21. August 2001

Hessen: Lehrerkongress „Landwirtschaft in der Schule“

Themen: Hessen — info @ 12:08

Fortbildungsveranstaltung für Lehrer – Anmeldeschluss: 31. August

Wiesbaden (agrar.de) – Der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Heinz Christian Bär, hat zu Beginn des neuen Schuljahres Lehrerinnen und Lehrer zu einem ganztägigen Lehrerkongress mit dem Thema ‚Landwirtschaft in der Schule‘ eingeladen. Dieser als Fortbildungsveranstaltung anerkannte Kongress, findet statt am 6. September 2001 in der Justus-Liebig-Universität Gießen, Philosophikum I. Es handelt sich hierbei um eine gemeinsame Veranstaltung des Hessischen Bauernverbandes, des Hessischen Kultusministeriums und des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten.

Nach der Begrüßung durch Präsident Heinz Christian Bär wird der Hessische Landwirtschaftsminister Wilhelm Dietzel die Landwirtschaft in Hessen mit ihren agrarpolitischen Zwängen und Möglichkeiten vorstellen. Weitere Kurzvorträge befassen sich mit der landwirtschaftlichen Produktion sowie dem Verbraucher- und Ernährungsverhalten, wobei jeweils die Wunschvorstellungen und Realitäten gegenübergestellt werden. Als Referenten konnten hierfür Prof. Dr. Hermann Seufert und Prof. Dr. Ingrid-Ute Leonhäuser, beide Universität Gießen, gewonnen werden. Die sich anschließende Diskussion leitet der Generalsekretär des Hessischen Bauernverbandes Dr. Paul Kuhlmann.

In vier parallel laufenden Diskussionsforen werden folgende aktuelle landwirtschaftliche Themen behandelt: 1. Arbeitsplatz Landwirtschaft, 2. Der Landwirt als Energiewirt, 3. Qualitätssicherung vom Stall bis zur Ladentheke und 4. Landwirtschaft im Unterricht.

Darüber hinaus erhalten Lehrer in einem ‚Markt der Möglichkeiten‘ Hintergrundinformationen sowie Unterrichtsmaterialien zum Thema Landwirtschaft und schließlich Infos zum hessenweiten Angebot ‚Bauernhof als Klassenzimmer‘.

Mit seinem ersten Lehrerkongress will der Hessische Bauernverband zur Versachlichung von Landwirtschaftsthemen beitragen und Lehrern die Möglichkeit bieten, landwirtschaftliche Zusammenhänge kennenzulernen, um sich ein eigenes Urteil bilden zu können.

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer können das Programm des Lehrerkongresses, die Teilnahme ist kostenlos, einschließlich Anmeldeformular, beim Hessischen Bauernverband, Taunusstraße 151, 61381 Friedrichsdorf, Tel.: 06172-7106-133 anfordern, oder über das Internet entsprechende Informationen einholen. Anmeldeschluss für den Lehrerkongress ist der 31. August 2001.

Links zum Thema %url2%Bildung%.

Forscher befürchten Riesenwelle

Themen: Archiv — info @ 12:08

London (agrar.de) – Ein Erdrutsch auf der Kanareninsel La Palma könnte nach Ansicht britische Wissenschaftler eine Riesenwelle (Tsunami) auslösen, die mit hoher Geschwindigkeit über den Atlantik rast und an der Ostküste der USA noch eine Höhe von 25 Metern erreicht. Davor warnen die Wissenschaftler in der Zeitschrift Geophysical Research Letters.

Die Gefahr eines solchen Erdrutsches drohe durch einen Ausbruch des Vulkans Cumbre Vieja im Süden der Insel, schreiben die Geologen Simon Day und Steven Ward vom Benfield Greig Hazard Research Centre. Ein Teil der Westflanke könnte dabei abbrechen und bis zu 500 Kubikkilometer Gestein ins Meer bewegen. Der Cumbre Vieja ist einer der aktivsten Vulkane der Kanaren.

Das Katastrophen-Szenario gilt allerdings als eher unwahrscheinlich. Nur große Ausbrüche könnten den kompletten Vulkan-Krater zusammenfallen lassen. Seit der Besiedlung La Palmas sind sieben Vulkanausbrüche bekannt. Der letzte ereignete sich 1971.

20. August 2001

WTO bestätigt Unvereinbarkeit der US-amerikanischen Foreign Sales Corporations (FSC) mit WTO-Regeln

Themen: Archiv — info @ 13:08

Brüssel (agrar.de) – In einem heute veröffentlichten Bericht hat das WTO-Panel zur Prüfung eines Gesetzes, das die US-Regierung als Ersatz für die mit den WTO-Regeln unvereinbaren Foreign Sales Corporations (FSC)-Regelung verabschiedet hat, den Standpunkt der EU uneingeschränkt bestätigt. Das berichtet der Pressedienst der EU.

Das WTO-Panel gelangt zu dem Schluss, dass es sich beim FSC-Nachfolgegesetz, das am 15. November 2000 gemäß einer vorangegangenen WTO-Entscheidung verabschiedet wurde, weiterhin um eine unzulässige Ausfuhrsubvention handelt, die gegen das Abkommen über die Landwirtschaft verstößt und entgegen den WTO-Regeln eine Bevorzugung amerikanischer Erzeugnisse ermöglicht. Nach Ansicht des Panels haben die USA auch dadurch gegen ihre WTO-Verpflichtungen verstoßen, dass sie im Rahmen der Übergangsregeln des FSC-Nachfolgegesetzes die ursprüngliche FSC-Regelung auch nach dem 1. November 2000 aufrechterhielten. Die EU ist mit den Ergebnissen des WTO-Panels vollauf zufrieden und erwartet von den USA die Umsetzung dieser Entscheidung.

In seiner Entscheidung bestätigt das WTO-Panel die Einwände gegen das FSC-Nachfolgegesetz, die im vergangenen Jahr von der EU vorgebracht wurden. Nach den erfolglosen Bemühungen der EU, in den verschiedenen Phasen des Gesetzgebungsverfahrens in den USA auf die Unvereinbarkeit des Gesetzentwurfs aufmerksam zu machen, hat das WTO-Panel der EU nun in allen Punkten Recht gegeben. Dabei weist das Panel einige Argumente der USA als ‚eine unzulässige Auslegung, die Sinn und Wirkung des WTO-Subventionsabkommens untergraben würde,‘ zurück. Nach dieser Entscheidung wird die US-Regierung weite Teile des FSC-Nachfolgegesetze ändern müssen, um dessen Vereinbarkeit mit den WTO-Regeln sicherzustellen.

Nach Ansicht des Panels stellt das neue Gesetz deswegen eine unzulässige Ausfuhrsubvention dar, weil in den USA niedergelassene Unternehmen – im Gegensatz zu Firmen mit Sitz außerhalb der USA – nur über die Ausfuhr in den Genuss der Steuerermäßigung kommen. Das Panel ist der Ansicht, dass ‚ein Mitglied eine Ausfuhrsubvention für Äpfel nicht aufheben kann, indem es zusätzlich dazu eine von der Ausfuhrleistung unabhängige Subvention für Orangen gewährt.‘ Das FSC-Nachfolgegesetz verstößt auch dadurch gegen das Übereinkommen über die Landwirtschaft, dass es als Mittel zur Umgehung der von den USA eingegangenen Verpflichtung genutzt werden kann, keine Ausfuhrsubventionen für Agrarprodukte zu gewähren bzw. die bestehenden Subventionen zu senken.

Nach Auffassung des Panels verstößt der sogenannte Inlandsanteil von 50% gegen Artikel III.4 GATT, weil damit die Steuervergünstigung von der Verwendung von US-Produkten abhängig gemacht und eine Form von Diskriminierung gegen importierte Nicht-US-Produkte geschaffen wird.

Das Panel stellt ferner fest, dass die USA der Entscheidung und den Empfehlungen der WTO im ersten FSC-Verfahren insofern nicht nachgekommen sind, als gemäß den Übergangsbestimmungen des FSC-Nachfolgegesetzes die Verlängerung der ursprünglichen FSC-Regelung um mindestens zwei Jahre nach der von der WTO für deren Aufhebung gesetzten Frist (1. Oktober 2000) vorgesehen ist.

Wenn die USA nicht dagegen Berufung einlegen, wird der Bericht des Panels spätestens am 19. Oktober angenommen. Gemäß der im September 2000 von den Streitparteien getroffenen Verfahrensvereinbarung wird das Schlichtungsverfahren zur Feststellung des Umfangs der Gegenmaßnahmen, die die EG ggf. einführen dürfte, am Tag der Annahme des Berichts des Panels bzw. des Berufungsgremiums wieder aufgenommen.

Die Deutschen essen mehr Geflügel

Themen: Archiv — info @ 13:08

Zahlen zum deutschen Geflügelmarkt

Bonn (agrar.de) – Geflügel kommt in Deutschland immer häufiger auf den Tisch, wie Ergebnisse einer von der Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) beauftragten GfK-Studie zeigen. Wurden im vergangenen Jahr 368,8 Tonnen Geflügelfleisch gekauft, so waren das rund 2 Prozent mehr als im Vorjahr 1999. Und der Trend geht weiter: Die Verkaufszahlen für Januar 2001 belegen eine Steigerung von 9,3 Prozent im Vergleich zu Januar 2000.

Interessant hierbei sind die unterschiedlichen Verzehrgewohnheiten im Osten und Westen der Bundesrepublik: Gingen in den neuen Bundesländern lediglich 87,2 Tausend Tonnen Geflügelfleisch über die Theke, machten die Verkaufszahlen im Westen der Republik mit 281,5 Tausend Tonnen über Dreiviertel des Gesamtverzehrs des Jahres 2000 aus. Der Grund für diese Divergenzen dürfte jedoch nicht zuletzt in den Bevölkerungszahlen zu finden sein.

Frisch und frostig gleichermaßen beliebt

Der Marktanteil von Frisch- und Tiefkühl-/Frost-Geflügel am Fleisch/Geflügel/Wurst-Markt lag im Jahr 2000 bei 15 Prozent und damit nur leicht über dem Vorjahresniveau (1999: 14,4 Prozent). Ein deutliches Plus von 11 Prozent ist jedoch bei den Ausgaben für Frischgeflügel zu verzeichnen. Hingegen stiegen die Ausgaben für TK-Geflügel nur um einen Prozentpunkt. Der Verbrauch von Frisch- und TK-Geflügel blieb im vergangenen Jahr mit 560 kg (frisch) bzw. 558 kg (tiefgekühlt) und damit einem Gesamtverbrauch von 1.118 kg pro 100 Haushalte ausgeglichen.

Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland ergab sich jedoch in den letzten Jahren eine weniger ausgewogene Frisch-/Frostgeflügel Relation: So wurden 2000 im Osten der Republik 64,1 Prozent gefrorenes Geflügel gegenüber 35,9 Prozent frischem Geflügel verzehrt. In den alten Bundesländern überwogen hingegen leicht die Käufe von frischem Geflügelfleisch mit 54,5 Prozent.

Geflügelteile erobern den deutschen Markt

Im Frischesegment bevorzugen deutsche Verbraucher eindeutig Geflügelteile. Hier stagnierte der Anteil im Jahr 2000 bei 80 Prozent gegenüber 1999. Dennoch ist in den vergangenen Jahren ein leichter, aber kontinuierlicher Anstieg von frischen Teilstücken zu beobachten. Als ausgeglichen ist das Angebot von ganzem Geflügel und Teilstücken im Bereich Frostgeflügel zu bezeichnen, wenngleich Geflügelteile hier mit 53,3 Prozent des Angebots ihren Vorsprung gegenüber ganzem Geflügel immer stärker behaupten (1999: 51,6 Prozent). Hier ist das Verhältnis von unbehandelten (26,6 Prozent) und gewürzten/panierten (26,7 Prozent) TK-Geflügelprodukten auf gleichem Niveau.

Putenbrust bleibt Spitzenreiter

Spitzenreiter im Frischesegment des Jahres 2000 ist und bleibt die Putenbrust bzw. das Putenschnitzel (aus der Putenbrust) mit einem Anteil von 31,4 Prozent der Menge an Frischgeflügel. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Hähnchenschenkel mit 19 Prozent und Hähnchenbrust bzw. -schnitzel mit 13,4 Prozent. Bezogen auf den gesamten Geflügelmarkt führen frische Putenteile mit 21,1 Prozent klar die Beliebtheitsskala vor gefrosteten (19 Prozent) und frischen (17,5 Prozent) Hähnchenteilen sowie vor dem klassischen gefrosteten ganzen Hähnchen (12,9 Prozent).

Links zum Thema Geflügel.

Weichen für Stärkung des Ökolandbaus in Thüringen gestellt

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 12:08

Erfurt (agrar.de) – ‚Die Ausweitung des ökologischen Landbaus soll in Thüringen über die Stärkung der Nachfrage und die Steigerung des Absatzes nach ökologisch erzeugten Produkten vorangetrieben werden.‘ Das erklärte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, heute auf einer Pressekonferenz in Erfurt in Vorbereitung der ‚Aktionstage des Ökolandbaus‘ vom 28. August bis 4. September 2001 in Thüringen. Diesem Ziel dienen auch die Aktionstage. Neben allgemeinen Informationen zum Ökolandbau und zu gesunder Lebensweise sollen Kontakte zwischen Erzeugern, Verarbeitern, Händlern und Konsumenten angeboten werden.

Die ‚Aktionstage Ökolandbau 2001‘ gliedern sich in die Eröffnungsveranstaltung am 28. August 2001 im ‚Thüringen-Park‘ Erfurt, die Regionalmesse ‚Öko-Trend‘ am 1. September 2001 im Freigelände des ‚Thüringen-Parks‘ und die Informationskampagne ‚Öko on Tour‘ durch 13 Thüringer Städte vom 29. August bis 4. September 2001.

10 Prozent Anteil ökologischer Landbau an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche bis 2010 hob Minister Dr. Sklenar nochmals als Ziel für Thüringen hervor. Zur Verbesserung der Vermarktung ökologischer Produkte stehen bis zum Jahr 2005 jährlich 630.000 DM zur Verfügung. Sie werden in diesem Jahr u.a. für die Beteiligung an Messen und Ausstellungen, für Verkaufsaktionen von Öko-Back- und Fleischwaren, für Verbraucheraufklärungsveranstaltungen (wie die Aktionstage), zur Gewinnung von weiteren Verarbeitungsunternehmen und für eine Studie zur Erarbeitung von Marketingstrategien verwendet.

Für die Stärkung der Nachfrage und der Erzeugung von Ökoprodukten werden jährlich 200.000 DM bis zum Jahr 2004 bereit gestellt, die in diesem Jahr für Schulungen von Bäckern, Fleischern sowie Betreibern von Reformkostläden, Qualifizierungsmaßnahmen von Werbefachleuten für ökologische Lebensmittel, für Informationsveranstaltungen für umstellungswillige Landwirtschaftsbetriebe sowie die Erhöhung der institutionellen Förderung des Vereins ‚Thüringer Ökoherz e.V.‚ eingesetzt werden.

‚In den letzten zehn Jahren hat der ökologische Landbau in seiner Bedeutung kontinuierlich zugenommen. Immer mehr landwirtschaftlich genutzte Fläche wird in Thüringen von Ökobetrieben bewirtschaftet‘, sagte der Minister. In diesem Jahr stellten 24 neue Betriebe mit insgesamt 1.100 ha einen Antrag auf Förderung der Umstellung auf Ökolandbau nach dem Programm KULAP.

183 Agrarbetriebe, d.h. 19 Betriebe mehr als 1999, arbeiteten im vergangenen Jahr nach den Kriterien des ökologischen Landbaus. Dabei wird eine Fläche von 17.135 ha bewirtschaftet (2.1 Prozent Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche Thüringens), 1.055 ha mehr als 1999.

Der Viehbesatz der Ökobetriebe betrug im vergangenen Jahr 51,73 Großvieheinheiten je 100 ha landwirtschaftliche Fläche (GVE/100 ha LF). Der Durchschnitt für Thüringen gesamt lag bei 53,2 GVE/100 ha.

Der Anteil an den Tierbeständen Thüringens stellt sich wie folgt dar: 2,4 Prozent der Rinder 7,4 Prozent der Mutterkühe 0,3 Prozent der Schweine 5,6 Prozent der Ziegen

‚In Thüringen sind die Weichen für eine weitere Ausdehnung der ökologisch bewirtschafteten Flächen und für höhere Marktanteile von Ökoprodukten gestellt worden‘, so Dr. Sklenar abschließend.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Bundesland %url3%Thüringen%/%.

Zahl der Bio-Betriebe stieg um 20 Prozent

Themen: Archiv — info @ 12:08

Ökofläche beträgt gut drei Prozent

Bonn (agrar.de) – Nach Informationen der Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (%url1ZMP%/%) nahm die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland im vergangenen Jahr weiter zu. Nach amtlichen Angaben gab es am 1. Januar 2001 knapp 15.500 Betriebe, die nach den EU-weiten Regelungen des ökologischen Landbaus wirtschafteten. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von gut 21 Prozent und erreichte damit einen Anteil an allen landwirtschaftlichen Betrieben von 2,9 Prozent. Erfasst wurden dabei Unternehmen mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von mehr als einem Hektar.

Zusammen nutzen die Öko-Betriebe ein Areal von etwas mehr als 546.000 Hektar, das entsprach einem Plus gegenüber 1999 von knapp 21 Prozent. Trotz der zweistelligen Zuwachsraten beträgt der Anteil an der bundesweit genutzten landwirtschaftlichen Fläche von 17,07 Millionen Hektar nur 3,2 Prozent.

Über die Hälfte der Betriebe mit ökologischem Anbau sind in Süden des Bundesgebietes zu finden, in Baden-Württemberg waren es Anfang dieses Jahres knapp 5.000 und in Bayern fast 3.900 Ökobauern. Sie bewirtschafteten mit 72.800 Hektar beziehungsweise 92.100 Hektar 30 Prozent der Ökofläche. In Hessen gab es rund 1.660 Betriebe mit 51.250 Hektar.

Über große Anteile an den ökologisch bewirtschafteten Flächen verfügen auch die neuen Bundesländer: So gab es in Mecklenburg-Vorpommern zwar nur 513 Betriebe, die hielten aber 90.100 Hektar Öko-Fläche. In Brandenburg bearbeiteten die 440 Ökobauern 87.200 Hektar. Damit stellen die genannten fünf Länder zusammen gut 70 Prozent des Ökolandbaus.

Links zum Thema Bio-Landbau.

17. August 2001

Rückgang des Rinderbestandes im Mai 2001 deutlich gebremst

Themen: Archiv — info @ 16:08

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gab es im Mai 2001 in Deutschland 14,54 Mill. Rinder und damit nahezu eben so viele wie vor einem Jahr. Von Mai 1999 bis Mai 2000 waren die Rinderbestände um 2,4 Prozent zurückgegangen. Seit der ersten gesamtdeutschen Viehzählung im Jahr 1990, als in Deutschland 19,49 Mill. Rinder gezählt wurden, ist der Rinderbestand damit bis Mai 2001 um rund ein Viertel (- 25,4 Prozent) geschrumpft.

Nach vorläufigen Ergebnissen der allgemeinen Viehzählung gab es am 3. Mai 2001 in Deutschland 25,89 Mill. Schweine und 2,67 Mill. Schafe. Im Mai 2001 standen damit 68.800 Schafe (- 2,5 Prozent) weniger in deutschen Ställen als ein Jahr zuvor; der Schweinebestand vergrößerte sich dagegen innerhalb eines Jahres um knapp 260.000 Tiere (+ 1,0 Prozent).

Rinder- und Schweinebestände entwickelten sich im früheren Bundesgebiet und in den neuen Ländern unterschiedlich: Während die Zahl der Rinder in den neuen Ländern gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent abnahm, stieg sie im früheren Bundesgebiet leicht an (+ 0,5 Prozent). Die Betriebe der Schweinehaltung erhöhten ihre Bestände im früheren Bundesgebiet binnen Jahresfrist um 1,1 Prozent und in den neuen Ländern um 0,5 Prozent. Im Gegensatz dazu verringerte sich die Zahl der Schafe in beiden Teilen Deutschlands um jeweils 2,5 Prozent.

Nahezu die Hälfte (47,6 Prozent) des deutschen Rinderbestandes entfällt auf die Bundesländer Bayern (28,1 Prozent) und Niedersachsen (19,5 Prozent); die Schweinehaltung konzentriert sich mit einem Anteil von 29,4 Prozent auf Niedersachsen und von 23,8 Prozent auf Nordrhein-Westfalen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

BDP: Brandenburger Raps-Saatgut enthält keine GVO-Bestandteile

Themen: Archiv — info @ 16:08

Fachlich unsinnige Anordnung belastet die Landwirtschaft

Bonn (agrar.de) – Am Mittwochnachmittag hat das Brandenburgische Landwirtschaftsministerium eine Anordnung erlassen, die aus fachlicher Betrachtungsweise nur als völlig unsinnig bezeichnet werden kann‘, kommentiert Dr. Ferdinand Schmitz, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter (BDP), die Anordnung, Sommerrapsbestände kurz vor der Ernte niederzuhäckseln. Vorausgegangen waren eine Reihe von Unklarheiten und Halbwahrheiten im Zusammenhang mit dem Verdacht gentechnischer Veränderungen in Handelssaatgut der Sommerrapssorte Dakini, die zunächst vom Überwachungslabor des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt in Halle festgestellt worden waren.

Das die Sorte Dakini vertreibende Saatgutunternehmen hat daraufhin die beiden neutralen Forschungsinstitute AgroGene (Moissy/Frankreich) und GeneScan in Freiburg mit einer Nachanalyse beauftragt. Diese haben nun unabhängig voneinander bestätigt, dass in keiner der vorliegenden Dakini-Stichproben gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Saatgut nachgewiesen werden konnte.

‚Obwohl mit den verantwortlichen Behörden vereinbart worden war, zunächst noch die Ergebnisse der Nachanalyse abzuwarten, erließ das Ministerium eine Anordnung, das Rapserntegut unverzüglich zu vernichten. Dieses unverhältnismäßige und verantwortungslose Vorgehen stößt auf unser völliges Unverständnis‘ erklärt Dr. Schmitz weiter. Nicht nur das mit Falschmeldungen zunächst in der Öffentlichkeit ein Skandal iniziiert wurde – es waren anstelle der anfänglich betroffenen Fläche von 1.000 ha lediglich 100 ha – sondern auch die fragliche Untersuchungsmethode – mit dem angeblich gefundenen Genkonstrukt wurde zu keinem Zeitpunkt gearbeitet – lassen die staatliche Vorgehensweise insgesamt sehr zweifelhaft erscheinen.

‚Über die Folgeschäden der Anordnung hat sich niemand im Potsdamer Landwirtschaftministerium ernsthafte Gedanken gemacht. Den Sommerraps wenige Tage vor der Ente, zu häckseln und oberflächlich in den Boden einzuarbeiten bedeutet, dass der gesamte Ertrag von bis zu 25 dt/ha auf den Flächen verbleibt. Dieses aus pflanzenbaulicher Sicht unsinnige und ungeeignete Vorgehen hat zur Folge, dass ein enormes Samenpotenzial für unabsehbare Zeit im oder auf dem Boden verbleibt und keinesfalls zügig vollständig auskeimen kann‘, beschreibt der BDP-Geschäftsführer die vom Ministerium veranlasste Situation.

Folglich können die betroffenen Landwirte durch den jahrelangen Durchwuchs ihre Flächen nicht ordnungsgemäß bewirtschaften. ‚Sie müssen neben Ertragsausfall und zusätzlichen Arbeitsaufwand auch für die weiteren wirtschaftlichen Folgekosten aufkommen. Wäre nicht eine Ernte der Flächen mit anschließender separater Lagerung des Erntegutes und even-tueller gefahrlosen Verwertung die zweckmäßigere Lösung gewesen?‘, stellt Dr. Schmitz fest.

In diesen Fall sollte jetzt auch der Brandenburgische Landwirtschaftsminister Wolfgang Birthler eingeschaltet werden. Denn der Fall entspricht vielen anderen und wird auch nur einer von vielen weiteren sein, denn seit Jahren fordern die deutschen Pflanzenzüchter vernünftige und praktikable Toleranzwerte für die gentechnischer Verunreinigung im Saatgut. Bei der anhaltenden politischen Diskussion fehlt nicht nur, wie das Beispiel in Brandenburg zeigt, das landwirtschaftliche Verständnis für die Saatgutproduktion, sondern auch der politische Mut, gesetzliche Lücken zu schließen. ‚Nur weil es fälschlicherweise auf nationaler Ebene keine Rechtgrundlage für Schwellenwerte gesehen wird, leitet die Politik daraus eine Nulltoleranz für GVO-Bestandteile in konventionellem Saatgut ab‘, sagt Dr. Schmitz.

Dies spiegelt deutlich das politisches Versagen und Versäumnis der Bundesregierung wider, dem nun die Bundesländer Tribut zollen müssen. Die Bundesländer sollten den Druck auf Berlin und Brüssel erhöhen, sinnvolle gesetzliche Regelungen zu treffen. ‚Politische Moratorien wie sie zurzeit angewandt werden, dokumentieren lediglich die politische Handlungsunfähigkeit‘, erklärt Dr. Schmitz. Da Saatgut kein technisches, sondern ein natürliches Produkt sei, das in einem offenen Ökosystem produziert werde und Pollen nun einmal fliege, lassen sich trotz zahlreicher qualitätssichernder Maßnahmen und größter Sorgfalt auf Seiten der Pflanzenzüchter beispielsweise durch Pollenflug unerwünschte und unbeabsichtigte Verunreinigungen nicht hundertprozentig verhindern.

Der jetzt vom Ministerium eingeschlagene Weg sei ein falsches Signal für die Landwirtschaft und lasse letztlich die Landwirte mit den entstehenden Kosten sowie dem wirtschaftlichen Schaden alleine stehen. Dies könne in dieser Art und Weise nicht länger hingenommen werden. ‚Wir fordern daher wiederholt die politisch Verantwortlichen auf, sich für eine rasche gesetzliche Schwellenwert-Regelung einzusetzen‘, mahnt Dr. Schmitz abschließend.

Information: Tassilo Frhr. v. Leoprechting, Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V., Kaufmannstraße 71-73, 53115 Bonn, Tel.: 0228-98581-10, Fax: 0228-98581-19

Links zum Thema Biotechnologie.

NRW: Öko-Landbau wächst um 50 Prozent

Themen: Archiv — info @ 11:08

Düsseldorf/Borken (agrar.de) – Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Nordrhein-Westfalen wird in diesem Jahr mit mehr als 50 Prozent Zuwachs – gegenüber durchschnittlich 13 Prozent in den vergangenen Jahren – voraussichtlich stark ausgeweitet. Landwirtschaftministerin Bärbel Höhn stellte das aktuelle Ergebnis der Auswertung der diesjährigen Anträge im Bereich Agrarförderung auf einem Bio-Landbau-Presseseminar der CMA im westfälischen Borken vor.

Danach haben bis zum 31. Juni d.J. insgesamt 376 Landwirte mit 12.922 Hektar Fläche Anträge gestellt, um für die Umstellung ihrer Betriebe Unterstützung zu erhalten. In Rheinland planen 148 Betriebe (mit 6.000 Hektar) und in Westfalen-Lippe 228 Betriebe (6.922 Hektar) die Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise. Damit könnte die Zahl von bisher 699 Betrieben (24.587 Hektar) auf 1.075 Betriebe (37.509 Hektar) steigen.

Ministerin Höhn sagte, dass der hohe prozentuale Zuwachs auch im Zusammenhang damit gesehen werden müsse, dass Nordrhein-Westfalen bislang eine noch geringere Öko-Fläche in Vergleich zum Bundesdurchschnitt aufweist.

Besonders attraktiv werde die Förderung durch die vom Landwirtschaftsministerium bei der EU beantragte Verdopplung der Prämien für die ersten beiden Jahren der Umstellung (unsere Meldung). Die in Nordrhein-Westfalen verfolgte Strategie, sowohl die Extensivierung konventioneller Betriebe als auch die Umstellung auf den Ökolandbau zu fördern, ginge damit auf.

Das Umstellungsinteresse komme genau zum richtigen Zeitpunkt, da die VerbraucherInnen in den letzten Monaten wesentlich mehr ökologisch erzeugte Produkte aus der Region nachgefragt hätten. Auch für die kommenden Jahre rechnet die Ministerin mit einem kräftigen Wachstum, da auch Verarbeiter und Handel zunehmend Interesse am Bio-Markt zeigen.

Links zum Thema %url3%Bio-Landbau%/%.

Antibiotika aus Futtermitteln herausnehmen!

Themen: Archiv — info @ 11:08

Berlin (agrar.de) – Anlässlich eines Gesprächs mit Vertretern der Futtermittelindustrie, Bauernverband, Gewerkschaften und Verbraucherverbänden zur Minimierung von Antibiotika in der Tierhaltung erklärt die agrar- und verbraucherpolitische Sprecherin Ulrike Höfken der GRÜNEN:

Ziel der bündnisgrünen Agrarpolitik ist die Minimierung von Antibiotika in der Tierhaltung. Der Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht stößt sowohl bei Verbrauchern als auch in der Humanmedizin auf immer stärkere Vorbehalte. Die Risiken der Antibiotikaresistenzen bei Mensch und Tier, aber auch die Auswirkungen in der Umwelt, treten immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Im heutigen Gespräch mit der Futtermittel-Industrie, dem Bauernverband, Tierarzneimittelherstellern, Gewerkschaft und dem Verbraucher-Bundesverband sowie BGVV, RKI und dem Bundesministerium für Verbraucherschutz und Landwirtschaft wurde Konsens über das Minimierungsziel erzielt.

Die Futtermittelhersteller haben ihre Bereitschaft erklärt, auf den Zusatz antibiotischer Leistungsförderer in Standardfuttermitteln zu verzichten. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen bleibt skeptisch gegenüber freiwilligen Maßnahmen der Wirtschaft und sieht auch die Notwendigkeit ordnungspolitischern Handelns auf EU- und Bundesebene.

Für die Grünen ist das Angebot der Wirtschaft ein erster wichtiger Schritt, Ziel bleibt aber der völlige Verzicht auf antibiotische Leistungsförderer. Die Grünen verlangen nachvollziehbare, kontrollierbare und zeitlich definierte Maßnahmen der Industrie als Voraussetzung eines Verzichtes auf nationale gesetzliche Regelungen. Vage Empfehlungen der Bundesverbände an die Hersteller reichen nicht.

Bei der Minimierung von Antibiotika in der Tierhaltung gibt es für die GRÜNEN folgende Handlungsfelder:

– Antibiotika als Leistungsförderer Europaweit wird angestrebt, die Verwendung von antibiotischen Futtermitteln bis 2006 zu verbieten. Mithilfe einer Selbstverpflichtung könnten die deutschen Produzenten jedoch schon vorher aus der Verwendung von Antibiotika als Leistungsförderer aussteigen und so eine Vorreiterstellung im Verbraucherschutz einnehmen. Die Industrie hat dazu heute ihre Bereitschaft signalisiert. Dass der Ausstieg möglich ist, zeigen Markenfleischprogramm, die bereits heute auf den Einsatz von Antibiotika als Leistungsförderer verzichten und dabei keine große Kostensteigerung verzeichnen. Einzuleiten sind weiterhin Maßnahmen wie die Einführung einer Positivliste für Futtermittel, die Kennzeichung von antibiotischen Futterzusatzstoffen, der Verzicht von solchen Leistungsförderern im Rahmen der neuen Fleischqualitätszeichen sowie die Förderung und Erforschung des Einsatzes von alternativen Zusatzstoffen mit probiotischer Wirkung.

– Antibiotika in der Prophylaxe und als Arzneimittel Eine Herausnahme von Antibiotika als Leistungsförderer darf nicht dazu führen, dass Antibiotika unter dem Deckmantel der Prophylaxe verstärkt verabreicht werden. Auch eine Reduktion von Antibiotika in der Prophylaxe ist möglich. Ausschlaggebend für die Notwendigkeit der Behandlung mit Antibiotika sind die Bedingungen in der Tierhaltung. Artgerechte Tierhaltung ermöglicht einen verringerten Einsatz von Antibiotika. Durch neue Tierhaltungsverordnungen und neue Förderrichtlinien für die Landwirtschaft, nach denen artgerechte Tierhaltung verstärkt gefördert wird, sind hier bereits erste Fortschritte erreicht.

Unser Ziel ist, dass Antibiotika nur noch als Arzneimittel bei erkrankten Tieren eingesetzt werden. Auch in diesem Bereich soll die Vergabe von Antibiotika stärker kontrolliert und dadurch reduziert werden. Hier schlagen wir Veränderungen im tierärztlichen Dispensierrecht vor. Die bereits entwickelten Leitlinien der Bundesärztekammer mit dem Ziel der Minimierung des Arzneimitteleinsatzes müssen verbindlich gemacht und kontrolliert werden können. Weiterhin werden wir das Modell des Haustierarztes, die Erfassung der Verbrauchsmengen von Arzneimitteln auf Apothekerebene und einen Tiergesundheitspass in die parlamentarische Diskussion bringen.

Begleitend kommt es darauf an, die Anwendung sogenannter Reserveantibiotika, die evtl. noch im Humanbereich gebraucht werden, zu verbieten. Ein übergreifendes Monitoringprogramm als Verzahnung zwischen Tier- und Humanmedizin kann die Resistenzentwicklung überprüfen und fachliche Grundlagen für ein harmonisiertes gemeinschaftliches Vorgehen in der EU sowie die Konzipierung eines staatlichen Kontrollsystems unterstützen.

Links zum Thema Tiergesundheit.

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