29. Januar 2001

DBV: Milchbörse weiterentwickeln

Themen: Archiv — info @ 13:01

Bonn (agrar.de) – Mit der Entscheidung des Bundeslandwirtschaftsministeriums, den Handel mit Milchquoten von der Umsatzsteuer zu befreien, wurde eine Erleichterung für die quotenkaufenden Milchbauern erreicht. Der Deutsche Bauernverband (DBV) macht darauf aufmerksam, dass diese Steuerbefreiung nicht nur für den zweiten Börsentermin am 31. Januar 2001 (unsere Meldung), sondern rückwirkend auch für den bereits am 30. Oktober 2000 durchgeführten Börsenhandel gilt sowie für alle folgenden Börsentermine. Damit seien Einsparungen in einer Größenordnung von 2 bis 3 Millionen DM je Börsentermin für die aktiven Milcherzeuger erreicht worden.

Weitere Forderungen des Berufsstandes zur Weiterentwicklung der Milchbörse wurden bisher allerdings nicht in der Zusatzabgabenverordnung berücksichtigt, so der verband. Der derzeitige Börsenhandel mit Milchquoten müsse für die aktiven Milcherzeuger effizienter gestaltet werden. Hierzu gehört unter anderem der Wegfall des Basisabzugs, die Einführung preisdämpfender Elemente sowie die Schaffung eines künstlichen Nachfrageüberhangs.

Besonders die Schaffung eines künstlichen Nachfrageüberhangs sei auch aus den Erfahrungen des ersten Börsentermins dringend geboten. Denn nur so könne die zum Gleichgewichtspreis angebotene Menge auch vollständig an die nachfragenden Milcherzeuger weitergegeben werden. Daher sei eine Änderung der Zusatzabgabenverordnung dringend geboten, betont der DBV.

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