11. August 1999

Europas Regionen beraten über nachhaltige Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 10:08

Anhörung des Ausschusses der Regionen in Bozen

Brüssel (cre-a-m.com) – Zu einer Anhörung zum Wegweiser zur nachhaltigen Landwirtschaft treffen sich die im Ausschuß der Regionen (AdA) organisierten 222 regionalen Gebietskörperschaften der Europäischen Union am 29. und 30 September im italienischen Bozen.

Dort sollen auch Vertreter lokaler und regionaler Gebietskörperschaften sowie europäischer Landwirschafts- und Umweltorganisationen zu Worte kommen.

Weitere Themen der Tagesordnung sind Entwürfe von Stellungnahmen zu den Gemeinschaftsinitiativen 2000-2006, zu Non-Food-Kulturpflanzen und zur Berücksichtigung der Kulturlandschaft in der gemeinsamen Agrarpolitik.

Agrar-Sozialpolitik: 700 Mio. Mark weniger im Bundeshaushalt 2000

Themen: Archiv — info @ 10:08

Berlin (agrar.de) – Die Bundesregierung will im Haushalt 2000 bei Zuschüssen für die landwirtschaftliche Sozialpolitik über 700 Millionen Mark streichen. Das teilte die Regierung in einer vom Bundestag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion mit.

Die Zuschüsse zur Absicherung der Landwirte werden demnach um 392 Millionen Mark gekürzt, die Zuschüsse an die Träger der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung fallen um 115 Millionen Mark geringer aus. Die Krankenversicherungen der Landwirte sollen rund 200 Millionen weniger als bisher erhalten.

Die Bundesregierung betonte in ihrer Antwort, daß sie den überwiegenden Anteil an den Gesamtkosten der sozialen Absicherung für Landwirte trage. So seien für 1999 rund 7,8 Milliarden Mark bereitgestellt worden.

10. August 1999

Weg frei für Aventis

Themen: Archiv — info @ 15:08

Hoechst und Rhône-Poulenc erfüllen Forderungen der EU-Kommission

Brüssel (cre-a-m.com) – Höchst und Rhône-Poulenc haben die Forderungen der Europäischen Kommission erfüllt und damit den Weg für einen Zusammenschluß zur Aventis freigemacht.

Im Bereich Umweltschutz wird Aventis international an Platz eins und in der Pharmabranche an Platz zwei liegen. Mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften wird das neue Unternehmen in den Sparten Pharmazeutika, Pflanzenschutz und -produktion, Chemikalien und Tiergesundheit tätig sein.

Bis zuletzt hatte die Kommission in den Bereichen Pflanzenschutz und Pharmazeutika Probleme mit dem EU-Wettbewerbsrecht gesehen. Die beiden Unternehmen hätten sich jedoch inzwischen verpflichtet, Vermögensgegenstände bzw. Lizenzen zu veräußern, hieß es dazu am Nachmittag aus Brüssel.

So wird im Bereich Pflanzenschutz der Geschäftsbereich Isoproturon der AgrEvo veräußert.

Bei Schabenbekämpfungsmitteln wollen Hoechst und Rhône-Poulenc einem Dritten die ausschließliche Lizenz für eines der Produkte erteilen.

In den Bereichen Chemikalien und Tiergesundheit gliedern die Unternehmen den größten Teil ihrer entsprechenden Aktivitäten aus (Rhodia, Celanese bzw. die Hoechst Roussel Veterinär GmbH).

Resistenzen gegen Gentechnik – Baumwolle

Themen: Archiv — info @ 13:08

Keine Wirkung von Bt cotton auf Larven

London (cre-a-m.com) – Bei Laborversuchen an der Universität von Arizona (USA) haben Larven des Baumwollspinners offenbar nach kurzer Zeit Resistenzen gegen das Gift gentechnisch modifizierte Baumwollpflanzen (Bt cotton) entwickelt.

Statt abzusterben, stellten sich die Larven sehr schnell auf die gentechnisch modifizierten Baumwollpflanzen ein. Das berichtet die BBC.

Die mit „Bt cotton“ – Fläche beträgt weltweit rund 1 Million Hektar.

09. August 1999

Berlin will Agrar-Umweltschutz stärken

Themen: Archiv — info @ 09:08

Agrarreform mit drastischen Veränderungen angekündigt

Berlin (cre-a-m.com) – Der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Martin Wille, hat eine umfassenden Agrarreform und eine deutliche Stärkung des Agrar- Umweltschutzes angekündigt.

Die längste überfällige Agrarreform soll dabei weit weniger bauernfreundlich ausfallen als das Landwirtschaftsgesetz von 1955, zitiert die „Hannoversche Allgemeinen Zeitung“ Wille.

Das deutsche Landwirtschaftsgesetz atme den Geist der frühen fünfziger Jahre im Nachkriegsdeutschland. Ein modernes Gesetz müsste Ziele und Schwerpunkte auch in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Verbraucherschutz und Tierschutz definieren, so Wille.

06. August 1999

BIOLAND fordert Neuausrichtung der Ziele von Agrarumweltprogrammen

Themen: Archiv — info @ 13:08

Grünberg (agrar.de) – Nach Ansicht des Anbauverbandes BIOLAND muß der Neugestaltung der Agrarumweltprogramme zukünftig die Honorierung der ökologischen Leistungen im Vordergrund stehen und nicht mehr – wie bisher – ‚der allgemeine Einkommenstransfer für die konventionelle Landwirtschaft‘. Zudem gebiete der für Agrarumweltprogramme vorgesehene enge Finanzrahmen der EU eine gezieltere Ausrichtung der Förderung auf Anbausysteme mit nachweisbaren ökologischen Leistungen sowie den Vertragsnaturschutz.

In einer aktuellen Pressemitteilung betont Gerald Wehde, Geschäftsführer vom Bioland Landesverband Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt: ‚Es kann nicht sein, daß auch zukünftig die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen den Großteil der EU-Gelder für Agrarumweltmaßnahmen verbrauchen und sich damit ein allgemeines Subventionsprogramm für die konventionelle Landwirtschaft von der Allgemeinheit finanzieren lassen‘. Weiter fordert Wehde angesichts der knappen EU-Gelder feste Kontingente für die Bundesländer. ‚Im Verteilungskampf um die knappen EU-Mittel dürfen nicht die Bundesländer bestraft werden, die ihre Programmangebote und Prämienhöhen an einer effizienten Umweltwirkung ausrichten.‘

‚Es wäre ein Unding, wenn auch unter rot-grüner Regierung zukünftig konventionelle Kollegen im Bereich der Grünlandextensivierung höhere Flächenprämien als Ökolandwirte erhalten. Und dies, obwohl als einzige wesentliche Leistung lediglich die Einhaltung eines bestimmten Viehbesatzes erbracht wird. Wir erwarten vom Bundeslandwirtschaftsminister, daß er dieses eklatante Mißverhältnis bei den Prämienhöhen zugunsten des Ökologischen Landbaus aufhebt‘ so Wehde weiter.

Den vollen Text der Pressemitteilung finden Sie hier.

Weitere Informationen:

Gerald Wehde Bioland Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Londorfer Str. 28, 35305 Grünberg Tel: 06401/9170-0 oder -14

04. August 1999

Gentechnik und Lebensmittel in Australien

Themen: Archiv — info @ 15:08

Ministerrat beschließt Grenzwert

Canberra (cre-a-m.com) – In Australien hat die Kennzeichnung gentechnisch modifizierter Lebensmittel (gm) zu einer Kontroverse zwischen Regierung und Verbraucherorganisationen geführt.

Nach einem Beschluß vom Mittwoch will der australisch-neuseeländische Ministerat für Lebensmittelstandards bei der Kennzeichnungspflicht für gm-Lebensmittel jetzt offenbar den Weg für einen Grenzwert frei machen.

Das berichtet der Environmental News Service (ENS) unter Berufung auf australische Quellen.

Demnach kritisiert die australische Verbraucherorganisation Australian Consumers Association diesen Beschluß. Grenzwerte könnten durch die Verpflichtung des Bezuges gentechnikfreier Rohstoffe überflüssig gemacht werden, zitiert ENS eine Verbraucher-Sprecherin.

Gentechnik und Lebensmittel in Japan

Themen: Archiv — info @ 14:08

Erster Entwurf für Kennzeichnungsgesetz

Tokyo (cre-a-m.com) – Das japanische Ministerium für Landwirt- und Forstwirtschaft und Fischerei, hat dem Beirat der zuständigen Minister den ersten Entwurf eines Gesetzes zur Kennzeichnung gentechnisch modifizierter Lebensmittel (gm) vorgelegt. Die Minister wollen den Entwurf am 10.August beraten. Das berichtet der Environmental News Service (ENS).

Es müßten jedoch ausschließlich feste Rohstoffe gekennzeichnet werden. Flüssigkeiten (Öle, Säfte etc.) wären ebensowenig betroffen, wie Lebensmittelzutaten. Träte der Vorschlag heute inkraft, müßten 28 Lebensmittel gekennzeichnet werden. Dies wären vor allem Produkte aus Sojabohnen und Mais (Tofu, Miso, Sojamilch, Popcorn u.a.).

Das Gesetz könnte frühestens im Frühjahr 2001 inkraft treten.

Im Hinblick auf die im Herbst anstehende Verhandlungsrunde bei der Welthandelsorganisation (WTO) forderte Japan’s Agrarministerium die Einrichtung eines ständigen Ausschusses für aktuelle Fragen. Dieser müßte sich dann auch mit der Gentechnik befassen.

Gentechnik und Lebensmittel in Deutschland

Themen: Archiv — info @ 13:08

Industrie- und Handelsmarken unter Zugzwang

Frankfurt (cre-a-m.com) – In Sachen Gentechnik geraten Deutschlands Lebensmittelindustrie und -handel immer stärker unter Zugzwang. Eine Trendwende in der Ablehnung der Verbraucher gegenüber gentechnisch modifizierter Lebensmittel hat die Branche bisher nicht erreicht.

Immer weniger dürfte sie sich in Zukunft auf Defizite im Gentechniknachweis oder Engpässen am Beschaffungsmarkt für gentechnikfreie Rohstoffe und Zutaten berufen können.

Zwar schreiben Gentechnikgesetz des Bundes und Novelfood Verordnung der EU nur dann eine Kennzeichnung vor, wenn Lebensmittelrohstoffe und -zutaten gentechnisch modifizierte Organismen (GMO) enthalten und mit anerkannten Methoden nachweisbar sind.

Doch neue Analyseverfahren lassen inzwischen die direkte Messung des relativen Gehalte von gentechnisch modifizierter Erbsubstanz zu. Dies betrifft insbesondere die Analyse von Ölen und Fetten aus gm-Soja, gm-Mais oder gm-Raps.

Zum anderen gibt es nach einem Bericht der Lebensmittelzeitung inzwischen auch ein ausreichendes Angebot gentechnikfreier Rohstoffe auf den internationalen Märkten.

Nach Informationen des Blattes hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace den Zentralen von Aldi Nord und Süd, der Metro, der Edeka, von Lidl & Schwarz und der Spar Handels AG eine Aufforderung zur Stellungnahme übermittelt.

Bereits im vergangenen Jahr hatten sieben große europäische Handelskonzerne(*) Gentechnik aus ihren Eigenmarken verbannt (wir berichteten).

*Migros (CH), Sainsbury sowie Marks & Spencer (beide UK), Carrefour (F), Superquinn (IRL), DelHaize (B) und Esselunga (ES)

Forscher entwickeln “ biologische Ohrmarke „

Themen: Archiv — info @ 13:08

Zweifelsfreier Herkunftsnachweis von Nutztieren und Lebensmitteln

Bonn (cre-a-m.com) – Für die Entwicklung eines biologischen Markierungsverfahrens, mit dem sich die Herkunft von Nutztieren und Lebensmitteln wie Fleisch und Milch zweifelsfrei nachweisen läßt, sind jetzt zwei Bundesforscher mit dem Oberfränkischen Innovationspreis ausgezeichnet worden.

Vor dem Hintergrund der BSE-Krise und anderer Lebensmittelskandale ist ein sicherer Herkunftsnachweis von Lebensmitteln immer mehr zu einem Wirtschaftsfaktor geworden.

Bei Rindern zum Beispiel erfolgt der Herkunftsnachweis derzeit durch Ohrmarken, Tierpässe und ein aufwendiges Melde- und Registrierverfahren.

Eine völlig neues Nachweisverfahren haben jetzt Wissenschaftler vom Institut für Mikrobiologie und Toxikologie der Bundesanstalt für Fleischforschung (Kulmbach) und der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (Tübingen) entwickelt.

Bei dem immunologischen Verfahren werden den Tiere – ähnlich einer Impfung – bestimmte Proteine verabreicht. Gegen sie bilden sie dann spezifische Antikörper. Diese sind in Labortests dann sowohl im Tier selbst, als auch in verarbeiteten Produkten im Handel nachweisbar. Manipulationsmöglichkeiten sind im Gegensatz zu dem herkömmlichen Verfahren weitgehend ausgeschlossen.

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber zeichnete die beiden Entwickler, den Kulmbacher Institutsleiter Dr. Manfred Gareis und Dr. Martin Groschup (Tübingen) jetzt mit dem mit 100.00 DM dotierten Oberfränkischen Innovationspreis ausgezeichnet.

Die jetzt erstmals vergebene Auszeichnung soll künftig alle zwei Jahre vergeben werden.

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