27. Oktober 1999

Trockenfutter mit Dioxin belastet

Themen: Dioxin,Futtermittel — info @ 09:10

Potsdam (agrar.de) – In Trockenfutter aus drei Brandenburger Werken sind erhöhte Dioxinwerte festgestellt worden. Wie das Agrar- und Umweltministerium in Potsdamer am Dienstag mitteilte, verwendeten die Unternehmen widerrechtlich belastete Holzabfälle und Plastikmüll als Brennstoff.

Es bestehe der Verdacht der illegalen Abfallbeseitigung, sagte Staatssekretär Hans-Hermann Bentrup. Zwei Betriebe in den Kreisen Elbe-Elster und Märkisch-Oderland wurden zunächst stillgelegt. Ein weiteres Unternehmen im Kreis Prignitz habe die Produktion ebenfalls eingestellt.

Aufgedeckt wurden die Belastungen durch Kontrollen der Futtermittelüberwachungsbehörden des Landes in acht Trockenwerken Brandenburgs. Das Trockengrünfutter von drei Betrieben wies eine deutlich erhöhte Dioxinanreicherung auf, die von der allgemeinen Hintergrundbelastung abweicht. Diese wird mit 0,3 bis 0,8 Nanogramm Dioxin je Kilogramm Grünfutter angegeben (0,3 bis 0,8 Milliardstel-Gramm Internationale Toxizitätsäquivalente – ngTEq).

Nach Angaben des Ministeriums besteht keine direkte gesundheitliche Gefahr. Die gemessenen Dioxin-Werte lägen deutlich unterhalb dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO vorgegebenen Grenzwert.

Das Trockenfutter wurde laut Bentrup an Schweinehalter, Rinder- und Hähnchenmäster sowie an Legehennen-Betriebe geliefert. Die zuständigen Landes- und Bundesbehörden seien umgehend informiert worden. Der Vertrieb des Trockenfutters wurde verboten.




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