23. Februar 1999

Nationalpark Elbtalaue widerrechtlich

Themen: Archiv — info @ 15:02

Lünbeburg (agrar.de) – Ein niedersächsisches Landwirtsehepaar hatte gegen die Einrichtung des 10900 ha großen Schutzgebietes entlang der Elbe geklagt, weil die damit verbundenen Auflagen über die Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen die Existenz ihres Betriebes gefährdeten.

Der 3. Senat des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg entschied am Montag, daß der geplante Nationalpark höherrangiges Recht verletze. Da über 40 Prozent des geplanten Reservates landwirtschaftlich genutzt werde, befinde sich das Gebiet nicht „in einem von Menschen nicht oder nur wenig beeinflußten Zustand“, so die Richter weiter. Revision wurde nicht zugelassen.

Um den Nationalpark dennoch durchzusetzen, kann die Niedersächsische Landesregierung daher nur noch eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Berlin einreichen.

Schriftliche Einwände gegen die geplante Ausweisung des Gebietes als Nationalpark waren auch noch von rund 3200 weiteren Bewohnern, darunter 170 Landwirte, erhoben worden.




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