:08

Öko-Landbau, Tierhaltung und Pflanzenbau: Komplexe Themen in aller Kürze

Bonn (agrar.de) – Drei ‚3-minuten-infos‘ zu den Themen Öko-Landbau, Tierhaltung und Pflanzenbau hat jetzt der Verein information.medien.agrar (i.m.a) in Bonn herausgegeben.

In Minuten-Schnelle kann sich der Leser über komplexe landwirtschaftliche Themen ein Bild machen, weil die wichtigsten Sachverhalte herausgegriffen und auf den Punkt gebracht werden. So z.B. in der Darstellung über den ‚Ökologischen Landbau in Deutschland‘. In Kurzform werden Öko-Begriffe, Zielsetzung, Produktionsumfang und Marktchancen des Öko-Landbaus erläutert. Besonders interessant sind die Informationen über Förderungsmöglichkeiten für Öko-Betriebe. ‚Umstellungswillige‘ sollten sich vor allem umfassend beraten lassen. Abschließend werden die kompletten Adressen aller bedeutenden Öko-Verbände und Erzeugerzusammenschlüsse in Deutschland aufgeführt.

Wissenswerten Fakten sind auch in der ‚3-minuten-info‘ über die ‚Tierhaltung in Deutschland‘ zusammengefasst. Hier werden das Schlagwort ‚Massentierhaltung‘ und die Tierschutz-Standards ebenso diskutiert wie technologische und wissenschaftliche Neuerungen in der Tierhaltung. Beispielsweise ist der Tierbesatz und Produktionsumfang eines Betriebes kein Indikator für Haltungsbedingungen oder Tier- und Umweltgerechtigkeit. Auch das oft angeführte Argument ‚Früher hatten es die Tiere besser‘ ist nicht haltbar. Ergänzt wird diese Kurzinfo durch Zahlenmaterial über ‚Tiere je Halter‘ in der EU.

Die dritte ‚3-Minuten-Information‘ analysiert den ‚Pflanzenbau in der Landwirtschaft‘. Dabei werden Grundsatzinformationen über die Pflanzen-Nahrung und Fakten über Dünge- bzw. Pflanzenschutzmaßnahmen vermittelt. In diesem Zusammenhang wird ebenfalls eine Abgrenzung zwischen chemischem und biologischem Pflanzenschutz vorgenommen. Auch die Problemfelder der Umweltbelastung werden angesprochen, gleichzeitig aber Lösungen zur Vermeidung von Umweltproblemen aufgezeigt.

Die ‚3-minuten-infos‘ sind gegen einen mit DM 1,50 frankierten DIN-A5 Rückumschlags beim information.medien.agrar e.V., Konstantinstr. 90, 53179 Bonn, Tel. 0228-9799370, Fax 0228-9799375, E-Mail, erhältlich.

Links zu grünen Informationsdiensten.

WLV: An Rücknahmeaktion für Pflanzenschutz-Verpackungen beteiligen!

Themen: Archiv — info @ 12:08

Münster (agrar.de) – Von Ende August bis Ende September läuft in Westfalen-Lippe wieder die von Industrie und Handel getragene bundesweite Aktion ‚Packmittel-Rücknahme Agrar (PAMIRA)‘. Nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) sind landesweit vom genossenschaftlichen und privaten Landhandel 17 Sammelstellen eingerichtet. Dort können Landwirte ihre Pflanzenschutzbehälter, Beutel und Säcke sowie Flüssigdüngerverpackungen mit PAMIRA-Zeichen kostenlos abgeben.

Die Sammelstellen und -termine aller Bundesländer veröffentlicht der Industrieverband Agrar (IVA) auf der Internetseite zur Aktion PAMIRA. Voraussetzung für die Abgabe der Verpackungen ist, dass sie restlos entleert, gespült und trocken angeliefert werden. Die Verpackungen sollten offen angeliefert und Verschlüsse separat abgegeben werden. Bei der Anlieferung größerer Verpackungsmengen empfiehlt es sich, mit der Sammelstelle vorab einen Termin zu vereinbaren, um Wartezeiten zu vermeiden.

Links zum Thema %url4%Pflanzenschutz%/%.

Entscheidung für den Verbraucherschutz: Rapsfelder werden umgebrochen

Themen: Archiv — info @ 10:08

Potsdam (agrar.de) – Im Bundesland Brandenburg sind bei Stichprobenkontrollen in einer Sorte Sommerraps-Saatgut gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen worden. Mehrere Landwirte in Brandenburg hatten die untersuchte Partie gekauft und die Sorte angebaut. Der Raps von den betroffenen Feldern wird vorsorglich kontrolliert vernichtet.

Das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium hat entschieden, dass die Ernte dieser Felder nicht verwertet werden darf. Eine entsprechende Anordnung haben die betroffenen Landwirte bereits erhalten. Die Flächen sind danach umzubrechen und werden auf nachwachsende Rapspflanzen kontrolliert.

‚Da die nachgewiesenen gentechnisch veränderten Bestandteile weder zugelassen noch mögliche Risiken hinreichend untersucht sind, war eine andere Entscheidung im Interesse eines vorsorgenden Verbraucher- und Umweltschutzes nicht möglich‘, erklärte Brandenburgs Agrar- und Umweltstaatssekretär Friedhelm Schmitz-Jersch.

15. August 2001

„Entführen“ Sie die @grar.de Infothek!

Themen: Archiv — info @ 16:08

Rheine (agrar.de) – Die @grar.de Infothek, unsere Link-Bibliothek mit inzwischen rund 10.000 Einträgen in über 500 Rubriken, erfreut sich zunehmender Beliebheit. Wir haben uns daher entschlossen, sie auch für andere Internet-Adressen direkt verfügbar zu machen.

Über ein Such-Formular, dass Sie auf Ihre WWW-Seiten ‚entführen‘ können, ist die Infothek nun auch für die Besucher Ihrer Internet-Adresse erreichbar. Der dafür benötigte Quellcode kann von einer eigens dafür eingerichteten Seite kopiert und in Ihre WWW-Seiten eingefügt werden. Ein weiteres Such-Formular zur Recherche in @grar.de Aktuell ist in Vorbereitung und wird bald – ebenfalls kostenlos – zur Verfügung stehen.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, Werbebanner in den einzelnen Rubriken der Infothek einzublenden. So erreichen Sie mit Ihrem Banner exakt die gewünschte Zielgruppe. Wenn Sie dieses Angebot interessiert, ist Eile geboten, da in jeder Rubrik nur jeweils EIN Banner geschaltet wird. Weitere Informationen zur Werbung auf unseren Seiten lassen wir Ihnen gerne zukommen.

Gene für Schwermetall-Speicherung in Pflanzen identifiziert

Themen: Archiv — info @ 15:08

West Lafayette (agrar.de) – Böden, die mit Schwermetallen versucht sind, könnten in Zukunft von speziellen Pflanzen gereinigt werden. Pflanzengenetiker der Purdue University in West Lafayette identifizierten nun die Gene, die für die Aufnahme von Metallen beim Pflanzenwachstum verantwortlich sind. Wie sie nach einer Meldung von Wissenschaft aktuell in dem Fachblatt ‚Proceedings of the National Academy of Science‘ berichten, soll eine Bodensanierung mit diesen Genpflanzen deutlich einfacher und günstiger ausfallen als mit den bisherigen Reinigungsmethoden.

‚Nun versuchen wir, diese Gene in das Erbgut bestimmter Pflanzen einzubauen, um diese zum Speichern von Metallen anzuregen‘, sagt David E. Salt, Professor für Pflanzenphysiologie. Sie entdeckten die Gene bei der Wildpflanze Thlaspi goesingense, die in den österreichischen Alpen vorkommt. Diese Pflanze speichert das im Boden enthaltene Metall Nickel in hohlförmigen Zellen, den Vakuolen. ‚Diese Pflanze speichert bis zu ein Prozent Nickel im Verhältnis zu ihrer Biomasse‘, hebt Salt heraus. Da es insgesamt rund 350 Arten gibt, die Metalle wie Zink, Kupfer, Cadmium oder Mangan beim Wachstum aufnehmen, hoffen die Forscher, für jede Art der Bodenverseuchung spezielle Reinigungspflanzen entwickeln zu können.

Den Grund für diese herausragende Eigenschaft liegt vermutlich darin, dass sich die Pflanzen durch die hohe Metallkonzentration vor der Fressgier der Insekten schützen wollen. ‚Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Käfer und wollen Blätter mit einem Prozent Nickel fressen. Das wird nicht zu gut schmecken‘, so Salt. Auch radioaktive Substanzen könnten mit diesen Pflanzen aus den Böden gefiltert werden. Lässt man solche Pflanzen fünf bis zehn Jahre wachsen, könnten die Böden gesäubert sein. Im Vergleich zu den bisher angewendeten Verfahren wäre diese so genannte Bioremediation sehr viel günstiger und einfacher einzusetzen. Auch für eine ausgewogene Ernährung könnten solche genveränderten Pflanzen sinnvoll sein. Denn der menschliche Körper braucht eine gewisse Menge an Spurenelementen wie Selen oder Eisen, die er so aus rein pflanzlicher Nahrung gewinnen könnte.

Links zum Thema Pflanzen und %url4%Biotechnologie%/%.

Thüringen: EU gibt grünes Licht für Beratungsförderung

Themen: Archiv — info @ 15:08

Erfurt (agrar.de) – Erfreut zeigte sich der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, dass seitens der Europäischen Kommission die im Land Thüringen schon lange geplante Förderung der Beratung landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Unternehmen endlich genehmigt wurde.

Damit haben ab sofort alle Betriebe der Landwirtschaft und des Gartenbaus im Freistaat Thüringen die Möglichkeit, getätigte Ausgaben für erhaltene Dienstleistungen von anerkannten Spezialberatern in Höhe von bis zu 60 Prozent vom Land erstattet zu bekommen. Im Landeshaushalt steht hierfür in diesem Jahr insgesamt 1 Mio. DM bereit.

‚Beratung ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor, der leider aber häufig von den Betriebsleitern unterschätzt wird. Gerade weil gute Beratung auch dementsprechend bezahlt werden muss, verzichten viele Betriebe aus Kostengründen auf eine solche Dienstleistung. Von der nunmehr genehmigten Förderung erhoffe ich mir zukünftig einen verstärkten Anreiz zur Inanspruchnahme von qualifizierter Beratung durch entsprechende Fachkräfte‘, so Dr. Sklenar.

Der Minister spricht damit insbesondere solche Landwirtschaftsbetriebe an, deren Einkommen Besorgnis erregend gering ausfällt. Laut Agrarbericht 2001 des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt betrifft das mindestens 21 Prozent aller Familienbetriebe bzw. 11 Prozent der juristischen Personen. ‚Die unbefriedigende – oder um es deutlicher auszudrücken – die existenziell bedrohliche Situation vieler Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe deutet auf Defizite im Managementbereich hin. Hier kann beispielsweise die Inanspruchnahme einer betriebswirtschaftlichen Beratung mit Sicherheit eine Hilfestellung geben, bevor es zu spät ist‘, sagte der Minister.

Die notwendigen Antragsunterlagen, ebenso die Liste aller vom Landwirtschaftsministerium anerkannten landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Unternehmensberater liegen in jedem Landwirtschaftsamt bereit. Der letztmögliche Termin für eine Beantragung in diesem Jahr ist der 30. September. Die Beratungsförderung ist befristet bis zum Jahr 2003.

Links zum Bundesland Thüringen.

DBV: Fachkräftemangel im Agrarbereich

Themen: Archiv — info @ 15:08

Qualifizierter Nachwuchs gesucht

Bonn (agrar.de) – Während über die bundesweite Jugendarbeitslosigkeit diskutiert wird, herrscht in den Agrarberufen ein deutlicher Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) bleiben etwa 20 bis 30 Prozent der gemeldeten betrieblichen Arbeitsplätze in den Agrarberufen unbesetzt.

Hintergrund dafür ist, dass Agrarberufe wie Landwirt, Tierwirt, Pferdewirt, Molkereifachmann/-frau oder Winzer und die Vielfalt ihres Tätigkeitsfeldes nicht genügend bekannt sind. Die Schulabgänger haben ihr eigenes Bild im Kopf, das sich aber in den wenigsten Fällen mit dem tatsächlichen Beruf deckt.

Der Landwirt zum Beispiel beschäftigt sich nicht allein mit dem Anbau von Getreide oder Kartoffeln, mit Kühen oder Schweinen, sondern versteht sich als Manager seines Unternehmens. Dabei muss er nicht immer einen eigenen Hof haben; zunehmend werden auch gut ausgebildete Fachkräfte in leitenden Positionen größerer landwirtschaftlicher Unternehmen gesucht. Der Landwirt ist verantwortlich für die Gesundheit seiner Tiere, für die optimale Ernährung der Pflanzen, für die Qualitätskontrolle seiner Produkte und ihren Verkauf. Er arbeitet mit Computern und nutzt moderne Kommunikationsmittel. Mehr und mehr wird die aus früheren Jahren bekannte harte Arbeit des Landwirts überflüssig, gefragt sind heute Managerqualitäten. Der Landwirt erzeugt umweltgerecht und rationell hochwertige Nahrungsmittel, er pflegt und erhält Kulturlandschaft. Neben der Erzeugung von Getreide, Milch und Fleisch eröffnen sich neue berufliche Perspektiven im Dienstleistungssektor. Die bekanntesten Beispiele sind Ferien auf dem Bauernhof, Direktvermarktung oder kommunale Dienstleistungen.

Die Ausbildung des Landwirtes umfasst insgesamt drei Jahre. Sie bietet danach jede Menge Chancen, entweder in der unmittelbaren Landwirtschaft oder aber in der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Links zum Thema Bildung und Arbeitsmarkt.

Ökologischer Landbau in Mecklenburg -Vorpommern weiter im Aufwind

Themen: Archiv — info @ 13:08

Wiek (agrar.de) – Heute unterzeichnete McDonalds´s Deutschland mit der Erzeugergemeinschaft Weidehof eine Abnahmevereinbarung in Wieck auf der Halbinsel Darß.

Bei seinem Besuch der Agrargesellschaft Zingst, einem Mitgliedsbetrieb der Qualitätsfleicherzeugergemeinschaft Weidehof, mit der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast begrüßte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) die Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen als einen richtungsweisenden Schritt für die weitere Stabilisierung des ökologischen Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern.

‚Diese Vereinbarung ist ein wichtiges Signal für eine tatsächlich markt- und verbraucherorientierte Entwicklung des ökologischen Landbaus,‘ so Minister Backhaus. ‚Das Engagement der Öko-Bauern in Mecklenburg-Vorpommern sei beispielhaft, weil man bundesweit die Nase vorn hat und im europäischen Vergleich an den Spitzenländern dran ist. Bei uns haben im letzten Jahr 55 Landwirte mit 2.830 Hektar einen Antrag nach der Extensivierungsrichtlinie gestellt. Das entspricht einer jährlichen Fördersumme von 580.000 DM.

In diesem Jahr haben dagegen 164 Betriebe mit 21.000 ha und einer jährlichen Fördersumme von 4,3 Mio. DM auf den ökologischen Landbau umgestellt, oder haben wieder einen Antrag gestellt. In den letzten Tagen und Wochen sind alleine im Biopark-Verband weitere Anträge in einem Umfang von ca. 4.000 ha gestellt worden. Auch der Absatz von ökologischen Produkten stimmt. Getreide, Schweine und Lämmer sind beinahe ausverkauft, die Preise sind in Ordnung, so Minister Backhaus.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

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