04. April 2001

Hessen: MKS-Hotline geschaltet

Themen: Hessen,MKS — info @ 12:04

Drei Betriebe gesperrt

Wiesbaden/Wettenberg (agrar.de) – Das hessische Sozialministerium hat wegen der MKS-Verdachtsfälle das Krisenzentrum auf Landesebene aktiviert und alle Landräte, Oberbürgermeister und Regierungspräsidien ebenfalls gebeten, die Krisenstäbe zu aktivieren und bis auf weiteres in ständiger Rufbereitschaft zu halten. In Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Gießen, dem örtlichen Veterinäramt, der Polizei und Feuerwehr werden die erforderlichen Schutzmaßnahmen ergriffen, um eine Weiterverbreitung der Seuche möglichst zu unterbinden. Der erste Verdacht trat in einer Gärtnerei im mittelhessischen Krofdorf-Gleiberg auf. ‚Der Betrieb wurde bereits gesperrt, ehe die Amtstierärzte ihre klinischen Untersuchungen vornahmen‘, so Ministerin Mosiek-Urbahn.

Das Sozialministerium bereitet sich auf eine Notimpfung vor. Es wurde weiterer Impfstoff bestellt. Ferner wird ermittelt, wie die Seuche möglicherweise nach Wettenberg gekommen sein könnte. Die Ministerin bat die Bevölkerung um Verständnis für die Schutzmaßnahmen und deren strikte Einhaltung. Die Maul- und Klauenseuche sei zwar für den Menschen ungefährlich. Die Einschränkungen müssten aber in Kauf genommen werden, um die Seuchenverbreitung und damit das Sterben oder Töten von Tieren zu vermeiden und nicht die Existenz der Landwirte zu gefährden. Die Durchführung von pferdesportlichen Veranstaltungen ist in Hessen weiterhin bis zunächst 12. April 2001 verboten.

Die Hessische Landesregierung hat ein Bürgertelefon eingerichtet. ‚Verbraucher, Landwirte und andere Tierhalter können sich mit allen Fragen und Anregungen zur Maul- und Klauenseuche, aber auch zu BSE an diese Anlaufstelle wenden‘, erklärte die Ministerin. Dort stehen Experten des Sozial- und Landwirtschaftsministeriums als Gesprächspartner zur Verfügung. Das Bürgertelefon ist ab sofort geschaltet. Es ist unter der Telefonnummer 0800-2734636 kostenlos erreichbar. Heute ist das Bürgertelefon bis 20 Uhr besetzt, ansonsten montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr.

Mittlerweile wurden zwei weitere Betriebe gesperrt, die offenbar im Kontakt mit dem ersten Verdachtsbetrieb standen.

Links zum Thema Maul- und Klauenseuche.




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