07. April 1999

Transgene Pflanzen gefährden Öko-Landbau

Themen: Archiv — info @ 10:04

Braunschweig (agrar.de) – Die Übertragung transgener Blütenpollen auf gentechnisch nicht veränderte Pflanzen belastet besonders den ökologischen Landbau, der seine Produkte als gentechnikfrei deklariert. Darauf hat die Biologische Bundesanstalt (BBA) in Braunschweig hingewiesen.

In diesem Jahr will die deutsche Zulassungsbehörde für die Freisetzung transgener Pflanzen, im Rahmen des Großprojektes „BioMonitor“ (BMBF) diesen „Auskreuzen“ genannten Effekt näher untersuchen.

Dabei wird u.a. die Übertragung von Herbizidresistenzgenen auf gentechnisch nicht veränderte Raps- und Maissorten geprüft.

Im vergangenen Jahr wurden weltweit mehr als 28 Millionen Hektar gentechnisch veränderter Pflanzen angebaut. Mehr als doppelt soviel, wie die gesamte Ackerfläche Deutschlands von 12 Mio ha.

06. April 1999

Fleischmehlindustrie wächst dank Schweinepest

Themen: Schweinepest,Tierseuchen — info @ 15:04

Witzenhausen (agrar.de) – Einen kräftigen Aufschwung hat die Schweinepest der Fleischmehlindustrie beschert.

Im Jahre 1997 verarbeitete sie die Rekordmenge von 2,5 Millionen Tonnen Kadavern, Schlachtabfällen aus Landwirtschaft, Metzgereien, Fleischfabriken und Schlachthöfen zu 400.000 Tonnen Tiermehlen, 280.000 Tonnen Tierfett und 200.000 Tonnen Fleischknochenmehl.

Hauptabnehmer der Fette war die chemische Industrie, wichtigster Exportmarkt für Tiermehle Polen.

Preisverfall ernüchtert Schweizer Biobauern

Themen: Archiv,Schweiz — info @ 14:04

Bern (agrar.de) – Die Boomjahre der Schweizer Öko-Landwirtschaft scheinen vorerst vorbei. Die Branche hat die hohen Erwartungen der letzten Jahre weit verfehlt. Das geht aus Mitteilungen der Branchenorganisation Bio Suisse hervor.

War 1996 noch ein Anteil von 20% für möglich gehalten worden, wirtschafteten 1999 gerade einmal 8% der Schweizer Bauern ökologisch. Die Umstellungsrate sank von über 70% (1996) auf 7% (1999), dem schlechtesten Wert seit Einführung der Direktzahlungen für ökologischen Landbau. Nun rechnen Experten mit maximal 5.000 Biobetrieben in der Schweiz.

Schuld an der Misere ist nach Bio Suisse Ansicht der Preisverfall durch die Zunahme des Groß- und Einzelhandels.

Der Biomarkt lege zwar stetig zu, doch die Öko-Landwirte profitierten immer weniger davon. So sei für 1999 sei ein Bio-Umsatz von 580 Millionen Franken zu erwarten, fast 100 Millionen mehr als 1998. Die Markführer setzten dabei erheblich größere Mengen als im Vorjahr ab (Coop 29%, Migros 48%).

Andererseits fielen die Erzeugerpreise drastisch ab, bei Biomilch um bis zu 15%. Der Druck auf die Biobauern sei noch nie so massiv gewesen wie in diesem Frühjahr. Manche Bauern dächten sogar über einen Lieferboykott nach.

Kanada erwägt Somatotropin-Verbot

Themen: Archiv — info @ 13:04

Ottawa (agrar.de) – Experten der kanadischen Regierung haben jetzt erstmals über Nebenwirkungen des umstrittenen Wachstumshormons Somatotropin berichtet.

Demzufolge waren bei Untersuchungen ein bis zu 25% höheres Risiko von Eutrerentzündung und ein um 50% erhöhtes Risiko zu erlahmen festgestellt worden. Ottawa erwägt nun ein Somatotropin-Verbot.

Das 1993 eingeführte gentechnisch erzeugte Wachstumshormon soll die Milchleistung der Kühe erhöhen.

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