26. März 1999

Zwei neue Versuche mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben geplant

Themen: Archiv — info @ 11:03

Die Firmen Hoechst-Schering AgrEvo und Novartis Seeds wollen zwei Freilandversuche mit Zuckerrüben mit einer gentechnisch herbeigeführten Toleranz gegenüber dem Totalherbizid „Basta“ starten. Die hessische Gentechnikbehörde, das staatliche Umweltamt im Regierungspräsidium Gießen, steht diesen Versuchen sehr kritisch gegenüber, da das Versuchsfeld bei Gernsheim mitten in einer Trinkwasserschutzzone liege. Das RP forderte deshalb von den Firmen ein Konzept zur Vermeidung von möglichen Schäden durch das – auch fischgiftige – Totalherbizid in den Schutzgebieten und in nahe gelegenen Bächen sowie eine genaue Analyse von Flora und Fauna der Umgebung vor und nach der Aussaat der Zuckerrüben. Weiterhin muß sichergestellt sein, daß Erbgut der veränderten Pflanzen nicht über das Versuchsgelände hinaus verbreitet wird. Im April 1998 waren von der EU vier gegen „Basta“ tolerante genveränderte Nutzpflanzensorten zugelassen worden, obwohl das europäische Parlament Bedenken dagegen hatte. (sr)




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