26. Juli 2001

Österreich stärkt Förderung der Bio-Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 15:07

Wien (agrar.de) – Die österreichische Arbeitsgemeinschaft Biolandwirtschaft und das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft BMLFUW haben sich auf einen Aktionsplan ‚Biologische Landwirtschaft‘ verständigt.

Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer und der Vorsitzende der ARGE Biolandbau Alfons Piatti präsentierten am Mittwoch die Ziele des Programms. Österreichs Biolandbau müsse sich angesichts des Bio-Booms in den anderen europäischen Mitgliedsstaaten ’sehr professionell‘ weiterentwickeln, um die Pole-Position in Europa zu halten, sagte Molterer. Er sieht es als seine Aufgabe, als ‚öffentliche Hand so weit es geht‘ zu helfen.

In einem ersten Schritt wurden bereits die Mittel für die Massnahme ‚Biologische Wirtschaftsweise‘ erhöht. Rund 1,56 Mrd. Schilling stehen den Biobauern zur Verfügung. Der Betrag sei nicht kontingentiert, sagte Molterer, sollte die Zahl der Biobauern steigen, könnten auch die Mittel erhöht werden. Investitionsförderungen für neue Ställe sollen für Bauern Anreize liefern, um weiter biologisch zu wirtschaften oder umzusteigen. Ferner wird das Bildungsangebot in den landwirtschaftlichen Schulen und in der agrarpädagogischen Akademie um den Biolandbau erweitert. Neben neuen Forschungsprogrammen wird es ein Saatgut- und Sortenprojekt geben, das sich mit der besseren Bereitstellung von für den Biolandbau geeignetem Saatgut beschäftigt.

Zahl der Biobauern rückläufig

Zurzeit gibt es in Österreich etwa 18.630 Biobauern. Ihre Zahl ist rückläufig, 1998 waren es noch 20.316. Rund 8,5 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche werden nach biologischen Kriterien bewirtschaftet. Für den Rückgang werden die schlechte Preissituation für Bioprodukte, der teurere Futtermittelzukauf und Vermarktungsdefizite, sowie der Strukturwandel verantwortlich gemacht.

Links zur Landwirtschaft in Österreich.




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