04. April 2001

„Hier waren heute mehr Journalisten als Schweine“

Themen: Archiv — info @ 09:04

Horstmar-Leer (agrar.de) – Der Nebenerwerbslandwirt Norbert Berning staunte nicht schlecht. Der MKS-Verdacht auf seinem Betrieb im münsterländischen Kreis Steinfurt sorgte für eine förmliche Wallfahrt von Journalisten nach Horstmar. ‚Hier waren heute mehr Journalisten als Schweine‘ so sein Kommentar. Es ging zu wie in einem Taubenschlag.

Nicht auszudenken, welche Folgen ein solcher Auflauf (und die anschließende Heimreise) von Pressevertretern in einem bestätigten Seuchenfall haben könnte. ‚Wir haben uns bewußt entschlossen, nicht nach Horstmar zu fahren, auch wenn der Ort nur 15 Kilometer von unserer Redaktion entfernt ist‘ sagt Alfons Deitermann, Herausgeber von agrar.de und selbst Landwirt im Kreis Steinfurt. ‚Offenbar machen sich die Journalisten keine Gedanken darüber, welches Risiko sie selbst darstellen können, wenn sich ein solcher Fall bewahrheitet.

Als geradezu zynisch bezeichnet Deitermann die Kritik mancher Medien, der Betrieb sei zu spät oder mangelhaft abgesperrt worden. ‚Wenn die Veterinärämter ihr Krisenmanagement diesbezüglich nicht ändern, müssen wir uns allerdings um die Ausbreitung der Seuche in ganz Deutschland keine Sorgen machen.‘ Nach seiner Ansicht sollten die Medien erst dann informiert werden, wenn sich ein Verdacht bestätigt und der betroffene Betrieb gründlich abgeschirmt wurde.

03. April 2001

AGÖL und BfN fordern vorbeugenden Maßnahmen gegen die Verschleppung der Maul- und Klauenseuche.

Themen: Archiv,MKS,Tiere — info @ 16:04

Berlin (agrar.de) – ‚Die Mahnung der nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn, die Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland seien nicht ausreichend, um illegale Tiertransporte oder verbotene Transporte von Frischfleisch und –milch zum Schutz gegen die Verschleppung der Maul- und Klauenseuche (MKS) zu verhindern, ist höchst alarmierend‘, meint Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL). Die AGÖL nimmt diese Meldung zum Anlass, beim Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft die zweifelsfreie Sicherstellung aller Maßnahmen einzufordern, die geeignet sind, eine MKS-Verschleppungen nach Deutschland zu verhindern. Mit Blick auf die drastischen und erschütternden Keulungsmaßnahmen, die in Großbritannien und Holland zur Eindämmung der MKS angewendet wurden, dürfe in Deutschland nicht eine einzige vorbeugende Maßnahme gegen die Einschleppung der MKS außer Acht gelassen oder mit weniger Nachdruck verfolgt werden.

‚Es gibt schließlich aktuell keine ernstzunehmende Alternativen zu maximalen Vorbeugemaßnahmen‘ so Löwenstein. Damit teilt er sowohl der Durchseuchung wie der flächendeckenden Impfung gegen MKS eine Absage. Eine Durchseuchung würde die erfolgreiche Auslöschung der MKS in Europa um Jahrzehnte zurückwerfen und mit nicht absehbaren tiergesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen verbunden sein. Eine flächendeckende Impfung sei unter anderem schon deshalb nicht möglich, weil kurzfristig nicht genügend Impfstoffdosen vorlägen. Auch gäbe sie nur scheinbare Sicherheit, da sich das Virus anschließend quasi maskiert in Europa weiter ausbreiten könnte.

‚Das Gebot der Stunde ist‘, so Löwenstein, ‚eine Übertragung von MKS mit aller Konsequenz durch strengste Einschränkungen und Kontrollen der Transporte, sogenannte stand-still-Maßnahmen, in Verbindung mit peinlichster Hygienevorkehrungen zu verhindern. Im Ernstfall müssten dann auch Notimpfungen und Ringimpfungen einsetzen, um die Seuche im Zaum zu halten bzw. schnellstmöglich wieder zurückzudrängen‘.

Die AGÖL unterstützt ausdrücklich Pläne, besonders seltene Tierbestände, die nicht oder nicht in erster Linie der Erzeugung von Fleisch und Milch dienen, durch gezielte Impfaktionen zu schützen. Hiervon könnten auch Ökobetriebe betroffen sein, die sich um die Erhaltung seltener Nutztierrassen bemühen.

Der Verband hat über seine Mitgliedsverbände alle ökologisch wirtschaftenden Landwirte aufgerufen, geeignete Schutzvorkehrungen für ihre Tiere zu treffen. Da gerade in Ökobetrieben die ‚gläserne Produktion‘ verwirklicht und damit stärkerer Besuch durch Außenstehende möglich gemacht wird, müssen solche Maßnahmen kompromisslos umgesetzt werden.

Die politisch Verantwortlichen sind aufgerufen, besondere Entschädigungsformen für Ökobetriebe zu finden, falls in solchen Betrieben Bestandestötungen vorgenommen werden müssten. Denn Ökobauern können ihre Tiere nicht einfach durch Zukauf ersetzen, sondern müssen dann noch einmal die gesamte Umstellung durchlaufen. Der materielle Schaden ist dadurch erheblich höher, als das, was die Tierseuchenkasse zahlen kann.

Schließlich verlangt der Verband, dass aus dem Seuchenverlauf Lehren für die Zukunft unserer Landwirtschaft gezogen werden. Auch wenn der erste Ausbruch der Seuche unabhängig von der Betriebsform sei, so habe sich an der Ausbreitung der MKS einmal mehr gezeigt, wie verwundbar die heutige Landwirtschaft durch irrwitzige Tier- und Lebensmitteltransporte rund um den Globus und die zum Teil extrem hohen Tierdichten in verschiedenen Landstrichen geworden ist. Mit der von Ministerin Künast ins Auge gefassten Agrarwende müsse das Übel ein für alle Mal an der Wurzel gepackt werden. ‚Dabei können die heute bereits in der Ökologischen Landwirtschaft etablierten Prinzipien in der Tierhaltung und die ganzheitlichen Produktionsleitlinie sein‘, meint Dr. zu Löwenstein.

Auch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) unterstützt die Initiative von Bundesministerin Renate Künast, auch die Impfung von Zootieren gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) zuzulassen. Die Ministerin hatte einen entsprechenden Vorstoß bei der Europäischen Union angekündigt. ‚Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum Zootiere nicht geimpft werden sollen. Viele Zootiere, insbesondere die Tiere, die in Europäischen Erhaltungszucht Programmen (EEP) sind, sind vom Aussterben bedroht. Deutschland hat für diese Tiere eine Verantwortung übernommen,‘ sagte der Präsident des Bundesamtes, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann heute in Bonn. ‚Die Impfung von Zootieren hat nichts mit Verbrauch, Export oder Handel zu tun,‘ so Vogtmann.

Der BfN-Präsident wies darauf hin, dass die EU in Sonderfällen Impfungen zulasse. Die Bonner Artenschützer befürworten ebenfalls, zusätzlich auch alte Nutztierrassen impfen lassen. Vogtmann wünscht sich zur Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen ein staatliches Programm zur Erhaltung durch Züchtung und zur Verbesserung bestimmter Eigenschaften dieser alten Rassen. Diese Rassen haben für den Naturschutz eine große Bedeutung. Hier sei ein ganzheitlicher Ansatz gefragt, der auch in der Agrarwende seinen Platz finden müsse, sagte Vogtmann.

Links zum Thema Maul- und Klauenseuche

MKS-Verdachtsfall in Kreis Steinfurt (NRW)

Themen: Archiv,MKS — info @ 15:04

Steinfurt/Düsseldorf (agrar.de) – In Nordrhein-Westfalen gibt es einen neuen Verdachtsfall auf Maul- und Klauenseuche. In einem kleinen Schweinemastbetrieb im münsterländischen Kreis Steinfurt seien in der Nacht vorsorglich 100 Ferkel getötet worden, so eine Sprecherin des Düsseldorfer Landwirtschaftsministeriums.

Um den Hof sei eine Sperrzone von drei Kilometern eingerichtet worden. Blutproben seien bereits auf dem Weg ins Referenzzentrum nach Tübingen, Ergebnisse seien frühestens morgen zu erwarten.

Der Krisenstab des Ministeriums hat in seiner gestrigen Sitzung das Transportverbot für landwirtschaftliche Nutztiere auf unbestimmte Zeit bekräftigt. Ausnahmen sind weiterhin nur mit ausdrücklicher vorheriger Genehmigung durch die Amtstierärzte möglich. Weitere Informationen erteilt das Ministerium über seine MKS-Hotline (Tel.: 0211-5188012).

Links zum Thema Maul- und Klauenseuche.

Mecklenburg-Vorpommern führend in Bioenergie

Themen: Archiv — info @ 12:04

Greifswald (agrar.de) – Mecklenburg-Vorpommern nimmt bei der Wärme- und Stromerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen eine führende Position in Deutschland ein. Die im Land installierten Anlagen haben eine Gesamtleistung von 61,4 Megawatt (thermisch) und 23,3 Megawatt (elektrisch), sagte Umweltminister Wolfgang Methling (PDS) nach einem Bericht der Schweriner Volkszeitung am Sonnabend zur Eröffnung des ‚Tages der erneuerbaren Energien‘ in Greifswald. Das über vergleichbare Ressourcen verfügende Schleswig-Holstein verwerte dagegen nur insgesamt 17 Megawatt aus Biomasse.

Weitere Investitionen erwartet Methling nach der Verabschiedung der Biomassen-Verordnung, die im Mai von Bundesrat und Bundestag beschlossen werden soll. Damit entstehe Rechtssicherheit hinsichtlich der Vergütung und Einspeisung in Energieversorgungsnetze. Laut Erneuerbare Energien-Gesetz wird Strom aus Biomasse-Anlagen mit einer Leistung bis zu 500 Kilowatt mit 0,20 Mark pro Kilowattstunde vergütet.

Gegenwärtig werden 17,4 Prozent der Nettoverstromung im Land auf der Basis erneuerbarer Energien erzeugt. Die Einspeisung in das öffentliche Netz hat sich gegenüber 1999 auf 805.141 Megawattstunden verdoppelt. Im kommenden Jahr will das Wirtschaftsministerium die Fördermittel für erneuerbare Energien auf etwa 10 Millionen Mark verdoppeln.

Links zum Thema Energie.

02. April 2001

Kein statistischer Beweis für vCJK durch Rindfleisch

Themen: Archiv — info @ 15:04

London (agrar.de) – Britische Forscher von der London School of Hygiene and Tropical Medicine und vom Western General Hospital in Edinburgh haben in einer Studie keinen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Rindfleisch und dem Auftreten der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) feststellen können. (Lancet, 2001, 357, 1002)

Danach tritt vCJK in Großbritannien geographisch häufiger im Norden als im Süden auf. Von 84 untersuchten vCJK-Patienten lebten 43 im Norden des Königreichs (bzw. in Schottland). 41 lebten im Süden. Entscheidend für die Einteilung in Nord und Süd war, wo der vCJK-Patient im Jahre 1991 gelebt hat.

Es ergibt sich folgende Verteilung: (Mio. Menschen über 10 Jahre / Anzahl vCJK-Patienten) Schottland 4,4 / 13, North England 2,6 / 7, Yorkshire und Humberside 4,2 / 10, Northwest England 5,4 / 13, East Midlands 3,4 / 7, West Midlands 4,5 / 2, East Anglia 1,8 / 1, Wales 2,5 / 4, Southeast England 15,0 / 21, Southwest England 4,1 / 6, Gesamt 47,8 / 84

Die Wissenschaftler konnten keinen Zusammenhang zwischen regional unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten – besonders dem Verzehr von Rindfleisch – und dem Auftreten der neuen Creutzfeldt-Jakob-Variante feststellen. Allerdings seinen die Angaben über die Ernährungsgewohnheiten unvollständig.

Erst kürzlich hatten britische Wissenschaftler, die das gehäufte Auftreten von vCJK in einem Dorf namens Queniborough in der Grafschaft Leicestershire untersuchten, einen Zusammenhang zwischen dem Rindfleischverzehr und vCJK-Erkrankungen festgestellt. Epidemiologen sehen die Ursache für das gehäufte Auftreten von vCJK in unsauberen Schlacht- und Fleischverarbeitungsmethoden.

Links zum Thema BSE

EU-Kommissarin verlangt Subventionskürzungen für Bauern

Themen: Archiv — info @ 14:04

Frankfurt (agrar.de) – Die EU-Haushaltskommissarin Michaele Schreyer fordert eine Kürzung der EU-Subventionen für die Landwirtschaft. Die Beihilfen für die Absenkung der staatlichen Stützungspreise seien in einigen Fällen höher, als die finanziellen Einbußen der Landwirte, sagte die Grünen-Politikerin der ‚Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung‘. Allein für den Getreidemarkt habe der Europäische Rechnungshof für die vergangenen Jahre eine Überkompensation von zwei Milliarden Euro jährlich ausgerechnet.

Links zu EU-Institutionen.

Entscheidender Prozess um Saatgut-Streit?

Themen: Archiv — info @ 11:04

Auskunftspflicht der Landwirte noch immer umstritten

München (agrar.de) – In der vergangenen Woche ist der Streit zwischen Pflanzenzüchtern und Landwirten über die Nachbaugebühren und -auskunftspflicht in eine neue Runde gegangen. Die 33. Zivilkammer des Landgerichts München eröffnete am Donnerstag ein Verfahren, in dem die Saatgut Treuhandverwaltung (STV) als Vertreterin der Saatgutproduzenten, organisiert im Bund der Deutschen Pflanzenzüchter (BDP) gegen die Bauern auf Auskunft über den Anbau ihrer Feldfrüchte klagt.

Grundlage der Klage ist eine EU-Richtlinie, die den Saatgutzüchtern zugesteht, dass ihnen die Bauern seit 1997 die Herkunft ihres Saatgutes offenlegen und im Fall eines Nachbaus Lizenzgebühren zahlen. Die Auskunftspflicht wurde in einigen Fällen bereits bejaht, zum Beispiel von Gerichten in München und Düsseldorf. Andere, wie das Braunschweiger Landgericht sprachen Bauern davon frei, der Treuhandverwaltung pauschale Auskünfte über ihre Ackerfrüchte geben zu müssen. Um Gebühren zu erheben, müsse die STV selbst den Nachweis der Aussaat erbringen. (unsere Meldung)

Bundesweit sind etwa 2.500 Bauern von entsprechenden Verfahren betroffen, allein dem Landgericht München liegen über 1.000 Klagen der Saatgut Treuhandgesellschaft vor. Auch der Bundesgerichtshof in Karlsruhe und der Europäische Gerichtshof sollen noch sich mit dem Problem befassen. Die Landwirte haben sich zu einer ‚Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und -gebühren’* zusammengeschlossen. Nach Presseberichten neigt das Gericht im aktuellen Verfahren zu einer Abweisung der Klage, so weit sie die Auskunftspflicht zur Herkunft deutscher Pflanzensorten betrifft. Ein Urteil wird zu Ende Mai erwartet.

* Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren, c/o AbL-Bundesgeschäftsstelle, Schillerstr. 11, 21335 Lüneburg, Tel. 04131-407757, Sprecher: Adi Lambke, Rundling 3, 29479 Jameln, Tel. 05864-233

Links zum Thema Nachbau und Sortenschutz

MKS: Mangelhafte Grenzkontrollen?

Themen: Archiv,MKS — info @ 09:04

Düsseldorf/Berlin (agrar.de) – Zwischen Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn und dem Bundesinnenministerium ist ein Streit über die Grenzkontrollen zu den von der Maul- und Klauenseuche betroffenen Niederlanden entbrannt.

‚Das Bundesinnenministerium nimmt die berechtigte Angst unserer Bauern vor der Seuche nicht ernst‘, wirft die Grünen-Politikerin dem Berliner Ministerium in der neuen Ausgabe des Magazins ‚Focus‘ vor. Nach ihrer Ansicht sind die Bundesgrenzschutz-Kontrollen mangelhaft. Selbst Autobahn-Grenzübergange in die Niederlande würden oft überhaupt nicht kontrolliert.

Links zum Thema Maul- und Klauenseuche

Rüttgers: Ruinösen Preiskampf beenden

Themen: Archiv — info @ 09:04

Hilder (agrar.de) – Der nordrhein-westfälische CDU-Landesvorsitzende Jürgen Rüttgers hat die Überprüfung des Kartellrechts gefordert, um den ‚ruinösen Preiskampf‘ der Lebensmittelketten in Deutschland schnell zu beenden. Als Konsequenz aus der BSE-Krise müssten dringend reelle Preise für Nahrungsmittel durchgesetzt werden, sagte Rüttgers am Samstag in Hilden auf einer Landestagung der nordrhein-westfälischen Frauenunion.

‚Es kann nicht sein, dass Landwirte durch die marktbeherrschende Stellung einiger Lebensmittelkonzerne zu billiger Massenproduktion gezwungen werden und gleichzeitig für mangelnde Lebensmittelqualität verantwortlich gemacht werden‘, sagte Rüttgers. Qualität gebe es nicht zu Dumping-Preisen. Das müssten auch die Verbraucher erkennen. Die Praxis, Lebensmittel in Supermärkten teilweise dauerhaft unter den Einkaufspreisen anzubieten, müsse schleunigst beendet werden.

01. April 2001

MKS: Bill Gates unschuldig!

Themen: Archiv,MKS — info @ 12:04

London/Redmont (agrar.de) – Wie das englische IT-Magazin ‚The Register‘ meldet, kann der Microsoft-Konzern nicht für die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche in Großbritannien verantwortlich gemacht werden. Denn anders als die meisten vorangegangenen Viren und Würmer wäre das MKS-Virus das erste Virus, das nicht über Outlook oder über den Internet Explorer verbreitet wird.

Dies hätten Experten des Centers for Disease Control (CDC) und des Symantec AntiVirus Research Center bestätigt. Clive Sarnow, Direktor des CDC: ‚Wir haben nie zuvor von einem Virus gehört, das sich nicht über Microsoft Outlook verbreitet. Unsere Entdeckung kam somit ziemlich unerwartet‘.

Bei den britischen Offiziellen rief diese Nachricht große Erleichterung hervor, wie Nick Brown, der britische Landwirtschaftsminister betont: ‚Bis jetzt gingen wir natürlich davon aus, dass sowohl MKS wie auch BSE durch Outlook verbreitet würden. Doch nachdem wir dies nun ausschließen können, werden unsere ganzen Ressourcen für die Suche nach anderen Ursachen einsetzen‘. (aus: PC-WELT, 01.04.2001)

Seiten: << 1 2 3 4 5 6 7



   (c)1997-2017 @grar.de