02. November 2000

Bartels für Einfuhrverbot

Themen: Archiv — info @ 15:11

‚EU-Kommissar Byrne hat Zusage nicht eingehalten‘

Hannover (agrar.de) – Mit Kritik an EU-Kommissar Byrne fordert Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels ein erneutes Einfuhrverbot für Rindfleisch und Rindfleischprodukten aus dem Vereinigten Königreich.

Er habe der seinerzeitigen teilweisen Lockerung des Exportverbotes für britisches Rindfleisch nur unter der Voraussetzung zugestimmt, dass die von den Briten korrekt durchgeführte Kennzeichnung auch von den Empfängerstaaten konsequent weitergeführt wird, bis hin zum verarbeiteten Produkt in der Ladentheke, so der Minister gestern in einer Pressemeldung.

Dazu würden von Seiten der EU alle Mitgliedsstaaten sowie Drittländer verpflichtet und zusätzlich kontrolliert, habe EU-Kommissar Byrne am 7. Februar 2000, im Vorfeld der Zustimmung Deutschlands, der Bundesgesundheitsministerin zugesagt. Eingehalten bzw. umgesetzt habe Byrne diese Zusage bis heute nicht, so Bartels weiter. Dieses habe er jetzt der Bundesgesundheitsministerin schriftlich mitgeteilt und ein Einfuhrverbot angemahnt.

Gleichzeitig erinnert Bartels an den diesbezüglichen Beschluss der Agrarministerkonferenz vom 22. September in Regensburg. Der lautet: ‚Sollte die EU bis zum 01.11.2000 keine ergänzende Kennzeichnungsregelung getroffen haben, fordern die Agrarministerinnen und -minister die Bundesregierung auf, die Einfuhr von Rindfleisch und Rindfleischprodukten aus nicht lückenlos die Herkunft kennzeichnenden Ländern zu untersagen, notfalls im nationalen Alleingang.‘

Europäische Messe für Umwelttechnik in Basel (M.U.T.)

Themen: Archiv — info @ 15:11

Basel (agrar.de) – ‚Ökologisch denken – ökonomisch handeln‘, so lautet das Thema der im regelmäßigen Abstand von 3 Jahren stattfindenden Messe für Umwelttechnik. Vom 14. bis 17. November bietet diese Messe Akteuren aus Industrie, Gewerbe, Dienstleistungsbetrieben, Behörden, Lehre und Forschung eine internationale Plattform zur Präsentation von aktuellen umwelttechnischen Neuerungen in den Fachbereichen Wasser, Luft, Abfall, Boden, Energie, Abwasser, Sicherheit sowie Analyse-, Mess- und Verfahrens-Labortechnik.

Die M.U.T. trägt somit dem gewachsenen Interesse an Ökoeffizienz und innovativen Dienstleistungen im Bereich Umwelttechnik Rechnung. 270 Aussteller aus 17 Ländern sind auf der Messe vertreten.

Ein zusätzliches Highlight stellt die Verleihung des 3. M.U.T.-Umweltpreises dar. Der Preis honoriert technologische Innovationen, die zu einer Umweltentlastung beitragen und den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen fördern. Von den diesjährig eingegangenen 65 Bewerbungen wurden 4 Entwicklungsprojekte durch eine Fachjury nominiert.

Parallel zur Messe findet dieses Jahr zudem ein Fachkongress zu Themen wie: Brennstoffzellen: Ökologische und ökonomische Alternative, organisierte Umweltkriminalität, Cleaner Production: Umweltschutz in der Praxis etc. statt. Das Angebot umfasst mehr als 50 Fachvorträge.

Weitere Informationen: Messe Basel, Postfach, CH-4021 Basel, Tel.: +41-61-6862-020, Fax: +41-61-6862-189, E-Mail, Internet (sh)

Mecklenburg-Vorpommern: Baumschulen-Report

Themen: Archiv — info @ 09:11

Schwerin (agrar.de) – Wie das %url%Statistische Landesamt%/% Mecklenburg-Vorpommerns mitteilt, verfügen die Baumschulen des Bundeslandes insgesamt über 563 Hektar Fläche. Die durchschnittliche Flächenausstattung ist mit 13 Hektar die größte in Deutschland. Ziergehölze und Forstpflanzen sind dabei die wichtigsten Baumschulerzeugnisse.

Alle vier Jahre erhebt die amtliche Agrarstatistik Daten über Baumschulbetriebe, ihre Flächen und Pflanzenbestände. Demnach gibt es im Jahr 2000 in Mecklenburg-Vorpommern 43 Baumschulen (1996: 41), die auf einer Fläche von zusammen 563 Hektar (1996: 609 Hektar) Erzeugnisse für den Verkauf oder die eigene Verschulung produzieren.

Die meisten von ihnen, 38, kultivieren Ziergehölze wie Rosen, Rhododendren und Bodendecker auf einer Fläche von insgesamt 225 Hektar. In 7 Baumschulen, auf einer Fläche von 158 Hektar, werden Forstpflanzen zur Aufforstung herangezogen. 10 Baumschulen erzeugen auf lediglich 26 Hektar Obstgehölze.

Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung von 1996 erhöhte sich der Anteil der Ziergehölze an den Baumschulerzeugnissen – bezogen auf die Fläche – von 34 auf nunmehr 40 Prozent. Immer mehr Ziergehölze für Straßen, Parks und Gärten bieten die Baumschulen als verkaufsfertige Containerpflanzen an.

Bei den Obstgehölzen entfallen allein 37 Prozent des gesamten Pflanzenbestandes auf Sanddorn, vor vier Jahren waren es lediglich 20 Prozent. Fast die Hälfte des Bestandes der Forstpflanzen in den Baumschulen sind Kiefern und Rotbuchen.

Verglichen mit den benachbarten norddeutschen Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist die Baumschulerzeugung in Mecklenburg-Vorpommern von relativ geringer Bedeutung. Zwar befanden sich 1996 mit 1.463 Betrieben 35,7 Prozent aller Baumschulen der Bundesrepublik in Norddeutschland und bewirtschafteten auf 11.146 Hektar 41,3 Prozent der deutschen Baumschulfläche, jedoch hatte Mecklenburg-Vorpommern daran lediglich einen Anteil (an Norddeutschland) von nur 0,36 Prozent – bezogen auf die Anzahl der Betriebe. Da aber die hiesigen Baumschulen die flächenmäßig größten im gesamten Bundesgebiet sind (Durchschnitt für Deutschland: 6,6 Hektar), beträgt der Anteil an der Baumschulfläche 5,5 Prozent. Nach der jüngsten Erhebung dürften die Relationen die gleichen sein.

01. November 2000

Sonnleitner: Expo war Gewinn für die Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 12:11

Landwirtschaftliche Expo-Beiträge fanden großes Besucherinteresse

Bonn (agrar.de) – Die deutsche Landwirtschaft hat sich bei der ersten Weltausstellung in Deutschland, der EXPO 2000, glänzend präsentiert und als bedeutende Wirtschaftsbranche mit Zukunftschancen dargestellt. Trotz anfänglicher Zurückhaltung konnten in den einzelnen EXPO-Projekten der deutschen Agrarwirtschaft letztendlich überaus zufriedenstellende Besucherzahlen registriert werden. Dieses Resümee zog der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, am letzten Tag der EXPO 2000 in Hannover.

‚Die EXPO war für die Öffentlichkeitsarbeit der gesamten Agrarwirtschaft und des Berufsstandes ein Gewinn, der in seiner langfristigen Wirkung nicht hoch genug einzuschätzen ist‘, betonte Sonnleitner. Über fünf Monate seien mit viel persönlichem Engagement die Anliegen der Bauern, Bäuerinnen und Landjugendlichen Millionen von Besuchern nahe gebracht worden.

Für den DBV-Präsidenten stellt auch der ErlebnisBauernhof Agri21, der vor den Toren des EXPO-Geländes von der Landwirtschaftskammer Hannover und mehreren Verbänden, Organisationen und der Wirtschaft unterhalten wurde, beispielhafte Öffentlichkeitsarbeit dar. Hier konnte die Landwirtschaft hautnah erlebt und ‚angefasst‘ werden. Publikumsmagneten waren die Aktionstage wie das Kürbis-, Zucker(rüben)- oder Kartoffelfest, auf denen nicht nur die landwirtschaftliche Urproduktion sondern auch die Verarbeitung zu hochwertigen qualitativen Produkten anschaulich dargestellt wurde. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung lobte den EXPO-Bauernhof als ‚eine vorbildliche Darstellung der Landwirtschaft‘, auf dem ‚grundlegendes Wissen über Nutzpflanzen, Haustiere, Landmaschinen und landwirtschaftliche Betriebsführung‘ vermittelt wurde. Über 120.000 Besucher haben während der EXPO-Zeit den ErlebnisBauernhof aufgesucht, der zu ‚Grünen Woche 2001‘ in Berlin wieder aufgebaut werden wird.

Das imposante Holzdach, ein Ausstellungsbeitrag der deutschen Forst- und Holzwirtschaft, ist zu einem Symbol der Weltausstellung EXPO 2000 geworden. Es werde die EXPO überdauern und sich zum Wahrzeichen des Messegeländes in Hannover entwickeln, meint der Bauernverband in seiner Pressemeldung. Für den Blatt-Pavillon der Agri21, in dem der Bereich der erneuerbaren Rohstoffe anschaulich als New Economy innerhalb der Landwirtschaft dargestellt wurde, interessiert sich die Stadt Hannover für eine weitere Verwendung.

Information: Deutscher Bauernverband, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Tel.: 0228-8198239, Fax: 0228-8198231

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