22. September 2000

Rückläufige Tierbestände

Themen: Archiv — info @ 09:09

Bonn (%url3LH%/%) – Nach den Ergebnissen der dritten Viehbestandszählung vom Mai 2000 ist der Tierbestand in Deutschland insgesamt rückläufig.

Nach den Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums (%url%BML%/%) ist der Schweinebestand um 0,3 Millionen (1,1 Prozent) seit dem November 1999 zurückgegangen. Im Frühjahr 200 hielten noch rund 123.900 Betriebe Schweine, 17.500 (12,4 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Bis zum Sommer 2001 wird die deutsche Schweineproduktion Schätzungen zufolge um drei Prozent auf rund 40 Millionen Tiere zurückgehen. Nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Landwirtschaft (ZMP) in Bonn bleibt die Bundesrepublik der mit Abstand größte Schweineproduzent in der Europäischen Union.

Der Export lebender Schweine stieg leicht an, dafür ist die Einfuhr aus den Niederlanden und Belgien deutlich gestiegen. Das BML erwartet für die Jahre 2000 und 2001 einen weiteren Produktionsrückgang. Auch in der EU sind die Produktionszahlen weiter rückläufig. Die Preisentwicklung ist dagegen Erzeuger-freundlich, und wird es nach Einschätzung des Bundesministeriums auch bleiben.

In England werde die Erzeugung überdurchschnittlich um rund acht Prozent auf 12,6 Mio. Schweine abnehmen. Auch in den Niederlanden, Irland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und Portugal erwarten die Experten einem Rückgang der Schweineproduktion. In Dänemark und Italien wird dagegen eine Zunahme um drei beziehungsweise ein Prozent auf 22,9 und zwölf Mio. Tiere erwartet. Innerhalb der Europäischen Union schätzt die Behörde die Schweineproduktion auf insgesamt 203,7 Mio. Tiere.

Auch der Rinderbestand ist rückläufig. Er ist seit dem Vorjahr um 14,6 Mio. (0,6 Prozent) gesunken. Die Preise für die Erzeuger liegen dabei leicht über dem Vorjahresniveau. In der EU ist der Rinder-Bestand leicht steigend.

Die Milchpreise sind rückläufig. Sie sind von Juli 1999 bis Juni 2000 um 56,06 Pfg. pro kg gesunken (2,4 Prozent). Für den Herbst erwartet das Bundesministerium eine Steigerung des Preises über das Niveau im Herbst 1999.




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