22. Juni 2000

Aktionstage „Arzneipflanzenanbau und -verarbeitung“

Themen: Archiv — info @ 09:06

Oldenburg/Hannover (agrar.de) – Mehr als 2.000 Pflanzenarten werden in Europa zur Weiterverarbeitung in Heilmitteln, Kosmetika, Kräutertees, Spirituosen, Pflanzenschutzmitteln und Haushaltsprodukten gehandelt. Von diesen wachsen etwa 1.200 bis 1.300 Arten in Europa. Zwischen 70 und 90 Prozent werden noch heute direkt der Natur entnommen.

Die Landwirtschaftskammern Weser-Ems und Hannover führen im Rahmen des Expo-Projektes ‚Agri 21‚ in Hannover am 27. und 28. Juli eine Fachveranstaltung zu den ‚Chancen eines produktorientierten Arzneipflanzenanbaus und der -verarbeitung in Deutschland‘ durch. Die Veranstaltung soll den Markt, seine Chancen, die Kulturen und die Rahmenbedingungen vorstellen. Bis zum 30. Juli wird auch eine Rohstoff-, Produkt- und Herstellerschau stattfinden, außerdem gibt es eine Kooperationsbörse für Technologieangebote und -gesuche.

Auf Deutschland entfallen mehr als ein Drittel des europäischen Gesamtimportes und ein Fünftel des Exportes. Die Bundesrepublik ist somit der bedeutendste Im- bzw. Exporteur von Wirkstoffpflanzen in Europa. Zwischen 1992 und 1996 wurden jährlich 30.000 Tonnen Wirkstoffpflanzen verarbeitet. Der begrenzte Markt für heimisch angebaute Arznei-, Gewürz- und Farbstoffpflanzen wird fast zu 100 % im Vertragsanbau geregelt. 1998 betrug die Anbaufläche von Heil- und Gewürzpflanzen in Deutschland 8.539 ha, etwa 0,05 % der landwirtschaftlich genutzten Ackerfläche.

Das Programm und nähere Auskünfte zur Tagung können bei den Landwirtschaftskammern Weser-Ems und Hannover (Telefon 0441-801-417 bzw. 0511-3665-396) angefordert werden.




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