25. Oktober 2000

Erzeugerpreisindex steigt beschleunigt

Themen: Archiv — info @ 16:10

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte im September 2000 um 4,3 Prozent höher als im September 1999. Damit hat sich der Preisanstieg auf der Erzeugerstufe weiter beschleunigt. Die Jahresrate erreichte ihren höchsten Wert seit fast achtzehn Jahren (Oktober 1982: + 4,6 Prozent). Im August 2000 hatte die Jahresveränderungsrate + 3,5 Prozent und im Juli 2000 + 3,3 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat hat sich der Index im September 2000 um 0,9 Prozent erhöht.

Nach wie vor ist die Entwicklung von weiter steigenden Preisen bei Mineralölerzeugnissen geprägt. Diese verteuerten sich im September 2000 innerhalb Jahresfrist um 35,9 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 11,6 Prozent. Ohne Mineralölerzeugnisse stieg der Index zum Vorjahresmonat um 3,0 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent.

Eine starke Preiserhöhung wurde im September 2000 gegenüber dem Vorjahr auch bei Butter (+ 11,8 Prozent) ermittelt, billiger als vor Jahresfrist war im September frisches Schweinefleisch (- 5,3 Prozent).

Einfuhr/Ausfuhr

Der Index der Einfuhrpreise im September 2000 um 13,4 Prozent über dem Vorjahresstand. Dies ist der höchste Anstieg seit Oktober 1981 (+ 13,6 Prozent).

Gegenüber August 2000 stieg der Einfuhrpreisindex um 2,3 Prozent. Binnen Monatsfrist verteuerte sich vor allem die Einfuhr von Mineralölerzeugnissen (+ 17,3 Prozent), aber auch Kaffee (+ 4,8 Prozent) und Rindfleisch (+ 4,3 Prozent).

Bei lebenden Tieren und tierischen Erzeugnissen (+ 19,6 Prozent), Schweinefleisch (+ 9,3 Prozent) sowie Milch und Milcherzeugnisse (+ 7,8 Prozent) wurden gegenüber September 1999 starke Preissteigerungen festgestellt.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im September 2000 um 4,2 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Dies war der stärkste Anstieg seit Juni 1982 (+ 4,2 Prozent). Gegenüber August 2000 stiegen die Ausfuhrpreise um 0,6 Prozent.




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