24. November 2000

Azoren melden BSE-Fall bei aus Deutschland stammender Kuh

Themen: Archiv — info @ 11:11

São Miguel/Lissabon (agrar.de) – Auf den Azoren ist der erstmals ein Fall von Rinderwahn aufgetreten. Es handelt sich bei dem erkrankten Tier offenbar um eine in Deutschland geborene Kuh. Das portugiesische Landwirtschaftsministerium teilte mit, die Bundesregierung in Berlin und die EU-Kommission seien über den Fall informiert worden. Die Kuh wurde den Angaben zufolge am 23. September 1995 in der Nähe von Hannover geboren und am 27. Oktober 1998 auf die Insel São Miguel exportiert, wo es am 2. Oktober diesen Jahres geschlachtet wurde.

Für den Europa-Abgeordneten Paulo Casaca ist ‚klar‘, dass das Tier seine Erkrtankung aus Deutschland mitbrachte. Dafür spreche die lange Inkubationszeit und das Importdatum. Für ihn ist der neue BSE-Fall der Beleg, dass ‚die Garantien der deutschen Behörden völlig haltlos‘ seien und ‚die Region dadurch geschädigt wurde‘.

Die Europäische Kommission hat nach portugiesischen Zeitungsberichten aktuell keine Exportbeschränkungen für Rindfleisch von den Azoren vorgesehen. Dort sollen nun über 2.600 importierte Rinder geschlachtet werden, um den Markt für Rindfleisch, das als regionale Spezialität einen wichtigen Exportartikel darstellt, zu schützen.




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