04. Mai 1999

Klonkalb tot

Themen: Archiv — info @ 14:05

London (agrar.de) – Mit dem Tod eines Klonkalbes sechs Wochen nach seiner Geburt ist es jetzt offenbar erstmals zu Spätschäden bei einem geklonten Säugetier gekommen.

Das berichtet „Bild der Wissenschaft“ unter Berufung auf Unterschungen des französischen Genetikers Jean Paul Renard (Institute National de la Recherche Agronomique) in der aktuellen Ausgabe des angesehenen britischen Wissenschaftsmagazin „The Lancet“.

Bei der Obduktion es Tieres seien mehrere Defekte des Lymphsystems, der Thymusdrüse, von Milz und Lymphknoten festgestellt worden. Bereits vier Wochen nach der Geburt des Kalbes hätten Wissenschaftler eine starke Verringerung von weißen und roten Blutkörperchen diagnostiziert.

Experten warnen allerdings davor, aus diesem Einzelfall Schlüsse zur Sicherheit des gentechnischen Verfahrens zu ziehen.

02. Mai 1999

Mira, Mira und Mira: drei Klon-Ziegen auf der „Gene-Pharm“

Themen: Archiv — info @ 16:05

London (agrar.de) – Die Pharmaindustrie steht kurz davor durch „Gene-Pharming“ hergestellte Präparate erstmals am Menschen zu testen. Das geht aus einem Bericht des Wissenschaftsmagazins Nature Biotechnology hervor.

Demnach ist es amerikanischen Wissenschaftlern jetzt erstmals gelungen drei transgene Ziegen (alle drei wurden auf den Namen Mira getauft) mit einem Gen für das menschliche Protein Antithrombin III auszustatten.

Die Tiere scheiden den für die Humanmedizin wichtigen Gerinnungshemmer nun mit ihrer Milch aus. Das entsprechende Präparat wird bisher aus dem Plasma von menschlichem Spenderblut hergestellt.

Nach Schätzungen der Genzyme Transgenic Corporation, in deren Auftrag die Arbeiten durchgeführt worden waren, reichen gerade einmal 50-100 geklonte Ziegen aus, den Weltbedarf an Antithrombin III von rund 50 kg pro Jahr zu decken. Mit den drei jetzt geklonten Ziegen könne das erstmals ein durch „Gene-Pharming“ gewonnenes Produkt am Menschen getestet werden.

Auch Klonschaf Polly produzierte einen Blutgerinnungsfaktor. Doch die Mengen reichten für einen Versuch am Menschen jedoch nicht aus.

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