27. September 2000

NRW: Mehr Pacht- als Eigenflächen

Themen: Archiv,Pacht&Besitz — info @ 09:09

Deutliche regionale Unterschiede bei Pachtpreisen

Düsseldorf (agrar.de) – Etwa zwei Drittel der 53.300 landwirtschaftlichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen wirtschaften mit zugepachteten Flächen. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Landwirtschaftszählung (LZ) 1999 mitteilt, erhöhte sich die gesamte Pachtfläche in den letzten acht Jahren um 68.200 Hektar auf 780.000 Hektar. Mit 52 Prozent (LZ 91: 46 Prozent) ist der Anteil der Pacht- an der Gesamtfläche nun höher als der des ‚Eigenlandes‘.

Je Hektar errechneten die Statistiker 1999 für Nordrhein-Westfalen einen durchschnittlichen jährlichen Pachtpreis von 561 DM (LZ 1991: 496 DM). Für Ackerland wurde je Hektar im Schnitt eine Pacht von 656 DM bezahlt, wobei in den Regierungsbezirken Köln (727 DM), Düsseldorf (735 DM) und Münster (739 DM) die höchsten Pachtpreise je Hektar zu zahlen waren. In den Regierungsbezirken Detmold (509 DM) und Arnsberg (526 DM) mussten die Bauern für die Pacht im Durchschnitt nicht so tief in die Tasche greifen wie die Kollegen im Rheinland.

Der Pachtpreis für Dauergrünland in NRW lag mit 336 DM deutlich unter dem für Ackerland. Auch beim Dauergrünland gab es zwischen den Regierungsbezirken deutliche regionale Unterschiede: Die Pachten reichten von 248 DM im Regierungsbezirk Arnsberg bis zu 479 DM im Regierungsbezirk Münster.




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