24. August 2000

EU-Verordnung für ökologische Tierhaltung tritt in Kraft

Themen: Archiv — info @ 15:08

(agrar.de) – Am heutigen 24. August treten die neuen EU-Vorschriften für die Erzeugung tierischer Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft in Kraft. Sie gelten in allen EU-Mitgliedsstaaten und ergänzen die schon seit 1991 geltende Öko-Verordnung für pflanzliche Lebensmittel. Alle Produkte, für die eine ‚ökologische‘ oder ‚biologische‘ Herkunft deklariert wird, müssten nun nach einheitlichem Recht erzeugt, kontrolliert und gekennzeichnet sein.

Die neue Öko-Verordnung regelt, dass Tiere vorrangig mit hofeigenen, ökologisch erzeugten Futtermitteln versorgt werden müssen. Wachstums- und leistungsfördernde Stoffe wie Antibiotika sind dabei verboten, genauso wie gentechnisch-veränderte Futtermittel. Ställe und Ausläufe müssen so gestaltet sein, dass die Tiere entsprechend ihren angeborenen Verhaltensweisen leben können. So ist die Käfighaltung bei Geflügel verboten.

Von der Verordnung betroffen sind nur Landwirte, die ökologischen Anbau nach den EU-Richtlinien betreiben. Jedes Unternehmen, das seine Lebensmittel als Bio- oder Öko-Produkte vermarkten will, muss sich beim jeweiligen Bundesland anmelden und dem EU-einheitlichen Kontrollverfahren unterstellen. Staatlich zugelassene Kontrollstellen überwachen die Einhaltung der Vorschriften vom Stall bis zum verkaufsfertigen Produkt.

Nach Ansicht des BIOLAND-Verbandes zeigt die neue Verordnung noch ‚erhebliche Lücken‘. So wird kritisiert, dass die neue Regelung eine gleichzeitige Erzeugung von Nahrungsmitteln nach konventionellen und ökologischen Vorgaben auf dem selben Betrieb ermöglicht. Auch lasse die Verordnung Fischmehl und konventionelles Importfutter aus Übersee in Öko-Betrieben zu, heißt es einer Mitteilung des Landesverbandes Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt. Deshalb wird der Verband weiter auf seine eigene Richtlinien setzen, die zeitgleich mit der EU-Regelung in überarbeiterer Form in Kraft treten.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die Ergänzung der Bioverordnung als großen Erfolg für den Verbraucher-, Tier- und Umweltschutz. Die europaweite gesetzliche Regelung und Kontrolle des Ökolandbaus verbessert nach Ansicht des BUND die Lebensqualität für Mensch und Tier deutlich.

Der BUND forderte die Bundesregierung auf, den Ökolandbau jetzt mit gezielten Maßnahmen zu fördern. Dazu gehören nach Ansicht des BUND eine breite Aufklärungskampagne über die Vorteile des ökologischen Landbaus, ein Investitionsprogramm für die Umstellung auf artgerechter Tierhaltung und die Förderung von Ernährungsberatungen in Schulen und Gemeinden.

23. August 2000

Weniger Bauern – größere Betriebe

Themen: Archiv — info @ 16:08

Bonn/Berlin (agrar.de) – Der Strukturwandel in der deutschen Landwirtschaft hält unvermindert an. In den vergangenen zehn Jahren hat jeder dritte Kleinbauer oder Nebenerwerbslandwirt aufgegeben – meist aus wirtschaftlichen Gründen. Rund ein Fünftel der größeren Bauernhöfe in Westdeutschland ist seit Anfang der 90er-Jahre verschwunden. Im Durchschnitt waren es 15.000 Höfe (2,7 Prozent) pro Jahr, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium (BML) in der die Landwirtschaftszählung 1999 ermittelt hat.

Insgesamt gab es 1999 in Deutschland 434.130 Betriebe mit mehr als zwei Hektar genutzter Fläche. Das sind gut 107.000 Betriebe weniger als 1991 (541.376). Die durchschnittliche Betriebsgröße dieser Betriebe lag bei 39,4 Hektar. Weitere 37.830 (112.443) Kleinbetriebe verfügen über weniger als zwei Hektar Fläche.

Ost-West Vergleich

Im früheren Bundesgebiet verringerte sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe seit 1991 um jährlich durchschnittlich 3,2 Prozent auf nunmehr 406.152 (1991: 526.417).

In Ostdeutschland steigt die Zahl der Bauernhöfe. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum seit 1995 auf zwei Prozent pro Jahr. Davor betrug die Wachstumsrate durchschnittlich noch fast 15 Prozent pro Jahr.

Als Folge des Strukturwandels wächst die bewirtschaftete Fläche je Betrieb. Die durchschnittliche Betriebsgröße stieg im Westen auf 28,4 Hektar (22,1 Hektar). In den neuen Ländern ist sie seit Herstellung der Einheit rückläufig und lag 1999 bei 200 Hektar (1991: 346 ha).

95,4 Prozent der Betriebe in Deutschland waren Einzelunternehmen, 3,4 Prozent Personengesellschaften und 1,2 Prozent juristische Personen. Die landwirtschaftliche Nutzfläche wurde zu 69,9 Prozent von Einzelunternehmen, zu 12 Prozent von Personengesellschaften und zu 18,1 Prozent von juristischen Personen bewirtschaftet.

246.521 landwirtschaftliche Betriebe verfügten 1999 über zusammen 924.000 Hektar Wald, das waren 52 Prozent aller Betriebe. In 214.079 Betrieben waren es jeweils weniger als zehn Hektar. Von den 26.409 reinen Forstbetrieben waren 965 Staatswald-, 8.423 Körperschaftswald- und 17.021 Privatwaldbetriebe. Die Forstbetriebe bewirtschafteten zusammen 7.432.000 Hektar Wald. Davon waren 52,7 Prozent Staatswald, 28,6 Prozent Körperschaftswald und 18,7 Prozent Privatwald.

Wie das Ministerium mitteilt, dürfte sich der ’strukturelle Anpassungsprozeß auch in Zukunft weiter fortsetzen.‘

22. August 2000

Luft-Ammoniak: Rinder als Hauptverursacher entlastet?

Themen: Archiv — info @ 13:08

(agrar.de) – Neue Untersuchungen lassen vermuten, dass Automobile die Hauptquelle von Ammoniak-Emissionen sind. Bisher war man davon ausgegangen, dass atmosphärisches Ammoniak zum größten Teil aus der Tierhaltung stammt.

Nach Informationen des Nachrichtendienstes ‚Wissenschaft aktuell‚ sammelten amerikanische Wissenschaftler Emissionsdaten und ermittelten dabei den Ammoniak-Ausstoß von rund 4.500 Fahrzeugen. Die Werte lagen viel höher, als man bis dahin angenommen hatte. Nach den Untersuchungen sollen die Autos doppelt so viel Ammoniak in die Luft eintragen wie das gesamte Vieh der Region. Dabei waren nur zehn Prozent der Fahrzeuge für zwei Drittel der Emissionen verantwortlich, bei 70 Prozent aller Autos Ammoniak nachgewiesen wurde.

Die Gründe für den hohen Ammoniak-Ausstoß sind noch unklar. Manche Wissenschaftler vermuten Kraftstoffe als Hauptursache, auch Abgas-Katalysatoren könnten verantwortlich sein.

Ammoniak als Luftschadstoff wurde bislang relativ wenig erforscht. Es reagiert mit Luftpartikeln und kehrt mit diesen als Dünger auf der Erde zurück. Dort dient es den Pflanzen als Nährstoff und trägt, im Fall von zuviel Düngung, zur Versauerung des Bodens bei. Meteorologen vermuten, dass Ammoniak durch seine Rolle in der Teilchenbildung auch den Klimaeffekt verstärken könnte. Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind bei den Konzentrationen, die derzeit in der Atmosphäre vorkommen, nicht bekannt.

21. August 2000

Adressbuch Umweltschutz neu erschienen

Themen: Archiv — info @ 15:08

Erstmals auch als CD-Rom verfügbar

Heidelberg (agrar.de) – Über 7.000 Adressen enthält das ‚Adressbuch Umweltschutz‘, das jetzt in der 5. aktualisierten Auflage auf den Markt gekommen ist.

Wie der Spektrum Verlag in Heidelberg mitteilte, ist das Nachschlagewerk erstmals auch als CD-Rom zu haben. Neben der Erweiterung und Ergänzung der einzelnen Abschnitte wurden nun auch E-Mail- und Internet-Anschriften aufgenommen. Neu hinzu gekommen sind auch die Anschriften der National- und Naturparke sowie Biosphärenreservate in Deutschland. Außerdem sind in dieser Auflage Umweltanschriften aus dem Bereich der Vereinten Nationen und der Europäischen Union enthalten.

Gegliedert ist das Buch nach Angaben des Verlages in die Bereiche Bund und Länder, Kommunale Spitzenverbände, Landkreise, Städte, Zweckverbände, Planungsgemeinschaften, Gesellschaftliche Gruppen und Kammern, Umweltinitiativen und Umweltverbände, Wissenschaft und Forschung, Bildung, Naturschutzzentren, Akademien, Medien, Umweltstiftungen und Umweltförderer, Umweltdatenbanken, Umweltbibliotheken und Internationale Adressen.

Das Handbuch für die Zielgruppen Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbände, Bürgerinitiativen, Kontaktstellen für Umwelt- und Naturschutz ist im Buchhandel oder beim Spektrum Akademischer Verlag, (Regina Gärtner, Tel:06221/9126-47, Fax:06221/9126-38, E-Mail), zu erhalten.

CMA bietet Einkaufsführer für Großverbraucher im Internet

Themen: Archiv — info @ 13:08

Bonn (agrar.de) – Die Centrale-Marketing-Gesellschaft für deutsche Agrarprodukte (CMA) hat einen Einkaufsführer für Großverbraucher wie Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung ins Internet gestellt. Gegenwärtig bieten dort bereits mehr als 200 deutsche Lieferanten aller Produktbereiche ihr GV-Angebot an.

Der für den wachsenden Markt der Außer-Haus-Verpflegung konzipierte Einkaufsführer richtet sich mit seinen marktspezifischen Informationen an professionelle Einkäufer. Neben reinen Produktdaten werden auch Details zu Gebindegrößen, zur Kalibrierung oder zur Distribution angeboten. Insgesamt sind bisher 7.000 Artikel gelistet.

Die CMA plant nach eigenen Angaben, diesen ‚Internet-Marktplatz‘ kontinuierlich mit der Gewinnung weiterer GV-Lieferanten zu ergänzen und auszubauen. Gleichzeitig will sie dafür sorgen, dass der GV-Einkaufsführer zunehmend an Bekanntheitsgrad innerhalb des Marktes gewinnt und eine entsprechende Nutzung durch die Zielgruppe erfolgt.

Weitere Informationen können bei der CMA, Abteilung Großverbraucher, Koblenzer Straße 148, 53177 Bonn, und über Telefon: 0228-847-355 oder Fax: 0228-847-202 abgerufen werden.

16. August 2000

Mehr Landwirte in weniger Maschinenringen

Themen: Archiv — info @ 16:08

Bonn (agrar.de) – Zwar sank die Zahl der Maschinenringe in Deutschland im Jahr 1999 um fünf Prozent auf 260 (1998: 273), die Zahl der Landwirte, die Mitglied in einem Maschinenring sind, stieg aber gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf 198.512 (1998: 194.790).

Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium (BML) mitteilt, nahm auch die landwirtschaftlich genutzte Fläche der Maschinenringmitglieder insgesamt zu: 1999 waren es mit rund 7,45 (7,20) Millionen Hektar rund vier Prozent mehr als im Vorjahr.

219 (230) Maschinenringe wurden 1999 von einem hauptberuflichen Geschäftsführer geleitet. Neben den Geschäftsführern und Betriebshelfern waren 337 (307) Personen in Maschinenringen angestellt.

Der überbetriebliche Maschineneinsatz dient der Verbesserung der Effizienz des Maschineneinsatzes und trägt für den einzelnen Landwirt zur Kosteneinsparung bei.

NRW: Weniger Kühe- mehr Milch

Themen: Archiv — info @ 12:08

Düsseldorf (agrar.de) – Obwohl der Bestand an Milchkühen in Nordrhein-Westfalen mit 419.000 um 18.000 Tiere niedriger war als 1998, erhöhte sich die Milcherzeugung 1999 um 1,5 Prozent auf 2,71 Milliarden Liter. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, belief sich die Milchleistung pro Kuh und Tag rein rechnerisch auf 17,7 Liter; 1998 hatte dieser Wert noch bei 16,7 Litern gelegen.

Jede nordrhein-westfälische Kuh gab im vergangenen Jahr durchschnittlich 6.460 Liter Milch; eine Menge, die das Dreiundzwanzigfache des durchschnittlichen Schlachtgewichts einer Kuh aufwiegt.

Wie das Landesamt weiter mitteilt, wurden fast 96,8 Prozent der gesamten Milcherzeugung an Molkereien geliefert. Die restliche Milch wurde wie folgt verwendet: 62 Millionen Liter (2,3 Prozent) verfütterten die Halter im eigenen Betrieb, 14 Millionen Liter (0,5 Prozent) wurden ab Hof an Endverbraucher verkauft, 9,4 Millionen Liter (0,3 Prozent) verbrauchten die Haushalte der Milchbetriebe frisch und 2,5 Millionen Liter (0,1 Prozent) verarbeiteten einige Halter zu Butter, Käse oder Quark.

Weltmilchgipfel in Dresden

Themen: Archiv — info @ 11:08

Dresden (agrar.de) – Vom 16. bis 20 September 2000 führt die International Dairy Federation (IDF – Internationaler Milchwirtschaftsverband) ihren ersten Weltmilchgipfel in Dresden durch.

Nach Informationen des sächsischen Staatsminiteriums für Umwelt und Landwirtschaft werden der zu diesem Branchentreff mehr als 1.000 Teilnehmer aus über 50 Staaten erwartet. Schwerpunkt der viertägigen Veranstaltung ist der internationale Handel mit Milcherzeugnissen und die Situation auf dem Weltmarkt. Zwei Technologiekonferenzen auf dem Gipfel beschäftigen sich zudem mit den Themen ‚Abwasser in der Milchwirtschaft‘ und ‚Milch mit verlängerter Haltbarkeit‘.

Ein weiterer Veranstaltungsteil widmet sich der Rolle der Milch in der Ernährung und menschlichen Gesundheit. Zusätzlich präsentieren sich auf einer Kontaktbörse internationale und deutsche Molkereiunternehmen sowie Lehr- und Untersuchungsanstalten. Mit diesem Forum sollen neue Absatzmärkte vor allem in Osteuropa erschlossen werden.

Beim Käse-Sensorik-Wettbewerb, ebenfalls Teil der Großveranstaltung wird ein internationale Prüfergremium Käsesorten aus aller Herren Länder testen. Die Besucher des Weltmilchgipfels kosten und küren bei einer Käse-Beliebtheitsprüfung die besten Käse.

Nach Angaben der FAO ist die Weltmilcherzeugung im letzten Jahr auf 555 Millionen Tonnen gestiegen. 1998 waren es 541 Millionen Tonnen. Die größten Erzeuger waren 1999 die Europäische Union (122 Millionen Tonnen), USA (73,5 Mio. t), Staaten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion (64,5 Mio. t), Indien (30,5 Mio. t), Brasilien (22,5 Mio. t) und Neuseeland (11 Mio. t).

Das Programm und die Online-Anmeldung zur Veranstaltung finden Sie im Internetangebot des Verbandes der Deutschen Milchwirtschaft (%url1%VDM%/%).

15. August 2000

HEKUL: BV fordert Fristverlängerung und unbürokratische Regelung

Themen: Archiv,Umwelt — info @ 13:08

Wiesbaden (agrar.de) – In den vergangenen Wochen haben die Ämter für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft alle hessischen Landwirte angeschrieben, deren ‚HEKUL-Flächen‘ (Hessisches Kulturlandschaftsprogramm) an Gewässer oder Bachläufe angrenzen.

Für Flächen, die gesetzlich vorgeschriebenen Bewirtschaftungsbeschränkungen unterliegen (§ 70 Hessisches Wassergesetz), die gegenüber den HEKUL-Richtlinien gleiche oder höhere Einschränkungen beinhalten, kann danach keine Förderung nach dem HEKUL-Programm gewährt werden. Außerdem werden die Landwirte aufgefordert, die jeweiligen Gewässerstrecken zu ermitteln und der Behörde mit Hilfe eines Formblattes mitzuteilen.

Da die hierfür eingeräumten Fristen aufgrund des verhältnismäßig hohen Aufwandes und der derzeitigen Getreideernte nach Auffassung betroffener Betriebe sehr knapp bemessen sind, hat Heinz Christian Bär, Präsident des Hessischen Bauernverbandes, den hessischen Landwirtschaftsminister Wilhelm Dietzel gebeten, die Ämter anzuweisen, eine generelle Fristverlängerung um mindestens 14 Tage vorzunehmen.

Unabhängig davon müsse für die Zukunft eine praktikable und unbürokratische Regelung gefunden werden. Denn die Bauern seien mit Recht sehr verärgert, dass sie in der jetzigen sehr arbeitsreichen Zeit die Uferlängen ihrer an Bachläufen gelegenen ‚HEKUL-Flächen‘ ausmessen müssten. Der damit verbundene Arbeitsaufwand sei durch unsere kleinparzellierte Agrarstruktur in vielen Betrieben unverhältnismäßig hoch und unvertretbar.

Bär schlägt deshalb vor, dass sich ein Expertenteam aus den Reihen der Agrarverwaltung und des Hessischen Bauernverbandes kurzfristig an einen Tisch setzt, um eine vernünftige, praxisgerechte Lösung zu entwickeln.

Doppelförderung im Uferbereich ausgeschlossen

Nach § 70 Absatz 2 des Hessischen Wassergesetzes (HWG) besteht im Uferbereich (10 m im Außenbereich, 5 m im Innenbereich) ein Verbot zum Aufbringen wassergefährdender Stoffe (Dünge- u. Pflanzenschutzmittel) an ständig Wasser führenden Gewässern (d.h. nicht an Gräben oder Vorflutern die nicht ständig Wasser führen). Nach Satz 4 besteht ein Ausgleichsanspruch bei Einschränkungen von vor dem 1.1.1990 zulässigen Nutzungen, der in der Uferrandstreifenausgleichsverordnung vom 17.6.91 definiert ist: 0,04 DM/qm Grünland und 0,09 DM/qm Ackerland. Die Ausgleichszahlungen müssen jährlich bis zum 31.12. beim Unterhaltungsverpflichteten (z.B. die Gemeinde oder ein Wasserverband) beantragt werden.

Doppelentschädigung bzw. -Förderung ist grundsätzlich nicht zulässig, weshalb keine HEKUL-Förderung gewährt werden kann. Der gesetzliche Ausgleichsanspruch nach dem HWG ’steht über‘ der freiwilligen HEKUL-Förderung, im übrigen kann ein Landwirt nicht freiwillig Bewirtschaftungseinschränkungen eingehen, zu denen er gesetzlich, hier nach dem HWG, verpflichtet ist.

Betriebe des ökologischen Landbaus haben gegenüber den Gemeinden einen Ausgleichsanspruch, wenn Sie keine wassergefährdende Stoffe ausbringen dürfen (dazu zählt auch Gülle, Jauche und Stallmist), dies aber vor dem Verbot getan haben.

Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie

Themen: Archiv — info @ 11:08

Kiel (agrar.de) – Vom 11. bis 15. September 2000 findet an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) die 30. Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie (GfÖ), die größte wissenschaftliche Ökologentagung im deutschsprachigen Raum, statt. Wie der Wissenschafts-Informationsdienst ‚idw‘ berichtet erhielt die Kieler Universität den Zuschlag als Tagungsort, weil dort seit langem Ökologieforschung auf international hohem Niveau geleistet wird. Im Jahr 1999 kamen beispielsweise die meisten deutschsprachigen wissenschaftlichen Publikationen im Fach Ökologie aus Kiel.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus dem In- und Ausland werden sich in 18 Fachsymposien und bei mehr als 200 wissenschaftlichen Vorträgen über den aktuellen Stand der Ökologie-Forschung informieren.

Themen sind zum Beispiel moderne Methoden des Ökosystem-Managements oder die Vorhersage von Landschaftsveränderungen durch den globalen Klimawandel. Neun Plenumsvorträge international bekannter Wissenschaftler, über 100 Posterpräsentationen und acht Fachexkursionen in verschiedene Landschaftsräume Schleswig-Holsteins runden das wissenschaftliche Programm ab, das vor allem dem Austausch unter Fachleuten dient.

Anmeldungen zur Tagung sind noch bis zum Veranstaltungsbeginn möglich. Die Teilnahmegebühr beläuft sich auf 130 bis 230 DM. Informationen gibt es über das Ökologiezentrum der Universität Kiel, Dr. Felix Müller, Tel.: 0431-880-3251 oder per E-Mail.

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