07. August 2000

Grüne Woche mit Kongress über „Grünes Geld“

Themen: Archiv — info @ 12:08

Hamm/Berlin (agrar.de) – Vom 25. bis 27. Januar wird es im Rahmen der Internationalen Grünen Woche auch eine Messe und einen Kongress zum Thema ‚Grünes Geld‚ geben. Wie der Veranstalter, das Öko-Zentrum NRW, mitteilt, können sich dann Anleger und Fachleute über ethische und ökologische Kapitalanlagen informieren.

Das gestiegene Umweltbewusstsein habe auch den Markt für grüne Aktie, Beteiligungen und Investmentfonds wachsen lassen. Auf sechs Millionen Mark beziffert eine vom Öko-Zentrum NRW in Auftrag gegebene Marktstudie das Volumen privater Anleger bereits vor zwei Jahren. ‚Seitdem dürfte es um mehr als zwei Milliarden Mark gestiegen sein‘, so die Mitteilung, wobei dieser Markt eng mit der Entwicklung eneuerbarer Energien verknüpft sei.

Die Aussteller der Messe kommen vorwiegend aus den Bereichen Windenergie, Banken und Versicherungen, auch ethische und soziale Projekte sollen sich vorstellen. Als besonderen Service wollen die Veranstalter einen ‚Check-Point‘ für Anleger anbieten, der die Besucher unterstützt, Informationen von den Anbietern zu erfragen.

Auf dem parallel zur Messe stattfindenen Kongress sollen Vorträge, Workshops und Expertenrunden das Fachwissen vertiefen, auch die Ergebnisse einer Kapitalmarktstudie zu grünen Aktien und Fonds soll vorgestellt werden.

Weitere Informationen: Öko-Zentrum NRW, Sachsenweg 8, 59073 Hamm, Tel.: 02381-302200 Weitere %url4%Messen%/%.

04. August 2000

„Die niedersächsische Landwirtschaft in Zahlen“ neu aufgelegt

Themen: Archiv — info @ 14:08

Hannover (agrar.de) – Wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium berichtet, wurde die Broschüre „Die niedersächsische Landwirtschaft in Zahlen“ in aktueller Version herausgegeben.

Auf rund 70 Seiten sind über 10.000 wichtige Daten über die niedersächsische Landwirtschaft sowie über allgemeine wirtschaftliche und soziale Bereiche, die für die Landwirtschaft von Bedeutung sind, in tabellarischer und teilweise auch graphischer Form zusammengestellt. Dabei ist besonders auf die Ausweisung von Zeitreihen und von Vergleichszahlen zwischen Niedersachsen und dem Bundesgebiet Wert gelegt worden.

Die Broschüre ist als Kompendium für den normalen Statistikkonsumenten gedacht. Sie ist beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Referat 207.1, Calenberger Str. 2, 30169 Hannover, erhältlich. Weitere Einzeldarstellungen und Sonderauswertungen sowie sachlich und regional tiefer gegliederte Tabellen können beim Niedersächsischen Landesamt für Statistik, Schriftenvertrieb, Postfach 910764, 30427 Hannover, bezogen werden.

03. August 2000

HIT: Zentrale Tierdatenbank mit Löchern

Themen: Archiv — info @ 15:08

Zeitschrift: Von Herkunftskontrolle zur BSE-Bekämpfung keine Spur

MÜNCHEN (agrar.de) – Nach Angaben der Zeitschrift ‚Computerwoche‚ weist die Datenbank des ‚HI-Tier‚ (Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere), die dem lückenlosen Herkunftsnachweis der Bekämpfung von Seuchen wie BSE dienen soll, nennenswerte Inkonsistenzen und weiße Flecken auf. Was für die Verantwortlichen von HI-Tier Schwächen in der Startphase seien, stelle für Viehhändler, Bauern und Schlachter, die Geburten, Verkäufe und das Ableben der Rinder melden müssen, ein Chaos dar, das die Verbraucher gefährde.

Seit dem 26. September 1999 soll in Deutschland gemäß Viehverkehrsordnung jede Geburt, Verbringung und Schlachtung bzw. Ableben von Rindern innerhalb von sieben Tagen zentral registriert werden. Diese Maßnahme basiert auf der EG-Verordnung 820/97. Veranlaßt durch die BSE-Krise 1996 wurden die unterschiedlichen Kennzeichnungs- und Registrierungssysteme in den EU-Mitgliedsstaaten harmonisiert, seitdem wird nicht nur der gesamte Rinderbestand in der HI-Tier-Datenbank erfaßt, sondern auch alle Bewegungsdaten (z.B. Betriebs- und Besitzerwechsel).

Mit Erstellung und Betrieb der HI-Tier-Datenbank beauftragten die Bundesländer das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF), das beim Aufbau der Datenbank unter erheblichem Zeitdruck stand.

Bei der derzeitige bundesweite Prüfung der Datenbankeinträge auf ihre Richtigkeit müssen allein für den Stichtagsbestand vom Herbst vergangenen Jahres 240.000 Rinderhalter und 15 Millionen Rinder überprüft werden. Für die Bauern und Händler nach Meinung von Richard Carmanns, HI-Tier-Projektleiter beim StMELF, eine zumutbare Aufgabe, die innerhalb eines Monats zur Bereinigung des zentralen Datenbestands führen soll.

Wie die ‚Computerwoche‘ berichtet, klappt nicht alles wie vorgesehen. So hat die zuständige Regionalstelle in Nordrhein-Westfalen Listen verschickt, die über den Erstbestand hinaus auch die Bewegungsdaten bis zum 31. März dieses Jahres enthielten. Ob und in welchem Zeitraum sich sämtliche Einträge tatsächlich kontrollieren und berichtigen lassen, sei bei dieser Datenmenge offen. Allein der Landeskontrollverband in Münster gehe von rund 60.000 Datenfehlern bei etwa einer Million lebenden Tieren im Raum Westfalen-Lippe aus. Angesichts dieser Größenordnung scheine der Verband den Überblick zu verlieren.

Zudem: Von den An- und Verkäufe, die Landwirte und Händler seit Beginn dieses Jahres per Internet an die Datenbank übermittelt, kommen offenbar nicht alle an.

Da die Erfassungsart im Datensatz gespeichert wird, weiss die HI-Tier Projektleitung, dass zirka 14 bis 15 Prozent der Informationen online eingehen, 30 Prozent über das sogenannte Batch-Verfahren (als Datensatzgruppen). Stürzt das System während einer Online- oder Batch-Übertragung ab, können Daten verloren gehen. Erkennt der Anwender eine entsprechende Fehlermeldung nicht, bleibt die Datenhaltung inkonsistent. Für das Batch-System muss der meldende Betrieb über DV-Know-how verfügen, sonst kann er möglicherweise die Übertragungsprotokolle nicht richtig interpretieren. Solche Voraussetzungen können nach Ansicht der Zeitschrift jedoch nur Großbetriebe schaffen.

Grundlage der HI-Tier-Datenhaltung ist eine DB/2-Datenbank der IBM, die auf einem OS/390-Rechner läuft. Darauf greifen Java-Applikationen zu, die sich jedoch als instabil erwiesen. Außerdem sei das Datenbanksystem bei 120.000 Meldungen pro Tag und ein paar hundert gleichzeitig aktiven Anwendern häufig überlastet. In der Vergangenheit habe es zahlreiche Systemabstürze gegeben, noch jetzt falle die zentrale Registrierung pro Woche etwa eine Stunde aus. Großbetriebe wie die Westfleisch in Münster, die die Informationen von elektronischen Waagen in die Buchhaltung geben, mit den Eintragungen in den Tierpässen vergleichen und dann erst per Batch-Verfahren in die Datenbank überspielen, haben laut Bericht kaum Schwierigkeiten mit doppelten oder fehlenden Daten. Pro Woche kämen fünf bis sechs Problemfälle vor.

Neben der elektronischen Datenübermittlung besteht die Möglichkeit der Meldung via Tastentelefon oder Postkarte. Bei der ersten Alternative fehlt die visuelle Kontrolle, wodurch die Fehlerquote – etwa durch Zahlendreher – steigt. Die Meldung über Postkarten, die zunächst an die Landeskontrollbehörden gehen, ermöglichen Fehler beim Scannen oder beim manuellen Erfassen nicht maschinenlesbarer Informationen. Schwierigkeiten liegen offenbar auch darin, dass der zur Meldung verpflichtete Personenkreis sehr heterogen ist.

Bis heute kann die Datenbank keine vertrauenswürdigen Auskünfte erteilen. Ungereimtheiten im angeblichen Lebensweg einer Kuh ließen sich erst aufdecken, wenn die Datenbasis stimmte und Plausibilitätsprüfungen, zum Beispiel der Abgleich von An- und Verkaufsdaten, stattfinden könnten. Solche Kontrollen werden laut HI-Tier-Chef Carmanns aber erst ’scharf geschaltet‘, wenn der erste Datenabgleich stattgefunden hat.

Doch selbst dann bleibt das Datensystem nach Meinung der ‚Computerwoche‘ fragwürdig. Die dem Meldesystem immanenten Schwächen wie Eingabefehler, verloren gegangene oder vertauschte Papiere bleiben bestehen, so dass die Datensammler niemals eine widerspruchsfreie Datenbasis erhalten würden. Der Deutsche Bauernverband gehe davon aus, dass, wenn die zentrale Registrierung irgendwann optimal funktioniert, immer noch ein Fehlerquotient von zwei Prozent bleibe.

02. August 2000

Internet-Börse für Öko-Produkte geplant

Themen: Archiv — info @ 15:08

London (agrar.de) – Eine Internet-Börse für ökologisch erzeugte Agrarrohstoffe in Europa soll im Oktober dieses Jahres öffnen. Die Initiatoren teilten in London mit, für die Online-Börse sei ein Investitionsvolumen von insgesamt 9,5 Mio. Euro vorgesehen.

Die Handelsplattform Trade Organex mit Sitz in London soll kleineren Öko-Produzenten ermöglichen, ihre Erzeugnisse an große Hersteller zu vermarkten. Die Erzeuger sollen bei der Einführung geeigneter Kontrollverfahren unterstützt und von unabhängiger Stelle überprüft werden. Angebotene Erzeugnisse sollen zurückverfolgbar sein und den europäischen Öko-Richtlinien und Zertifizierungsbedingungen entsprechen. Außerdem biete die Börse den Erzeugern Unterstützung im Management und im Verkauf.

Über eine Anbieterdatenbank will Trade Organex den Herstellern die Beschaffung von Roherzeugnissen erleichtern und einen branchenübergreifenden Handel mit Milchprodukten, Fleisch, Obst, Gemüse, Getreide und anderen Erzeugnissen ermöglichen.

Erste Zertifizierungen für landbauliche Abfallverwertung

Themen: Archiv — info @ 15:08

Darmstadt (agrar.de) – Nach einem Bericht des Umweltmagazins startet die Qualitätssicherung Landbauliche Abfallverwertung (QLA) mit den ersten Zertifizierungen.

Das System wendet sich an Erzeuger und Besitzer von Rest- und Abfallstoffen, Behandler und Gemischhersteller sowie an interessierte Landwirte. Es soll auf freiwilliger Basis dazu dienen, vom Abfallverursacher bis hin zum Landwirt die nachhaltige landbauliche Verwertung geeigneter Abfälle nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik zu unterstützen.

Ziel die QLA ist eine lückenlose Qualitätssicherung von den Ausgangsmaterialien bis zur landbaulichen Verwertung von Abfällen nach § 1 des Düngemittelgesetzes – Sekundärrohstoffen, Bodenhilfsstoffen und Kultursubstraten – einschließlich eines umfassenden Flächenmanagements im Sinne des nachhaltigen Bodenschutzes. Bei Erfüllung definierter Anforderungen nach erfolgreich absolviertem Anerkennungsverfahren werden Qualitätszeichen verleihen, verwertende Betrieb sollen mit einzelschlagbezogenen Empfehlungen zur ergänzenden Düngung unterstützt werden.

Das QLA soll Transparenz schaffen und damit die Verbesserung der gesellschaftlichen Akzeptanz der landbaulichen Verwertung von Abfällen fördern.

Federführend bei der Initiative ist der Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA).

Adressverzeichnis „Nachwachsende Rohstoffe“ wird überarbeitet

Themen: Archiv,NaWaRos — info @ 13:08

Gülzow/Aachen (agrar.de) – Das Adressverzeichnis ‚Nachwachsende Rohstoffe‘ der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), eine umfangreiche Übersicht über Hersteller innovativer Produkte aus Nachwachsenden Rohstoffen, wird überarbeitet.

Für die Neuauflage können noch sich bis zum 1.September Adressen Unternehmen und Institionen vorschlagen, die kostenlos in das Adressverzeichnis aufgenommen werden.

Angesprochen sind hier: Produzenten Nachwachsender Rohstoffe, Hersteller innovativer Produkte aus Nachwachsenden Rohstoffen sowie Organisationen, deren Tätigkeitsbereich Nachwachsende Rohstoffe bilden. Die beim Eintrag mögliche Produktliste reicht von Baubedarf (Bauplatten, Dämmstoffe, Tapeten, Putze) über Öle, Schmierstoffe, Farben, Reinigungs- und Waschmittel bis zu Kosmetika und Arzneimittel.

Interessierte können bei der mit der Überarbeitung beauftragte Ingenieurbüro für Planung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit (gab GmbH, Aachen) ein entsprechendes Eintragungsformular anfordern. Die gab GmbH hat auch eine Möglichkeit geschaffen, sich online im Internet einzutragen. Kontakt: gab GmbH, Heinrichsallee 41, 52062 Aachen, Tel.: 0241-444676-20, Fax: 0241-44676-90, E-Mail: gab@gab-online.de.

Markteinführungsprogramm: Biogene Treib- und Schmierstoffe angelaufen

Themen: Archiv,NaWaRos — info @ 11:08

Berlin/Gülzow (agrar.de) – Laut der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. ist das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) aufgelegte Markteinführungsprogramm biogene Treib- und Schmierstoffe angelaufen.

Durch gezielte Fördermaßnahmen sollen pflanzliche Treib- und Schmierstoffe auf dem Markt besser positioniert werden. Faktoren, wie hohe Produktionskosten aufgrund einer zu geringen Marktdurchdringung und erhöhte Umrüstungs-, Anschaffungs- sowie Betriebskosten, die einen verstärkten Absatz dieser Produkte bislang erschwert haben, sollen mit dem neuen Förderprogramm aufgefangen werden. Der Verbraucher soll somit die Möglichkeit erhalten, ohne finanzielle Nachteile auf biogene Treib- und Schmierstoffe umzurüsten.

Die Vorteile des Einsatzes nachwachsender Rohstoffe liegen auf der Hand: Neben ihrer Umweltverträglichkeit bieten sie der Industrie zahlreiche Grundstoffe für eine innovative, zukunftsorientierte Produktentwicklung. Sie tragen durch ihre weitgehende CO2-Neutralität zur Minderung des Treibhauseffektes bei und ermöglichen aufgrund ihrer geschlossenen Stoff- und Energiekreisläufe den Einstieg in ein Kreislaufwirtschaftssystem und somit auch eine nachhaltige Nutzung fossiler Energieträger. Für die Landwirtschaft stellen sie zudem eine lukrative Alternative zur Nahrungsmittelerzeugung dar.

Ob Verlustschmierstoffe, Schmieröle, Hydraulikflüssigkeiten, Biodiesel oder reines Pflanzenöl, diese umweltfreundlichen landwirtschaftlichen Produkte werden vollständig biologisch abgebaut. Gerade dieser Tatsache wird mit dem Markteinführungsprogramm biogene Treib- und Schmierstoffe Rechnung getragen.

Bis Ende 2002 sollen insgesamt 45 Millionen DM an Bundesmitteln in das Programm investiert werden. Die ersten beiden Förderrichtlinien zur Umsetzung des Programmes sind seit Anfang Juli rechtskräftig. Zunächst gefördert wird der Einsatz biologisch abbaubarer Schmierstoffe und Hydrauliköle in wasserbaulichen Anlagen und in umweltsensiblen Bereichen. In den Genuss einer finanziellen Unterstützung gelangen bisher allerdings ausschließlich Körperschaften des öffentlichen Rechtes und gewerbliche Unternehmen, die wasserbauliche Anlagen bzw. Maschinen in umweltsensiblen Bereichen innerhalb Deutschlands betreiben.

In Vorbereitung ist darüber hinaus eine Finanzierung der Umrüstung land- und forstwirtschaftlicher Maschinen sowie die Einrichtung von Eigenverbrauchstankstellen mit Biodiesel. Ergänzt werden die technischen Umrüstungsmaßnahmen durch wissenschaftliche Begleituntersuchungen zur Demonstration der Praxistauglichkeit von biogenen Treib- und Schmierstoffen sowie durch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, die auf die vielfältigen Vorzüge dieser pflanzlichen Produktpalette aufmerksam machen soll.

Weitere inhaltliche Details zum Markteinführungsprogramm und der Antragstellung für eine Projektförderung sind über den Projektträger: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) zu erfahren: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, Hofplatz 1, 18276 Gülzow, Tel.: 03843-6930-0, Fax: 03843-6930-102, E-Mail: info@fnr.de

01. August 2000

Beschreibende Sortenliste 2000 erschienen

Themen: Archiv — info @ 14:08

Bonn (agrar.de) – Die ‚Beschreibende Sortenliste‘ für Getreide, Mais, Ölfrüchte, großkörnige Leguminosen und Hackfrüchte (außer Kartoffeln) ist neu erschienen. Sie bietet nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BML) wichtige Entscheidungsgrundlage für Landwirte, die diese Kulturen anbauen wollen. Auch Beratern und dem Handel gibt die Liste wertvolle Informationen.

In der vom Bundessortenamt in Hannover herausgegebenen Liste werden alle vom Bundessortenamt bis zum 1. Juni 2000 zugelassenen Sorten hinsichtlich ihrer Anbau-, Ertrags- und Qualitätseigenschaften beschrieben. Neben den Sortenbeschreibungen in enthält die Liste auch Züchteranschriften, Kenn-Nummern und die Zulassungsjahre der einzelnen Sorten. Auch Eintragungen in anderen Staaten und gegebenenfalls verwendete synonyme Sortenbezeichnungen werden aufgelistet. Für Pflanzen, die überwiegend im Inland vermehrt werden, wird die Marktbedeutung auf Grundlage der Vermehrungsflächen der letzten fünf Jahre dargestellt.

Die ‚Beschreibende Sortenliste Getreide, Mais, Ölfrüchte, Leguminosen (großkörnig), Hackfrüchte (außer Kartoffeln) 2000‘ umfaßt 257 Seiten und ist für 7,20 DM je Einzelheft (plus Versandkosten) bei der Landbuch Verlagsgesellschaft, Postfach 160, 30001 Hannover, Fax: 0511-67806220.

Gentechnik: Wohin mit dem Grenzwert?

Themen: Gentechnik,Mais — info @ 13:08

Berlin (agrar.de) – Eine neue, heftige Diskussion um die Kennzeichnungsschwelle gentechnisch veränderter Lebensmittel hat eine Studie der Stiftung Warentest ausgelöst. Sie kommt zu dem Schluss, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel häufiger in deutschen Supermarktregalen liegen, als die Verbraucher ahnen. Die Stiftung testete 82 Soja- und Mais-haltige Lebensmittel aus Supermarktregalen und stieß in 31 Fällen auf eingeschleustes Erbgut. Auch Lebensmittel aus Bioläden seien betroffen und kein Produkte war nach Angaben von Stiftung Warentest entsprechend gekennzeichnet.

Als Reaktion auf die Studie hat Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) eine vollständige Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Produkte gefordert, der nordrhein-westfälische Umwelt-Staatssekretär Thomas Griese will ‚eine umfassende Kennzeichnung nicht nur der Endprodukte, sondern auch der Vor-, Zwischen- und Zusatzprodukte, die gentechnisch verändert wurden‘.

Der Umweltminister Schleswig-Holsteins, Klaus Müller (Grüne), fordert, den Schwellenwert der Kennzeichnungspflicht zu senken. Während die Stiftung Warentest eine Verschärfung der Kennzeichnungspflicht durch die Absenkung der Kennzeichnungsschwelle von derzeit einem auf ein halbes Prozent Gen-Anteil will, hat der BUND eine Schwelle von 0,1 Prozent fordert, wie sie jüngst auch in Australien und Neuseeland beschlossen wurde. Die aktuelle EU-Verordnung vom April 2000 sieht eine sogenannte 1 Prozent-Regelung vor.

Probleme sehen BUND wie auch der Bioland-Verband bei der Frage, was überhaupt als ‚gentechnikfrei‘ zu bezeichnen ist. Der einzelne Bauer könne oft gar nicht mehr sicher sagen, ob seine Ware wirklich keine manipulierten Erbinformationen enthalte. Beide Verbände fordern deshalb, ein Siegel ‚Ohne Gentechnik‘ zu definieren. Der Produzent müsse nachweisen, dass er an keiner Stelle, vom Saatgut bis zur Verarbeitung, Gentechnik eingesetzt hat.

Befürworter verweisen auf intensive Prüfungen

Für Dieter Wißler von der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) sind die von der Stiftung Warentest gefundenen Gen-Spuren kein Anlass zur Sorge. ‚Wir wünschen uns eine große Zahl entsprechend gekennzeichneter Produkte in den Supermärkten, damit der Verbraucher eine echte Wahlmöglichkeit hat und sich mit der Grünen Gentechnik im Alltag konkret auseinander setzen kann‘, sagte der DIB-Vorsitzende.

Klaus-Dieter Jany, Leiters des Molekularbiologischen Zentrums der Bundesforschungsanstalt für Ernährung, sagte den Stuttgarter Nachrichten, er halte gentechnisch veränderte Lebensmittel für unbedenklich. Bei Gen-Food bestünden die gleichen Langzeitrisiken, wie bei anderen Lebensmittel, im Gegensatz zu anderen Nahrungsmittel würden gentechnisch veränderte Zusatzstoffe aber besser geprüft. Nach Janys Einschätzung kommen bereits zwischen 50 und 70 Prozent aller verarbeiteten Lebensmittel mit der Gentechnik in Berührung. Er hält eine ‚allumfassende lückenlose Kennzeichnung‘ für schwierig und fordert stattdessen eine informative Kennzeichnung der Produkte.

Der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Heinrich-Wilhelm Ronsöhr, schreibt in einer Pressemeldung zum Thema Gen-Mais: ‚Wie die amerikanische Umweltbehörde (EPA) und die europäische Kommission längst festgestellt haben, gehören diese Sorten zu den meist untersuchten und am vollständigsten überprüften Pflanzen überhaupt.‘ Deshalb sei es jetzt an der Zeit, dass solche Mais- und Rapssorten auch in Deutschland angebaut werden können. Wobei – im Konsens mit den Biotechnologie-Unternehmen – eine wissenschaftliche Begleitung des kommerziellen Anbaus in den folgenden drei Jahren vereinbart werden könne.

USA: Kampagne gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel

Themen: Archiv — info @ 12:08

(agrar.de) – Eine Koalition von Umwelt- und Verbrauchergruppen hat die bislang größte Kampagne gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel in den USA angekündigt. ‚Das ist die erste breit angelegte Kampagne nach europäischem Vorbild in den USA‘, zitiert die Financial Times Deutschland (FTD) Philip Clapp vom National Environmental Trust.

Der Environmental Trust ist eine von sieben Organisationen der Gruppe ‚Genetically Engineered Food Alert‘, die namhafte Unternehmen wie die Suppenfirma Campbell und Frühstücksversorger Kellogg dazu bringen wollen, auf gentechnisch veränderte Produkte zu verzichten oder diese zumindest zu kennzeichnen.

Eine Gallup-Umfrage ergab laut FTD, dass 27 Prozent der befragten Amerikaner gentechnisch veränderte Lebensmittel für ein Gesundheitsrisiko halten, 68 Prozent verlangten eine Kennzeichnung. Die Politik greife nun das Thema auf, um dem Misstrauen zu begegnen. Dem Kongress liegen Entwürfe über eine Kennzeichnungspflicht vor, bereits Anfang Mai hatte die US-Regierung erstmals freiwillige Richtlinien über Biotech-Nahrung beschlossen.

Die Befürworter der Grünen Gentechnik argumentieren, die Zulieferer würden ihre Ware nicht trennen und seien nicht kontrollierbar. Inzwischen gibt es aber eine Reihe von US-Lebensmittelfirmen, die Trennung und Kontrolle durchführen: so der Babynahrungshersteller Gerber, eine Tochter des Gentech-Konzerns Novartis und die Firma J.R. Simplot, die Pommes Frites für McDonald’s Restaurants liefert.

Nach Einschätzung der FTD ist die mit gentechnisch veränderten Sorten bepflanzte Fläche entgegen früheren Schätzungen in diesem Jahr kaum geschrumpft. Farmer, die für den Export produzieren, greifen aber wieder stärker zu herkömmlichem Saatgut, während Betriebe, die ihre Abnehmer auf dem US-Markt haben oder Viehfutter anbauen, mehr gentechnich veränderte Pflanzen anbauen.

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