18. April 2001

Elbtalaue: Verstärkte Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz erforderlich

Themen: Archiv — info @ 12:04

Bleckede/Hannover (agrar.de) – Eine verstärkte Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz, größeres Verständnis für die Positionen der jeweils anderen Seite und die Bereitschaft, auch neue, bislang unbekannte Wege bei der nachhaltigen Entwicklung der Region zu gehen – das sind nach den Worten von Friederike Witte, Staatssekretärin im Niedersächsischen Umweltministerium, die wichtigsten Garanten für den Erfolg eines künftigen Biosphärenreservates Elbtalaue.

Zum Auftakt einer zweitägigen Fachtagung in Bleckede, auf der die Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsvorhabens ‚Leitbilder des Naturschutzes und deren Umsetzung mit der Landwirtschaft‘ vorgestellt und diskutiert werden, sagte Witte in ihrer Eröffnungsrede: ‚Landwirtschaft und Naturschutz müssen sich immer wieder aufs Neue zusammensetzen, etwaige Widersprüche und Unvereinbarkeiten offen diskutieren und zur Konfliktlösung gemeinsam bereit sein. Nur so lassen sich die großen Potentiale der Region optimal ausschöpfen – zu beiderseitigem Nutzen.‘

Ziel des Projektes, das mit Mitteln des Bundesforschungsministeriums über drei Jahre durchgeführt und von der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz koordiniert worden ist, war es, Wege und Realisierungschancen einer nachhaltigen Landnutzung im Elbetal zu untersuchen und neue Ansätze für das Zusammenwirken zwischen Landwirtschaft und Naturschutz aufzuzeigen.

Das Elbetal zwischen Schnackenburg und Lauenburg sei ein ländlich strukturierter Raum, in dem Bauern mit ihren Familien rund 320 Haupt- und 290 Nebenerwerbsbetriebe bewirtschafteten, führte die Staatssekretärin weiter aus. Sie erhielten die Werte und Funktionen der elbtaltypischen Dörfer. Und sie prägten mit der Bewirtschaftung nicht nur das Bild der Landschaft, sondern auch die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt. Gleichzeitig sei die Region Teil einer in Mitteleuropa einzigartigen naturnahen Stromlandschaft, die noch weitgehend vom natürlichen Hochwassergeschehen beeinflusst werde. Diese Landschaft zeichne sich durch eine Vielfalt stromtaltypischer Standorte, Lebensräume, Lebensgemeinschaften sowie Pflanzen- und Tierarten aus. Sie sei von besonderer Eigenart und Schönheit, ihre hochgradige Schutzbedürftigkeit unbestritten.

‚Mit dem geplanten Biosphärenreservat soll jetzt eine auf das Miteinander von Mensch und Natur ausgerichtete einheitliche Erhaltung und Entwicklung des Gebietes mit seinen landschaftlichen, kulturellen, sozialen und ökonomischen Werten und Funktionen eingeleitet werden‘, so Witte. ‚Konkret heißt das: Förderung der nachhaltigen Raumnutzung, Schutz von Natur und Landschaft, gebietsbezogene Forschung und Information.‘

Alle Beteiligten müssten zum Umdenken bereit sein, forderte die Staatssekrtetärin. Hierzu gehöre es auch, bei der Landwirtschaft das Bewusstsein für die Gesamtbelange der Region und die Multifunktionalität des Raumes weiter zu stärken. Auch werde es notwendig sein, dass die Betriebe neue Einkommensquellen erschließen – etwa durch touristische Angebote. Eine größere Rücksichtnahme auf die Belange des Naturschutzes, der Wasserwirtschaft und anderer umweltrelevanter Aspekte müsse zur Selbstverständlichkeit werden. Es stelle sich zum Beispiel die Frage, ob Ackerflächen im engeren Überschwemmungsbereich der Elbe der guten fachlichen Praxis entsprächen.

Der Naturschutz seinerseits müsse aktiv mithelfen, eine natur- und umweltverträgliche Landwirtschaft im Elbetal zu unterstützen und zu festigen. Die Verwaltung des künftigen Biosphärenreservates solle sich auch als kompetenter Ansprechpartner für die Landwirte etablieren. Und selbstverständlich müßten Finanzmittel verfügbar sein, um Erschwernisse durch notwendige Regelungen abzugelten, auf breiter Basis Vertragsnaturschutz anbieten zu können und besondere Anreize zu schaffen – etwa für neue Wirtschafts-, Kooperations- oder Vermarktungsmodelle.

‚Dass das Land hier das Seine tut, lässt sich an den Mitteln erkennen, die alljährlich als Erschwernisausgleich oder für den Vertragsnaturschutz bereitgestellt werden. Im Jahre 2000 waren dies rund 460.000.- Mark für Erschwernisausgleichs-Zahlungen und 400.000.- Mark für den Vertragsnaturschutz auf Dauergrünland. Für Verträge und sonstige Maßnahmen nach dem Weißstorchprogramm wurden der Schutzgebietsverwaltung Elbetal 1,23 Millionen Mark zur Verfügung gestellt. Auf Basis des Programms zur Sicherung von Nahrungsgrundlagen für nordische Gastvögel sind – ohne Einrechnung der EU-Kofinanzierungsmittel – 630.000.- Mark verausgabt worden. Zusammen ergibt dies einen Betrag von rund 2,7 Millionen Mark, der aus dem Naturschutzhaushalt den Landwirten zugute kommt‘, erläuterte Witte.

Mit dem Programm zur Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes, PROLAND Niedersachsen, und den darauf aufbauenden Förderrichtlinien sei jetzt ein umfangreiches Instrumentarium an Fördermaßnahmen entwickelt worden, das zudem in besonderer Weise Biosphärenreservate berücksichtige.

Links zum Thema Landschaft und Natur.

Neue Theorie: BSE aus dem Safaripark?

Themen: Archiv — info @ 09:04

Wellington (agrar.de) – Für die Entstehung von BSE gibt es eine neue Theorie: Eine afrikanische Antilope ist nach Ansicht von neuseeländischen Wissenschaftlern möglicherweise für die Rinderkrankheit BSE in Großbritannien verantwortlich. Die ersten BSE-Fälle seien in einer Gegend in Großbritannien aufgetaucht, in der in den siebziger Jahren die Antilope in einem Safaripark gelebt habe, sagte der Epidemie-Spezialist Roger Morris der Nachrichtenagentur AFP.

Die vorliegenden Belege für ein entsprechendes Szenario passten in die tatsächliche Entwicklung der Rinderseuche in Großbritannien. Zudem seien mehrere Arten der afrikanischen Tiere für BSE anfällig. Für einen wissenschaftlichen Beweis fehle jedoch noch ein Hinweis auf die Krankheit in der afrikanischen Steppe, betonte Morris.

Der Nachweis einer Verbindung sei schwierig, weil die Art der Antilope in dem Freizeitpark unbekannt sei, fügte Morris hinzu. In der Wildnis erkrankte Tiere würden außerdem meist von Löwen gefressen, die ihrerseits an einer Form der Seuche erkranken könnten. Die Ansteckungsrate sei jedoch unter Steppenbedingungen nicht sehr hoch, so dass die Krankheit dort als Regulierung für die Größe von Tierpopulationen fungiere, erklärte Morris.

Die BSE-Epidemie in Großbritannien habe wahrscheinliches damit begonnen, dass die Überreste der erkrankten und verstorbenen Antilope zwischen 1975 und 1977 an Rinderbestände im Südwesten Englands verfüttert worden seien.

Links zum Thema BSE.

17. April 2001

Biogasanlagen: fensterlose Ställe mit Millionen kleiner Nutztiere

Themen: Biogas,Energie,NaWaRos — info @ 16:04

(agrar.de) – Bis zu 0,20 DM Vergütung für jede kWh Strom aus Biogasanlagen, gestiegene Energiepreise und technisch verbesserte Anlagen wecken verstärkt das Interesse von Landwirten und energieintensiven Gartenbaubetrieben.

Anlagenbetreuung erfordert Spezialwissen

Biogasanlagen benötigen eine optimale Betreuung. Biogasanlagen-Betreiber betreiben sozusagen fensterlose Ställe mit Millionen mikroskopisch kleiner Nutztiere, die tagtäglich gefüttert und beobachtet werden müssen.

Biogasanlagen, die ausschließlich mit dem Grundsubstrat Gülle betrieben werden, werden heute nur noch selten geplant. Dadurch dass durch die Zugabe von anderen organischen Stoffen oder nachwachsenden Rohstoffen die Gasausbeute und damit die Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlage erheblich gesteigert werden kann, wird zumindest bei der Planung heutiger Anlagen die Möglichkeit zur Kofermentation berücksichtigt.

Durch die Kofermentation lassen sich die Gasleistungen einer Biogasanlage gegenüber reiner Gülle erheblich steigern, ohne dass das Speichervolumen in den sogenannten Faulbehältern (Fermentern) erhöht werden muss. Bei der Entscheidung eine Biogasanlage mit Kofermentaten zu errichten oder zu betreiben, müssen neben den gültigen Gesetzen und Verordnungen:

– Baugesetzbuch des Bundes und der Länder – Länderverordnungen über dezentrale Abwasserreinigung – Tierkörperbeseitigungsgesetz, Futtermittelgesetz, Viehverkehrsverordnung – Bundes-Immissionsschutzgesetz – Verordnung über genehmigungsfähige Anlagen – Düngemittelgesetz – Düngeverordnung – Düngemittelverordnung – Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz – Mineralölsteuergesetz mit Durchführungsverordnung

auch die Einflüsse der Kofermentate auf die Eigenschaften, insbesondere die Fließeigenschaften des Grundsubstrats Gülle berücksichtigt werden. Der Zusatz von Kofermentaten verändert die Zusammensetzung des Gärsubstrats in Bezug auf Trockensubstanzgehalt, Nährstoff- und Schadstoffgehalt.

Zusätzliche Arbeitszeit von ca. 30 min/Tag ist beim Einsatz von Kosubstraten trotz aller Automatisierung als Minimum einzuplanen. Interesse, etwas Spezialwissen und technisches Verständnis tragen zur Erhöhung der Produktivität bei. Wichtig für ein positives Betriebsergebnis ist stets, daß:

– Die Investitionskosten für den Betreiber deutlich unter 1000 DM/m³ Fermentervolumen gehalten werden können, – möglichst viel Abwärme genutzt werden kann, – zuverlässige Technik zu geringen Ausfall- und Reparaturkosten beiträgt, – moderne BHKWs mit gutem elektrischem Wirkungsgrad für hohe Stromausbeute sorgen.

Chancen für Gemeinschaftsanlagen

Die Weiterentwicklung dieser umweltfreundlichen Technologie ist in vollem Gange. Verbreitung als Einzelanlage wird sie auf viehstarken Bauernhöfen und in energieintensiven Unterglasbetrieben finden, wenn ausgereifte Technik preisgünstig angeboten wird. Der Anlagenbetreiber hat aber noch einen erheblichen Einfluß auf die Leistungen der Anlage. Er kann durch gute Betreuung die Lebensbedingungen für die Bakterien optimieren und hohe Gasleistungen bewirken. Die betriebsspezifische Anlagenanpassung erfordert eine exakte Auslegung. Sie sollte die Betriebsentwicklung berücksichtigen.

Eine Alternative zu den Einzelanlagen sind Gemeinschaftsanlagen. Die Technik kann dort weiter optimiert werden. Da aber erhebliche Transportkosten anfallen, ist eine möglichst vollständige Wärmenutzung und/oder der Einsatz gasreicher, entsorgungspflichtiger Reststoffe erforderlich um die Anlagen rentabel betreiben zu können.

Information: GABOT / agrar-energie

Links zum Thema Biogas.

BFAV: Bei Tiermehlverbrennung Bedingungen einhalten

Themen: Archiv — info @ 14:04

Berlin (agrar.de) – Nach Auffassung der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (BFAV)ist die Verbrennung von Tiermehl sicher, wenn mindestens die für Müllverbrennungsanlagen geltende Mindesttemperatur von 850 Grad Celsius, die Verweilzeit von mindestens zwei Sekunden, der Mindestvolumengehalt von 6 Prozent Sauerstoff sowie die Emissionsgrenzwerte und die ergänzenden Schutzmaßnahmen für Staub erfüllt sind. Im Staub und in der Schlacke dürften keine Proteine mehr nachweisbar sein, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (14/5849) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Bei einer Gesamtkapazität aller Müllverbrennungsanlagen von etwa 14 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr könnten bei einer Mitverbrennung von 5 Prozent Tiermehl etwa 700.000 Tonnen Tiermehl jährlich verbrannt werden. Sonderabfallverbrennungsanlagen hätten derzeit freie Kapazitäten von rund 40.000 Tonnen jährlich für die Annahme von Tiermehl. In Kohlekraftwerken könnten rund 300.000 Tonnen Tiermehl mitverbrannt werden.

Aus der Zementindustrie würden verfügbare Behandlungskapazitäten für die Verbrennung von Tiermehl von 300.000 bis 400.000 Tonnen pro Jahr genannt. Insgesamt sei somit von etwa 1,35 bis 1,45 Millionen Tonnen an Verbrennungskapazitäten auszugehen, denen eine zu beseitigende Menge an Tiermehl und Tierfett von derzeit rund 1,1 Millionen Tonnen gegenüberstehe. Zur Verbrennung von Tiermehl und Tierfetten seien nach derzeitiger Kenntnis vor allem Hausmüllverbrennungsanlagen, Sonderabfallverbrennungsanlagen, Steinkohlekraftwerke und Zementwerke geeignet.

Hinweise zu den Anforderungen an Emissionen, Rückstände und Produkte sowie Verweise auf arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen enthalte der Bericht über ‚technische Anforderungen und allgemeine Empfehlungen für die Entsorgung von Tiermehl und Tierfett in Verbrennungsanlagen‘, der Behörden, Anlagenbetreibern sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung stehe.

Die in Verbrennungsanlagen eingesetzten Tiermehle würden in Tierkörperbeseitigungsanstalten hergestellt und mit mindestens 850 Grad Celsius verbrannt. Nach derzeitiger Kenntnis könne daher davon ausgegangen werden, dass die Eiweiße und damit die Prionen vernichtet werden. Einer Verwendung von Verbrennungsrückständen als „Bauzuschlagsstoffe“ stehe daher nicht entgegen.

Die Tierkörperbeseitigungsanstalten-Verordnung schließe die Verwendung von Tierfett als Grundstoff für die Biodieselproduktion nicht aus, heißt es in der Antwort weiter. Allerdings sollte Tierfett, das aus Risikomaterial von Wiederkäuern hergestellt worden sei, nicht für die Biodieselproduktion verwendet werden.

Tiermehle und Tierfette, die in Tierkörperbeseitigungsanstalten und Spezialbetrieben hergestellt würden, könnten nicht mehr als Bestandteile von Futtermitteln verkauft werden, so die Regierung. Dies führe zu Erlösausfällen und Entsorgungskosten von derzeit 750 DM pro Tonne.

Die Regierung teilt ferner mit, im Entwurf der Biomasse-Verordnung (Biomasse V) sei vorgesehen, Energieträger pflanzlichen und tierischen Ursprungs als Biomasse zuzulassen als Voraussetzung für die Vergütung des erzeugten Stroms nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Damit würden auch Schlachtabfälle und daraus gewonnene Produkte erfasst, auch Tiermehle und -fette. Ausgenommen seien Tierkörper, Tierkörperteile und Erzeugnisse tierischen Ursprungs, die in Tierkörperbeseitigungsanstalten entsorgt werden müssen. Insgesamt würden mit dieser Regelung neue Möglichkeiten für innovative Verfahren zur breiteren Nutzung von Biomasse auch tierischen Ursprungs eröffnet.

Der saarländische Umwelt-Staatssekretär Rainer Grün hatte am 12.04. die Saar Energie GmbH per Telefax aufgefordert, die Mitverbrennung von Tiermehl im Kraftwerk Weiher III vorläufig auszusetzen. Anlass dafür waren Probleme, die nach Meinung des Umweltministerium bei der Mitverbrennung von Tiermehl im Kraftwerk aufgetreten sind.

Tiermehlverbrennung in thermischen Anlagen und die Biomasseverordnung werden auch im Rahmen des 13. Kasseler Abfallforums vom 24. bis 26. April thematisiert werden.

Internet-Chat mit EU-Umweltkommissarin Margot Wallström

Themen: Archiv — info @ 10:04

Brüssel/Berlin (agrar.de) – Im Rahmen des Konferenz- und Ausstellungsprogramms der von der Generaldirektion Umwelt veranstalteten ‚Green Week‚ lädt EU-Umweltkommissarin Margot Wallström alle Bürger, die sich für die heutige und künftige EU-Umweltpolitik und die Umweltmaßnahmen der EU interessieren, zu einem Internet-Chat über das ‚Sechste Umweltaktionsprogramm‚ (Titel: Environment 2010: Our Future, Our Choice) der Europäischen Kommission ein.

Die Leitungen werden am 24. April 2001 von 18-20 Uhr (MEZ) in allen 11 Amtssprachen geschaltet sein. Fragen können der Kommissarin bereits vorab mit Hilfe eines Formulars gestellt werden.

Links zum Thema %url4%Europa%/%.

14. April 2001

Zahl der Ökobetriebe in der EU hat zugenommen

Themen: Archiv — info @ 12:04

Bonn (agrar.de) – Die Zahl der ökologischen Betriebe in der Europäischen Union (EU) hat sich von 1997 bis 1998 um 42.704 oder rund 75 Prozent auf 99.404 (56.700) erhöht, teilt das Bundesverbraucherschutzministerium (BMVEL) mit. In der EU (ohne Niederlande) wurde 1998 nach Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften (EUROSTAT) damit von 1,4 Prozent aller rund 6.872.000 landwirtschaftlichen Betriebe ökologischer Landbau betrieben. Die Ökobetriebe wirtschafteten auf einer Fläche von etwa 2,3 Millionen Hektar; das waren fast zwei Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche von rund 126.680.000 Hektar.

Fast 40 Prozent aller ökologischen Betriebe der EU sind in Italien. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dort die durchschnittliche Betriebsgröße deutlich kleiner ist als in den meisten anderen EU-Ländern. In Österreich, wo die durchschnittliche Betriebsgröße knapp unter dem EU-Durchschnitt liegt, befinden sich 20 Prozent der ökologischen Betriebe der EU, gefolgt von Deutschland mit etwa neun Prozent und Spanien mit rund sieben Prozent.

Italien verfügt über 25 Prozent der ökologisch bewirtschafteten Fläche in der EU, gefolgt von Deutschland mit etwa 20 Prozent, Österreich mit etwa 13 Prozent und Spanien mit etwa 12 Prozent. Auf diese vier Länder entfallen fast 70 Prozent der gesamten ökologisch bewirtschafteten Fläche in der EU, aber nur 48 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche (LF). Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der gesamten LF ist in Österreich mit 8,4 Prozent am größten. Es folgen Finnland (5,4 Prozent), Schweden (4,1 Prozent), Italien (3,9 Prozent), Dänemark (3,5 Prozent) und Deutschland (2,4 Prozent). In den meisten anderen Mitgliedstaaten liegen die Werte unter einem Prozent, während der EU-Durchschnitt – ohne die Niederlande – 1,8 Prozent beträgt.

Links zum Thema Bio-Landbau.

13. April 2001

Importe von Klauentieren und deren Schlachterzeugnissen deutlich höher als Exporte

Themen: Archiv,MKS — info @ 11:04

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2000 für 3,9 Mrd. DM (1999: 4,2 Mrd. DM) lebende Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe und deren genießbare Schlachterzeugnisse exportiert und für knapp 5 Mrd. DM (1999: 5,2 Mrd. DM) importiert. Diese Tierarten sind durch die Maul- und Klauenseuche gefährdet.

Insgesamt wurden im Jahr 2000 rund 1,8 Mill. lebende Klauentiere im Wert von 699 Mill. DM exportiert. Hinzu kamen 831.000 Tonnen Fleisch und genießbare Schlachtnebenerzeugnisse im Wert von 3,2 Mrd. DM. Bei den lebenden Tieren machten Rinder 74 Prozent des Exportwerts aus, Schweine 24 Prozent und Ziegen und Schafe knapp 2 Prozent. Beim Fleisch und den genießbaren Schlachtnebenerzeugnissen haben die Rindfleischprodukte mit 58 Prozent den größten Anteil am Wert der Ausfuhr, während Schweinefleischprodukte einen Anteil von 41 Prozent erzielten und die genießbaren Produkte von Schaf und Ziege nur etwas mehr als 1 Prozent des Exportwerts ausmachten.

Gemessen am Wert ging der größte Teil (74 Prozent) der lebenden Tiere in die Staaten der EU; innerhalb der EU waren die Niederlande mit einem Anteil von 26 Prozent an der gesamten Ausfuhr der Hauptimporteur von Klauentieren aus Deutschland. Der größte Importeur von lebenden Tieren außerhalb der EU war mit 8,6 Prozent des Exportwerts Ägypten. Bei den Exporten von Fleisch und sonstigen genießbaren Schlachtnebenerzeugnissen war ebenfalls die EU mit 83 Prozent der größte Abnehmer, wichtigster Importeur innerhalb der EU war Italien (29 Prozent). Außerhalb der EU war Russland mit einem Anteil von 7,3 Prozent der größte Abnehmer von Fleischprodukten.

Auf der Einfuhrseite sind die EU-Partnerländer Deutschlands wichtigste Handelspartner auf diesem Markt. So kamen im Jahr 2000 über 99 Prozent der eingeführten lebenden Schweine aus der EU; nahezu zwei Drittel davon aus den Niederlanden. Auch bei den eingeführten Schlachterzeugnissen dominieren die EU-Partnerländer; wichtigstes außereuropäisches Herkunftsland ist Argentinien, aus dem fast ein Drittel der eingeführten Schlachterzeugnisse von Rindern kommt.

Links zum Thema Marktinformationen.

12. April 2001

Grüne Multimedia-CD: Per Mausklick durch Ställe und über Äcker

Themen: Archiv — info @ 15:04

Bonn (agrar.de) – Ein virtueller Bauernhof mit Rinder-, Schweine- und Hühnerhaltung sowie Ackerbau steht im Mittelpunkt der neuen CD-ROM ‚Den Bauernhof erleben – Landwirtschaft zum Anklicken‘.

Rundum-Panoramen, Orginalgeräusche, Infoseiten, ein Lexikon und ein Quiz-Spiel sorgen für ein unterhaltsames Erlebnis. ‚Wir wollen damit möglichst vielen Menschen Einblick in das Leben und Arbeiten unserer bäuerlichen Familien geben‘, betont Gerd Sonnleitner, DBV-Präsident und Vorsitzender der herausgebenden Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL).

Virtuelle Entdeckungsreise fasziniert

Wir alle genießen zwar die Erzeugnisse der heimischen Landwirtschaft, doch wer weiß schon, wo Brot und Schnitzel wachsen, wie moderner Pflanzenbau funktioniert oder wie Nutztiere gehalten werden? Darüber informieren u.a. die Rundum-Panoramen: Durch den Einsatz einer speziellen Technik ist der ‚Hofbesucher‘ in der Lage, sich durch Ställe und Landschaften ‚zu bewegen‘. Nach Lust und Laune kann man sich wie bei einem Tag der offenen Tür auf dem Hof umsehen und die besonders interessanten Bereiche genauer erkunden.

Interaktives Quiz-Spiel

Spannende Unterhaltung ist angesagt: Das originelle interaktive Quiz-Spiel mit vielen kniffligen Fragen lädt zum Mitmachen ein. Moderator Professor Q.Mist lockt jeden Mitspieler aus der Reserve: Wieviel Futter braucht eine Milchkuh pro Tag oder wie alt wird ein Regenwum? Ein besonderes Schmankerl im Abspann ist der hitverdächtige O.-Mist-Rap: Der Professor macht es hier den Größen im Musikgeschäft nach und rapt sein ‚Q-Q-Q-Mist‘ zum eingängigen Bassrhythmus.

Illustriertes Lexikon

Eine wahre Fundgrube ist das ‚Lexikon der Landwirtschaft‘, das nahezu 1.000 größtenteils illustrierte Begriffe umfasst. Diejenigen, die beim virtuellen Rundgang ihren Wissensdurst noch nicht gestillt haben, kommen hier ebenso voll auf ihre Kosten wie Nutzer, die bei Fachbegriffen nur noch Bahnhof verstehen. In Sekundenschnelle erfahren Wissbegierige alles über moderne Mähdrescher, die von satellitengestützten Navigationssystemen ‚ferngesteuert‘ werden, oder was Kratzbürsten im Kuhstall zu suchen haben.

Digital-geruchsneutral

Die zum Mitmachen und Mitdenken anregende CD-ROM ermöglicht eine spielerische erste Annäherung an landwirtschaftliche Themen. Sie bietet aber auch ‚Fortgeschrittenen‘ reichlich Information. Darüber hinaus hat sie weitere Vorteile: Der virtuelle Bauernhof kann bei jedem Wetter vom eigenen PC aus erforscht werden und der Besuch bei Schwein und Co. ist garantiert geruchsneutral!

Die CD-ROM ‚Den Bauernhof erleben – Landwirtschaft zum Anklicken‘ ist zum Einzelpreis von 15 DM incl. MwSt. zzgl. Versandkosten erhältlich. Schriftliche Bestellungen an die FIL GmbH, Konstantinstraße 90, 53179 Bonn, Fax: 0228-9799340

Gentechnik: KWS bringt neue Maissorte zunächst nicht auf den Markt

Themen: Archiv — info @ 11:04

Einbeck (agrar.de) – Das Saatgut-Unternehmen KWS will seinen gentechnisch veränderten Mais ‚Artuis‘ zunächst nicht auf den Markt bringen.

KWS liege zurzeit weder eine offizielle Zulassung noch ein Termin für die noch ausstehende Verhandlung zur Zulassung der herbizidtoleranten Maissorte vor. Das für die Zulassung zuständige Bundessortenamt habe hierzu bisher keine Entscheidung mitgeteilt.

Im Falle einer Zulassung beabsichtigt KWS gegenwärtig nicht, Saatgut dieser Sorte zu vermarkten. ‚Die breite Öffentlichkeit hat aus unterschiedlichen Gründen noch kein Vertrauen zu gentechnisch veränderten Produkten‘, teilte das Unternehmen mit. Mit dem Verzicht wolle KWS dazu beitragen, die ‚Vertrauensgrundlage für die neuen Produkte zu verbssern‘.

‚Artuis‘ solle zunächst nur zu Forschungszwecken und im Rahmen der geplanten Regierungsinitiative ‚Grüne Gentechnik‘ eingesetzt werden.

Links zum Thema Biotechnologie.

11. April 2001

BSE: Bisher 7.000 Rinder getötet

Themen: Archiv — info @ 13:04

Berlin (agrar.de) – Nach Angaben der Bundesregierung wurden bei 49 BSE-Fällen in Deutschland bis zum 23. März insgesamt 7.007 Rinder getötet. Wie sie in ihrer Antwort (14/5863) auf eine Kleine Anfrage der PDS-Fraktion weiter mitteilt, wurde im Rahmen der Untersuchung der getöteten Tiere bei zwei weiteren Rindern BSE festgestellt.

Diese beiden Sekundärfälle seien jeweils der Geburtskohorte der ursprünglich BSE-positiven Rinder zuzuordnen gewesen. Nach Informationen der Bundesländer seien, so die Regierung, im Januar und Februar dieses Jahres bei 223.675 geschlachteten, 38.431 verendeten, sieben auffälligen und 145.705 Rindern über 30 Monate BSE-Tests durchgeführt worden. Dabei habe es bei den über 30 Monate alten Tieren 32 BSE-Fälle gegeben, bei denen von über 24 bis unter 30 Monate alten lediglich zwei. Aus der Antwort geht weiter hervor, dass von den 49 BSE-positiven Tieren 30 aus dem Geburtsjahrgang 1996 stammen.

Zu den wirtschaftlichen Verlusten erklärt die Regierung, grundsätzlich werde nach den Vorschriften des Tierseuchengesetzes eine Entschädigung unter anderem für solche Tiere geleistet, die auf behördliche Anordnung getötet werden. Diese betrage bei Rindern maximal 6.000 DM. Wirtschaftliche Folgeverluste würden über diese Regelungen nicht abgedeckt, könnten jedoch privat abgesichert werden.

Links zum Thema BSE.

Seiten: << 1 2 3 4 5 6 7 >>



   (c)1997-2017 @grar.de