29. Mai 1999

Belgien stellt Verkauf von Hühnerprodukten ein

Themen: Archiv — info @ 12:05

Brüssel, Düsseldorf (agrar.de) – Das belgische Gesundheitsministerium hat am Freitag angeordnet, die gesamte einheimische Produktion von Hühnerfleisch und Eiern vom Markt zu nehmen, nachdem zuvor mit Dioxin verseuchtes Hühnerfleisch entdeckt worden war.

Es gebe ein gewisses Risiko für die Verbraucher, auch wenn es klein sei, sagte Gesundheitsminister Marcel Colla zur Begründung im belgischen Fernsehen. Von dem Verbot seien ausschließlich Hühner und keine anderen Geflügelarten betroffen. Die Regierung stellte 350 Hühnerfarmen bis zum Ergebnis näherer Untersuchungen unter Aufsicht.

Das belgische Landwirtschaftsministerium erklärte, es untersuche derzeit den Zusammenhang zwischen dioxinverseuchtem Hühnerfleisch und ebenfalls mit Dioxin verseuchtem Tierfutter. Eine Ladung mit verseuchten Ölen sei an insgesamt neun Futtermittelhersteller in Belgien sowie in Frankreich und in den Niederlanden ausgeliefert worden. Bereits im März seien von mehreren Bauernhöfen entsprechende Probleme gemeldet worden.

Landwirtschaftministerin Bärbel Höhn (NRW) wies die Verbraucher darauf hin, daß die Herkunft von Eiern und Geflügelprodukten durch die Beschriftung der Verpackungen kenntlich sei und riet dazu, die belgischen Produkte zu meiden.




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