26. Oktober 2000

Dem „Pferderipper“ auf der Spur

Themen: Archiv,Pferde — info @ 14:10

Symposium ‚Gewalt gegen Pferde‘

Höxter (agrar.de) – Unter der Schirmherrschaft von Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke und Beteiligung der mehrerer Universitäten befassen sich am Wochenende Fachleute mit dem Phänomen ‚Gewalt gegen Pferde‘. Grund dieses bundesweiten Treffens in Höxter ist die in den letzten Jahren rapide angestiegene Zahl von Gewaltakten gegen Vierbeiner.

Besonders in den letzten rund sieben Jahren häufen sich die Gewalttaten der ‚Pferderipper‘. Rund 1.000 Tiere wurden – oft qualvoll – zugrunde gerichtet. Dabei beschränkt sich dieses Phänomen nicht auf bestimmte Länder der Republik. Pferdetötungen oder -misshandlungen sind hierzulande ebenso bekannt wie im europäischen Ausland.

Zu Wort kommen Wissenschaftler der Universitäten in Mannheim, Saarbrücken, Bremen und Göttingen, Psychologen, Kriminalbeamte, Pferdebesitzer, Politiker und Journalisten. Auch Vertreter der Landeskriminalämter Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern aus ihrer Sichtweise über dieses Thema vorstellen. Diese beiden Bundesländer waren besonders von gewalttätigen Akten gegen Pferde betroffen.

Die Position der Vierbeiner in der heutigen Gesellschaft wird ebenso beleuchtet wie die Arbeit von eingesetzten Sonderkommissionen, der Einfluss der Medien und die Rolle der Amtstierärzte als Gutachter in besonders schweren Fällen von Tierquälerei. Tatsachenbezogen und interdisziplinär soll die Frage nach dem ‚Warum‘ analysiert werden. In rund 16 Themenkreisen soll die ungeheure Gewaltbereitschaft der Täter aus verschiedensten Blickrichtungen beleuchtet werden.

Das Seminar richtet sich an alle Interessierten und Betroffenen. Weitere Informationen dazu gibt es bei der Universität Göttingen und der Deutschen Akademie des Pferdes in Warendorf.




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