15. November 2000

Die wichtigsten Rechtsvorschriften der EU zu BSE

Themen: BSE,Rinder — info @ 11:11

Brüssel (agrar.de) – Ein vollständiger chronologischer Überblick über alle BSE-Rechtsvorschriften ist nun im Internet abrufbar. Das Verzeichnis gibt einen Überblick über die wichtigsten Rechtsvorschriften der Europäischen Union (EU) zur bovinen spongiformen Enzephalopathie (BSE) sowie über die wichtigsten Punkte der einschlägigen Entscheidungen.

Entscheidung 89/469 28. Juli 1989 (lebende Rinder aus dem Vereinigten Königreich) Aus dem Vereinigten Königreich dürfen in die anderen Mitgliedstaaten keine lebenden Rinder versandt werden, die vor dem 18. Juli 1988 geboren sind oder von Rindern stammen, bei denen Verdacht auf BSE-Befall besteht oder BSE-Befall amtlich bestätigt wurde.

Entscheidung 90/134 6. März 1990 (Meldepflicht bei BSE) Alle Fälle von boviner spongiformer Enzephalopathie sind zu melden.

Entscheidung 90/200 9. April 1990 (VK-Erzeugnisse) Das Vereinigte Königreich darf aus seinem Gebiet in das Gebiet anderer Mitgliedstaaten nicht versenden: Gehirn, Rückenmark, Thymusdrüse, Tonsillen, Milz, Gedärme von Rindern, die bei der Schlachtung älter als sechs Monate sind.

Entscheidung 94/381 27. Juni 1994 (Verbot der Verfütterung) Die Mitgliedstaaten müssen die Verfütterung von aus Säugetiergewebe gewonnen Futtermitteln an Wiederkäuer untersagen.

Entscheidung 94/382 27. Juni 1994 (Verarbeitung von Wiederkäuerabfällen) Zulassung alternativer Verfahren der Hitzebehandlung zur Verarbeitung von Wiederkäuerabfällen im Hinblick auf die Inaktivierung der Erreger der spongiformen Enzephalopathie.

Entscheidung 96/239 27. März 1996 (VK-Embargo) Das Vereinigte Königreich darf aus seinem Hoheitsgebiet nicht Rinder und Rindererzeugnisse in die anderen Mitgliedstaaten und in Drittländer ausführen.

Entscheidung 96/449 18. Juli 1996 (Verarbeitung von Säugetierabfällen) Bedingungen für die Verarbeitung von Säugetierabfällen zur Inaktivierung der Erreger der spongiformen Enzephalopathie: 133°C – 3 bar – 20 Minuten; ersetzt durch 1999/534 (Aufnahme der Verarbeitungsbedingungen für Talg).

Entscheidung 98/256 16. März 1998 (teilweise Aufhebung des VK-Embargos – ECHS) Erste Änderung zum VK-Embargo: Verstärkung der Kontrollen und erste Maßnahmen zur Aufhebung des Verbots gemäß ECHS-Regelung (Export Certified Herds Scheme = Freigabe von Herden für die Ausfuhr) für Nordirland.

Entscheidung 98/272 23. April 1998 (epidemiologische Überwachung auf TSE) Regelt die epidemiologische Überwachung auf transmissible spongiforme Enzephalopathien (TSE). Abgeändert durch 2000/374: Einführung von Schnelltests (siehe unten).

Entscheidung 98/653 18. Nov. 1998 (Portugal-Embargo) Verbot des Versands von Rindern und Rindererzeugnissen aus Portugal.

Entscheidung 98/692 25. Nov. 1998 (teilweise Aufhebung des VK-Embargos – DBES) Zweite Änderung zum VK-Embargo: Annahme der Grundsätze für den zweiten Schritt zur Aufhebung des Verbots gemäß DBES-Regelung (Date-Based Export Scheme = datumsgestützte Ausfuhrregelung); gilt für das gesamte VK.

Entscheidung 99/514 23. Juni 1999 (Datum, an dem die Versendung von Rindfleisch und Rindfleischerzeugnissen im Rahmen der datumsgestützten Ausfuhrregelung aufgenommen werden darf.) Festsetzung des Datums, an dem die Ausfuhr von Rindfleisch und Rindfleischerzeugnissen aus dem Vereinigten Königreich im Rahmen der datumsgestützten Ausfuhrregelung (DBES = Date-Based Export Scheme) aufgenommen werden darf: 1. August 1999.

Entscheidung 2000/374 5. Juni 2000 (Verstärkung der Überwachung durch Schnelltests) Verstärkung der epidemiologischen Überwachung von Rindern auf BSE durch Einführung eines Überwachungsprogramms ab 1.Januar 2000. Es handelt es sich dabei um Schlachtkörper-Schnelltests. Die Mitgliedstaaten werden ein jährlich festzulegendes Überwachungsprogramm an Stichproben von Tieren durchführen. Insbesondere getestet werden Tiere, die auf Bauernhöfe verenden, kranke notgeschlachtete Tiere und Tiere, die Verhaltensauffälligkeiten und neurologische Störungen zeigen.

Entscheidung 2000/418 29. Juni 2000 (SRM) Die Mitgliedstaaten müssen tierisches Gewebe mit dem höchsten BSE-Risiko (im wesentlichen: Schädel, Tonsillen, Rückenmark und Ileum) ab dem 1. Oktober aus der Nahrungsmittel- und Futtermittelkette entfernen. Für die meisten Fleischimporte aus Drittländern gelten vergleichbare Auflagen ab dem 1. April 2001, sofern nicht gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse derartiger Maßnahmen überflüssig machen.

Vorschlag 19. Oktober 2000 (verendete Tiere) Der Entwurf der Verordnung verfügt den Ausschluss von verendeten Tieren und Konfiskaten aus der Futtermittelkette. Als einziges Rohmaterial für die Herstellung von Tierfuttermitteln wäre dann nur Material von Tieren zulässig, die aufgrund der Fleischuntersuchung für den menschlichen Verzehr geeignet befunden wurden (gegenwärtig im Stadium des Vorschlags – von der Kommission verabschiedet am 19. Oktober).

Tiermehlverbot in Frankreich

Themen: Archiv — info @ 09:11

Stärkere Kontrollen bei Viehzucht und auf Schlachthöfen

Paris (agrar.de) – Der französische Premierminister Lionel Jospin einen sofortigen und umfassenden Verfütterungsstopp von Tiermehl verfügt. Das Verbot besteht bereits seit 1990 für Rinder und seit 1994 für alle Wiederkäuer und soll jetzt auch für die Aufzucht von Schweinen, Geflügel, Hasen und Fischen gelten.

Jospin folgte damit der Forderung von Präsident Jacques Chirac, der sich schon vor einer Woche für ein totales Tiermehlverbot ausgesprochen. Der Premierminister lehnte ein sofortiges Verbot zunächst mit dem Argument ab, zuvor eine wissenschaftliche Expertise von der staatlichen Behörde für Lebensmittelsicherheit einholen zu wollen. Weil immer mehr Länder Importstopps anordnen und auch französische Institutionen Rindfleisch aus den Kantinen verbannen geht der Verkauf dramatisch zurück. Jospin sieht sich hierdurch offenbar zum Handeln gezwungen.

Nun soll das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Sicherheit der Lebensmittel wiederhergestellt werden, indem verstärkte Kontrollen in Aufzuchtbetrieben und Schlachthöfen durchgeführt werden. Das BSE-Testprogramm zur Erkennung der Krankheit wird intensiviert und soll in Frankreich schärfer als in allen anderen EU-Ländern durchgeführt wurden. Die Anstrengungen zur Erforschung der Prionenkrankheit soll intensiviert werden. Zum Verbraucherschutz sollen ‚riskante‘ Lebensmittel wie Knochen-Steak aus dem Verkehr gezogen werden.

Das Tiermehlverbot hat Konsequenzen: statt bislang etwa 130.000 Tonnen werden zukünftig jährlich etwa eine Million Tonnen Tiermehl und Risikomaterial in Verbrennungsanlagen vernichtet oder in Zementfabriken verwertet werden müssen. Die Kosten für neue Verbrennungskapazitäten, Lagerung und Logistik dürften enorm ansteigen. Allein die Kosten für die Vernichtung des Tiermehls werden auf rund fünf Milliarden Franc (1,5 Mrd. DM) im Jahr geschätzt.

Zudem wird ein Ersatz für das Tiermehl in der Fütterung benötigt, höhere Futtermittelimporte werden die Folge sein. Doch hier wartet bereits der nachste Ärger: Ein wachsender Teil der in Übersee (USA, Kanada, Brasilien, Argentinien) angebauten Soja- und Maiskulturen, die sich aufgrund des hohen Proteingehalts anbieten, ist gentechnisch verändert. Eine saubere Trennung stellen die Exportstaaten bislang offenbar nicht sicher: in mehreren Ländern ohne entsprechende Zulassungen wurden Gen-verunreinigte Soja- und Maislieferungen gefunden.

Die USA und Japan haben sich mittlerweile auf ein Testverfahren geeinigt, dass den Export von gentechnisch verändertem Mais verhindern soll. Japan habe einer entsprechenden Vereinbarung zugestimmt und beabsichtige 127.000 Tonnen Mais aus den USA zu importieren, so das US Agriculture Department (USDA). Ähnliche Vereinbarungen mit europäischen Staaten sind nicht bekannt.

14. November 2000

1999 war ein Minus-Jahr für die Landtechnik-Industrie

Themen: Archiv — info @ 16:11

Jahresbericht 2000 veröffentlicht

Frankfurt (LH) – Das Jahr 1999 war ein deutlich schlechteres Jahr für die deutsche Landtechnik-Industrie als erwartet. Der Umsatz der deutschen Landtechnik-Industrie, bezogen auf den Produktionsstandort Deutschland, ging um 11 Prozent auf 6,73 Mrd. DM zurück. Damit endete eine fünf Jahre dauernde Wachstumsphase zu Ende, die vor allem in einem wachsendem Export begründet war.

Nach dem Jahresbericht 2000 der Landtechnik-Industrie im Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zeigte sich zwar schon zu Beginn des vergangenen Jahres ein merklich vorsichtigeres Kaufverhalten der Landwirte im Vergleich zum erfreulichen Vorjahr, die zum Jahresende hin erhoffte Belebung der Nachfrage blieb aber aus.

Am stärksten war der Einbruch bei den Landmaschinen-Verkäufen im Inland. Während die Traktoren-Hersteller das Umsatzniveau im Inland mit 1,00 Mrd. DM halten konnten, setzten die Landmaschinen-Hersteller mit 1,55 Mrd. DM 17 Prozent weniger um. Im Export war die Entwicklung beider Maschinengruppen mit -11 Prozent bei Landmaschinen und -10 Prozent bei Traktoren hingegen ähnlich schlecht.

Die Beschäftigtenzahl in der Landtechnik-Industrie in Deutschland ging 1999, laut Statistischem Bundesamt, um 15 Prozent auf rund 24.000 Personen zurück.

Bei den Traktoren war die Nachfrage über das Jahr hinweg stabil auf einem hohen Niveau. Die Zulassungszahlen für neue Traktoren stiegen sogar erneut leicht gegenüber dem Vorjahr auf 28.047 Stück. Erstaunlicherweise kauften die süddeutschen Landwirte nochmals mehr Traktoren als im Vorjahr. Generell lässt sich erkennen, dass die Traktorennachfrage in den Gebieten mit überwiegend Grünlandbetrieben stärker war, als an typischen Ackerbaustandorten.

Der Traktorenmarkt zerfällt in der Größenbetrachtung in drei Bereiche: In einem Leistungssegment bis 29 kW steigen die Zulassungen kontinuierlich seit Jahren an. Es handelt sich um Kompakttraktoren, deren Haupteinsatz nicht in der typischen Landwirtschaft, sondern im Garten- und Landschaftspflegebereich oder kommunalen Einsatz liegt. Ähnliche Entwicklungen gibt es in den westeuropäischen Ländern und extrem ausgeprägt in den USA. Das Segment der landwirtschaftlichen Traktoren im Leistungsbereich zwischen 30 und 100 kW ist dagegen deutlich in der Stückzahl rückläufig. Im oberen Leistungssegment, oberhalb von 100 kW, stiegen die Zulassungen letztes Jahr um 8 Prozent.

Die Landmaschinen-Nachfrage in Deutschland verlief 1999 weit weniger erfreulich. Der Rückgang von nominal fast 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr darf allerdings nicht überbewertet werden, da das Jahr 1998 unerwartet hohe Umsätze und Steigerungsraten brachte. Im Vergleich zu früheren Jahren zeigt sich, dass der Umsatz in 1999 mit 1,55 Mrd. DM nicht aus dem Rahmen der Umsatzentwicklung der 90er Jahre herausfällt.

Die Nachfragesituation war vor allem geprägt durch die katastrophale Einkommenssituation der Schweinehalter. Da diese entweder selbst noch Ackerbau betreiben oder als Kunden für Futtergetreide auftreten, schlug deren schlechte Situation auch auf die Nachfrage nach Geräten und Maschinen für den Ackerbau durch. Von den Geräten zur Bodenbearbeitung über Sämaschinen, Düngerstreuer, Pflanzenschutzgeräte bis hin zu Mähdreschern: Im Vergleich zum guten Vorjahr ging der wertmäßige Umsatz von Technik für den Ackerbau um mehr als 10 Prozent zurück, die Verkaufsstückzahlen in der Regel noch stärker. Einzige Ausnahme waren Maschinen und Geräte für Kartoffelanbauer. Die Kartoffelpreise befanden sich auf einem zyklischen Höchststand und bescherten den Anbauern Rekordeinkommen, die diese auch zum Kauf von Technik nutzten. Da die Bedeutung des Kartoffelanbaus im Vergleich zu anderen Ackerfrüchten aber begrenzt ist, wirkte sich dies auf die Gesamtnachfrage nur in geringem Umfang positiv aus.

Die Milchpreise erreichten 1999 nicht mehr das hohe Niveau des Vorjahres, entsprechend zurückhaltend investierten die Futterbaubetriebe, knapp 60 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland . Bei den Futtererntemaschinen war der Rückgang moderat, weiter deutlich hingegen der Rückgang bei der Technik im Stall. Die schlechte Nachfragesituation bei Melkmaschinen und Fütterungstechnik hielt an und verstärkte sich sogar noch.

Die deutschen Landtechnik-Exporte nach Westeuropa blieben in etwa auf Vorjahreshöhe. Da die Exporte in andere Regionen gefallen sind, hat sich die Bedeutung der westeuropäischen Märkte aber weiter verstärkt: 73 Prozent der ins Ausland gelieferten deutschen Landtechnik verblieb in Westeuropa. Die europäischen Traktoren-Zulassungen zeigen einen Stückzahl-Rückgang von 2 Prozent von 176.000 auf 172.000 Traktoren.

Für den größten nationalen Markt Westeuropas, Frankreich, wird bei Landmaschinen ein Wachstum von 3 Prozent gemeldet. Bei den Traktoren sind die Zulassungszahlen um 9 Prozent gestiegen, da der Zuwachs vor allem in den kleineren Leistungsklassen stattfand, liegt der Umsatzzuwachs darunter. Für die deutsche Industrie ist Frankreich unverändert der bedeutendste Ausfuhrmarkt. Es gelang hier am Marktanstieg zu partizipieren und die Exporte um 6 Prozent zu steigern. Mit Lieferungen in Höhe von 1,45 Mrd. DM gehen 25 Prozent der gesamten deutschen Exporte nach Frankreich.

Der italienische Markt zeigt eine ähnliche Entwicklung, die Steigerungsrate der Nachfrage war mit 10 Prozent aber stärker. Der deutliche Zuwachs ist nicht zuletzt auf ein inzwischen ausgelaufenes staatliches Förderprogramm zur Verschrottung alter Landtechnik zurückzuführen. Auch nach Italien gelang es der deutschen Landtechnik-Industrie 7 Prozent mehr zu liefern. Das Volumen von 360 Mio. DM ist aber gemessen am italienischen Markt eher bescheiden und beschränkt sich im Wesentlichen auf Norditalien.

In Großbritannien sind die Folgen des BSE-Skandals zwar weitgehend bewältigt, die extrem schlechten Verkaufszahlen für Landtechnik bleiben aber weiter deutlich unter Vor-BSE-Zeiten. Die niedrigen Einkünfte der britischen Landwirte, die vor allem auf den hohen Pfund-Kurs zurückzuführen sind, ermöglichten nur vorsichtige Investitionen. Die Steigerung der Landtechnik-Käufe um 8 Prozent in 1999 ist auf der Basis des enorm niedrigen Niveaus eher bescheiden. Die deutsche Landtechnik-Industrie konnte hier mit fast 20 Prozent Exportsteigerung deutlich zulegen und profitierte ihrerseits von der günstigen Wechselkursrelation.

In der gesamteuropäischen Betrachtung zeigt sich, dass, wie in Deutschland, die Märkte für Ackerbau-Technik am stärksten zurückgegangen sind. Die Mähdrescherverkäufe sind nach drei außerordentlich guten Saisonjahren um über 10 Prozent geschrumpft, bei den Pflügen lagen die negativen Veränderungsraten nahe bei 15 Prozent. Positiv hingegen die Entwicklung des vergangen Jahres bei Ballenpressen und Mähwerken.

Die Lieferungen an deutscher Landtechnik nach Mittel- und Osteuropa haben sich 1999 gegenüber dem Vorjahr fast halbiert. Die Exporte nach Polen gingen um ein Drittel zurück, die Lieferungen nach Tschechien um 19 Prozent. Auch der ungarische Markt, dem schon einmal eine stabile Struktur nachgesagt worden war, brach mit 29 Prozent ein. Neben dem direkten negativen Effekt eines geringeren Neumaschinen-Verkaufs in diese Länder spürte die deutsche Industrie aber auch den indirekten Effekt der ebenfalls stark geschrumpften Gebrauchtmaschinen-Exporte.

Die Geschäfte mit den USA waren geprägt durch die schlechte wirtschaftliche Situation der US-Farmer. Die durch ungünstige Weltmarktpreis-Entwicklungen sehr geringen Einkommen ließen den Farmern wenig Spielraum für Investitionen. So halbierte sich der Mähdrescherabsatz fast innerhalb eines Jahres. Bei den Traktoren gab es zwar eine Steigerung der Verkaufszahlen um 3 Prozent, die aber allein auf den Absatzsteigerungen von Traktoren unter 40 PS beruht. In Kanada kam es zu einer vergleichbaren Entwicklung. So schrumpften die deutschen Exporte nach Nordamerika um 11 Prozent.

Als unerwartet heftiger Sondereffekt, der die Landtechnik-Nachfrage 2000 nachhaltig beeinflusst, charakterisiert der Jahresbericht die Einführung der Börsen für den Handel von Milchquoten. Bis April, also vor Einführung der obligatorischen Börsen, hätten die zukunftsorientierten Milchviehbetriebe in großem Umfang Milchquoten gekauft. Damit sei ein Großteil des für Investitionen verfügbaren Kapitals dieser Betriebe bereits ausgegeben. Für Landtechnik bleibe in 2000 daher nicht mehr viel übrig. Generell sei zwar zu erwarten, dass die Betriebe mit zusätzlichen Milchproduktionsrechten auch wieder in Technik, vor allen in Melktechnik, investieren werden, wahrscheinlich werde diese Entwicklung aber erst im Jahr 2001 einsetzen.

Der Strukturwandel, bei dem die kleineren landwirtschaftlichen Betriebe mangels Perspektive aufhören und die freiwerdenden Flächen von den verbleibenden Betrieben zur Vergrößerung genutzt werden, hat in den letzten Jahren zugenommen. Letztes Jahre reduzierte sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe, also potenzieller Landtechnik-Kunden, um 5 Prozent. Für das Jahr 2000 dürfte eine Rate in gleicher Größenordnung realistisch sein.

Auf der Angebotseite wird der Landtechnik-Markt, vor allen durch einen sehr hohen Bestand an Gebrauchtmaschinen beim Handel, negativ beeinflusst. Die Händler sind beim Neumaschinengeschäft zurückhaltender geworden, müssen sie doch in aller Regel mindestens eine gebrauchte Maschine beim Neumaschinenverkauf in Zahlung nehmen. Da der Export von Gebrauchtmaschinen nach Osteuropa stockt, gibt es insbesondere für gebrauchte Großmaschinen wenig Absatzmöglichkeiten. Eine weitere Erhöhung ihres Gebrauchtmaschinenbestands ist für viele Händler nicht finanzierbar.

Für das Jahr 2000 wird ein weiterer Umsatzrückgang zwischen 5 und 8 Prozent prognostiziert, verbunden mit der Erwartung einer etwas günstigeren Konjunktur in 2001.

13. November 2000

Verpackungs-VO: Weinflaschen vom Pfand ausnehmen?

Themen: Archiv — info @ 14:11

Rheinland-Pfalz stellt Entschließungsantrag im Bundesrat

Berlin (agrar.de) – Das Land Rheinland-Pfalz will heute dem Agrarausschuss des Bundesrates einen Entschließungsantrag vorlegen, wonach Weinflaschen von der drohenden Pfandpflicht der Verpackungsverordnung ausgenommen werden sollen. Das hat Landwirtschafts- und Weinbauminister Hans-Artur Bauckhage, zugleich Vorsitzender des Ausschusses, mitgeteilt.

In der Begründung verwies Bauckhage auf die Belastungen für die Winzer und die Besonderheiten des Weinmarktes. Über die Hälfte der in Deutschland abgesetzten Weine stammt aus Ländern außerhalb des Geltungsbereichs der Verpackungsverordnung. Diese werden zu mehr als 50 Prozent in Flaschen eingeführt, die einen geringen Mehrweganteil von nur elf Prozent aufweisen und damit entscheidend zur Unterschreitung der Mehrwegquote führen. Der Mehrweganteil wird nahezu nur von der deutschen Weinwirtschaft erbracht.

Wein nehme darüber hinaus mit weniger als zwei Prozent der gesamten in Mehrwegverpackungen abgefüllten Getränkemenge einen geringen Anteil ein. ‚Die Einführung eines Zwangspfandes würde einen unverhältnismäßig hohen Sortier-, Verwaltungs- und Kontrollaufwand nach sich ziehen und wäre für die vielen kleinen Winzer, Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften nicht zumutbar‘, sagte Bauckhage. In Rheinland-Pfalz seien rund 300 verschiedene Flaschentypen im Umlauf.

Ein Müllproblem bei Weinflaschen sieht der rheinland-pfälzische Weinbauminister nicht: Es bestehe ein gut funktionierendes Rücknahmesystem über Glascontainer. Viele Betriebe nähmen Flaschen zurück, um sie zu spülen und neu zu füllen oder ordnungsgemäß zu entsorgen. ‚Ich kann keinen ökologischen Nutzen erkennen, wenn Weinkonsumenten verpflichtet werden sollen, ihre Einweg-Flaschen nicht mehr bequem über die Glascontainer vor Ort zu entsorgen, sondern getrennt vom übrigen Altglas zu sammeln und gesondert zum Händler zurück zu transportieren, der dann die Flaschen über den Glascontainer entsorgt‘, sagte Bauckhage.

Die Verpackungsverordnung schreibt einen Mehrweganteil für Getränke (Bier, Mineralwasser, Fruchtsäfte, kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke, Wein und Milch) bundesweit von 72 Prozent fest. Diese Quote ist in den Jahren 1997 und 1998 leicht unterschritten worden. Deshalb sollen im kommenden Jahr alle Getränkesparten, deren individuelle Quoten ebenfalls unterschritten wurden, mit einem Zwangspfand auf Einwegverpackungen belegt werden. Wein gehört dazu, denn die festgelegte Mehrwegquote bei inländischem und importiertem Wein liegt bei 28,63 Prozent. Diese Quote wurde 1997 mit 28,55 Prozent und 1998 mit etwa 26,2 Prozent unterschritten.

Mit Blick ‚auf die besonderen Verhältnisse auf dem Weinmarkt‘ lehnt auch der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) ein Zwangspfand auf Einwegflaschen bei Wein aus ökologischen und ökonomischen Gründen ab.

Entgegen seiner Zielsetzung werde ein Zwangspfand auf Weinflaschen die funktionierenden Mehrwegsysteme nicht schützen, sondern vielmehr ihren Fortbestand gefährden. Es sei unwahrscheinlich, dass der Lebensmittelhandel zwei Rücknahmesysteme – Einweg und Mehrweg – nebeneinander betreiben würde. Die zusätzlichen Kosten der neuen Rücknahmelogistik würden Verbraucher und Weinerzeuger gleichermaßen belasten.

Sonnleitner: Faire Wettbewerbsbedingungen schaffen

Themen: Archiv — info @ 11:11

Berlin (agrar.de) – Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, hat in Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke und an den Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Rezzo Schlauch, seine Sorge über den Stand der Diskussion beim Agrardieselgesetz zum Ausdruck gebracht.

Sonnleitner verwies eindringlich auf den kardinalen Wettbewerbsnachteil im europäischen Binnenmarkt, dem die deutsche Landwirtschaft durch die unterschiedliche Besteuerung des Treibstoffes in der Landwirtschaft ausgesetzt sei. Der zuletzt von Minister Funke vorgeschlagene Kompromiss einer Steuerermäßigung ohne Deckelung sei tragfähig. Ausdrücklich verwies Sonnleitner darauf, dass nur so auch die überbetriebliche Zusammenarbeit an der Ermäßigung des Steuersatzes teilhaben könne. Sonnleitner appellierte an die Bundespolitiker, in der kommenden Woche im Bundestag den Schritt in Richtung fairer Wettbewerbsbedingungen zu tun und nicht zu torpedieren.

Nachdem sich die beiden Koalitionsfraktionen in der vergangenen Woche nicht einigen konnten, hatte der Finanzausschuss des Bundestages die Beratung des Agrardieselgesetzes von der Tagesordnung abgesetzt, womit auch die für den 9. November 2000 vorgesehene Beschlussfassung im Plenum entfallen musste.

Die Grünen schlagen einen Steuersatz von 47 Pfennigen vor, durch eine Obergrenze sollen aber nur kleinere und mittlere Agrarbetriebe davon profitieren. Bauernverband und Landwirtschaftminister lehnen eine ‚Deckelung‘ der Förderung ab. Sollte sich die Koalition nicht einigen, könnte es bei 57 Pfennig bleiben.

Bundesländer kündigen BSE-Tests an

Themen: Archiv — info @ 11:11

Berlin/Wiesbaden (agrar.de) – Nach dem Landwirtschaftministerium appellierte auch das Gesundheitsministerin an die Bundesländer, die BSE-Schnelltests früher als vorgeschrieben einzuführen. Dem entsrechen nun die Bundesländer, die ersten kündigten baldige Untersuchungen an.

Die hessischen Veterinärbehörden wollen zum Ende der kommenden Woche mit Rindfleisch-Tests beginnen, derzeit werde beim Untersuchungsamt Gießen eine zentrale Einrichtung für die Gewebeuntersuchungen eingerichtet. Dort sollen jährlich rund 2.400 Rinder getestet werden, die verendet sind oder Störungen des zentralen Nervensystems aufweisen. Damit werde die von der EU vorgeschriebene Zahl von 350 Untersuchungen für Hessen deutlich überschritten. Neben Rindern sollen Schafe und Ziege mit zentralnervösen Symptomen untersucht werden.

Auch Baden-Württemberg kündigte sofortige Tests an, Schleswig-Holstein und Hamburg wollen noch in diesem Jahr mit den Tests beginnen. Insgesamt muss Deutschland laut EU-Richtlinien 10.000 Tiere testen, man will die Untersuchung aber freiwillig auf 66.000 Rinder ausweiten. Ab Januar 2001 werden die BSE-Tests obligatorisch.

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Papst ruft Bauern zu verantwortungsvollem Umgang mit Natur auf

Themen: Archiv — info @ 09:11

Zurückhaltung bei Biotechnologie gefordert

Rom (agrar.de) – Papst Johannes Paul II. hat die Bauern in aller Welt zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur aufgerufen. Der Papst lobte bei einem Empfang die traditionelle Arbeit der Landwirte und forderte sie auf, nicht zu vergessen, dass Gott den Menschen das Land anvertraut habe. Sie dürften ‚den Versuchungen der Produktivität und des Profits‘ nicht erliegen, mahnte er bei einem Gottesdienst auf dem Petersplatz am Sonntag.

Der Heilige Vater warnte vor einem unkontrollierter Einsatz von Biotechnologien. Er forderte wissenschaftliche und ethische Kontrollen für die Biotechnologie in der Landwirtschaft, ‚um Katastrophen für die Gesundheit der Menschen und die Zukunft der Erde‘ zu verhindern. ‚Die Erde ist Gottes‘ betonte der Papst.

Zugleich beklagte Johannes Paul II., dass noch immer Menschen hungern. ‚Jeder Mensch, jedes Volk, hat das Recht, von den Früchten der Erde zu leben‘, erklärte er. ‚Es ist ein unannehmbarer Skandal, dass zum Beginn des Millenniums so viele Menschen hungern müssen und in menschenunwürdigen Umständen leben müssen.‘

11. November 2000

Sachsen: Mehr Bioenergie aus der Land- und Forstwirtschaft

Themen: Biogas,NaWaRos — info @ 13:11

Dresden (agrar.de) – Sachsen will den Anteil regenerativer Energiequellen am Endenergieverbrauch in den nächsten fünf Jahren mehr als verdoppeln. Die Nutzung der Biomasse aus Land- und Forstwirtschaft nehme dabei eine Schlüsselrolle ein, so Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath.

‚Nur wer zukünftig Energie sparsamer verwendet und rechtzeitig auf erneuerbare Energiequellen umsteigt, schützt sich vor der unvermeidlichen Explosion der Energiekosten‘, sagte Flath. Er verwies auf die endlichen Ressourcen fossiler Energieträger, wie zum Beispiel Erdöl, als er am vergangenen Donnerstag die erste öffentliche Biodiesel-Zapfsäule in Dresden eröffnete. Die Land- und Forstwirtschaft biete erhebliche Potenziale an Bioenergie, so Flath. Allein die Menge an pflanzlichen Reststoffen wie etwa Getreidestroh und Waldrestholz sowie die Nutzung von Biogas würden ausreichen, um vier Prozent des Energieverbrauches in Sachsen zu decken.

Während es bei der Nutzung von Biomasse noch Nachholbedarf gebe, erlebe man beim Biodiesel einen regelrechten Boom. Die Nachfrage übersteige das derzeitige Angebot. Biodiesel-Tankstellen würden wie Pilze aus dem Boden schießen. Mit 39 Biodiesel-Tankstellen habe sich in Sachsen seit Anfang des Jahres die Zahl alternativer Zapfstellen nahezu verdoppelt.

Flath warnte jedoch vor zuviel Euphorie. Der umweltfreundliche und kostengünstige Kraftstoff könne den deutschen Gesamtverbrauch an herkömmlichen Diesel lediglich zu etwa fünf Prozent decken. Der Anbau von Raps sei hier der begrenzende Faktor. Flath kündigte an, die Entwicklung zu mehr Bioenergie aus Land- und Forstwirtschaft finanziell zu unterstützen. Für den gesamten Bereich der nachwachsenden Rohstoffe stünden jährlich rund 14 Millionen Mark zur Verfügung. Ein Großteil davon fließe in die energetische Nutzung. Seit 1992 hat der Freistaat für die Förderung von Holzheizungen, Biogas- und Pflanzenölanlagen insgesamt 49 Millionen Mark eingesetzt.

10. November 2000

Niedersaschsen: Waldschadensbericht 2000

Themen: Archiv — info @ 09:11

Bartels: Leider keine Verbesserung festzustellen

Hannover (agrar.de) – Der Zustand der niedersächsischen Wälder im Jahr 2000 hat sich im Vergleich zum Vorjahr leider geringfügig verschlechtert, erklärte heute Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels anlässlich der Vorstellung des Waldschadensberichtes 2000 vor der Landespressekonferenz in Hannover.

Die Waldzustandserhebung 2000 weist im Gesamtergebnis über alle Baumarten und Alter 51 Prozent der Waldfläche ohne Schäden, 33 Prozent mit schwachen Schäden und 16 Prozent mit deutlichen Schäden aus. Insgesamt hat sich der Kronenzustand der Waldbäume gegenüber dem Vorjahr damit leicht verschlechtert, da die deutlichen Schäden um 3 Prozent angestiegen sind, so Minister Bartels. Der Anteil gesunder Bäume blieb dagegen konstant. Auch in diesem Jahr bestätigt sich, dass ältere Bäume stärker geschädigt sind als jüngere. So wurden in der Altersgruppe über 60 Jahre 34 Prozent der Waldfläche als deutlich geschädigt eingestuft. Dies bedeutet einen Anstieg um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis. Eine Verschlechterung des Kronenzustandes ist 2000 besonders bei der Buche festzustellen. Der Anteil deutlicher Schäden hat sich hier bei den älteren Bäumen von 31 Prozent auf 54 Prozent erhöht. Ausschlaggebend für die Zunahme der Kronenverlichtung in diesem Jahr war die landesweit intensive Fruchtbildung der Buche. Für Eiche (51 Prozent), Fichte (39 Prozent) und Kiefer (14 Prozent) gab es keine Veränderungen bei den deutlichen Schäden gegenüber dem Vorjahr, so Bartels weiter. In der Altersgruppe der bis 60jährigen Bäume ist seit Beginn der Erhebung im Jahr 1984 ein durchgehend niedriges Schadniveau für alle Hauptbaumarten festzustellen. Der Flächenanteil deutlicher Schäden beträgt in diesem Jahr 3 Prozent.

Die Folgen, die fortschreitende Versauerung der Waldböden und die Gefährdung des Grundwassers sind nach wie vor äußerst bedenklich. Der konsequenten Fortsetzung der bisher ergriffenen Maßnahmen zur Luftreinhaltung kommt daher auch weiterhin eine herausgehobene Bedeutung zu. Forstliche Maßnahmen wie die Waldkalkung und die Förderung naturnaher Mischwälder können dazu beitragen, die Stabilität der Waldökosysteme und die Widerstandskraft der Wälder zu steigern. Die Ursachen der Schadstoffbelastung unserer Wälder können sie dagegen nicht beseitigen. Dazu ist die weitere Minderung der Stoffeinträge in die Wälder erforderlich.

Anlässlich der Vorstellung des Waldschadensberichts haben die Grünen im niedersächsischen Landtag Minister Bartels vorgeworfen, die Verschlechterungen zwar buchhalterisch zu erfassen, eigene Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Lage aber nicht zu nutzen.

Der forstpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein kritisierte, dass im erst kürzlich vorgelegten Entwurf für ein neues Waldgesetz für Niedersachsen, wieder weitgehend darauf verzichtet wurde, anerkannte ökologische Standards für die Waldbewirtschaftung festzuschreiben. Auch bei der Waldzertifizierung hätte der Minister das von den Umweltschutzverbänden favorisierte FSC-Verfahren verworfen und das weniger ambitionierte PEFC-Verfahren gewählt.

Klein: ‚Eine ökologische Waldentwicklung ist ein wichtiger Beitrag gegen die Waldschäden. Minister Bartels nutzt diese Chancen nicht und trägt damit einen Teil der Verantwortung für die sich verschlechternde Situation.‘

09. November 2000

Agrar-Stipendiaten gesucht

Themen: Archiv,Bildung — info @ 13:11

Stiftung für Begabtenförderung unterstützt Fortbildung

Münster (agrar.de) – Die berufliche und persönliche Weiterbildung gewinnt nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) auch im Agrarbereich immer mehr an Bedeutung. Die Stiftung für Begabtenförderung der Deutschen Landwirtschaft sucht daher junge wissensdurstige Menschen im Agrarbereich, die sich fortbilden wollen. Die Stiftung vergibt Stipendien für die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen wie Lehrgängen, Praktika oder Projekten an junge Fach- und Führungskräfte aus dem gesamten landwirtschaftlichen Bereich einschließlich der vor- und nachgelagerten Bereiche.

Die Förderung soll junge Landwirte, Hauswirtschafterinnen, Gärtner und Personen aus anderen agrarischen Berufsbereichen im Alter bis zu 30 Jahren dazu motivieren, ihre Weiterbildung selbst in die Hand zu nehmen. Gefördert wird der Besuch von Weiterbildungsmaßnahmen zu agrarpolitischen, gesellschaftlichen und unternehmerischen Themen ebenso wie die Teilnahme an Kursen, die der Persönlichkeitsentwicklung dienen.

Die Höchstförderungssumme für den Besuch von Seminaren und Lehrgängen beträgt pro Person 1.500 DM. Neben dem Besuch von Lehrgängen fördert die Stiftung auch Praktika im In- und Ausland bis zu sechs Monaten, die der Persönlichkeitsbildung und dem unternehmerischen Denken dienen. Durch einen Einblick in Unternehmen, Verbände und Organisationen des Agrarbereiches sollen die jungen Berufstätigen neue Erkenntnisse für ihre eigene Arbeitswelt und ihr ehrenamtliches Engagement gewinnen. Der Zuschuss für die Durchführung eines geeigneten Praktikums beträgt bis zu 3.000 DM. Außerdem möchte die Stiftung in Zukunft Projekte von Einzelpersonen oder Teams besonders fördern. Ziel ist es, die Entwicklung und praktische Umsetzung guter Ideen in Arbeitsprojekten zu fördern und dadurch nachhaltige Impulse zur Verbesserung der Attraktivität des Lebens und Arbeitens auf dem Lande zu geben. Für die Durchführung von Projekten vergibt die Stiftung bis zu 3.000 DM je Einzelprojekt. Förderanträge können sowohl Einzelpersonen wie auch Teams stellen.

Personen, die ein Stipendium erhalten möchten, erhalten nähere Informationen und Bewerbungsunterlagen bei der Stiftung für Begabtenförderung der Deutschen Landwirtschaft, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Tel.: 0228-8198286, Fax: 0228-8198205, E-Mail

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