16. Dezember 1999

EU: Dauerhaftes Verbot für BST

Themen: Archiv — info @ 09:12

Brüssel (agrar.de) – Das leistungsfördernde Hormon ‚Bovine Somatotropin‘ (BST) darf Milchkühen in der EU nicht verabreicht werden. Dies beschlossen die EU-Agrarminister am Dienstag durch die Umwandlung des zeitlich begrenzten Moratoriums für BST in ein dauerhaftes Verbot.

Die Einfuhr von Milch und Milchprodukten aus Drittländern, in denen BST verwendet werden darf, ist weiterhin erlaubt.

14. Dezember 1999

Gütesiegel für regionale Produkte geplant

Themen: Archiv — info @ 11:12

Bonn (agrar.de) – Für die Einführung eines bundesweiten Gütezeichens für umweltverträglich erzeugte regionale Produkte haben sich die Teilnehmer einer Fachtagung des Naturschutzbundes NABU und des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) ausgesprochen. Mit der Einführung des Gütesiegels wollen NABU und DVL eindeutige und transparente Richtlinien für die Regionalvermarktung schaffen und gleichzeitig Verbraucherinnen und Verbrauchern einen Einkaufswegweiser an die Hand geben, erläuterte Stefanie Lotz, Projektleiterin des NABU.

Die Initiativen sprachen sich dafür aus, das Zeichen nur an Produkte zu vergeben, die in ein und derselben Region erzeugt, verarbeitet und auch dort vermarktet werden. Diese Produkte ‚aus der Region für die Region‘ sollen darüber hinaus festgelegte Mindestanfordrungen an eine natur- und umweltverträgliche Produktion erfüllen. Als typische Pilot-Produktgruppe für die Einführung des Gütesiegels wollen die Initiatoren die Streuobstvermarktung unterstützen.

Kontakt: Stefanie Lotz, NABU-Projekt Regionalvermarktung, Tel.: 0228-97561-29 oder 06432-911114.

Öko-Prüfzeichen für AGÖL-Betriebe zunächst kostenlos

Themen: Archiv — info @ 10:12

Bonn (agrar.de) – Das neue gemeinsame Label wird die Erzeuger von Öko-Produkten eine Lizenzgebühr von 0,27 Prozent des Nettoumsatzes kosten.

Verarbeiter, die bereits das Zeichen eines Mitgliedsverbandes der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau e.V. (AGÖL) nutzen, können das Öko-Prüfzeichen bis zum 31.12.2001 gratis verwenden. Danach sollen ermäßigte Gebühren gelten, die noch festgelegt werden müssen, so die Öko-Prüfzeichen GmbH in Bonn.

Öko-Prüfzeichen-Geschäftsführerin Beate Huber äußerte sich erfreut darüber, dass die Öko-Prüfzeichen GmbH – wie geplant mit einer ersten Produktpalette auf der Grünen Woche im Januar in Berlin präsent sein werde.

Die Öko-Prüfzeichen GmbH bietet potenziellen Nutzern des Prüfzeichens unter der Telefonnummer 0180-5637933 Beratung rund um das neue Qualitätssiegel an. Auch über Möglichkeiten der Zertifizierug ausländischer Ware wird informiert. Weitere Materialien wie das Infoblatt „Öko-Prüfzeichen Aktuell“ können per Fax oder E-Mail bezogen werden.

Kontakt: Öko-Prüfzeichen GmbH, Rochusstrasse 2, D-53123 Bonn, Tel. 0228-9777-700, Fax -799, E-Mail: info@oepz.de

13. Dezember 1999

Europaweit mehr Bio-Anbauflächen

Themen: Archiv — info @ 16:12

Weitere Steigerung des Marktanteils erwartet

Darmstadt (agrar.de) – Nach Angaben von IFOAM und der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) wird in fast allen europäischen Ländern zunehmend mehr landwirtschaftliche Flächen kontrolliert biologisch bewirtschaftet.

In Deutschland wurde die Fläche um 18,6 % größer, jetzt werden 416.318 ha biologisch bewirtschaftet. Noch größer waren die Steigerungraten in den Niederlanden (+ 26,4 %), in Italien (+ 43,3 %), in Spanien (+ 77,2 %) und in Frankreich (+ 95,3 %). Noch höher liegt die Zunahme in Dänemark (+ 149,5 %), Griechenland (+ 143,8 %), Portugal ( + 154,9 %) und in Großbritannien (+ 437,2 %). Lediglich in Österreich ist die Gesamtfläche des Biolandbaus von 1998 zu 1999 etwa gleich geblieben.

Im Schnitt ist in den zehn Staaten die Fläche um 46,2 % größer geworden. Etwa 2,87 Mio. ha werden heute von knapp 107.000 Biohöfen (1,39 Prozent der Betriebe) kontrolliert biologisch bewirtschaftet.

Nach einer Studie des International Trade Centre %url3%ITC%/% könnte der Anteil der Biolebensmittel am gesamten Lebensmittelmarkt von derzeit 1 % in den nächsten Jahren auf 5-10 % auf den größeren Märkten wachsen. Der Marktumsatz von über 13 Milliarden US Dollar (Europa 5 Mrd.$US, den USA 4,2 Mrd$US und Japan (1 Mrd.$US) soll bereits im Jahr 2000 auf 20 Mrd Dollar wachsen.

EU-Umweltminister kritisieren EU-WTO-Delegation

Themen: Archiv — info @ 15:12

Brüssel (agrar.de) – Die EU-Umweltminister haben die Europäische Kommission scharf kritisiert. Ihre Kritik richtet sich gegen die im Rahmen der WTO-Konferenz geplante Einsetzung einer von den USA gewünschten Arbeitsgruppe zur Prüfung der mit dem Einsatz der Gentechnologie im Nahrungsmittelsektor verbundenen Risiken. Die Europäische Kommission hat sich in diesem Punkt eindeutig über das ihr erteilte Mandat hinweggesetzt, zitiert der Wirtschaftsinformationsdienst vwd Bundesumweltminister Jürgen Trittin.

Alle Mitgliedsregierungen weigerten sich strikt, auf die US-Bestrebungen zur systematischen Zulassung von gentechnisch manipulierten Nahrungsmitteln einzugehen und sich auf Diskussionen darüber einzulassen. Es gehe nicht an, dass die US-Regierung, die sich bisher geweigert habe, das Abkommen über die Artenvielfalt zu ratifizieren und die bei der jüngsten internationalen Umweltkonferenz in Cartagena den Abschluss eines Abkommens über die Sicherung der Artenvielfalt torpediert habe, durch die Hintertür der Welthandelsorganisation für diesen Boykott belohnt würde und im Zuge einer Handelsliberalisierung den Markt mit den von den anderen Welthandelspartnern weitgehend abgelehnten Produkten überschwemmen könnte.

Trittin räumte ein, dass mit dem Scheitern der Konferenz von Seattle der geplante Einsatz einer WTO-Arbeitsgruppe für Gentechnologie wenig wahrscheinlich sei. Bereits bei den ersten Gesprächen in Genf über das weitere Vorgehen nach der Konferenz hätten die USA jedoch zu erkennen gegeben, dass sie ihre Pläne für den Einsatz einer solchen Arbeitsgruppe keinesfalls aufgegeben hat und dabei bei dem von der Kommission gemachten Zugeständnis anknüpfen wollen.

08. Dezember 1999

PC-Simulation entlavt Gen-Karpfen

Themen: Archiv — info @ 16:12

(agrar.de) – Werden einzelne, gentechnisch-veränderte Fische in die Umwelt entlassen, so kann lokal die ganze Population aussterben, warnen die Forscher William Muir und Richard Howard von der Purdue Universität. Sie nennen ihr Szenario die Hypothese vom Trojanischen Gen: ‚Es sieht verführerisch aus und zerstört dann die ganze Population.‘ Die Arbeit über gentechnisch-veränderte Karpfen ist in der Fachzeitschrift ‚Proceedings of the National Academy of Sciences‘ veröffentlicht.

Karpfen, die zusätzlich ein Gen für menschliche Wachstumshormone tragen, werden etwas größer und sterben etwas früher. Verführen lassen sich vor allem die Fischweibchen. Sie bevorzugen die größeren Männchen, also die Gentech-Karpfen. Diese müssten sich demgemäß schneller fortpflanzen als die normalen Fische. Wie die Forscher allerdings entdeckten, wählen die Weibchen mit den größeren Gentech-Karpfen auch die weniger lebensfähigen Fische. Denn nur gerade zwei Drittel der Karpfen mit dem menschlichen Wachstumshormon erreichen das fortpflanzungsfähige Alter.

Die Forscher wollten wissen, welche der beiden gegenläufigen Tendenzen in einer gemischten Fischpopulation dominiert. Sie simulierten im Computer eine Karpfenpopulation mit 60000 Tieren, wovon nur gerade 60 gentechnisch-verändert waren. Das Resultat war eindeutig. Innerhalb von 40 Generationen starb die gesamte digitale Karpfenpopulation aus. Auch ein einziger Gentech-Fisch genüge, so die Forscher, um die gemischte Population auszuradieren. Es dauere dann einfach etwas länger. Muir fasst zusammen: ‚Durch sexuelle Selektion verbreitet sich das Gen für das menschliche Wachstumshormon in der ganzen Population und die reduzierte Lebensfähigkeit führt die Population schließlich in den Tod.‘ Eigentlich sei das ein komisches Szenario, so Muir weiter, denn hier obsiege letztendlich der am wenigsten Überlebensfähige – dies widerspreche Darwins Theorie fundamental.

Der ehemalige Vorsitzende des Beraterkomitees in Sachen gentechnisch-veränderter Organismen in England, John Beringer, kommentiert: ‚Die Resultate werden es jenen sehr schwer machen, die gentechnisch-veränderte Fische mit zusätzlichen Wachstumshormonen freisetzen wollen.‘ Dies richtet sich wohl vor allem an jene britischen und amerikanischen Forscher, die mit Hilfe von menschlichen Wachstumshormonen den Fleischanteil in Lachsen steigern möchten. Muir und Howard fordern generell, dass alle gentechnisch-veränderten Tiere vor der Freisetzung in intensiven ökologischen Tests begutachtet werden müssten. Gelingt den Forschern noch, ihre Resultate in Tierversuchen auf Fischfarmen zu bestätigen, dürften ähnliche Tests bald Standard werden.

Rinderdatenbank: Bergbauern fordern Nachbesserungen

Themen: Archiv — info @ 14:12

München (agrar.de) – Den Abbau übermässiger Bürokratie bei der Umsetzung der neuen Rinderdatenbank HIT haben die bayerischen Bergbauern gefordert. Die Rinderkennzeichnung und die Viehverkehrsverordnung standen im Mittelpunkt einer Sitzung der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft für Bergbauernfragen, wie der Bayerische Bauernverband berichtet.

Die Rinderdatenbank und die dafür vorgeschriebenen Bewegungsmeldungen müssten für die betroffenen Betriebe machbar bleiben, monieren die Bergbauern. Eine einmalige Meldung von Rindern zu Beginn und zum Ende des Alm- bzw. des Alpsommers sollte ausreichen, zusätzliche Zwischenmeldungen von Umtrieben während einer Weideperiode – insbesondere innerhalb einer Genossenschaft – seien überflüssig. Eine solche Vorgabe würde weit über das Ziel hinausschiessen. Die Prämiengewährung dürfe durch das neue System nicht gefährdet sein. Dies gelte auch im Zusammenhang mit grenzüberschreitender Rinderhaltung.

07. Dezember 1999

Alle Jahre wieder: Waldschadensbericht

Themen: Archiv — info @ 15:12

Berlin (agrar.de) – Eine leichte Abnahme der Waldschäden diagnostiziert der Waldschadensbericht 1999 der Bundesregierung. Der Zustand der deutschen Wälder ist danach jedoch weiterhin Besorgnis erregend. Der Anteil der Schadflächen insgesamt in deutschen Wäldern liegt derzeit bei 22 Prozent, bei einzelnen Baumarten ist der Anteil der geschädigten Bäume alarmierend hoch.

Von allen Baumarten ist die Eiche am stärksten gefährdet. Rund 44 Prozent sind erheblich geschädigt, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Es folgen Buche (32 Prozent) und Fichte (25 Prozent). Die Kiefer ist mit einem Flächenanteil von 13 Prozent deutlichen Schäden am wenigsten krank. 1998 waren es alledings nur zehn Prozent.

Gerald Thalheim, Staatssekretär im Bundesforstministerium, verwies darauf, dass Nadelbäume hauptsächlich unter der Luftverschmutzung litten. Der Ausstoß von Schwefel und Stickstoff sei zwar zwischen 1990 und 1996 um 70 beziehungsweise 30 Prozent zurückgeführt worden, nach wie vor werde aber der Wald mit durchschnittlich 25 Kilogramm Stickstoffoxid pro Hektar und Jahr belastet. Der Schwefeldioxid-Ausstoß liege bei 14 Kilogramm. Die beiden Schadstoffe entstehen vor allem in Kraft- und Heizkraftwerken. Die Nadelbäume haben von der Verminderung der Luftschadstoffe deutlich mehr profitiert als die Laubbäume, für die, so Thalheim, ein komplexes Geflecht von Schadensursachen besteht. Dazu zählte er Wetter und Schädlingsbefall. Deshalb seien die Schäden auch nicht leicht zu bekämpfen.

Thalheim sieht einen positiven Trend. Im Vergleich zum Jahr 1991 sei insgesamt eine ‚allmähliche Verbesserung des Waldzustandes‘ festzustellen.

Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Waldbesitzerverbände erklärte unter Hinweis auf eine Studie der Universität Göttingen, dass die Waldschäden sowohl Mehraufwendungen als auch Mindereinnahmen für die Besitzer verursachten. Der Verlust belaufe sich auf 43 bis 95 DM je Jahr und Hektar. Bei 10,7 Mio. Hektar Wald ergibt sich daraus eine Schadenssumme von 460 Mio. bis 1,01 Mrd.DM.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Deutsche Naturschutzring (DNR) warfen der Regierung Beschönigung vor, da abgestorbene oder ausgeschlagene Bäume nicht in der Statistik auftauchten. Helmut Klein, Wald-Experte des BUND: ‚Die Diagnose ist eindeutig: Das Waldsiechtum geht weiter und ist eindeutiger Indikator der krankmachenden Umweltbedingungen für Pflanzen, Menschen und Tiere.‘ Der DNR forderte zur Schonung der Wälder eine Reduzierung des Düngemitteleinsatzes in der Landwirtschaft um mindestens ein Drittel.

WTO-Nachlese: Kritik an USA und EU-Kommissar Fischler

Themen: Archiv — info @ 15:12

Brüssel/Bern (agrar.de) – Nach dem Abbruch der Welthandelsgespräche von Seattle plädieren die Europäer für eine längere Denkpause. ‚Wir sollten jetzt etwas Abstand gewinnen und die Gründe für das Scheitern analysieren‘, sagte EU-Handelskommissar Pascal Lamy der Presse in Brüssel.

Während die EU-Staaten mit einer ‚offenen Haltung‘ nach Seattle gereist seien, hätten die Amerikaner von Anfang an eine ‚Blockade‘ aufgebaut. ‚Der Zeitpunkt war schlecht gewählt, die USA waren nicht zu Konzessionen bereit‘, bemängelte Lamy unter Hinweis auf die bevorstehenen Präsidentschaftswahlen. An diesem Zustand werde sich ‚auch in zwei oder sechs Monaten‘ nichts ändern. Deshalb sieht Lamy in einer am Wochenende von Bundeskanzler Gerhard Schröder geforderten schnellen Neuauflage der WTO-Konferenz wenig Sinn.

Lamy kritisierte die ’nicht mehr zeitgemäßen‘ Verfahrensabläufen innerhalb der WTO, die EU werde hierzu sehr bald Verbesserungsvorschläge vorlegen, kündigte er an. Der Kommissar widersprach Vorwürfen, die Europäer hätten den Gipfel durch ihre Forderung ‚überfrachtet‘. Das Treffen sei an den ‚klassischen Themen‘ wie dem Anti-Dumping oder der Landwirtschaft gescheitert, betonte Lamy.

EU-Agrarkommissar Franz Fischler ist diesbezüglich anderer Meinung: ‚Man kann nicht behaupten, dass Seattle an der Landwirtschaft gescheitert wäre‘, sagte er. Die EU sei gerade in diesem Sektor ‚initiativ, kreativ und konstruktiv‘ gewesen.

Fischler wurde, neben dem schweizerischen Bundesrat Couchepin, von der schweizerischen Sektion der Umweltschutzorganisation Greenpeace beschuldigt, sich ‚mit den Biosafety-Gegnern ins gleiche Boot gesetzt‘ zu haben.

Beide unterstützten einen Antrag, der innerhalb der WTO eine Gentechnik-Arbeitsgruppe einrichten will. Fischler verletze damit die EU-Übereinkunft, das Thema genmanipulierte Organismen nicht im Rahmen der WTO zu regeln, sondern im übergeordneten Biosafety Protokoll der UNO. Die USA und Kanada hätten die erklärte Absicht, innerhalb der WTO eine industriefreundliche Regelung zur Gentechnik erarbeiten zu lassen, welche die Handelsfreiheit klar über das Vorsorgeprinzip stellt, so Greenpeace.

Im Biosafety-Protokoll soll der Umgang mit gentechnisch-veränderten Organismen geregelt werden – unter starker Berücksichtigung von Umweltschutzanliegen. So soll beispielsweise jeder Staat das Recht haben, die Freisetzung von Gentechpflanzen auf dem eigenen Territorium zu verbieten.

McCain serviert gentechnikfreie Fritten

Themen: Archiv — info @ 10:12

Florenceville (agrar.de) – Der kanadische Lebensmittelkonzern McCain, einer der großen Produzenten von Tiefkühl-Pommes-frites, wird vom nächsten Jahr an im Heimatland keine gentechnisch veränderten Zutaten mehr verarbeiten. Das Unternehmen beuge sich damit Forderungen der Verbraucher.

‚Wir haben den Anbauern in den vergangenen Wochen mitgeteilt, dass wir für die Ernte im Jahr 2000 nur noch Verträge über die Lieferung von Kartoffeln abschließen werden, die frei von gentisch modifizierten Organismen sind‘, sagt Public-Relation-Direktor Scoop Fredstrom der Presse. Die Landwirtschaft in der kanadischen Provinz New Brunswick und speziell auf der Prince-Edward-Insel hängt stark von den Knollenfrüchten ab. Die nur 5600 Quadratkilometer große Insel ist das Zentrum des kanadischen Kartoffelanbaus.

McCain hatte bereits im Mai erklärt, die Gesellschaften in den einzelnen Ländern würden sich bei der Entscheidung, welche Rohprodukte sie verwenden, nach dem Wunsch der Konsumenten richten. Die nun Entscheidung gelte vorerst nur für die Fabriken in Kanada, so Fredstrom.

‚Es gibt zu viele Menschen, die besorgt sind, diese Produkte zu essen, und wir sind im Geschäft, um den Kunden zu geben, was sie wollen, nicht, was wir glauben, was sie haben sollten‘, zitieren die Medien Konzernchef Harrison McCain. Daher werde sein Unternehmen bis zu einer Änderung in der öffentlichen Meinung auf gentechnisch veränderte Kartoffeln verzichten.

Die McCain-Gruppe brachte im Geschäftsjahr 1998/99 Lebensmittel im Wert von 5,6 Milliarden Kanada-Dollar (annähernd 7,3 Milliarden Mark) auf den Markt. Zur Warenpalette gehören neben Kartoffelartikeln auch Gemüse, Säfte, Pizza und weitere Fertiggerichte.

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