05. November 1999

EU: Fleischhändler kassierten zu Unrecht

Themen: Archiv — info @ 14:11

Brüssel (agrar.de) – Die EU-Kommission wirft deutschen Fleischhändlern die Hinterziehung von 100 Mio. DM Exportsubventionen vor. Die Unternehmen hätten diese Subventionen ‚unberechtigterweise in Anspruch genommen‘, sagte ein Sprecher von Agrarkommissar Franz Fischler in Brüssel.

Deutsch Händler hätten Rindfleisch mit EU-Zuschüssen nach Jordanien ausgeführt. Von dort sei die Ware offenbar in den Irak weitergeleitet worden. Für Ausfuhren in den Irak werden aber keine Beihilfen mehr gezahlt, seit 1990 besteht ein Exportverbot. Die Betrugskontrolleure der EU kamen dem Fall auf die Spur, weil die subventionierten Fleischlieferungen nach Jordanien plötzlich sprunghaft in die Höhe geschnellt waren.

Das deutsche Finanzministerium wurde aufgefordert, die zu Unrecht kassierte Subventionen bei den Händlern eintreiben.

US-Farmer vor schwierigen Entscheidungen

Themen: Archiv — info @ 12:11

(agrar.de) – Amerikanische Marktspezialisten raten Farmern zur Zurückhaltung beim Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut (GMO). ‚Warten Sie ab‘ sagte Kim S. Harris, Agrarökonom an der Southern Illinois University dem Online-Magazin @griculture.com auf die Frage, wie sich die Farmer beim GMO-Saatguteinsatz verhalten sollten.

Harris vermutet, dass Industrie, Regierungen und Handelsorganisationen in den USA und Europa die zentralen Fragen über die Zulassung und den Handel mit gentechnisch veränderten Sorten bis zum Beginn des Jahres 2000 geregelt haben.

GMO-Züchter und Händler benötigen ein deutliches Signal für ihren Markt. Wenn die Vermarktungsfähigkeit von GMOs nicht bald geregelt werde, würden viele Landwirte wieder ihre traditionell verwendeten Sorten anbauen, so Harris.

EU erwartet Aufhebung von Importverboten für British Beef

Themen: Archiv — info @ 10:11

Brüssel (agrar.de) – Das Vorhaben von Landwirtschaftsminister Funke, am Einfuhrverbot für britisches Rindfleischt festhalten, dürfte scheitern, wenn es nach dem Willen der EU-Kommission geht. Diese erwartet, dass die angekündigten Vermittlungsgespräche über Kennzeichnung und Untersuchung der Ware geführt werden und nicht zur Beibehaltung der Importverbote in Frankreich und Deutschland führen. Die Kommission werde die beiden Länder notfalls vor den EU-Gerichthof zitieren, so ein Sprecher.

Auch der grüne Europaabgeordnete Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringhaus hat den deutschen Bundesländern geraten, sich nicht auf den Fortbestand des Rindfleisch-Embargos gegen Großbritannien zu konzentrieren. ‚Ein Embargo schützt nicht vor BSE‘, sagte der Vorsitzende des EU-Parlamentsausschusses für Landwirtschaft im ZDF. Stattdessen solle sich Deutschland mit Großbritannien auf Kennzeichnung und Test einigen und den Widerstand gegen das von der EU verfügte Embargo-Ende aufgeben.

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