07. April 2001

MKS gefährdet Biotopverbund in Deutschland

Themen: MKS,Schafe — info @ 09:04

Ansbach (agrar.de) – Bei den Wanderschäfern in Deutschland herrscht der Notstand. Die Schafherden sollten längst auf dem Weg zu den Sommerweiden sein, aber wegen der Gefahr der Maul- und Klauenseuche (MKS) dürfen sie im Moment nicht weiterwandern. Durch die MKS-Schutzverordnung ist es den Schäfern mit ihren Herden daher unmöglich, die traditionellen Weideplätze aufzusuchen. Neben enormen wirtschaftlichen Problemen für die Schafhalter hat dies auch unmittelbare negative Auswirkungen auf die Weideflächen. Bei diesen handelt es sich oftmals um wertvollste Natur-Biotope. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL), als Dachverband der 130 Landschaftspflegeverbände in Deutschland, fordert daher Bundesverbraucherministerin Renate Künast zur Auflage eines gezielten Hilfsprogramms und zu MKS-Schutzimpfungen für Schafherden auf.

Auf einem Zehntel der Fläche Deutschlands soll ein Biotopverbund aufgebaut werden – das sieht die Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes vor. Das Gesetz zielt unter anderem auf eine natur- und umweltverträglichere Landwirtschaft. Doch ob diejenigen, die bereits jetzt einen Grossteil höchst wertvoller Kulturlandschaften im Sinne des Naturschutzes bewirtschaften, die Reform noch erleben werden, steht in den Sternen, so Wolfram Güthler, Geschäftsführer des DVL. Durch die MKS-Schutzmassnahmen sind insbesondere traditionell naturnah wirtschaftende Hüteschafbetriebe betroffen. Diese haben in der Vergangenheit zu einem wesentlichen Teil zum Erhalt wertvoller Biotope, wie z.B. den Wacholderheiden der Lüneburger Heide, den Trockenrasen der Schwäbischen Alb aber auch von feuchten Mooren und Niedermooren Norddeutschlands beigetragen.

In der Vergangenheit wurden von den Bundesländern enorme Investitionen in den Aufbau von Beweidungssystemen für diese gefährdeten Biotope und in einen großflächigen Biotopverbund durch die Hüteschäferei gesteckt. Über Agrarumweltprogramme wurden die Schäfereibetriebe in den Naturschutz eingebunden. Diese Programme stellen ein wesentliches wirtschaftliches Standbein für viele Betriebe dar. In der Regel legen exakte Beweidungspläne Zeitpunkt, Häufigkeit und Dauer der Beweidung fest, um für den Naturhaushalt optimale Ergebnisse zu erzielen.

Solange die MKS-Schutzverordnung greift, ist nun aber eine Beweidung dieser Flächen weitgehend unmöglich. Die Schäfer müssten ihre Tiere per Viehtransporter zu den Flächen bringen. Diese teuren Transporte werden aber nicht durch die Programme abgedeckt. Daher sehen sich viele Schäfereibetriebe nicht in der Lage, die vertraglichen Auflagen der Agrarumweltprogramme zu erfüllen. Die aus Naturschutzsicht gewünschte Beweidung kann folglich nicht im erforderlichen Umfang und auch nicht rechtzeitig durchgeführt werden. Die Zahlungen aus diesen Programmen an die Schäfer sind gefährdet.

Die Schäfer sind darüber hinaus im Moment gezwungen, Futter teuer zuzukaufen. Dies trifft vor allem Wanderschäfer ohne eigene Futtervorräte und ohne eigenen Stall. Um den Futterbedarf zu reduzieren wurde die Beweidung von landwirtschaftlichen Stilllegungsflächen im Zuge der MKS-Krise vorübergehend zugelassen, um die Futterbeschaffungskosten für Schafhalter zu minimieren. Die diesbezügliche von EU-Kommissar Franz Fischler erlassene Verordnung (EG) Nr. 575/2001 vom 23. März 2001 sollte nach Ansicht des DVL umgehend von den zuständigen Ländern umgesetzt werden.

In einem Schreiben an Ministerin Künast fordert der DVL die Umsetzung eines 5-Punkte-Maßnahmenkonzeptes:

1. Den Schäfereibetrieben dürfen keine Nachteile daraus entstehen, dass sie u.U. Auflagen aus Agrarumweltprogrammen auf grund der MKS-Vorsorgemaßnahmen nicht erfüllen können. Für Schäfereibetriebe müssen daher die Auflagen der Veterinärbehörden als höhere Gewalt angesehen werden.

2. Angesichts der zentralen Bedeutung der Hüteschäferei für den Biotopverbund wird die Auflage eines gezielten Hilfsprogramms (z.B. zur Beschaffung von Grundfutter) gefordert, um den Zusammenbruch von im Zuge der MKS-Krise existentiell bedrohten Betrieben zu verhindern.

3. Eine MKS-Schutzimpfung für Schafherden wird angeregt.

4. Unter dem Gesichtspunkt der Erhaltung wertvollen genetischen Potentials und der biologischen Vielfalt wird eine Impfung insbesondere für Bestände gefährdeter Haustierrassen, wie des Leine-Schafes, der Moorschnucke oder des Rauhwolligen Pommerschen Landschafs gefordert.

5. Truppenübungsplätze sollen als wichtige Sommerweiden wieder zugänglich gemacht werden, da auf militärischen Liegenschaften die Schafhaltung einen besonders hohen ökologischen Wert besitzt.

Information: Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL), Wolfram Güthler, Geschäftsführer, Eyber Str. 2 91522 Ansbach, Tel.: 0981-9504-247, Fax: 0981-9504-246, E-Mail

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06. April 2001

NABU und Öko-Anbauverbände starten europäisches Saatgut-Projekt

Themen: Archiv — info @ 12:04

Bonn (agrar.de) – Der Naturschutzbund NABU hat heute in Bonn gemeinsam mit Öko-Anbauverbänden aus 13 Ländern ein europäisches Saatgut-Projekt gestartet. ‚Die natürliche genetische Vielfalt ist die Grundlage für die Gesundheit von Boden, Pflanze, Tier und Mensch‘, erklärte Cornelia Wiethaler, NABU-Projektleiterin Kulturpflanzenvielfalt. Unter dem Motto ‚Many Hands in Many Areas‘ sollen Bauern und Züchter dazu motiviert werden, sich aktiv an der Sicherung der genetischen Grundlage von Landwirtschaft und Ernährung, dem Saatgut, mitzuarbeiten.

Nach Ansicht von Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Vorsitzender des EU-Agrarausschusses, geht es für die EU-Mitgliedsstaaten bei der nachhaltigen Pflanzenzüchtung auch darum, die Chancen der europäischen Agrarpolitik endlich konsequent zu nutzen. ‚Wenn wir nicht weiterhin erhebliche Steuergelder für die Einleitung und anschließende Beseitigung von Katastrophen verwenden wollen, so sollten wir uns alle verstärkt um Vorsorge, um Qualitätserzeugung und daher um genetische Vielfalt bemühen.‘

Die Sicherung von qualitativ hochwertigem und gentechnikfreiem Saatgut sei eine wichtige Voraussetzung für die Ausweitung des Öko-Landbaus in Europa. Daher müssten Forschungsprogramme von Bund und Ländern an die Anforderungen des Ökologischen Landbaus angepasst und praxisorientierter als bislang gestaltet werden. ‚Wir brauchen etwa 10 Millionen Mark pro Jahr für die ökologische Züchtungs- und Züchtungsforschungsarbeit in Deutschland‘, so Graefe zu Baringdorf.

Durch Intensiv-Anbau und Hochertragszüchtung habe die Nahrungsmittelqualität deutlich gelitten. So sei innerhalb von 50 Jahren der Magnesium-Gehalt der Möhre um 75 Prozent gesunken. ‚Wir müssen die Qualitätsfrage völlig neu stellen‘, so Cornelia Wiethaler. Die Weiterentwicklung Standort-angepasster Sorten und Produktionsverfahren unter Beteiligung der Landwirte bedürfe der dringenden Unterstützung. Während jedoch allein von der EU im vergangenen Jahr für Genom-Sequenzierungsprogramme 26 Millionen Euro ausgegeben wurden, stünden für die ökologische Pflanzenzüchtung bisher nur private Gelder zur Verfügung.

Links zum Thema ‚Saatgut und Züchter.

DBV-Präsident Sonnleitner zum Präsidenten des EU-Bauernverbandes gewählt

Themen: Archiv — info @ 09:04

Vizepräsidenten aus Großbritannien, Dänemark, Portugal und Frankreich

Berlin (agrar.de) – Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, ist heute vom Europäischen Bauernverband COPA (Committee of Agricultural Organisations in the European Union) einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt worden. Er löst den Präsidenten des Belgischen Bauernverbandes Noel Devish ab, der COPA zwei Jahr lang führte. Nach Constantin Freiherr Heereman ist Sonnleitner der zweite deutsche COPA-Präsident. Zu Vizepräsidenten wurden Jean-Paul Bastian (Frankreich), Peter Gaemelke (Dänemark), Ben Gill (Großbritannien) und João Pedro Machado (Portugal) gewählt. Die Amtszeit des COPA-Präsidenten beträgt zwei Jahre.

Die COPA vertritt gegenüber der Europäischen Union die Interessen der landwirtschaftlichen Organisation der EU.

Sonnleitner wurde am 30. Juli 1948 in Passau geboren. Seit dem 8. April 1997 übt er das Amt des Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV) aus. Er bewirtschaftet in Ruhstorf im Landkreis Passau einen Veredlungsbetrieb.

Gerd Sonnleitner begann seine verbandspolitische Karriere in der Bayerischen Jungbauernschaft. 1991 wurde der parteilose Sonnleitner zum Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes gewählt. Von 1994 bis 1997 war er „Außenminister“ des DBV in Brüssel, von 1995 bis 1997 Vizepräsident des europäischen Bauernverbandes COPA.

Jean-Paul Bastian bewirtschaftet einen Bauernhof im Elsass. Er ist seit 1996 Vize-Präsident des französischen Bauernverbandes FNSEA und seit 1993 Präsident des Departementalen Verbands Bas-Rhin. Seit 1995 ist er Mitglied des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EU. Bastian amtiert bereits seit 1999 als Vize-Präsident von COPA.

Peter Gaemelke ist seit 1995 Präsident des Vorstands des Danish Agricultural Council und Vorsitzender der Danish Farmer’s Union. Er ist auch Mitglied des Exekutivausschusses der Weltbauernverbandes IFAP.

Ben Gill ist seit 1998 Präsident der National Farmer’s Union of England and Wales (NFU). Von 1989 bis 1998 war er Vorsitzender des Beratenden EU-Ausschusses für Schaf- und Ziegenfleisch. Gill amtiert bereits seit 1999 als Vize-Präsident von COPA. Im September 2000 wurde er zum Präsidenten des Verbands der Europäischen Landwirtschaft (CEA) gewählt.

João Pedro Machado ist seit 1999 Präsident des portugiesischen Bauernverbandes (CAP). Er ist auch Vize-Präsident von Viniportugal (Branchenvereinigung zur Absatzförderung portugiesischer Weine). Machado amtiert bereits seit 1999 als Vize-Präsident von COPA.

Bioland BW fordert Stärkung der heimischen Öko-Betriebe

Themen: Archiv — info @ 09:04

Stuttgart (agrar.de) – Die Delegierten des Bioland Landesverbandes Baden-Württemberg forderten auf ihrer Frühjahrstagung am 5.4.2001 in Bad Boll die neue Landesregierung auf, die Rahmenbedingungen für den Öko-Landbau in Baden-Württemberg in der kommenden Legislaturperiode zu verbessern. Die Vertreter des größten Öko-Landbaus Baden-Württembergs haben bekräftigt, dass sie eine Ausweitung des Ökolandbaus begrüßen und bereit sind, ihren Beitrag dafür zu leisten.

Durch gezielte Massnahmen muss jedoch auch die Politik die Bedingungen für die ökologisch wirtschaftenden Betriebe verbessern, damit der Marktanteil baden-württembergischer Ökolebensmittel nicht sinkt, sondern weiter ausgebaut werden kann. Ihre Hauptforderung ist deshalb eine konsequente Förderung der Vermarktung von Öko-Lebensmitteln in Form einer Werbekampagne analog zur HQZ-Werbung im Land. Im Rahmen einer solchen Gemeinschaftswerbung könnten Einzelmaßnahmen wie z.B. Öko-Wochen im baden-württembergischen Handel, Verkaufsförderungsmaßnahmen, Einkaufsführer und andere Aktionen untersützt werden.

Weiter fordern die Delegierten dringend Nachbesserungen im MEKA-Programm und in der SchALVo, die in ihrer derzeitigen Form einzelne Biobetriebe massiv benachteiligen.

Information: Bioland Landesverband Baden-Württemberg, Öffentlichkeitsarbeit: Andreas Greiner, Sophienstr.19, 70178 Stuttgart, Tel.: 0711-6075501, Fax: 0711-6075502

Links zum Thema Bio-Landbau.

05. April 2001

Weniger Auszubildende in der Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 16:04

Wiesbaden (agrar.de) – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes haben im Jahr 2000 rund 622.700 Jugendliche einen neuen Ausbildungsvertrag abgeschlossen, 2,0 Prozent (- 12.900) weniger als im Vorjahr. Während die Gesamtzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im früheren Bundesgebiet gegenüber dem Vorjahr mit 482.600 nahezu unverändert blieb (- 0,2 Prozent, – 1.100), wurden in den neuen Ländern und Berlin mit 140.100 rund 7,8 Prozent (- 11.800) weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen.

In fast allen Bereichen waren die Zahlen rückläufig. In der Landwirtschaft ging die Zahl der Ausbildungsverträge sogar um 3,9 Prozent (- 600) auf 14.586 zurück. Einzige Ausnahme bildete der Ausbildungsbereich ‚Freie Berufe‘ mit einem Zuwachs von 4,0 Prozent (+ 2.000).

Links zum Thema Arbeitsmarkt.

AGÖL startet „Grüne Werkstatt“

Themen: Archiv — info @ 14:04

Berlin (agrar.de) – Etwa 100 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland engagieren sich in besonderer Weise: sie arbeiten im Rahmen von Werkstätten für Behinderte. Diese ‚Grünen Bereiche‘ arbeiten meist ökologisch, sodass vergleichsweise sinnvolle und sichere Arbeitsplätze entstehen. Für diese Betriebe hat die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL) eine neue Plattform geschaffen, die nun unter dem Namen Grüne Werkstatt im Netz zu finden ist.

Ziel der Plattform ist es, den Informationssaustausch zwischen Grünen Bereichen zu verbessern und der interessierten Öffentlichkeit Einblick in die Arbeit mit Behinderten in der Landwirtschaft zu geben. Darüber hinaus informiert die Plattform über Arbeits- und Einkaufsmöglichkeiten in den Betrieben und bietet einen ‚Leitfaden Ökologischer Landbau in Werkstätten für Behinderte‘. Die Entwicklung der Plattform wurde durch die Stiftung für Bildung und Behindertenförderung in Stuttgart unterstützt.

Links zum Thema Bio-Landbau

04. April 2001

Hessen: MKS-Hotline geschaltet

Themen: Hessen,MKS — info @ 12:04

Drei Betriebe gesperrt

Wiesbaden/Wettenberg (agrar.de) – Das hessische Sozialministerium hat wegen der MKS-Verdachtsfälle das Krisenzentrum auf Landesebene aktiviert und alle Landräte, Oberbürgermeister und Regierungspräsidien ebenfalls gebeten, die Krisenstäbe zu aktivieren und bis auf weiteres in ständiger Rufbereitschaft zu halten. In Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Gießen, dem örtlichen Veterinäramt, der Polizei und Feuerwehr werden die erforderlichen Schutzmaßnahmen ergriffen, um eine Weiterverbreitung der Seuche möglichst zu unterbinden. Der erste Verdacht trat in einer Gärtnerei im mittelhessischen Krofdorf-Gleiberg auf. ‚Der Betrieb wurde bereits gesperrt, ehe die Amtstierärzte ihre klinischen Untersuchungen vornahmen‘, so Ministerin Mosiek-Urbahn.

Das Sozialministerium bereitet sich auf eine Notimpfung vor. Es wurde weiterer Impfstoff bestellt. Ferner wird ermittelt, wie die Seuche möglicherweise nach Wettenberg gekommen sein könnte. Die Ministerin bat die Bevölkerung um Verständnis für die Schutzmaßnahmen und deren strikte Einhaltung. Die Maul- und Klauenseuche sei zwar für den Menschen ungefährlich. Die Einschränkungen müssten aber in Kauf genommen werden, um die Seuchenverbreitung und damit das Sterben oder Töten von Tieren zu vermeiden und nicht die Existenz der Landwirte zu gefährden. Die Durchführung von pferdesportlichen Veranstaltungen ist in Hessen weiterhin bis zunächst 12. April 2001 verboten.

Die Hessische Landesregierung hat ein Bürgertelefon eingerichtet. ‚Verbraucher, Landwirte und andere Tierhalter können sich mit allen Fragen und Anregungen zur Maul- und Klauenseuche, aber auch zu BSE an diese Anlaufstelle wenden‘, erklärte die Ministerin. Dort stehen Experten des Sozial- und Landwirtschaftsministeriums als Gesprächspartner zur Verfügung. Das Bürgertelefon ist ab sofort geschaltet. Es ist unter der Telefonnummer 0800-2734636 kostenlos erreichbar. Heute ist das Bürgertelefon bis 20 Uhr besetzt, ansonsten montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr.

Mittlerweile wurden zwei weitere Betriebe gesperrt, die offenbar im Kontakt mit dem ersten Verdachtsbetrieb standen.

Links zum Thema Maul- und Klauenseuche.

MKS: Vorerst Entwarnung in Horstmar-Leer

Themen: Archiv,MKS — info @ 12:04

Zweiter Betrieb in Hessen gesperrt

Horstmar/Gießen (agrar.de) – Der MKS-Verdacht in Horstmar-Leer (NRW) auf einem Schweinemastbetrieb hat sich in einer ersten Blutuntersuchung nicht bestätigt. Das entgültige Ergebnis steht noch aus.

In Bubenrod nahe Gießen (Hessen) ist Polizeiangaben zufolge in der Nacht zum Mittwoch eine zweite Schafhaltung gesperrt worden. Bereits gestern war eine Gärtnerei mit aus den Niederlanden importierten Schafen wegen des Verdachts auf Maul- und Klauenseuche (MKS) gesperrt worden.

Der nun gesperrte Hof liegt rund sechs Kilometer von der Gärtnerei in Krofdorf-Gleiberg entfernt. Ein Tier, an dem die Symptome festgestellt wurden, sei vor zehn Tagen auf dem betroffenen Hof in Biebertal gewesen. Die Tiere sollen getötet werden. Erste Testergebnisse werden noch heute erwartet.

Links zum Thema Maul-und Klauenseuche.

BSE-Schnelltest im Internet

Themen: Archiv — info @ 09:04

Zürich (agrar.de) – Landwirte und Tierärzte können Rinder jetzt mit Hilfe eines Online-Schnelltests auf BSE-Symptome hin überprüfen.

Ein vollständiger klinischer Untersuchungsgang wurde mit entsprechenden Videosequenzen dokumentiert. Es können Kurzfilme zu verschiedenen Verhaltensmustern gesunder und erkrankter Kühe betrachtet und allgemeine Informationen zur Untersuchung abgerufen werden. Der Test wurde von der Universität Zürich im Auftrag des Schweizer Bundesamtes für Veterinärwesen (BEVT) entwickelt.

Mit dem sechsten Fall in Schleswig-Holstein und dem ersten in Hessen ist die Zahl der BSE-Fälle in Deutschland auf 54 angestiegen.

Links zum Thema BSE.

BMVEL fördert Messebeteiligungen des ökologischen Landbaus

Themen: Archiv — info @ 09:04

Berlin (agrar.de) – Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) fördert in diesem Jahr erstmals die Teilnahme von Betrieben des ökologischen Landbaus an Internationalen Messen für Lebensmittel und Naturwaren.

Mit der Anuga/anuga spezial (13. bis 17. Oktober 2001) und der BioFach Japan (13. bis 15. Dezember 2001) wurden zwei internationale Leitmessen in das Messeprogramm des Ministeriums aufgenommen, um kleine und mittelständische Unternehmen des ökologischen Landbaus bei der Erschließung schwieriger internationaler Märkte zu unterstützen.

Betriebe, die deutsche Erzeugnisse gemäß den Vorschriften der EWG-Verordnung 2092/91 über der ökologischen Landbau anbieten, können im Rahmen der BMVEL-Beteiligung an der anuga spezial im Oktober 2001 teilnehmen. Wegen der begrenzten Ausstellungsfläche werden Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Einganges bei der Durchführungsgesellschaft KölnMesse International (KMI) berücksichtigt. Über Einzelheiten informiert Frau I. Pittscheidt, KMI, (Tel. 0221/821-2093, Fax: 0221/821-2092, e-mail: i.pittscheidt@kmi.koelnmesse.de)

Bei der BioFach Japan in Tokio erfolgt eine Förderung nur für deutsche Erzeugnisse, die den spezifischen Zulassungskriterien des Veranstalters entsprechen. Betriebe, die an einer Beteiligung am BMVEL-Gemeinschaftsstand anlässlich der BioFach Japan interessiert sind, erhalten Informationen bei Frau A. S. Becker, Nürnberg Global Fairs (Tel. 0911/8606-696, Fax: 0911/8606-694, e-mail: a.becker@nuernbergglobalfairs.com).

Weitere Informationen zum Messeprogramm sind auf der Homepage des Ministeriums abrufbar.

Links zum Thema Bio-Landbau

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