03. August 2001

Lebensmittel: Händler gewähren Rabatte

Themen: Archiv — info @ 09:08

(agrar.de) – Der Wegfall von Rabattgesetz und Zugabenverordnung wirkt sich offenbar auch beim Einkauf von Lebensmitteln aus. Das berichtet die Lebensmittel Zeitung. Generell sähen die Lebensmittelhändler kaum Spielräume für Preisnachlässe. Dass dennoch Rabatte bis 25 Prozent beim Fleischeinkauf möglich seien hätten Testkäufe gezeigt.

Der in Deutschland außergewöhnlich hohe Wettbewerbsdruck habe die Lebensmittelpreise im Hinblick auf Kundenfreundlichkeit bereits vollständig ausgereizt. ‚Und deswegen macht Feilschen für den Kunden keinen Sinn‘ zitiert die LZ die Edeka-Zentrale. Um Mengenrabatte kann doch gefeilscht werden.

Die LZ fragte mit Hinweis auf ein ‚größeres Fest‘ um Preisnachlässe. Einzig an der Käsetheke einer Kaufhof-Filiale wies eine Mitarbeiterin unter Hinweis auf die ohnehin schon ‚marktgerecht kalkulierten Preise‘ das Rabattbegehren zurück. Nur einen Schritt weiter an der Wursttheke zeigte man sich schon verhandlungsbereit. Bei einem Kilo-Preis von 40 DM könne man durchaus auch über 30 DM reden, teilte die Mitarbeiterin nach Rücksprache mit dem Abteilungsleiter mit.

Ebenfalls ohne lange Verhandlungen bot der Abteilungsleiter in einer Lebensmittelabteilung von Hertie bei Abnahme entsprechender Mengen ‚im Schnitt insgesamt fünf Prozent‘ Preisnachlass an. ‚Natürlich gewähren wir Mengenrabatte‘, war auch die einhellige Antwort selbstständiger Einzelhändler von Rewe und Markant.

Bei Elektrogeräten, Textilien und Schmuck war das Feilschen auch schon vor der geänderten Rechtslage Usus. Wenn es um Lebensmittel geht, erscheinen Preisverhandlungen jedoch eher absurd. 80 Prozent der Verkaufsstellen-Manager im Lebensmitteleinzelhandel rechnen daher auch nicht damit, dass sich ihr Tagesgeschäft verändern wird, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

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