29. Oktober 1999

Ifo-Institut: Weit verbreiteter Unsicherheit

Themen: Archiv — info @ 14:10

München (agrar.de) – Die Stimmung unter den deutschen Landwirten hat sich weiter verschlechtert. Im Juni dieses Jahres bewerteten 35 Prozent ihre wirtschaftliche Situation als ungünstig, wie aus dem ‚Investitionstest Agrar‚ des Münchner Ifo-Instituts hervorgeht. Ende des Vorjahres waren es noch 29 Prozent, im Juni 1998 sogar nur 22 Prozent gewesen. Rund 45 Prozent der Befragten beurteilten ihre Lage als befriedigend, Mitte des Vorjahres waren es 62 Prozent gewesen. Wie im Vergleichsmonat des Vorjahres schätzten zwölf Prozent ihre Situation als gut ein. Für die Erhebung wurden deutschlandweit 1.730 landwirtschaftliche Unternehmen befragt.

Von den kommenden zwei bis drei Jahren erwarten die Landwirte der Umfrage zufolge wenig Besserung. Als Ursachen für die negative Entwicklung gaben sie maßgebliche wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen an. So schätzten die Befragten die EU-Agrarpolitik, die Preissituation auf den Weltmärkten und die EU-Osterweiterung als sehr negativ ein.

Die düsteren Zukunftsperspektiven wirkten sich der Erhebung zufolge auf die Investitionspläne aus. Betroffen wird aber voraussichtlich nur Ostdeutschland sein. In Westdeutschland war im Juni die Zahl der Befragten, die in Wirtschaftsgebäude und Maschinen investieren wollten, zwar etwas geringer als im Dezember des Vorjahres. Andere Landwirte wollten dagegen aber mehr investieren. Etwa die Hälfte der Landwirte will 1999 gar nicht oder zumindest weniger als 1998 in Maschinen investieren. Insgesamt rechnet das Ifo-Institut mit einem Investitionsumfang auf Vorjahresniveau.

Das Ifo-Institut sieht eine ‚weit verbreitete Unsicherheit‘ hinsichtlich der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung. Regierung und EU-Verantwortliche ruft das Institut dazu auf, sich stärker für eine Verbesserung des psychologischen Klimas einzusetzen. So sollten sie Betrieben bei der Steuer-, Sozial- und Ordnungspolitik einen sichereren Orientierungsrahmen bieten.

Öko-Leitbetriebe im Internet

Themen: Archiv — info @ 10:10

Bonn/Düsseldorf (agrar.de) – Das Projekt ‚Leitbetriebe Ökologischer Landbau in Nordrhein-Westfalen‚ ist seit kurzem im Internet vertreten.

Auf den Seiten des Servers der Uni Bonn wollen die Projektpartner interessierten Landwirten und Beratern aktuelle Versuchsergebnisse zu verschiedenen Kulturen, Empfehlungen und Veranstaltungshinweise zum ökologischen Landbau zur Verfügung stellen.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Institut für Organischen Landbau der Universität Bonn, den Landwirtschaftskammern %url3%Rheinland%/% und %url6%Westfalen-Lippe%/% sowie 13 Praxisbetrieben des Öko-Landbaus. Es wird durch das Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes (%url4%MURL%/%) sowie durch die Europäische Gemeinschaft gefördert.

Erklärtes Ziel ist die enge Vernetzung und Praxis, Beratung und Wissenschaft, die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Handlungsanweisungen sowie die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis.

Vorgesehen ist u.a. die Schaffung von dezentralen Demonstrationsorten und Beratungsmöglichkeiten für umstellungsinteressierte konventionelle und ökologisch wirtschaftende Landwirte in Form von Versuchs- und Demonstrationsflächen auf den beteiligten Praxisbetrieben.

Die gewählten Themen orientieren sich an den aktuellen Bedürfnissen der Praxis. Bisherige Schwerpunkte sind: Unkrautregulierung in Getreide und Gemüse, Erzeugung von Backweizen, Gezielter und umweltschonender Einsatz organischer Düngemittel, Effizientes N-Management beim Leguminosenanbau, Optimierung von Kleegras-Ansaatmischungen zur Fütterung und Gründüngung, Vorkeimung bei Kartoffeln, Fruchtfolgewirkung und Energieerträge verschiedener Futterbaukulturen, Anbaueignung moderner Sorten (Winter- und Sommerweizen, Roggen, Dinkel, Erbsen, Kartoffeln) unter den Bedingungen des Ökologischen Landbaus sowie die Eiweißversorgung von Mastschweinen.

28. Oktober 1999

BSE: Erste Schnelltests praxisreif

Themen: Tierseuchen — info @ 16:10

Noch kein Verfahren für lebende Tiere

Tübingen (agrar.de) – Rund 450 Wissenschaftler aus 28 Ländern trafen sich in Tübingen zu einem internationalen Symposium über Prionenerkrankungen bei Mensch und Tier, zu dem die Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (BFAV) eingeladen hatte. Der bislang größte Kongress zu dieser Thematik belegt, dass großes Interesse an der Natur der Erreger, dem Krankheitsverlauf sowie der Diagnostik von Prionenerkrankungen besteht.

Prionen werden für ‚Spongiforme Enzephalopathien‘ (schwammartige Gehirnerkrankungen) verantwortlich gemacht. Die Erreger sind vermutlich reine Eiweiße, die in ihrer Struktur verändert sind und körpereigene Eiweiße umformen können, was letztendlich zu den Erkrankungen führt.

Die Forscher nehmen an, dass bestimmte Prionen die Artgrenze überschreiten können: Sie vermuten Zusammenhänge zwischen der Schafkrankheit Scrapie, der Rinderseuche BSE und einer seit 1996 bekannten neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK), der bislang 46 Menschen – vorwiegend Briten – zum Opfer gefallen sind.

Einen Schwerpunkt des Symposiums bildeten Vorträge über Schnelltests auf BSE. Drei Tests bestanden die Prüfung einer von der EU-Kommission einberufenen Arbeitsgruppe. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion stimmten führende Wissenschaftler darin überein, dass diese BSE-Schnelltests in allen EU-Mitgliedstaaten zur Verbesserung der Bestands-Überwachung beitragen können.

Ein Nachteil der erfügbaren Tests ist, dass Hirngewebe analysiert wird. Es können daher nur tote Tiere untersucht werden. Außerdem eignen sie noch nicht für die Früherkennung. Mit Hochdruck arbeiten die Wissenschaftler daher an Tests zur vorklinischen Diagnostik und an Bluttests, um schon zu Lebzeiten BSE-Infektionen bei Rindern nachweisen zu können.

EU: BST bleibt weiterhin verboten

Themen: Archiv — info @ 12:10

Straßburg (agrar.de) – Das leistungsfördernde Hormon ‚Bovine Somatotrophin‘ (BST) soll in der Europäischen Union weiterhin verboten bleiben.

Die EU-Kommission legte am vergangenen Dienstag bei einem Treffen in Straßburg einen entsprechenden Vorschlag vor. Damit soll die aktuelle Regelung über das Jahresende hinaus verlängert werden.

Die Vermarktung und der Einsatz von BST bei Milchkühen ist in der EU seit 1990 untersagt. Das geltende Verbot läuft Ende des Jahres aus. Die geplante Verlängerung begründet die Kommission damit, dass durch den Einsatz des Hormons das Risiko bestimmter Krankheiten ansteige.

27. Oktober 1999

Bauern demonstrieren gegen Regierungspolitik

Themen: Archiv — info @ 14:10

Minister Funke nennt Proteste Schwarzmalerei

Berlin (agrar.de) – Mehrere tausend Bauern haben gestern in Berlin gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung demonstriert. Der Protest am Brandenburger Tor richtete sich insbesondere gegen die geplante Steuerreform und das Sparpaket. Während die Veranstalter von rund 10.000 Demonstranten sprachen, zählte die Polizei etwa 6.000 Teilnehmer. Die Kundgebung war der Höhepunkt einer Reihe von Protestveranstaltungen der Bauern in den vergangenen Wochen. Seit Ende Juli finden bundesweit Aktionen der Landwirte gegen die rot-grüne Politik statt.

Landwirte aus Rheinland-Pfalz schenkten ‚reinen‘ Wein ein und Bauern aus dem Spreewald verschenkten saure Gurken um zu symbolisieren, wie ’sauer‘ die Bauern auf die Bundesregierung sind. Berufskollegen aus dem Norden trommelten auf leeren Ölfässern, um ‚Heizöl statt Diesel‘ für Ihre Traktoren zu fordern.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, nannte die Vorhaben der rot-grünen Regierung skandalös. Den Landwirten drohten durch die Reformen und die europäische Agenda 2000 bis zu 25 Prozent Einkommensverluste. ‚Diese Bundesregierung betreibt Politik gegen die Bauern‘, sagte Sonnleitner. Durch die Ökosteuer würde die Landwirtschaft bis zu 30 Mal stärker belastet als andere Branchen. Er nannte das Sparpaket der Bundesregierung ‚ungerecht, unsozial und perspektivlos‘.

Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) bezeichnete die Demonstration als Schwarzmalerei und Scharfmacherei. Er deutete aber Gesprächsbereitschaft an und räumte ein, dass die Ökosteuer in der Landwirtschaft zu einem Ungleichgewicht zwischen Be- und Entlastung von etwa 235 Millionen Mark in der ersten Stufe geführt habe. Darüber müsse man reden.

Auch der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ernst Schwanhold und die agrarpolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Höfken, sagten bei der Kundgebung zu, dass die Gestaltung der Ökosteuer erneut diskutiert werden soll.

Milchquotenregelung: – noch mehr Kosten und Bürokratie?

Themen: Archiv — info @ 12:10

Berlin (hib/agrar.de) – Von Zustimmung über Skepsis bis hin zur Ablehnung reicht die Palette der Einschätzungen zu dem Plan der Bundesregierung, die Milchgarantiemengenregelung ab April 2000 neu zu gestalten. In der geplanten ‚Verordnung zur Durchführung der Zusatzabgabenregelung und Neuordnung des Systems für die Referenzmengenübertragungen‘ soll die Flächenbindung aufgehoben und das Übertragungssystem für Milchquoten bundeseinheitlich neu geregelt werden. Der flächenungebundene Verkauf von Milchlieferrechten soll nur noch über sogenannte Verkaufsstellen möglich sein. (wir berichteten)

Heute fand in Berlin eine öffentliche Anhörung des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu diesem Thema statt, Verbände und Ministerien gaben ihre Stellungnahmen ab.

Nach Ansicht des Deutsche Bauernverbandes (DBV) wird der Erwerb von Milch-Referenzmengen für die Milcherzeuger dadurch erleichtert, dass spekulative und preistreibende Elemente wie Makler, Leasing oder fehlende Markttransparenz beseitigt werden. Die Aufhebung der Flächenbindung erleichtere darüber hinaus den Transfer von Referenzmengen. Der Verband hält die Neuordnung angesichts der auf europäischer Ebene beschlossenen Restlaufzeit der Garantiemengenregelung von acht Jahren für unverzichtbar. Die Neuregelung schaffe eine weitgehende Transparenz der Preisbildung und lasse eine deutlich stärkere Position der aktiven Milcherzeuger im Vergleich zur aktuellen Regelung erwarten.

Dagegen glaubt der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, dass sich mit der neuen Konzeption eine Stärkung der deutschen Milchwirtschaft nicht erreichen lasse. Der Verband rechnet mit mindestens 1,14 Milliarden DM pro Jahr, die von den deutschen Milchviehbetrieben für die Quoten aufgebracht werden müssen. Damit würden die Erzeugerbetriebe auf absehbare Zeit in Europa nicht wettbewerbsfähig sein. Der Übergang von Quoten sei nach wie vor mit einem „untragbaren finanziellen Aufwand“ für die Betriebe verbunden und stelle daher keine Verbesserung dar. Bereits heute zeichne sich ab, dass viele Betriebe bis Ende März 2000 aufgeben und ihre Quoten verpachten oder verkaufen werden.

Auch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sieht in dem Konzept keinen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Milchwirtschaft, weil der Quotentransfer erheblich bürokratisiert werde. Auch hätten die Pächter keine Gewähr, ihre Quote nach Auslaufen der Pachtverträge zu vertretbaren Kosten weiter bewirtschaften zu können.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) rechnet damit, dass etwa 40 Prozent der Quoten schnell den Eigentümer wechseln werden. Da Quoten gekauft werden müssten, führe die Regelung zu einem weiteren Kapitalabfluss aus den Betrieben und damit zu sinkender Wettbewerbsfähigkeit.

Zweifel im Hinblick auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit hat auch das rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerium. Der Quotenübergang werde eher erschwert, da die Pacht von Lieferrechten bis auf wenige Ausnahmen und das Quotenleasing nicht mehr zulässig seien und der Kauf von Quoten ausschließlich über eine Verkaufsstelle mit zusätzlichem Verwaltungsaufwand erfolgen soll.

Trockenfutter mit Dioxin belastet

Themen: Dioxin,Futtermittel — info @ 09:10

Potsdam (agrar.de) – In Trockenfutter aus drei Brandenburger Werken sind erhöhte Dioxinwerte festgestellt worden. Wie das Agrar- und Umweltministerium in Potsdamer am Dienstag mitteilte, verwendeten die Unternehmen widerrechtlich belastete Holzabfälle und Plastikmüll als Brennstoff.

Es bestehe der Verdacht der illegalen Abfallbeseitigung, sagte Staatssekretär Hans-Hermann Bentrup. Zwei Betriebe in den Kreisen Elbe-Elster und Märkisch-Oderland wurden zunächst stillgelegt. Ein weiteres Unternehmen im Kreis Prignitz habe die Produktion ebenfalls eingestellt.

Aufgedeckt wurden die Belastungen durch Kontrollen der Futtermittelüberwachungsbehörden des Landes in acht Trockenwerken Brandenburgs. Das Trockengrünfutter von drei Betrieben wies eine deutlich erhöhte Dioxinanreicherung auf, die von der allgemeinen Hintergrundbelastung abweicht. Diese wird mit 0,3 bis 0,8 Nanogramm Dioxin je Kilogramm Grünfutter angegeben (0,3 bis 0,8 Milliardstel-Gramm Internationale Toxizitätsäquivalente – ngTEq).

Nach Angaben des Ministeriums besteht keine direkte gesundheitliche Gefahr. Die gemessenen Dioxin-Werte lägen deutlich unterhalb dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO vorgegebenen Grenzwert.

Das Trockenfutter wurde laut Bentrup an Schweinehalter, Rinder- und Hähnchenmäster sowie an Legehennen-Betriebe geliefert. Die zuständigen Landes- und Bundesbehörden seien umgehend informiert worden. Der Vertrieb des Trockenfutters wurde verboten.

26. Oktober 1999

BIOLAND: Umstellen jetzt besonders lohnend

Themen: Archiv — info @ 16:10

Gute Absatzchancen besonders für Milch und Kartoffeln

Hamm (agrar.de) – ‚Der Markt bei Bio-Produkten ist spürbar in Bewegung geraten‘. So kommentierte Landesgeschäftsführer Heinz Josef Thuneke bei der heutigen Jahressitzung des Bioland-Gesamtvorstandes die Situation in Nordrhein-Westfalen. ‚Auf absehbare Zeit wird das Angebot mit der steigenden Nachfrage wohl kaum Schritt halten können.‘ Gerade bei Milch, Kartoffeln sowie Brot- und Futtergetreide könnten Nordrhein-Westfalens Bio-Bauern noch deutlich mehr absetzen.

Nach Ansicht von BIOLAND ist der Milchmarkt für Biolandwirte derzeit besonders attraktiv. Die stetig wachsende Nachfrage habe dazu geführt, dass gleich drei große Molkereien in NRW auf der Suche nach neuen Bio-Milchlieferanten seien. Der Verband sehe daher beste Perspektiven für Landwirte, die auf ökologischen Landbau nach Bioland-Richtlinien umstellen wollen. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Frost&Sullivan könne sich der Absatz von Bio-Milch bis 2005 gar verdreifachen.

‚Auch ökologisch erzeugte Kartoffeln, sowie Brot- und Futtergetreide erleben momentan eine lebhafte Nachfrage‘, so Thuneke. ‚Sogar aus Frankreich, Belgien oder Dänemark kommen jetzt regelmäßig Anfragen an die Bioland-Zentrale, die wir allerdings auf Grund des knappen Angebots kaum befriedigen können.‘

Bundesweit arbeiten derzeit etwa 8.000 Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe nach kontrolliert ökologischen Anbauverfahren.

Weitere Information:

Bioland Nordrhein-Westfalen, Im Hagen 5, 59069 Hamm Tel: (02385) 29 79 oder 1817 / Fax (02385) 51 82 E-Mail: Bioland.NRW@t-online.de

25. Oktober 1999

EU-Strukturhilfen für Ostdeutschland blockiert?

Themen: Archiv — info @ 11:10

Mangelhafte Umsetzung der EU-Umweltrichtlinien

Brüssel (agrar.de) – Ab Anfang 2000 werden offenbar keine EU-Strukturfondsgelder für Ostdeutschland ausbezahlt werden können. Grund dafür ist nach einem Bericht des Magazins FOCUS die mangelhafte Umsetzung der EU-Umweltrichtlinien durch die Bundesländer. Die EU-Kommission hatte seit langem gedroht, das Geld so lange zu blockieren, bis alle Schutzgebiete gemäss der ‚Fauna-Flora-Habitat‘-Richtlinie ausgewiesen sind. ‚Dabei bleiben wir‘, bekräftigte die neue EU-Umweltkommissarin Margot Wallström in einem FOCUS-Interview.

Es gehr um eine Menge Geld. Aus den Strukturfonds der EU sollen die fünf neuen Bundesländer in den kommenden sieben Jahre rund 16,2 Milliarden Euro erhalten.

‚Frühestens Mitte nächsten Jahres fließt Geld für neue Projekte in die neuen Länder‘, wird die grüne Europa-Abgeordnete Elisabeth Schroedter aus Brandenburg zitiert. ‚Es entsteht ein monatelanges Förderloch‘. Ohne die ‚geschenkten EU-Milliarden‘ gebe es keine Investitionen in Ostdeutschland, befürchtet Frau Schroedter: ‚Auch jede Mark aus der Bundeskasse ist an EU-Programme geknüpft.‘

Brüssel hatte die Bundesregierung bereits im Sopmmer gewarnt, dass man die Strukturmilliarden an die Erfüllung der Umweltauflagen koppeln werde. Selbst wenn Deutschland jetzt auf einen Schlag genügend Gebiete ausweisen würde, sind laut FOCUS Verzögerungen bei der Auszahlung der Strukturhilfe unvermeidlich, da das Planungsverfahren mehr als ein halbes Jahr dauert.

21. Oktober 1999

Dokument: Milch als Fungizid

Themen: Archiv — info @ 16:10

Rheine-Mesum (agrar.de) – Unsere Nachricht Vollfett-Fungizid vom Nachbarhof über Milch als Pflanzenschutzmittel vom 20.10. sorgte bei unseren Lesern/Besuchern für einige Rückfragen.

Wir haben deshalb mit dem Autor der Studie, Wagner Bettiol, Kontakt aufgenommen und ihn gebeten, uns seine Versuchsergebnisse zur Verfügung zu stellen. Senhor Bettiol willigte ein.

Seinen Artikel in englischer Sprache (‚Effectiveness of cow’s milk against zucchini squash powdery mildew (Sphaerotheca fuliginea) in greenhouse conditions‘) finden Sie unter @grar.de Dokumente > Weitere Dokumente. Sie können ihn online lesen oder den Text als ZIP-Datei (%url5%HTML%/% 18 kb) (%url6%DOC%/% 36 kb) herunterladen.

Korrektur: In der oben erwähnten Meldung ist uns ein Fehler unterlaufen. Hier die richtige WWW-Adresse des %url2%New Scientist%/%.

Seiten: 1 2 3 4 5 >>



   (c)1997-2017 @grar.de