31. Mai 2000

EXPO: Kühe an die Leine!

Themen: Archiv — info @ 16:05

Hannover (agrar.de) – Hannovers Wappentier wird die Kuh. Mit einer tierischen Aktion will die EXPO-Stadt zur Kuh-lturhaupstadt Deutschlands werden.

Unter dem Motto ‚KuhART EXPO – Kühe an die Leine‘ laden die agriEXPO Marketing GmbH und die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) Künstler und Prominente ein, Blanko-Kühe zu bemalen.

Doris Dörrie, Nina Hagen, Nina Ruge, Justus Frantz, Partik Lindner, Schauspieler aus den TV-Serien ‚Lindenstraße‘ und ‚Marienhof‘ und selbst die Mitglieder der ‚Big Brother‘ Wohngemeinschft lassen ihrer künstlerischen Fantasie im Rahmen der EXPO freien Lauf – und gestalten 60 lebensgroße Kuh-Rohlinge aus Glasfaserkunststoff.

Am 14. Juni 2000 sollen die Kühe in Hannover ‚versteckt‘ werden. Die Bürger Hannovers und die EXPO-Besucher werden auf die Suche nach ihnen geschickt. Anschließend kommen die Kühe für einen guten Zweck unter den Hammer.

Mehr zum Thema – und was die Aktion mit der Warenterminbörse zu tun hat – erfahren Sie auf unserer Sonderseite.

NRW kauft Gen-Raps zur Vernichtung

Themen: Archiv — info @ 16:05

Düsseldorf (agrar.de) – Das nordrhein-westfläische Umweltministerium hat nach ersten Hinweisen auf gentechnisch veränderten Raps gekauft und lässt diesen vernichten. Das meldet das Ministerium in einer Pressemmitteilung.

Auf zwei Betrieben in Ostwestfalen und in der Eifel sei Genraps bei Blattanalysen durch das Veterinärunterszchungsamt Detmold gefunden worden. Während der Raps in Ostwestfalen aufgrund ‚eines freiwilliges Angebots der Firma unter Aufsicht abgeerntet und vernichtet wurde‘, kaufte das Ministerium den Raps der Fläche in der Eifel. Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich um insgesamt 3,5 Hektar, der Eifeler Landwirt hatte 30 Kilogramm Saatgut von einem Kölner Saatguthändler gekauft.

Funke sieht in Aussaat von Gentech-Raps kein Problem

Themen: Archiv — info @ 13:05

Auch Mais betroffen?

Evora (agrar.de) – Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke hält die Beseitigung der Genraps-Aussaat auf Felder in England oder einigen deutschen Bundesländern für nicht ausgeschlossen, beurteilt die versehentliche Aussaat des gentechnisch veränderten Raps aber nicht als gravierendes Problem.

Am Rande des EU-Agrarrat-Treffens in Evora (Portugal) sagte Funke nach Angaben der Nachrichtenagentur ‚dpa‘, der festgestellte Grad der Verunreinigung sei so gering, ‚dass es sich nicht lohnt, darüber nachzudenken‘.

Genmanipulierte Rapssamen waren aus Kanada nach Frankreich, Großbritannien, Schweden, Luxemburg und Deutschland gelangt. In Deutschland ist eine Fläche von etwa 300 Hektar in mindestens sechs Bundesländer betroffen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium lehnt bislang eine Vernichtung der Pflanzen mit der Begründung ab, es gebe hierfür keine rechtliche Grundlage. Der Raps solle zu Bio-Diesel verarbeitet werden. Das Umweltministerium in Baden-Württemberg hat auf den geringen Grad der Verunreinigung von 0,03 Prozent verwiesen und deshalb auf Maßnahmen verzichtet. Die Regierungen Frankreichs und Schwedens haben hingegen die Vernichtung der Rapspflanzen angeordnet.

Landwirte und Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben derweil in Langenau bei Ulm ein Feld mit illegal nach Deutschland gelieferten Gen-Raps vernichtet, Greenpeace hat nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen die niederländische Lieferfirma Advanta gestellt. Auch sei gegen das baden-württembergische Umweltministerium Strafanzeige wegen Unterlassung erstattet worden, weil das Ministerium den Anbau der Pflanzen nicht ahnden wolle.

Nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation sind auch bis zu 15 Prozent der im laufenden Erntejahr in der EU ausgebrachten Maissaat genmanipuliert. Die betroffenen Fläche wird auf 975.000 Hektar geschätzt.

Nachwachsende Rohstoffe werden weiter gefördert

Themen: Biogas,NaWaRos — info @ 13:05

Berlin (agrar.de) – Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben bei nachwachsenden Rohstoffen sollen fortgesetzt und dieses Jahr mit 51 Millionen DM gefördert werden. Dies erklärte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Die Pressestelle des Bundestages berichtet, das neue Programm zur Förderung der nachwachsenden Rohstoffe sei um die Bereiche ‚tierische Rohstoffe‘, ‚Rest- und Abfallstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft‘ sowie ‚Biogas‘ erweitert worden, gelte für die Jahre 2000 bis 2005 und stelle die biologisch abbaubaren Werkstoffe (BAW) als alternative Verpackungsmaterialien in den Vordergrund.

In Deutschland werden nach Angaben der Regierung jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen Kunststoffe für Verpackungen verwendet, die künftig ersetzt werden sollen. Inwieweit diese Verpackungen substituiert würden, hänge in erster Linie von der ökonomischen Konkurrenzfähigkeit neuer Verpackungsmaterialien ab. In der Förderung seien derzeit acht BAW-Projekte, die sich mit der Materialentwicklung sowie mit der Anpassung der in der Kunststoffindustrie gängigen Verfahren an die Verarbeitung der neuen Werkstoffklasse und ihrer erstmaligen Markteinführung beschäftigen.

Auch aus Sicht der Regierung stellt Polymilchsäure einen interessanten Ausgangsstoff für BAW dar. Eine von ihr in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie komme zu dem Schluss, dass die Produktion von Polymilchsäure aus technischer Sicht in Deutschland durchaus realistisch sei. Derzeit gebe es Gespräche zwischen der Zuckerindustrie, Herstellern von BAW-Produkten und der Forschung über eine entsprechende Pilotanlage.

30. Mai 2000

Weltbauerntag: Für Subventionsabbau und Gentechnik

Themen: Archiv,Pacht&Besitz — info @ 14:05

Hannover (agrar.de) – Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) hat sich in Hannover stattfindenden 34. Weltbauerntag für einen weltweiten Subventionsabbau und die Verwendung der Gentechnik zur Nahrungsmittelproduktion ausgesprochen. Unter dem Motto ‚Nachhaltige Landwirtschaft in einer globalisierten Welt‘ tauschen sich etwa 600 Delegierten aus 60 Ländern noch bis zum Mittwoch zum Welthandel, zur Welternährungssituation und über die Lage der Bauern in Entwicklungsländern aus.

Funke plädierte für einen freien, aber zugleich fairen weltweiten Agrarhandel. Die geplante Liberalisierung des Welthandels müsse vergleichbare Wettbewerbsbedingungen schaffen. Es gelte, dabei die hohen Standards und die damit verbundenen höheren Kosten der Landwirtschaft in den EU-Ländern zu berücksichtigen.

Die Bundesregierung unterstützt damit den Kurs des Deutschen Bauernverbandes, dessen Präsident Gerd Sonnleitner am Sonntag eine Öffnung der Weltmärkte nur dann befürwortete, wenn zugleich die europäischen Standards für Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutz international abgesichert würden. Auch der Präsident des Weltbauernverbandes IFAP, Gerard Doornbos, sprach sich gegen eine generelle Liberalisierung des Weltagrarhandels aus.

Aus Sicht des deutschen Bauernverbandes muss es bei den WTO-Verhandlungen auch darum gehen, die Situation der Bauern in den Entwicklungsländern zu verbessern. Die wichtigen Themen seien Landpachtregelungen, besserer Zugang zu Boden und Wasser, die Kreditpolitik sowie die Infrastruktur.

Minister Funke bekannte sich auch zur umstrittenen Bio- und Gentechnologie und verwies darauf, dass nur mit ihr der Hunger in den Entwicklungsländern zu bekämpfen sei. ‚Ich persönlich glaube nicht, dass die nötigen Produktivitätsfortschritte in der Landwirtschaft, die wir brauchen, um das Hungerproblem zu lösen, ohne den verantwortbaren Einsatz der Bio- und Gentechnologien erreichbar sind‘.

5 am Tag: Kampagne für mehr Obst- und Gemüse in der Ernährung

Themen: Archiv — info @ 12:05

Berlin (agrar.de) – Wer fünf mal täglich Obst und Gemüse verzehrt, verringert das Risiko für Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen. Das ist die Kernaussage der Kampagne ‚5 am Tag‚, deren Schirmherrschaft Gesundheitsministerin Fischer und Landwirtschaftsminister Funke übernommen haben. Die von mehreren Organisationen aus dem Gesundheitsbereich, der Wirtschaft und der Landwirtschaft getragenen Aktion, startet am 1. Juni.

Nach Angaben aus dem Gesundheitsministerium werden während der Kampagne Empfehlungen ausgegeben, die von führenden Ernährungswissenschaftlern erarbeitet wurden. Darin wird betont, dass Obst und Gemüse lebensnotwendige Vitamine und Mineralstoffe lieferten. Sie seien zudem kalorienarm und reich an Ballaststoffen. Untersuchungen hätten belegt, dass ein hoher Obst- und Gemüseverzehr das Risiko für verschiedene Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen verringere.

29. Mai 2000

Förderpreis für nachwachsende Rohstoffe in NRW

Themen: Archiv,NaWaRos — info @ 16:05

Düsseldorf (agrar.de) – Das Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MURL) hat einen Förderpreis für nachwachsende Rohstoffe ausgeschrieben.

Für den Förderpreis können sich Personen, Unternehmen und Institutionen der nordrhein-westfälischen Land- und Forstwirtschaft, der vor- und nachgelagerten Branchen einschließlich der landwirtschaftlichen Lehre und Forschung sowie der verarbeitenden Industrie bewerben.

Bewerbungen für den Förderpreis können bis zum 30. Juni beim Zentrum für nachwachsende Rohstoffe NRW im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, das auch über Teilnahmebedingungen und Bewertungskriterien informiert, eingereicht werden.

27. Mai 2000

Genetisch veränderter Raps auch in Luxemburg und NRW

Themen: Gentechnik,Mais — info @ 16:05

Luxemburg/Düsseldorf (agrar.de) – Mit genetisch verändertem Raps-Samen verunreinigtes Saatgut aus Kanada ist auch an Landwirte in Luxemburg verkauft und ausgesät worden. Nach Angaben der Luxemburger Regierung wurde das Saatgut ‚aus Versehen‘ auf einer Fläche von insgesamt 33 Hektar gesät. Die Luxemburger Ministerien für Landwirtschaft und Gesundheit wollen in den kommenden Tagen beraten, was mit den Äckern geschehen soll.

Das Umweltministerium in Kiel ermittelte, dass ein Saatzuchtbetrieb bei Flensburg verunreinigtes Saatgut an etwa 50 Großhändler auslieferte. Betroffen sei auch Nordrhein-Westfalen. Landwirtschaftsministerin Höhn sagte dazu: ‚Sollte sich herausstellen, dass dieser Raps gentechnisch verunreinigt ist, werden wir die Produktion aufkaufen und vernichten.‘

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert die Entfernung des Rapses von den Feldern und hat Strafanzeige gegen die Saatgutfirma Advanta Seeds gestellt. Die Firma habe den genmanipulierten Raps ohne Genehmigung vertrieben. Bei dem Gen-Raps handle es sich um Sommerraps, der in ein bis zwei Wochen blühe. ‚Die veränderten Gene verbreiten sich wie ein E-Mail-Virus, deshalb muss der Raps jetzt runter vom Acker – bevor er anfängt zu blühen.‘

Die in Europa bekannt gewordene Verunreinigung konventionellen Saatguts mit Genraps ist offenbar nur ‚die Spitze des Eisbergs‘. Solche Verunreinigungen seien gang und gäbe, teilte die Firma Genetic ID in Fairfield (USA) dem Wissenschaftsmagazin New Scientist mit. Bereits 1999 seien 20 Proben Mais-Saatgut in den USA untersucht worden. Zwölf enthielten Gen-Mais, zwei davon sogar mehr als ein Prozent. ‚Ich schätze, das passiert laufend‘, zitiert das Magazin den Vizepräsidenten des Unternehmens, das Landwirtschaftsprodukte auf gentechnologisch veränderten Beimischungen untersucht.

25. Mai 2000

Artenvielfalt: UN-Biosafety-Protokol unterzeichnet

Themen: Archiv — info @ 16:05

Nairobi (agrar.de) – Bis zum Abschluß der 5. UN-Konferenz über Artenvielfalt haben 68 Nationen, darunter auch die EU, Biosafety-Protokoll zum weltweiten Handel mit gentechnisch veränderten Organismen unterzeichnet.

Das Protokoll zur biologischen Sicherheit regelt den Handel mit gentechnisch veränderten Organismen wie Saatgut oder Pflanzen. Es schreibt beim erstmaligen Import eines gentechnisch veränderten Organismus eine behördliche Genehmigung des Einfuhrlandes vor. Auch erlaubt die Vereinbarung, dass Staaten vorsorgliche Importverbote verhängen, auch wenn kein Beweis für schädliche Wirkungen von genmanipulierten Substanzen auf Menschen oder Umwelt erbracht werden kann. Zudem ist vor allem für Futterstoffe und Lebensmittel eine Kennzeichnungspflicht für Gentechnik-Organismen vorgesehen, über deren Einzelheiten aber noch weiter verhandelt werden soll. Die nächste Vertragsstaatenkonferenz findet 2002 in Den Haag statt.

Das Protokoll, das auf der 1992 in Rio getroffenen Übereinkunft über die biologische Vielfalt beruht, soll noch vor 2002 in Kraft treten. Es tritt weltweit in Kraft, wenn 50 Staaten es in ihre nationale Gesetzgebung aufgenommen haben.

24. Mai 2000

Milch- und Käseverbrauch steigt weiter

Themen: Archiv — info @ 15:05

Wien/Rom (agrar.de) – Der Verbrauch an Milch wird weltweit in den kommenden Jahren von derzeit rund 78 Kilogramm pro Kopf auf geschätzte 80,4 Kilogramm bis 2005 steigen. Das berichtet die Agrarmarketingagentur Austria AMA) unter Berufung auf Daten der Welternährungsorganisation FAO.

Eine FAO Studie über den Weltmilchverbauch zeige auch deutlich, dass bis zum Jahr 2005 die Steigerungen in den entwickelten Ländern eher marginal seien. Veränderung werde es jedoch innerhalb des Produktsortiments geben, so Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA. Der Rückgang des Trinkmilchkonsums sei realistisch, dafür werde es zu einer verstärkten Nachfrage nach Käse und Milchprodukten als Bestandteil von vorgefertigten Mahlzeiten geben. „Das ist die Fortsetzung des Trends zu functional food“, so Mikinovic.

Nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands stieg in Deutschland der durchschnittliche Pro-Kopf-Verzehr bei Käse im vergangenen Jahr auf rund 21 Kilogramm. 1991 aßen die Bundesbürger noch etwa 18 Kilogramm Käse. Insgesamt wurden 1999 in Deutschland 1,7 Millionen Tonnen Käse verzehrt. Am beliebtesten sei Frischkäse, gefolgt von Schnittkäse und Weichkäse.

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