08. September 2000

Gelbe Karte vom Kartellamt

Themen: Archiv — info @ 09:09

Dumpingpreise für Lebensmittel untersagt

Bonn (agrar.de) – Das Bundeskartellamt hat sich in den Preiskampf des Lebensmittelhandels eingeschaltet und den Handelsketten Aldi Nord, Lidl und dem US-Konzern Wal-Mart Stores Inc. untersagt, Lebensmittel unter dem Einkaufspreis anzubieten.

Die Unternehmen hätten Grundnahrungsmittel wettbewerbsschädigend unter den Einstandspreisen verkauft, zu denen sie von Ihren Lieferanten bezogen wurden, erklärte der Präsident des Kartellamts, Ulf Böge, in Bonn. Der Nutzen der Billigpreise für den Verbraucher sei nur vorübergehend und, gemessen an der Kaufkraft, auch nicht bedeutend.

Die Verfahren gegen die ebenfalls überprüften Unternehmen Aldi Süd, Tengelmann/Plus und Norma seien hingegen eingestellt worden, teilte Böge mit. Deren Niedrigpreise seien aus Wettbewerbssicht gerechtfertigt gewesen.

Der weltgrößte Einzelhandelskonzern Wal-Mart, der in Deutschland Fuß fassen will, hatte den Preiskampf vor einigen Monaten gestartet.

Landwirtschaftsministerium fördert Einsatz von Rapsöltraktoren

Themen: Archiv — info @ 09:09

Berlin (agrar.de) – Das Bundesernährungsministerium fördert ab sofort in einem Demonstrationsvorhaben die Ausrüstung von bis zu 100 Traktoren mit rapsöltauglichen Motoren.

Ziel des Vorhabens ist es, im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitforschung nachzuweisen, dass der Einsatz von Rapsöl als Kraftstoff in Traktoren technisch und wirtschaftlich machbar und praxistauglich ist. Die Ergebnisse des Demonstrationsvorhabens dienen als Entscheidungsgrundlage dafür, welche Techniken künftig im Rahmen des Markteinführungsprogramms biogene Treib- und Schmierstoffe (MEP) gefördert werden.

Angesprochen sind Hersteller, Umrüster und Händler von Traktoren in Deutschland. Das Ministerium fördert im Rahmen des Programms ‚Nachwachsende Rohstoffe‘ die Umrüstung der Traktoren, die Errichtung von Eigenverbrauchstankstellen für Rapsöl, die Führung von Betriebstagebüchern und erstattet Ausfallgelder, die während der wissenschaftlichen Untersuchungen an den Traktoren anfallen.

Interessierte Unternehmer können bis spätestens 15.11.2000 beim Projektträger des Bundesernährungsministeriums, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Projektskizzen einreichen. Die Förderungsrichtlinien werden in Kürze im Bundesanzeiger erscheinen. Sie sind außerdem ab sofort auf den Seiten der Fachagentur abrufbar.

Weitere Informationen: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Hofplatz 1, 18276 Gülzow, Tel.: 03843-6930-0, Fax: 03843-6930-102), E-Mail.

07. September 2000

Preisindex im August 1,8 Prozent über dem Vorjahresstand

Themen: Archiv — info @ 14:09

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte für Deutschland im August 2000 gegenüber August 1999 um 1,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Juli 2000 fiel der Index um 0,2 Prozent.

Die Jahresteuerungsrate wurde wie in den vergangenen Monaten stark durch die Preisentwicklung bei den Mineralölerzeugnissen beeinflusst. So verteuerte sich leichtes Heizöl von August 1999 bis August 2000 um 44,1 Prozent, Gas um 19,1 Prozent und Zentralheizung, Fernwärme um 24,0 Prozent. Die Kraftstoffpreise lagen im August 2000 noch um 14,9 Prozent über dem Vorjahresstand, Kfz-Versicherungen wurden gegenüber August 1999 um 8,4 Prozent teurer.

Eine aus der Sicht der Verbraucher günstige Preisentwicklung wiesen nach wie vor Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke auf. Sie waren im Durchschnitt im August 2000 lediglich um 0,1 Prozent teurer als im August 1999. Insbesondere gingen die Preise für Molkereiprodukte und Eier (- 1,4 Prozent), Speisefette und -öle (- 1,5 Prozent), Obst (- 1,1 Prozent), sowie für Kaffee, Tee, Kakao (- 1,5 Prozent) zurück. Gemüse (+ 3,8 Prozent) und Fisch (+ 1,5 Prozent) verteuerten sich leicht.

Sonnleitner fordert Senkung des Steuersatzes für Agrardiesel

Themen: Archiv — info @ 14:09

Bonn (agrar.de) – Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, (DBV), Gerd Sonnleitner, hat vom Deutschen Bundestag die Reduzierung des Steuersatzes für Agrardiesel zur Senkung der Energiekosten in der Landwirtschaft gefordert. Im laufenden Gesetzgebungsverfahren zum Agrardiesel müsse ein deutlich niedrigerer Steuersatz zur Entlastung der Land- und Forstwirtschaft verankert werden. Dies sei zur Angleichung der Wettbewerbsbedingungen in der EU als erster Schritt dringend geboten.

‚Agrardiesel muss zu Heizölsteuersätzen in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt werden können‘, erklärte Sonnleitner. Die Nachbarländer Frankreich und Dänemark würden derzeit zeigen, welche Gestaltungsmöglichkeiten in anderen EU-Staaten gegenwärtig ausgeschöpft würden.

In Deutschland kostet der Liter Diesel über 1,40 DM, die französischen Bauern zahlen nur rund 80 Pfennig je Liter. In diesem Monat wird der Preis um weitere 5 Pfennig reduziert.

Sonnleitner forderte die Regierungskoalition im Bundestag auf, die auch von Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke geforderte Wettbewerbsgleichheit in der EU herbeizuführen. Darüber hinaus müsse die Ökosteuer ausgesetzt werden, um den Anstieg der Energiepreise zu bremsen und damit einem Inflationsschub entgegenzuwirken. Auch der ‚kleine Mann‘ würde mit einer Auszeit bei der Ökosteuer bei den Heizöl- und Kraftstoffpreisen entlastet, so Sonnleitner.

Kiel: „Leitlinien ordnungsgemäßer Landbewirtschaftung“ vorgestellt

Themen: Archiv — info @ 13:09

Kiel (agrar.de) – ‚Die Vorlage der gemeinsam erarbeiteten Leitlinien für eine ordnungsgemäße Landbewirtschaftung in Schleswig-Holstein zeigt, dass zwischen Landwirtschaft und Naturschutz kein Gegensatz bestehen muss‘, sagte Landwirtschaftsministerin Ingrid Franzen heute anlässlich der gemeinsamen Vorstellung der Leitlinien mit ihrem Kollegen, Umweltminister Klaus Müller und dem Präsidenten der Landwirtschaftskammer Hermann Früchtenicht in Kiel.

Die Leitlinien sollen als Grundlage in einem Diskussionsprozess mit den Verbänden aus Landwirtschaft und Naturschutz in Schleswig-Holstein dienen und das Beratungskonzept für die Landbewirtschaftung in Schleswig-Holstein bilden. ‚Allein die Erarbeitung eines Diskussionspapiers zeigt, dass in Schleswig-Holstein alte Gräben überwunden werden‘, so Umweltminister Klaus Müller. ‚Die Leitlinien beschreiben die ‚ordnungsgemäße Landbewirtschaftung‘ und ‚gute fachliche Praxis‘ mit klaren Zielformulierungen und das Ergebnis ist im Ländervergleich mehr als vorzeigbar.‘

Die ‚Leitlinien für eine ordnungsgemäße Landbewirtschaftung‘ in Schleswig-Holstein fassen zum einen zusammen, was an gesetzlichen Vorgaben bei der Landbewirtschaftung zwingend zu beachten ist und die Grundlage für die Inanspruchnahme von Fördermitteln ist. Sie nehmen aber darüber hinaus auch jene Aspekte auf, die nach dem Stand der Technik heute als zeitgemäße Form der Landbewirtschaftung zu beachten sind und die die Grundlage eines nachhaltigen Wirtschaftens bilden. ‚In den Leitlinien spiegelt sich die Idee des integrierten Landbaus als Leitbild wider, dass mit seiner ausgewogenen Beachtung ökologischer und ökonomischer Erfordernisse eine zukunftsträchtige Wirtschaftsform für die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein darstellt‘, so der Präsident der Landwirtschaftskammer Hermann Früchtenicht.

Die Leitlinien sind in die Abschnitte Anbau und Bodennutzung, Bodenbearbeitung und Bodenschutz, Pflanzenernährung und Düngung, Pflanzenschutz sowie Natur und Landschaft gegliedert und zeigen das gesamte Spannungsfeld auf, in dem sich die Landwirtschaft bewegt: Einerseits der von der Landwirtschaft erwartete Beitrag zur Sicherstellung der Ernährung sowie der Erzeugung qualitativ hochwertiger Nahrungsmittel bei gleichzeitig günstigen Verbraucherpreisen und andererseits die Inanspruchnahme von den natürlichen Ressourcen Boden, Wasser, Luft bei gleichzeitiger Sicherung der Nachhaltigkeit.

Landwirtschaftsministerin Ingrid Franzen betonte, mit der heutigen öffentlichen Vorstellung der Leitlinien für eine ordnungsgemäße Landbewirtschaftung einen konstruktiven Dialog aller beteiligten Seiten im Lande in Gang setzen zu wollen, der zu einem besseren gegenseitigen Verstehen der beteiligten Gruppen beitragen solle. Noch in diesem Herbst sei deshalb eine gemeinsame Veranstaltung vorgesehen, in der die Leitlinien den Verbänden der Landwirtschaft und des Naturschutzes vorgestellt und erläutert würden.

EU-Kommission fordert unmissverständliche Etikettierung von Eiern

Themen: Archiv — info @ 13:09

Brüssel (agrar.de) – Die Europäische Kommission hat heute einen Vorschlag angenommen, in dem sie bei der Etikettierung von Eiern eine verbindliche Angabe der Art der Legehennenhaltung fordert. Die neue verbindliche Regelung soll die bisherige freiwillige Etikettierung ersetzen. Die Art der Legehennenhaltung spielt bei der Kaufentscheidung der Verbraucher eine wesentliche Rolle. Eine klare, unmissverständliche Etikettierung ist daher unbedingt erforderlich, damit die Verbraucher eine fundierte Entscheidung treffen können.

Franz Fischler, in der Kommission zuständig für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei, erklärte zum heutigen Vorschlag: ‚Die Verbraucher wollen genau wissen, unter welchen Bedingungen Eier produziert werden. Unser Vorschlag zeigt, dass wir entschlossen sind, den Verbrauchern möglichst viele Informationen zu liefern, damit sie selbst entscheiden können. Die neue Kennzeichnungspflicht steht im Einklang mit den Bestimmungen zum Schutz von Legehennen, auf die wir uns im vergangenen Jahr geeinigt haben.‘

Die Verpflichtung gilt für alle in der Europäischen Union vermarkteten Eier, also auch für Eier aus Drittländern. Der Vorschlag enthält außerdem einige Bestimmungen, die die Vermarktung von Eiern vereinfachen sollen.

Der Vorschlag ergibt sich aus den neuen, im Juli 1999 erlassenen Bestimmungen zum Schutz von Legehennen (*1). Bei Annahme dieser neuen Bestimmungen hatte der Rat die Kommission aufgefordert, einen Vorschlag zur Anpassung der (mit der Verordnung (EWG) Nr. 1907/90 (*2) des Rates festgelegten) Vermarktungsnormen für Eier vorzulegen und dabei insbesondere die Einführung einer obligatorischen Kennzeichnung zu erwägen.

Der Vorschlag sieht eine Änderung der geltenden Vermarktungsnormen in zwei Bereichen vor:

1. Angabe der Legehennenhaltung

Dem Vorschlag zufolge müssen künftig Eier der Güteklasse A sowie Groß- und Kleinpackungen von Eiern dieser Güteklasse mit einer Markierung versehen werden, die die Art der Legehennenhaltung angibt, oder mit einem Erzeugercode, aus dem ebenfalls die Haltungsform abgeleitet werden kann. Die genaue Form der Markierung soll in einer Durchführungsverordnung festgelegt werden, die sich auf die Entscheidung des Rates stützt. Sie könnte ähnlich aussehen wie die derzeitigen freiwilligen Angaben:

Auf den Eiern: „Freilandhaltung“, „intensive Auslaufhaltung“, „Bodenhaltung“, „Volierenhaltung“, „Käfighaltung“.

Auf den Packungen: „Eier aus Freilandhaltung“, „Eier aus intensiver Auslaufhaltung“, „Eier aus Bodenhaltung“, „Eier aus Volierenhaltung“, „Eier aus Käfighaltung“.

Die neue Etikettierungspflicht soll für alle Eier gelten, die in der EU vermarktet werden, also auch für Importe. Zum Schutz gegen irreführende Angaben darf die Markierung bzw. der Erzeugercode auf Eiern aus Drittländern nur angebracht werden, wenn die Gleichwertigkeit der dortigen Vorschriften mit den Vorschriften und Normen der EU gewährleistet ist. Ist dies nicht möglich, werden die Eier mit der Markierung „Haltungsform unbekannt“ oder der Angabe des Ursprungslandes versehen.

2. Vereinfachung der Vermarktungsnormen für Eier

Eine neue Güteklasse B, „für die Industrie bestimmte Eier“, soll die bisherigen Güteklassen B (Eier zweiter Qualität oder haltbar gemachte Eier) und C (für die Industrie bestimmte, deklassierte Eier) zusammenfassen. Da der Handel mit Eiern der derzeitigen Güteklasse B in der Europäischen Union von relativ geringer Bedeutung ist und die große Mehrheit der Erzeuger und des Handels dem Verbraucher nur Eier bester Qualität liefern möchte, spielt diese Änderung bei der Vereinfachung der geltenden Normen eine wesentliche Rolle. Eier der Güteklasse B, mit Ausnahme von Knickeiern, werden mit einer Markierung versehen, die die Güteklasse angibt. Sie entspricht der Markierung, die bisher für Eier der Güteklassen B und C verwendet wurde.

Bisher mussten Eierpackungen mit folgenden Angaben gekennzeichnet werden:

Name des Händlers, Nummer der Packstelle, Güte- und Gewichtsklasse, Anzahl der Eier in der Packung, Mindesthaltbarkeitsdauer und Empfehlungen zur Lagerung, bei Eiern der Güteklasse B (gekühlte bzw. haltbar gemachte Eier): Angaben über die Kühlung bzw. Haltbarmachung und bei Eiern anderer Güteklassen und bei Einfuhren: Verpackungsdatum

Außerdem sind folgende freiwillige Angaben auf den Packungen weiterhin zulässig:

Verkaufspreis, Betriebsführungscode des Einzelhandels und/oder Lagerhaltungs-Kontrollcode, weitere Daten (Verkaufsdatum, Legedatum sofern auf Packungen mit Eiern der Güteklasse A das Legedatum angegeben ist, muss auch das Ei mit diesem Datum versehen werden), das Wort ‚Extra‘ (Das entsprechende Etikett ist spätestens am siebten Tag nach dem Verpacken zu entfernen.), Herkunft der Eier, Einzelheiten zur Kühlung bzw. Lagerung, werbewirksame Angaben

Freiwillige Angaben auf Eiern

Neben den nunmehr obligatorischen Angaben dürfen Eier der Güteklasse A mit folgenden Angaben versehen werden:

Haltbarkeitsdatum, weitere Daten, Güteklasse, Gewichtsklasse, Nummer der Packstelle, Name oder Firmenbezeichnung der Packstelle, Firmenzeichen oder Warenzeichen, Herkunft der Eier, Code des Erzeugerbetriebs.

(*1) Richtlinie 1999/74/EG des Rates vom 19. Juli 1999 zur Festlegung von Mindestanforderungen zum Schutz von Legehennen, ABl. L 203 vom 3.8.1999, S. 53-57.

(*2) Verordnung (EWG) Nr. 1907/90 des Rates vom 26. Juni 1990 über bestimmte Vermarktungsnormen für Eier, ABl. L 173 vom 6.7.1990, S. 5 -11. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 818/96 (ABl. L 111 vom 4.5.1996, S.1).

Sklenar eröffnete Aktionstage „Ökolandbau Thüringen 2000“

Themen: Archiv — info @ 09:09

Erfurt (agrar.de) – Der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar gab heute in Erfurt den Startschuss für die Aktionstage ‚Ökolandbau Thüringen 2000‘. Das teilt das dortige Landwirtschaftministerium mit.

Der Förderverein ‚Thüringer Ökoherz‚ informiert in seiner Gemeinschafts-Aktion mit der Verbraucherzentrale Thüringen und den verschiedenen Naturkostläden und Umweltverbänden über den umweltschonenden Landbau. Dazu tourt der Verein eine Woche durch den Freistaat und besucht dabei verschiedene Thüringer Städte.

Aktionen sind auf Marktplätze und Betrieben in den Städten Erfurt, Jena, Weimar, Heichelheim, Volkenroda, Heiligenstadt, Nordhausen, Rudolstadt, Neustadt/Orla, Meiningen, Schmalkalden, Altenburg und Gera geplant. Der Bürger soll sozusagen ‚beim Einkauf‘ informiert werden. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen Informationen zum ökologischen Landbau und seinen Erzeugnissen, zur Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln sowie zu allen Fragen rund um die gesunde Ernährung. Für ein Wissensquiz halten die Naturkostläden attraktive Preise bereit. Jeder Besucher kann zudem ein Exemplar des neuaufgelegten ‚Einkaufsführers für Ökoprodukte in Thüringen‘ erwerben.

Nach Ministeriumsangaben bewirtschaften in Thüringen gegenwärtig 164 Betriebe insgesamt 16.080 Hektar anerkannte Ökofläche gemäß der EU-Verordnung. Das entspricht einem Flächenanteil von 2 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Thüringens sowie einem Anteil von 3,2 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe. Seit 1992 ist der ökologische Landbau in seinem Umfang kontinuierlich angestiegen. Gegenüber dem Jahr 1998 erhöhte sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche um 6,9 Prozent und die Betriebszahl um 15 Prozent. Die Betriebe des ökologischen Landbaus bewirtschafteteten 1999 ca. 4 Prozent des Grünlandes von Thüringen. Der Anteil der Ackerfläche ist auf 1,9 Prozent angestiegen. Die Ökobetriebe halten 2,1 Prozent des Thüringer Viehbestandes.

Weitere Informationen: Thüringer Ökoherz e. V., Wohlsbornerstr. 2 99427 Weimar/Schöndorf, Tel: 03643-437113, Fax: 03643-437102, %url1&E-mail%/%:

06. September 2000

BayWa und Südzucker im Club der 100

Themen: Archiv — info @ 14:09

(agrar.de) – Die BayWa Aktiengesellschaft aus München ist dieses Jahr auf Platz 56 der Liste der 100 größten deutschen Industrie- und Handelsunternehmen Deutschlands. Mit einem Umsatz von 5070 Millionen und einem Ergebnis von 12 Millionen Euro. Sie hat damit ihren Umsatz um 41% und ihren Ertrag um 50% gegenüber dem Vorjahr steigern können. Im Jahr 1998 stand die BayWa auf Platz 76.

Die Südzucker rangiert 1999 auf Platz 63. Sie hat einen Umsatz in Höhe von 4504 Millionen Euro gemacht, und einen Ertrag von 158 Millionen Euro erwirtschaftet. Damit konnte sie ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 8% steigern. Ihr Ergebnis verringerte sich um 5%.(eb)

05. September 2000

IFOAM: Gerald A. Herrmann wiedergewählt

Themen: Archiv — info @ 15:09

Basel/Gräfelfing (agrar.de) – Als klarer Ausdruck des Vertrauens und Lob für seine geleistete Arbeit wertet der Naturland-Verband die Wiederwahl seines Geschäftsführers, Gerald A. Herrmann, in den Weltvorstand der International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM). Herrmann übernimmt für eine weitere Legislaturperiode wieder das Amt des Schatzmeisters der weltweiten Dachorganisation des Ökologischen Landbaus.

Das Präsidentenamt der IFOAM nimmt Gunnar Rundgren aus Schweden wahr, zur Vizepräsidentin wurde Suzanne Vaupel (USA) gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind: Liz Clay (Australien), Antonio Compagnoni (Italien), El Hadji Hamath Hane (Senegal), Annie Kirschenmann (USA), Alberto Lernoud(Argentinien), Prabha Mahale (Indien) und Katsushige Murayama (Japan).

Die Generalversammlung der IFOAM wählte ihren Vorstand zum Abschluss der ‚IFOAM 2000‘, ihrer Internationalen Wissenschaftskonferenz in Basel. Unter dem Motto ‚The World Grows Organic‘ hatten rund 1.800 Besucher aus rund 100 Ländern eine Vielzahl von Themen wie Landschaft und Biodiversität, Marktentwicklung, Zukunft des Ökologischen Landbaus, behandelt. Über 80 Workshops und Themenblöcke, eine Vielzahl von Vorträgen und Diskussionsrunden prägten die Veranstaltung vom 21. August bis zum 31. August in Basel.

Gerald A. Herrmann ist bereits seit März 1995 Mitglied im World Board der IFOAM. 1998 wurde er erstmals Treasurer im Executive Board. Herrmann engagiert sich seit Anfang der 80er Jahre für den Ökologischen Landbau, ist Geschäftsführer von Naturland und Vorstandsmitglied im deutschen Dachverband ArbeitsGemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL). Er war maßgebend beteiligt an der Entwicklung des IFOAM-Akkreditierungsprogramms, des anspruchsvollsten internationalen Prüfverfahrens für Zertifizierungsorganisationen des Ökologischen Landbaus.

In weiteren Beschlüssen stärkten die Delegierten den durch IFOAM getragenen Anspruch, den Ökologischen Landbau zu harmonisieren. IFOAM ist die einzige Organisation, die weltweit den Öko-Landbau vertritt. Satzungsgemäß wurden die Richtlinien, die IFOAM Basic Standards, verabschiedet und das Intervall der Generalversammlungen von 2 auf 3 Jahre verlängert.

IFOAM: Deklaration gegen staatliche Willkür

Themen: Archiv — info @ 14:09

Basel (agrar.de) – Mit einer Deklaration zum Abschluss der Generalversammlung der International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM) wandten sich die Vertreter von 283 Ökologischen Landbau-Organisationen aus aller Welt gegen ‚eine gefährliche Entwicklung‘: Mehrere Regierungen – aktuell Irland – ergriffen derzeit Schritte, die Tätigkeit der privatrechtlichen Zertifizierungsorganisationen in ihrem Land grundlegend einzuschränken oder sogar abzuschaffen. Ziel sei es, die Hoheit über die ökologische Zertifizierung alleine an den Staat zu binden. Den privatrechtlichen Zertifizierungsorganisationen solle nun nicht mehr erlaubt sein, eigene Richtlinien zu haben, die in ihrem Standard über das gesetzliche Niveau hinausgehen. Auch solle ihnen untersagt werden, ihre Zeichen weiterhin zu verwenden.

In einer Pressemeldung kommentiert der wiedergewählte IFOAM-Schatzmeister und Naturland-Geschäftsführer Gerald A. Herrmann die Entwicklung als einen ‚Skandal‘.

‚Es waren und sind nach wie vor die privaten Organisationen, die seit vielen Jahrzehnten die Standards für den Ökologischen Landbau entwickeln. Nehmen wir als Beispiel die EU-Öko-Verordnung: Sie übernimmt doch weitgehend das, was private Zertifizierer erarbeitet haben. Diese Organisationen haben die Glaubwürdigkeit der Ökologischen Produkte beim Verbraucher aufgebaut.‘

‚Was wir für den Ökologischen Landbau brauchen, ist ein einziger Standard, der weltweit durchgesetzt wird und gilt. Mit den IFOAM Basis Richtlinien und dem IFOAM Akkreditierungsprogramm ist die wichtigste Voraussetzung auf diesem Weg geschaffen worden. Die Arbeit der privaten ökologischen Landbau-Organisationen bedeutet immer auch Weiterentwicklung, Orientierung an der Praxis, an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Kein Staat sollte sich anmaßen, diese Arbeit übernehmen zu können. Der Staat sollte seine Rolle auf die Durchsetzung beschränken. Die Definition der Grundlagen, der Richtlinien, aber denjenigen überlassen, die in diesem Bereich tätig sind.‘

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