05. November 1999

Hormonfleisch: Schweiz führt Kennzeichnung ein

Themen: Archiv,Schweiz — info @ 15:11

Bern (agrar.de) – Die Schweiz führt zum 1. Januar 2000 eine Kennzeichnungspflicht für Fleisch von hormonbehandelten Tieren ein. Frischfleisch, das mit Hilfe von Hormonen oder Antibiotika zur Leistungsförderung erzeugt wurde, muss nach der neuen Regelung ‚an gut sichtbarer Stelle, leicht lesbar gekennzeichnet werden‘. Das Kennzeichnungspflicht gilt für Eier.

Die Regierung habe einen Mittelweg zwischen den Forderungen von Bauern und Verbraucherschützern auf der einen und Handel und Gastgewerbe auf der anderen Seite gesucht, sagte Landwirtschaftsminister Pascal Couchepin am Mittwoch in Bern.

Auf der Verpackung von Eiern, die von Legehennen stammen, deren Haltung den schweizerischen Anforderungen nicht entspricht, muss der Vermerk ‚aus in der Schweiz nicht zugelassener Käfighaltung‘ stehen. Die Deklarationspflicht gilt für den Einzelhandel, für Restaurants und Kantinen.

Der Minister betonte, das neue Label könne Kritik der Welthandelsorganisation (WTO) auslösen. EU und USA streiten seit Jahren über das EU-Importverbot für amerikanisches Hormonfleisch. Als Lösung war eine spezielle Kennzeichnung für US-Fleisch diskutiert worden, eine Einigung gibt es diesbezüglich noch nicht.




   (c)1997-2017 @grar.de