26. April 2001

DBU: 117 Millionen Mark in die Förderung regenerativer Energien investiert

Themen: Archiv — info @ 10:04

Osnabrück (agrar.de) – Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) will auch zukünftig den Ausbau alternativer Energieformen aktiv vorantreiben.

‚Die Katastrophe in Tschernobyl vor 15 Jahren hat es schmerzhaft bewusst gemacht: Für eine sichere und umweltbewusste Zukunft müssen regenerative Energien stärker berücksichtigt werden‘, sagt Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück. Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren habe die DBU ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von erneuerbaren Energien gelegt. ‚Mit einer Summe von 117 Millionen Mark für weit über 500 Projekte haben wir dazu beigetragen, die Akzeptanz von Sonne, Wind, Wasser und Biomasse zu erhöhen‘, betonte Brickwedde.

‚Zwar stellen erneuerbare Energien heute sehr oft noch ein Zuschussgeschäft dar. Doch angesichts der unbestreitbaren Endlichkeit herkömmlicher Energiequellen wie Öl, Gas und Kohle, die zudem die Umwelt belasten, muss eine Umorientierung auf dem Energiesektor stattfinden‘, macht Brickwedde deutlich. Unter normalen Wettbewerbsbedingungen hätte sich auch Atomstrom nie durchsetzen können. Es seien hier massive staatliche Subventionen und Steuerbegünstigungen nötig gewesen, um die heutige Position zu erreichen. Ähnliches müsse nun auch zugunsten der regenerativen Energien geschehen. Die DBU setze daher hier nicht nur auf einzelne, vorbildhafte Projekte, sondern bemühe sich auch um Initiativen mit größtmöglicher Öffentlichkeitswirkung.

So stoße die Initiative ‚Kirchengemeinden für die Sonnenenergie‘ auf beispielloses Interesse. Hier mache sich die DBU bewusst die Vorbildwirkung der Kirchen für eine bessere Akzeptanz der Sonnenergie zunutze, indem sie den Bau von Solaranlagen auf den Dächern kirchlicher Gebäude fördere. ‚Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf einer guten Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinden, die bei dieser Initiative Voraussetzung für eine Unterstützung ist‘, hebt Brickwedde hervor. Das Kuratorium der Stiftung habe daher beschlossen, auf das überwältigende Echo zu reagieren und die Fördersumme auf 20 Millionen Mark für rund 600 Kirchengemeinden zu verdoppeln.

Die verschiedenen Arten der Nutzung von Sonnenenergie stellten einen Schwerpunkt in der Arbeit der Stiftung dar: Für mehr als 300 Projekte habe man hier über 35 Millionen Mark zur Verfügung gestellt. Doch auch bei der Biomasse-Nutzung, Wasserkraft und Windenergie seien mit knapp 150 Projekten und 65 Millionen Mark Fördersumme viele innovative Ideen unterstützt worden.

Besonders vorbildhaft für die Nutzung erneuerbarer Energien sei die energieökologische Modellstadt Ostritz-St. Marienthal in Sachsen. Dieser Stadt sei es mithilfe der DBU gelungen, die Aufbruchstimmung nach der Wiedervereinigung zu nutzen und ihren Energiehaushalt völlig auf lokale, erneuerbare Energien umzustellen: Biomasse, Wasser, Wind und Sonne. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt habe das herausragende Gesamtkonzept im Rahmen zahlreicher Einzelprojekte mit mehr als 22 Millionen Mark gefördert. Dazu gehört auch die Bildungsstätte im Gebäude des Zisterzienserinnenklosters St. Marienthal. Durch dieses Internationale Begegnungszentrum werde insbesondere auch die umweltbezogene, grenzüberschreitende Zusammenarbeit in die Nachbarländer unterstützt.

Modelle, die die verschiedenen Möglichkeiten zur Erzeugung von erneuerbaren Energien optimal kombinierten, seien für ihre breite Akzeptanz besonders wichtig. Initiativen wie der mittlerweile bundesweite ‚Tag der erneuerbaren Energien‘, der anlässlich des zehnten Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl von der Stadt Oederan (Sachsen) ins Leben gerufen wurde, stellten weitere wichtige Pfeiler für eine Verbreitung von alternativen Energien dar. ‚Im letzten Jahr haben wir Oederan als Anerkennung einen der Hauptpreise in unserem TAT-Orte-Wettbewerb verliehen‘, erläutert Brickwedde. Dieser Wettbewerb prämierte vorbildliche Umweltideen und -taten kleinerer Gemeinden und Initiativen, um durch diese einen Nachahmungseffekt zu erzeugen. Die Idee des ‚Tages der Erneuerbaren Energien‘ sowie die umfangreiche Nutzung erneuerbarer Energien in Oederan habe hierbei mit den Ausschlag für die Auszeichnung gegeben.

Auch bei dem seit 1993 jährlich verliehenen Deutschen Umweltpreis habe die DBU immer wieder die Arbeit von Pionieren im Bereich der Klimaforschung und des Klimaschutzes honoriert: ‚Einer unserer ersten Preisträger war 1993 die Firma Foron, die den ersten FCKW- und FKW-freien Kühlschrank entwickelte und damit erheblich zu einer Verringerung der ozonschädigenden Gase beigetragen hat‘, sagt Brickwedde. Es folgten die Klimaforscher Dr. Frank Arnold und Professor Dr. Dr. h. c. mult. Paul J. Crutzen, der ein Jahr später den Nobelpreis für Chemie erhalten habe. Die Firma INTEGRAL habe den Umweltpreis 1997 für ihre innovative Kältetechnik, die auf Wasser statt auf giftigen oder ozonschädigenden Substanzen basiere, erhalten. 1998 sei der Preis Georg Salvamoser verliehen worden, der ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel hohe persönliche Risiken in Kauf genommen habe, um ein mittelständisches Unternehmen in der Photovoltaikbranche aufzubauen und im Bereich der erneuerbaren Energien zu einer Trendwende in Deutschland beizutragen. Im letzten Jahr habe man mit Aloys Wobben einen der Pioniere der Windenergie ausgezeichnet.

‚Man muss der Bevölkerung vermitteln, dass neben den nicht von der Hand zu weisenden ökologischen Faktoren regenerative Energien auch ökonomische Vorteile bieten‘, sagt Brickwedde. So seien bereits 70.000 Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien entstanden; bis 2020 rechne man mit weiteren 200.000. Deutschland übernehme zurzeit bei den Industrienationen eine Vorbildfunktion: 50 Prozent des in der gesamten EU erzeugten Stroms aus Windkraft würden hier erzeugt. ‚Diese Vorreiterrolle wollen auch wir zukünftig stützen‘, betont Brickwedde.

Information: Franz-Georg Elpers, An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, Tel.: 0541-9633-521, Fax: 0541-9633-198, E-Mail

Links zum Thema Energie.

24. April 2001

Ökolandbau in Thüringen

Themen: Archiv — info @ 15:04

Erfurt (agrar.de) – Das Interesse am Ökolandbau und die Nachfrage nach Produkten aus dieser besonders umweltverträglichen Erzeugung sind stark angestiegen. Um dieser großen Nachfrage der Verbraucher gerecht werden zu können, müssen mehr Betriebe für die Umstellung auf die ökologische Produktion gewonnen werden. Thüringen bietet dafür nach einer Meldung des Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) günstige Bedingungen.

Bereits im Zuge der Neugestaltung des Thüringer ‚KULAP-Programms‚ hat die Landesregierung die Fördermodalitäten für den ökologischen Landbau für die Periode 2000-2006 bereits vor der Diskussion um eine Neuausrichtung der Agrarpolitik in Deutschland weiterentwickelt und verbessert. So erhalten schon seit Beginn des Jahres 2000 die Betriebe, die auf den ökologischen Landbau umstellen wollen, einen erhöhten Fördersatz.

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Thüringen ist in den letzten 10 Jahren kontinuierlich gewachsen. Im Jahr 2000 wirtschafteten 183 Landwirtschaftsbetriebe nach den Kriterien der EU-Öko-Verordnung. Das sind 19 landwirtschaftliche Unternehmen mehr als 1999.

Mit einem Anteil von 2,1 Prozent an der landwirtschaftlich genutzten Fläche und ca. 3 Prozent der Betriebe liegt der Ökolandbau in Thüringen im gesamtdeutschen Durchschnitt. Die Ökobetriebe bewirtschaften 1,4 Prozent der Ackerfläche und 3,7 Prozent des Grünlandes. Besondere Bedeutung besitzen dabei der Anbau von Getreide, Leguminosen und Kartoffeln. Die Betriebe halten u.a. 2,4 Prozent des Rinder- und 5,6 Prozent des Ziegenbestandes. Der Umfang der Mutterkuhhaltung hat in den Ökolandbaubetrieben weiter zu genommen (7,4 Prozent des Thüringer Bestandes).

An die Ökolandbaubetriebe wurden im Rahmen des KULAP im Jahr 2000 Zuwendungen in Höhe von 4,5 Mio. DM ausgereicht. Für die Förderung der Umstellung auf den ökologischen Landbau werden auch in den nächsten Jahren für alle Anträge umstellungswilliger Betriebe die Mittel zur Verfügung gestellt.

Einige Bundesländer wollen jetzt einen weiteren zusätzlichen Anreiz zur Umstellung auf ökologische Bewirtschaftungsweise schaffen, indem sie die Flächenprämie für die ersten zwei Umstellungsjahre für konventionell wirtschaftende Betriebe stark anheben. Dies ist aber mit hohen Risiken behaftet, denn es kann leicht dazu führen, dass kurzfristig sehr viele Betriebe auf den Ökolandbau umstellen und mit ihren erzeugten und verarbeiteten Produkten den Markt bedienen. Bei einem plötzlichen Abflauen der Nachfrage aus preislichen Gründen kann es aber zu einem künstlich subventionierten Überangebot am Markt kommen, welches dann fallende Preise für qualitativ hochwertige Ökoprodukte nach sich ziehen wird. Die mit den fallenden Marktpreisen verbundenen betriebswirtschaftlichen Risiken für die Ökolandbaubetriebe tragen dann die Landwirte allein.

Thüringen wird einen anderen Weg gehen. Die Landesregierung stellt dem Ökolandbau im Jahr 2001 insgesamt 830.000 DM mehr zur Verfügung. Diese sollen u. a. dafür eingesetzt werden, die Vermarktung und die Nachfrage nach Ökoprodukten zu fördern und den zur Zeit sehr hohen Informationsbedarf zum ökologischen Landbau selbst abzudecken. ‚Ziel soll es sein, die derzeit am Markt vorhandene starke Nachfrage, die zu einem nicht unwesentlichen Teil krisenbedingt ist, zu einem möglichst hohen Anteil in eine langfristige Nachfrage der Verbraucher aus Überzeugung umzuwandeln‘, sagte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden u.a. die Beteiligungen an Messen und Ausstellungen erweitert, verstärkt Verbraucheraufklärungsveranstaltungen initiiert, Schulungen für Bäcker, Fleischer und Naturkosthändler durchgeführt und Informationsveranstaltungen für umstellungswillige Betriebe abgehalten.

Links zum Land Thüringen.

Baringdorf: Kleegras auf Stilllegungsflächen muss genutzt werden

Themen: Archiv,Flächenstilllegung — info @ 13:04

Luxemburg/Brüssel (agrar.de) – ‚Die Nutzung von Kleegras und anderen Futterleguminosen auf Stilllegungsflächen ist der erste wichtige Schritt zu einer ökologischen Agrarwende‘ so Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf aus Sprenge (Westfalen), Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Vorsitzender im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments, anläßlich der EU-Agrarministertagung in Luxemburg.

EU-Agrarkommissar Dr. Franz Fischler hat die langjährige Forderung der AbL in seinen 7-Punkte-Plan zur Bewältigung der Rindfleischkrise aufgenommen. Die EU-Agrarminister müssen sich mit dem Punkt der Nutzung von Kleegras befassen, weil das Europäische Parlament dies als Dringlichkeitsantrag beschlossen hat.

‚Die Befassung ist ein Erfolg unserer beharrlichen Arbeit, in der wir immer wieder die Flächengesundung vor die Flächenstilllegung gesetzt haben. Die Nutzung von Kleegras hat nicht nur als gesundes Futter große ökologische Vorteile, sie bietet auch den durch die BSE-Krise stark gebeutelten Futterbau- und Milchviehbetrieben wirtschaftlich eine Verbesserung ihres Einkommens‘ so der AbL-Bundevorsitzende.

Einen Wermutstropfen enthält nach Auffassung der AbL der EU-Kommissionsvorschlag: Die Nutzung soll lediglich für die biologisch wirtschaftenden Betriebe möglich sein. Hier schlägt die AbL als Kompromiss vor, dass alle Betriebe, die sich an Agrarumweltprogrammen beteiligen, die Möglichkeit der Kleegrasnutzung erhalten. Dies führe dazu, dass auch umweltbewußte, konventionell wirtschaftende Betriebe noch weiter in die Richtung der ökologischen Erzeugung gelenkt werden und umweltverträgliche landwirtschaftliche Methoden anwenden.

Information: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Marienfelder Straße 14, 33378 Rheda-Wiedenbrück, Tel.: 05242-48476 oder 48185

Links zum Thema Bio-Landbau.

23. April 2001

Sind britische MKS-Scheiterhaufen Dioxinschleudern?

Themen: Archiv,MKS — info @ 15:04

London (agrar.de) – Das Verbrennen von über 500.000 Tieren in Grossbritannien erzeugte nach einem Bericht des ‚Independent‘ vom Sonntag mehr Dioxin als alle stark umwelt-verschmutzenden Quellen auf der Insel zusammen. Das Blatt beruft sich auf einen unveröffentlichten Bericht des National Environmental Technology Centre.

Danach sollen allein in den ersten sechs Wochen der Vernichtungsaktion etwa 63 Gramm Dioxine freigesetzt worden sein, verglichen mit einem Jahresausstoss von jährlich 88 Gramm, den aus Fabrikschloten entweicht. Für die Farmer bedeutet dies einen doppelten Schaden: sie verlieren ihre Tiere und müssen mit der Verseuchung ihrer Felder rechnen.

Dioxin ist eine hochgradig giftige Chemikalie, die bei einer Aufnahme in den menschlichen Körper nicht wieder ausgeschieden werden und Krebs verursachen kann. Die Weltgesundheitsorganisation WHO betrachtet eine tägliche Aufnahme von 1-4 pg/kg Körpergewicht (1 pg = 1 Billionstel Gramm) als für den Menschen tolerabel.

Nach Angaben des britischen Landwirtschaftsministeriums ist die Zahl der im Lande amtlich festgestellten MKS-Fälle bis zum vergangenen Wochenende auf 1426 gestiegen. Bisher wurden 1.511.000 Tiere gekeult. Darunter waren 310.000 Rinder, 1.112.000 Schafe, 88.000 Schweine und 1000 Ziegen.

Auch die als Alternative zur Verbrennung geschaffenen Massengräber stellen eine nicht abzuschätzende Gefahr für den ländlichen Raum dar: Farmer und Umweltschützer befürchten Beeinträchtigungen des Grundwassers.

Links zum Thema MKS.

Agrar- und Veterinärakademie gegründet

Themen: Archiv — info @ 14:04

Horstmar-Leer (agrar.de) – Tierschutzgesetze, Haltungsverordnungen, Verbote – z.B. von Futtermittelzusätzen – und weitere Vorschriften verlangen von Landwirten und Veterinären, sich ständig weiterzubilden.

‚Die Skandale der letzten Zeit haben gezeigt, daß wir einen Umdenkungsprozeß machen müssen. Es ist nicht nur die Massenproduktion von Nahrungsmitteln gefragt, sondern vor allem die nachhaltige, ressourcenschonende, verbraucherorientierte Produktion von gesunden tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln zum Wohle der Landwirtschaft und Gesellschaft‘ betont Diplomagraringenieur und Fachtierarzt Hellwig Ernst-Günther Hellwig, Initiator und Geschäftsführer der neugegründeten Agrar- und Veterinärakademie (AVA), die sich diesen Aufgaben stellen will.

Als Zielgruppe spricht die AVA Landwirte, Tierärzte und die Industrie an, um mit ihnen diese Problematik zu bearbeiten. ‚Die AVA versteht sich als eine zukunftsträchtige und meinungsbildende Vereinigung der in und für die moderne Landwirtschaft tätigen Menschen. Nur die Integration aller vor- und nachgelagerten Produktionsebenen in der Landwirtschaft gewährleistet die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel‘ so Hellwig. ‚Ziel der AVA ist es, in Seminaren und Workshops die Probleme und Herausforderungen einer modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltungen aufzuzeigen und gemeinsame Wege zu finden, tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu produzieren‘.

Die ersten Veranstaltungen für den Rinder- als auch für den Schweinebereich sind bereits organisiert. Die Teilnahme und die Mitgliedschaft in der AVA können über die Geschäftsstelle oder über die AVA-Homepage beantragt werden. Ein Internet-Diskussionsforum trägt zum ständigen Erfahrungsaustausch zwischen Landwirten und Tierärzten bei.

Kontakt: Agrar- und Veterinär-Akademie E.G.Hellwig, Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer, Tel: 02551-7878, Fax: 02551-834300

Links zum Thema Tiere.

Bayern startet Wettbewerb „Gäste auf dem Bauernhof“

Themen: Archiv — info @ 13:04

Immenstadt/München (agrar.de) – Damit ‚Urlaub auf dem Bauernhof‘ in Bayern künftig noch attraktiver wird, hat Landwirtschaftsminister Josef Miller einen Innovationswettbewerb gestartet. Prämiert werden bis zu zehn Ideen und Strategien in den Bereichen Angebot, Dienstleistung, Vermarktung, Internetauftritt und Kooperationen. Der Innovationspreis ist mit insgesamt 50.000 Mark dotiert.

Teilnehmen können nach Auskunft des Ministers alle deutschsprachigen landwirtschaftlichen Betriebe, Land- und Hauswirtschaftsschulen, land- und hauswirtschaftlichen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Fachhochschulen. Die Vorschläge sind bis spätestens 15. September beim Amt für Landwirtschaft und Ernährung Kempten/Lindau (Adenauerring 97, 87439 Kempten, Tel. 0831-521470) einzureichen. Sie werden von einer Jury aus zwei Vertreterinnen der Landwirtschaftsverwaltung, einer Unternehmensberaterin sowie je einer Vertreterin der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, des Tourismusverbandes und der Praxis bewertet. Die Gewinner werden in der ersten Oktoberwoche benachrichtigt und präsentieren ihre Vorschläge am 24. Oktober im Rahmen der Internationalen Fachtagung ‚Gäste auf dem Bauernhof‘ in Dietmannsried im Oberallgäu.

Detailinformationen können auch im Internet abgerufen werden.

Links zum Thema Landurlaub

Bioland lockt mit „GreenCard“ auf den Bio-Bauernhof

Themen: Archiv — info @ 11:04

Hamm/Coesfeld (agrar.de) – Mit der Aktion ‚GreenCard – die wirklich grüne‘ wollen der ökologische Anbauverband Bioland NRW und der Coesfelder Naturkostgroßhändler Weiling interessierte Konsumenten den Alltag auf Bio-Betrieben erleben lassen.

Ab heute können sich Verbraucherinnen und Verbraucher für 300 ökologische GreenCards bewerben und damit einen ‚informativen und erlebnisreichen Arbeitstag im kommenden Sommer auf einem Bioland-Hof‘ gewinnen.

Die vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) unterstützte Aktion bietet neben der Chance auf den Öko-Arbeitstag weitere Preise, die der Naturkosthändler Weiling zur Verfügung stellt. Die ‚Bewerbungsunterlagen‘ für die GreenCards werden in über 400 Naturkostläden, 220 Bioland-Hofläden und Marktständen ausgelegt.

Links zum Thema %url4%Bio-Landbau%/%.

Demeter veröffentlicht Literatur-Datenbank zur biologisch-dynamischen Praxis

Themen: Archiv — info @ 10:04

Darmstadt (agrar.de) – Der Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise des Demeter-Bundes hat den Inhalt seines Publikationsorgans ‚Lebendige Erde‘ aus den Jahren 1946 bis 1998 zusammengefaßt und in einer Online-Datenbank veröffentlicht.

Praktiker, die Anregungen für ihre alltägliche Arbeit auf dem Feld oder im Stall suchen, Forscher, die Informationen anderer Wissenschaftler benötigen, landwirtschaftliche Berater in den Bundesländer oder Studenten, die an kniffligen Fragen für die Hausarbeit verzweifeln, können sich durch die Schlagwortliste klicken oder nach Autoren suchen. Dokument können online bestellt werden.

Information: Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise, Brandschneise 2, 64295 Darmstadt, Tel: 06155-84123, Fax: 06155-846911, E-Mail

Links zum Thema Bio-Landbau.

21. April 2001

Ökoprüfzeichen: Neuer Anlauf mit vereinfachtem Konzept?

Themen: Archiv — info @ 13:04

Berlin (agrar.de) – Die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL) hat dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft ein Konzept für ein einheitliches Prüfzeichen für Ökoprodukte vorgestellt. Dieses Zeichen soll dem Verbraucher zeigen, ob ein Produkt tatsächlich aus ökologischem Anbau stammt. ‚Wir freuen uns, dass unser Konzept unseren Gesprächspartnern im Verbraucherschutz-Ministerium gefallen hat‘. erklärte der Vorsitzende der AGÖL, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein.

Zusammen mit der Centralen Marketinggesellschaft der Agrarwirtschaft (CMA) hat die AGÖL das ‚Öko-Prüfzeichen‘ (ÖPZ) entwickelt. Dieses Zeichen kann jeder Betrieb verwenden, der sich bei der Produktion von Nahrungsmitteln an die Richtlinien des ÖPZ hält. Bislang sind dies die gemeinsamen Richtlinien der AGÖL. Nach dem neuen, vereinfachten Konzept soll sie an den gesetzlichen Standard angelehnt werden, wie er in der EU-Verordnung für den Ökologischen Landbau formuliert ist. In einigen wesentlichen Punkten werden die Richtlinien jedoch strengere Anforderungen setzen. ‚Der deutsche Verbraucher stellt sich mehr unter Öko-Produkte vor, als den kleinsten gemeinsamen Nenner aller EU-Länder‘ erläutert Löwenstein. ‚Für uns kann was zum Beispiel keinen ökologischen Anbau in nur zum Teil umgestellten Betrieben geben, wie das die EU-Verordnung zulässt‘. Auch der Geschäftsführer der CMA, Jörn Dwehus will sicherstellen, dass der Verbraucher mit dem neuen Zeichen eine verlässliche Orientierung für Ökoprodukte bekommt.

Der Handel möchte seine Produktpalette durch ausländische Öko-Produkte ergänzen können, wenn z.B. deutsche Ware saisonal bedingt nicht zur Verfügung steht. Damit dann trotzdem sichergestellt ist, da die Qualitätsnormen des ÖPZ eingehalten werden, soll das ÖPZ-Niveau in den international gültigen Standard der International Federation of Organic Agriculture Movements (%url5%IFOAM%/%) eingebunden werden. Dies ist eine Weltorganisation des privatrechtlich organisierten Öko-Landbaus, die eine weltweit ausgewandtes Richtlinien- und Zertifizierungssystem geschaffen hat. Es ermöglicht den internationalen Warenaustausch, unterwirft ihn aber auch einer strengen Qualitätskontrolle.

Der AGÖL–Vorsitzende machte deutlich, dass die Einführung des ÖPZ mit über 80 Zeichennutzern und 1.400 Produkten bereits begonnen hat, so dass Bundesministerin Renate Künast ihren Plan, für den Ökolandbau ein deutliches, einheitliches Zeichen zu setzen, umgehend verwirklichen kann. ‚Denn nur so kann das vor ihr anvisierte Ziel, den Ökologischen Landbau auf 20 Prozent auszuweiten, tatsächlich erreicht werden!‘

Information: ArbeitsGemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL), Am Köllnischen Park, 10179 Berlin, Tel.: 030-23458650, Fax: 030-23458652

Links zum Thema %url4%Bio-Verordnungen%/%.

US-Forscher: Öko-Äpfel schmecken besser

Themen: Archiv — info @ 09:04

Ökologischer Anbau ist echte Alternative

Pullman (agrar.de) – Wissenschaftler der Washington State University haben einen weiteren wissenschaftlichen Beleg für die Überlegenheit der ökologischen Wirtschaftsweise geliefert. Nach ihren Untersuchungen ist der organische Apfelanbau nicht nur besser für die Umwelt, die Äpfel schmecken auch besser als die konventionell erzeugten. Ihr Ergebnisse stellten die Forscher jüngst im Wissenschaftsmagazin ‚Nature‚ (410:809-12) vor.

Das Forscherteam wies nach, dass organischer Landbau umweltverträglicher als konventionelle Methoden und integrierte Anbausysteme ist. Sechs Jahre lang verglichen die Wissenschaftler Anbausysteme für die Apfelsorte ‚Golden Delicious‘. Untersucht wurden Indikatoren wie Erdqualität, gärtnerische Leistung, Rentabilität der Obstgärten und Energieeffizienz.

Die Ernteerträge waren bei allen drei Anbaumethoden etwa gleich hoch. Das integrierte und das ökologische Produktionssystem wiesen eine bessere Erdqualität auf als das konventionelle System. Festgestellt wurde ein deutlich positiver Einfluss auf Struktur, Fruchtbarkeit, Wasserinfiltration und Speicherung. Zudem wurden weniger Schädlingsvernichtungsmittel eingesetzt. Die ökologische Anbaumethode stellte sich so als am effizientesten und am rentabelsten heraus. Das organische System soll noch vor dem konventionellen die Gewinnzone erreichen. Auch beim Geschmack belegten die Öko-Äpfel den ersten Platz: Sie schmeckten den unabhängigen Apfel-Testern am besten.

Links zum Thema Bio-Landbau. Links zum Thema Obst.

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