13. März 1999

Agrarkompromiß: CDU kritisiert Funke

Themen: Archiv — info @ 12:03

Ludwigsburg (agrar.de) – Unzufrieden mit der Verhandlungstaktik des Bundeslandwirtschaftsministers Karl-Heinz Funke (SPD) zeigte sich der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Heinrich-Wilhelm Ronsöhr.

Er warf Funke vor, bei den Verhandlungen über den Brüsseler Agrarkompromiß durch zu frühe Zugeständnisse gegenüber Frankreich in Sachen Mutterkuhprämie, Spanien bei der Getreideprämie und Schweden bei Grassilage Druckmittel aus der Hand gegeben zu haben.

„Kumpelhaftigkeit gegenüber (EU-Agrarkommissar Franz) Fischler zahlt sich nicht aus.“ Bei dem habe sich Funke „seine Möglichkeiten zu früh verspielt“ zitieren die Ludwigsburger Nachrichten Ronsöhr.

Neben den Mehrbelastungen durch die Bonner Steuerbeschlüsse von über einer Milliarde Mark kämen nun weitere Einkommenseinbußen auf die deutsche Landwirtschaft in Höhe von 2,5 Milliarden Mark zu.

Dies mache 40% der Gewinne aus und mindere nicht nur die Einkommen, sondern vor allem auch die Investitionsfähigkeit. Vor allem der Rindermast, aber auch bei Milch und Getreide stünden „dramatische Veränderungen“ bevor.




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