03. August 1999

Deutschland verletzt EU-Vogelschutzrichtlinie

Themen: Archiv — info @ 11:08

EU-Kommission verklagt Berlin

Brüssel/Berlin (cre-a-m.com) – Die Bundesrepublik Deutschlands hat offenbar nur rund 40 % seiner insgesamt 169 bedeutenden Vogelschutzgebieten als BSG (besonderes Schutzgebiet) und zahlreiche andere Gebiete nur teilweise ausgewiesen.

Das behauptet die Europäische Kommission, die aufgrund des Artikels 226 EG-Vertrag jetzt Klage beim Europäischen Gerichtshof erheben will.

Bestimmte Vogelarten seien innerhalb des deutschen BSG-Netzes nur schwach vertreten, und Deutschland habe nicht alle Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung ausgewiesen, so die Kommission. Zudem habe die Bundesrepublik nur sehr unzulänglich und unvollständig über seine BSG informiert.

Neben Deutschland müssen Italien, Portugal und Finnland mit Klagen der Kommission rechnen. Österreich und Spanien wurden zur Abgabe einer Stellungnahme aufgefordert.

Die Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie des Rates 79/409/EEC über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten) ist einer der ältesten Rechtsakten der Gemeinschaft auf dem Gebiet der Naturerhaltung.

Sie sichert die Erhaltung der wichtigsten Lebensräume für Vögel und regelt mögliche Nutzungsformen wie Landwirtschaft und Jagd. Nach Auffassung der Kommission sind die jetzt verklagten Mitgliedsstaaten mit der Ausweisung eines Netzes von Schutzgebieten (sog.besonderen Schutzgebiete,BSG) für die bedrohtesten Arten im Verzug.

Zur Zeit laufen gegen 13 Mitgliedstaaten Vertragsverletzungsverfahren wegen Nichteinhaltung der Richtlinie ueber die Erhaltung wildlebender Vogelarten.

02. August 1999

Funke fordert Marktorientierung

Themen: Archiv — info @ 10:08

Bei den Beihilfen für die Landwirtschaft bleibt Bonn hart

Berlin (cre-a-m.com) – Im Streit um die Beihilfe für die deutsche Landwirtschaft geht Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) offenbar auf Konfrontationskurs zum Deutschen Bauernverband .

Der Tageszeitung „Die Welt“ sagte Funke, auf Dauer könne der Staat „betriebswirtschaftlich unrentable Existenzen“ nicht sichern.

Bei einer stärkeren Marktorientierung werde sich die Landwirtschaft jedoch auch aus eigener Kraft mit weniger Fördermitteln durchsetzen.

01. August 1999

Kritik an britischen BSE-Tests

Themen: Archiv — info @ 16:08

London setzt neue Verfahren nicht ein

London (cre-a-m.com) – Nur einen Tag nach Aufhebung des Exportverbots für britisches Rindfleisch steht die Regierung Tony Blair unter heftiger Kritik.

Die britische Tageszeitung „The Independend“ wirft den Gesundheitsbehörden vor, neue, bereits von der EU validierte Analyseverfahren zur Früherkennung des BSE-Erregers nicht anzuwenden. Mit ihnen sollen auch Schlachtkörper symptomfreier Tiere auf eine mögliche BSE-Infektion hin untersucht werden können.

Die ersten Vorergebnisse der Probedurchläufe dieser neuen Tests seien zwar positiv verlaufen. Vor einem Routineeinsatz müßten sie jedoch noch erheblich genauer untersucht werden, so ein Regierungssprecher.

Keine Gentechnik bei Novartis Babyfood und Rewe Eigenmarken

Themen: Archiv — info @ 12:08

Angst vor Umsatzeinbußen

Zürich/Köln (cre-a-m.com) – Immer mehr Lebensmittelunternehmen verzichten auf Gentechnik in ihren Produkten.

Die Gerber AG, ein zum Novartis-Konzern gehörender, führender Hersteller von Babynahrung wille ab September auf die Verwendung von gentechnisch verändertem Mais und Soja verzichten. Das teile Novartis schweizer Presseberichten zufolge am Samstag mit. Grund sei die Ablehnung der Gentechnik durch die Verbraucher. Novartis selbst will jedoch auch weiterhin gentechnisch veränderte Lebensmittel produzieren.

Erst am Freitag hatte die Kölner Rewe-Gruppe einen Verzicht auf Gentechnik bei Eigenmarken erklärt. Der Gentechnik-Verzicht gelte faktisch bereits seit einigen Monaten in den 9.600 deutschen Filialen des Konzerns.

British Beef is back

Themen: Archiv — info @ 11:08

Britisches Rindfleisch wieder im Handel

Brüssel (cre-a-m.com) – Ab heute darf britisches Rindfleisch wieder in die EU ausgeführt werden.

Es ist jedoch ausschließlich der Export von Fleisch ohne Knochen. Es darf zudem nur von zwischen 6 und 30 Monate alten und nach dem 1.8.1996 geborenen Tieren gewonnen werden.

Einer Zulassung für den deutschen Markt muß der Bundesrat noch zustimmen. Der Beschluß dürfte Mitte September vorliegen.

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