31. August 2000

Bayern: FFH- und Vogelschutzgebiete online

Themen: Archiv — info @ 13:08

München (agrar.de) – Die FFH- und Vogelschutzgebiete Bayerns für das europäische Netz ‚Natura 2000‘ sind ab sofort für jedermann abrufbar. Das Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen (STMLU) stellt alle gemeldeten Gebiete ab sofort ins Internet. Parallel werden sämtliche Unterlagen für die Auslegung vor Ort vorbereitet.

‚Eine rasche und wertvolle Information für alle betroffenen wie am Naturschutz generell interessierten Bürger‘ betont Umweltstaatssekretärin Christa Stewens in einer Pressemeldung. Nach dem vorangegangenen Dialogverfahren setze das neue Internet-Angebot den Weg der offenen und vertrauensvollen Zusammenarbeit im Naturschutz fort.

Im Internet stehen jetzt alle 536 ‚Natura 2000‘ -Gebiete, die das Umweltministerium vor kurzem nach Berlin und Brüssel gemeldet hat. Das neue Angebot erlaubt die gezielte Recherche nach einzelnen Gebieten oder Gemeinden. Es besteht die Möglichkeit, getrennt nach FFH- oder Vogelschutz- (sogenannten SPA-) Gebieten zu suchen oder auch sich eine bestimmte Gemeinde und die darin liegenden FFH- bzw. SPA-Gebiete anzeigen zu lassen. Sämtliche topographischen Karten Bayerns in den Maßstäben 1:500.000; 1:200.000; 1:100.000 sowie 1:25.000 stehen zur besseren Orientierung als Hintergrundinformation zur Verfügung. Je nach gewähltem Abbildungsmaßstab wird der entsprechende Kartenhintergrund automatisch eingeblendet. Namen und Größe des jeweiligen Gebietes können gesondert aufgerufen werden.

Die Liste der bayerischen Gebiete entspricht dabei einer Fläche von rund 500 000 Hektar. Das ist ein Anteil von rund sieben Prozent an der Landesfläche. Hinzu kommen die militärisch genutzten Flächen, die in die Gebietsmeldung noch einbezogen werden müssen.

Parallel zum Online-Angebot entstehen derzeit mehr als 53.000 Kartenblätter im Maßstab 1:25.000 für die Information der Regierungen, Landkreise und Gemeinden. Sämtliche Unterlagen werden voraussichtlich Ende September in den betroffenen Gemeinden und Landratsämtern ausliegen. Als weiteres Informationsangebot ist eine CD-ROM in Vorbereitung.




   (c)1997-2017 @grar.de