28. Februar 2001

Rheinland: Mehr Arbeit in der Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 15:02

Bonn (agrar.de) – Rund 50.000 Arbeitskräfte waren 1999 ganz oder teilweise in den knapp 16.700 rheinischen Betrieben der Landwirtschaft und des Gartenbaus beschäftigt. Im Vergleich zur letzten Zählung 1997 errechnete die Landwirtschaftskammer Rheinland in Bonn eine Zunahme von 9,6 Prozent. Diese beachtliche Zunahme der Arbeitskräfte ist ausschließlich auf den verstärkten Einsatz von Saisonarbeitskräften zurückzuführen, die zum Beispiel bei der Erdbeer- und Spargelernte helfen. Nahezu jeder dritte Familienbetrieb beschäftigt inzwischen fremde Arbeitskräfte, von denen 3.280 ständig und rund 11.100 nicht ständig im Betrieb tätig sind.

Entsprechend dem Rückgang der Zahl der Betriebe sank auch die Zahl der Familienarbeitskräfte um rund 4.100 Personen auf knapp 30.400 Beschäftigte. Gegenüber 1997 bedeutet dies einen Rückgang von 12 Prozent. Rund 10.750 Familienarbeitskräfte sind vollzeitbeschäftigt, rund 65 Prozent arbeiten nur teilweise auf dem Hof. Insgesamt beträgt der Anteil der Erwerbstätigen in Landwirtschaft und Gartenbau nur 1,3 Prozent der erwerbstätigen Gesamtbevölkerung.

Nur in rund 8.600 oder 54 Prozent aller erfassten rheinischen Familienbetriebe ist der Betriebsleiter voll im Unternehmen beschäftigt. Weitere 7.340 Familienangehörige geben an, dass sie überwiegend in Landwirtschaft oder Gartenbau tätig sind.

Die gesamte Arbeitsleistung der Familienarbeitskräfte in der rheinischen Landwirtschaft und im Gartenbau entspricht dem Einsatz von 15.850 Vollarbeitskräften. Zusammen mit den rund 4.770 Fremdarbeitskrafteinheiten errechnet sich ein durchschnittlicher Arbeitskräftebesatz von 1,24 je Betrieb oder 4,9 Arbeitskräften je 100 ha landwirtschaftlicher Fläche.

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