05. September 2000

NRW: Hofnachfolge meist ungewiss

Themen: Archiv — info @ 10:09

Düsseldorf (agrar.de) – Jeder fünfte landwirtschaftliche Betrieb in Nordrhein-Westfalen hat keinen Hofnachfolger, bei weiteren 42 Prozent ist die Nachfolge ‚ungewiss‘. Das ermittelte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand jetzt der Landwirtschaftszählung (LZ) 1999. Nur etwa jeder dritte Betriebsinhaber gab dabei an, dass die Hofnachfolge gesichert sei. Von den 54.700 landwirtschaftlichen Betrieben, die in NRW als Einzelunternehmen firmierten, wurden die 29.600 Betriebe zur Hofnachfolge befragt, deren Inhaber mindestens 45 Jahre alt war.

Bei den 12.400 Betriebsinhabern, die die Frage nach einem Hofnachfolger mit ‚ungewiss‘ beantworteten, handelte es sich großenteils einerseits um kleinere Betriebe mit einer Fläche von zwei bis zehn Hektar (47 Prozent) und andererseits um Inhaber im Alter von 45 bis 54 Jahre (49 Prozent), denen es aufgrund des noch relativ langen Zeitraums bis zur Hofübergabe schwer fiel, eine Prognose abzugeben.

02. September 2000

Zwangsläufige Kreuzungen: Vermarktungverbot für Gen-Raps

Themen: Archiv — info @ 15:09

Münster (agrar.de) – In einem Eilverfahren verbot der 21. Senat des Oberverwaltungsgerichts in Münster die Vermarktung von Raps, der in unmittelbarer Nähe einer Freisetzungsfläche für gentechnisch-veränderten Raps gewachsen ist. Ein Landwirt aus Bönen im Kreis Unna darf seine Ernte nicht vermarkten, wie ihm bereits in einer Ordnungsverfügung der Bezirksregierung Arnsberg bescheinigt wurde. (AZ: B 1125/00)

Begründet wurde das Verbot aus Gründen des Verbraucherschutzes: Pollen würden durch Wind und Insekten von einem Feld zum anderen transportiert, so dass es zwangsläufig so genannten Auskreuzungen zwischen dem gentechnisch veränderten Raps und dem naturbelassenen Raps gekommen sei. Dadurch dürfe auch die Ernte des nicht gentechnisch veränderten Rapsfeldes nicht in den freien Handel gelangen. Nach Ansicht der Richter muss das private Vermarktungsinteresse hinter dem öffentlichen Interesse zurückzustehen, die Gefahren und Risiken ger Gentechnik zu begrenzen. Es gelte, eine unkontrollierbare und nicht rückgängig zu machende Verbreitung der Freisetzungskulturen zu verhindern.

Der Landwirt hatte ein Feld für einen offiziell angemeldeten Freisetzungsversuch an ein Unternehmen verpachtet. Auf Nachbarschlägen baute er ebenfalls Raps an, den er nun nicht mehr vermarkten darf. Nach dem Urteil aus Münster gilt das Vermarktungsverbot, mit dem bislang noch alle Gentech-Kulturen belegt sind, auch für die Flächen in unmittelbarer Nähe von Freisetzungen.

01. September 2000

NRW: Jeder fünfte Landwirte gab auf

Themen: Archiv — info @ 15:09

Düsseldorf (agrar.de) – Im Mai 1999 gab es in Nordrhein- Westfalen 53.300 landwirtschaftliche Betriebe, die mindestens zwei Hektar Fläche bewirtschafteten. Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik hat anhand der Landwirtschaftszählung 1999 ermittelt, das die Zahl der Betriebe in NRW seit 1991 um 14.600 oder 22 Prozent zurückging. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich im gleichen Zeitraum von 1,57 auf 1,50 Millionen Hektar, ein Minus von vier Prozent. Wirtschaftliche Gründe oder das Fehlen eines Nachfolgers geben die Landwirte als Hauptmotive für die Betriebsaufgabe an.

Die Zahl der Haupterwerbsbetriebe ging von 1991 (37.900) bis 1999 (24 800) um 34 Prozent zurück, die der Nebenerwerbsbetriebe verringerte sich um 10 Prozent auf 27.000. Wurden 1991 noch 56 Prozent der Betriebe als Haupterwerb geführt, so betrug ihr Anteil 1999 nur noch 48 Prozent. Die Haupterwerbsbetriebe bewirtschafteten 1999 drei Viertel der Getreidefläche, hielten gut 83 Prozent des Mastschweine- sowie 91 Prozent des Milchkuhbestandes.

51.800 Betriebe gaben die Rechtsform ‚Einzelunternehmen‘ an, 1.240 waren Personengesellschaften (vorwiegend ‚GbR- Betriebe‘). Weitere 219 Betriebe firmierten als juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts.

Direktvermarkter und Schulbauernhöfe im Rhein-Main-Gebiet

Themen: Archiv — info @ 14:09

Usingen (agrar.de) – Sie suchen einen Hofladen oder einen Direktvermarkter im Rhein-Main-Gebiet? Oder einen Bauernhof, den Schulklassen oder Jugendgruppen besuchen können? Die Broschüre ‚Regionale Entdeckungen, Einkaufsführer für landwirtschaftliche Produkte und mehr‘ hilft Ihnen, einen Betrieb oder eine andere Adresse zu finden, bei denen die gewünschten Informationen zu bekommen sind.

Die Regionalstelle des Hessischen Landesamtes für Regionalentwicklung, Landwirtschaftspflege und Landwirtschaft (HLRR) in Usingen hat das 76 Seiten umfassende Heft herausgegeben. Es ist ein Wegweiser zu den Direktvermarktern in Frankfurt, Offenbach, den Kreisen Main-Taunus, Hochtaunus und Offenbach. Darüber hinaus enthält die Schrift kurze Beschreibungen von Freizeiteinrichtungen, etwa des Freilichtmuseums Hessenpark, und von Lehrpfaden wie dem Sossenheimer Obstpfad.

Die Broschüre kann beim Amt für Regionalentwicklung, Obergasse 23, 61250 Usingen, Tel.: 06081-10230, Fax: 06081-102318 bestellt werden.

Anhaltend hohe Nachfrage nach Biodiesel

Themen: Archiv — info @ 14:09

Neue Anlagen mit Kapazität von 470.000 t geplant

Münster (agrar.de) – Biodiesel wird bei den deutschen Autofahrern immer beliebter. ‚Im Durchschnitt ist der Biodiesel an den Tankstellen derzeit rund 12 Pf je Liter günstiger als Diesel,‘ informiert Dr. Norbert Allnoch, Leiter des Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster. Den Trend bestätigt das Ergebnis der repräsentativen Umfrage unter den rd. 900 Biodieseltankstellen in Deutschland für den Monat August. Zum Zeitpunkt der Erhebung, die jeweils zur Mitte eines Monats durchgeführt wird, lag der IWR-Biodieselpreisindex im August bei 1,422 DM/l (Juli: 1,386 DM/l).

Die Produktionskapazität für Biodiesel in Deutschland liegt nach IWR-Angaben derzeit bei etwa 250.000 t pro Jahr. Aufgrund der hohen Nachfrage sind weitere Anlagen mit einer Kapazität in Höhe von 470.000 t in Planung. Mit der dann vorhandenen Gesamtkapazität (720.000 t) könnte der Anteil des Biodiesels am Dieselabsatz (1999: rd. 29 Mio t) auf 2,5 % steigen. Noch für das 4. Quartal 2000 ist der Beginn der Baumaßnahmen für eine Produktionsanlage mit einer Kapazität von 100.000 t in Schwarzheide (Brandenburg) geplant.

Erste Stufe der Rindfleisch-Etikettierung in Kraft

Themen: Archiv — info @ 11:09

Verbraucherverbände fordern nationalen Alleingang

Berlin/Bonn (agrar.de) – Heute tritt in allen EU-Mitgliedstaaten die erste Stufe der Verordnung (EG) Nr. 1760/2000 zur Rindfleisch-Etikettierung in Kraft. Danach sind bei Rindfleisch die Angabe der Zulassungsnummern von Schlacht- und Zerlegebetrieb sowie die Angabe des Ortes der Schlachtung und Zerlegung (Namen des Mitgliedsstaats) obligatorisch. Auch muss eine Referenznummer angegeben werden, die die Rückverfolgbarkeit zwischen dem Fleisch und dem Tier oder der Gruppe von Tieren, von denen das Fleisch stammt, sicherstellt. Die neue Kennzeichnung schließt entgegen ersten Plänen auch Hackfleisch ein, das knapp die Hälfte des in Europa verzehrten Rindfleisches ausmacht.

Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AGV) sieht in der vorgesehene Etikettierung keine wesentliche Verbesserung. Sie bringe für die Verbraucher keine nennenswerten Informationen, so die Verbraucherschützer. Erst die zweite Stufe dieser Verordnung, die europaweit im Jahre 2002 in Kraft tritt, informiere die Verbraucher ausreichend. Ab 2002 ist auch die Ausweisung von Geburtsort und Mastbetrieb der Tiere auf den Produkten vorgeschrieben.

Viele Betriebe und Verarbeiter machen bereits freiwillig Angaben zur Herkunft. Die AgV empfiehlt den Verbrauchern, entsprechend umfassend gekennzeichnetes Rindfleisch zu bevorzugen. Sie könnten durch ihre Kaufentscheidung deutlich machen, dass sie eine Kennzeichnung von der Geburt bis zur Ladentheke wünschen und bereit sind, diese Zusatzleistung zu honorieren.

Pläne der Bundesregierung, eine verschärfte Kennzeichnungspflicht im nationalen Alleingang bereits vorzeitig einzuführen, scheiterten bislang an der fehlenden Zustimmung des Bundesrates. Die Ablehnung wird vor allem mit den notwendigen Kontrollen und den damit verbundenen Kosten begründet.

Die AgV fordert die Bundesregierung auf, möglichst schnell eine nationale Verordnung durchzusetzen, die der für 2002 vorgesehenen EU-Regelung vorgreift und eine umfassende Herkunftskennzeichnung für aus Deutschland stammendes Rindfleisch verpflichtend regelt.

Weitere Informationen: Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AGV), Heilsbachstr. 20, 53123 Bonn, Tel.: 0228-64890, Fax: 0228-644258, E-Mail

Bodenkongress in Osnabrück

Themen: Archiv — info @ 10:09

Osnabrück (agrar.de) – Die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA, Schneverdingen) und die Fachhochschule Osnabrück veranstaltet vom 14. bis 17. September das ‚Internationale Bodenforum‚ in Osnabrück.

Die Fachtagung mit dem Untertitel ‚Umwelt im Dialog – Neue Wege zu nachhaltiger Bodennutzung‘ wird finanziell von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt getragen und ist Teil des Expo-Projekts ‚%url3%Faszination Boden%/%‘. Die Veranstaltung bietet ein Forum zum Wissens- und Erfahrungsaustausch für Teilnehmer aus Wissenschaft, Planung und Praxis. Mit dem Ziel, die Belastung des Bodens zu verringern, sollen konkrete Lösungen und Handlungsstrategien nachhaltiger Bodennutzung sollen vorgestellt und ihre Umsetzbarkeit diskutiert werden.

Information und Anmeldung zum Kongress: Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz, Tel.: 05198-9890-93, %url1%E-Mail%/%

Treffpunkt Zukunft – Absolventenbörse zur EuroTier2000

Themen: Archiv — info @ 10:09

Hannover/Frankfurt (agrar.de) – Für Absolventen, Studenten und Fachschüler, die eine berufliche Herausforderung im vor- und nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft suchen, richtet die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) gemeinsam mit Ausstellern der ‚EuroTier2000‚ eine Absolventenbörse ein.

Unter dem Motto ‚Treffpunkt Zukunft‘ bietet die DLG am 1. Dezember 2000 eine Plattform zum Kennenlernen. Auf einem eigens hierfür eingerichteten Areal in der Halle 16 des Messegeländes erhalten Nachwuchskräfte die Möglichkeit zum Dialog mit den Personal-Chefs von zahlreichen Ausstellern.

Das DLG-Angebot, das sich an alle Fachschulen, Fachhochschulen und Hochschulen im Agrar- und Veterinärmedizinbereich richtet, bietet auch eine deutliche Eintrittsermäßigung für den Besuch der „EuroTier“ am 1. Dezember 2000: Absolventen, Studenten und Fachschüler, die in Gruppen ab 15 Personen nach Hannover anreisen, erhalten bei vorheriger Anmeldung die Eintrittskarte zum Preis von 10,- DM.

Weitere Informationen: Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, Johannes Ritz, Tel. 069-24788-304, E-Mail

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