20. März 2000

Gesundheitsministerium genehmigt 500 Hektar für Genmais-Forschung

Themen: Archiv — info @ 11:03

Berlin (agrar.de) – Der LifeScience-Konzern Novartis wird nun doch gentechnisch-veränderten Mais in Deutschland anbauen dürfen, allerdings nur in begrenztem Umfang. Das Bundesgesundheitsministerium vergab nach Angaben der Berliner Tageszeitung ‚taz‚ eine Genehmigung zu ‚Forschungszwecken‘ auf einer Fläche von 500 Hektar.

Im vergangenen Moment hatte Gesundheitsministerin Andrea Fischer die Sortenzulassung von gentechnisch-verändertem Mais verhindert, indem sie die gesundheitliche und ökologische Zulassung widerrufen ließ. Dies hatte auch dem seit 1997 in Deutschland betriebenen Versuchsanbau die rechtliche Grundlage genommen.

Der Umweltverband BUND kritisierte die Entscheidung, weil das mögliche Auskreuzen der Fremdgene auf andere Pflanzen für die ‚betroffenen Landwirte eine gefährliche Bedrohung ihrer Existenz‘ darstelle.

Der Bundesverband der Pflanzenzüchter beklagt hingegen, dass keine endgültige Zulassung erteilt wurde. Durch das Schwanken der Behörden gebe es keine zuverlässigen Rahmenbedingungen für die Gentechnik.




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