27. Januar 1999

EU-Kommission stärkt Agrar-Umweltschutz

Themen: Archiv — info @ 14:01

Brüssel (agrar.de) – EU-Agrarkommissar Franz Fischler und Umweltkommissarin Ritt Bjerregaard, haben heute dem Ministerrat und dem Europäischen Parlament die Vorstellungen der Europäischen Kommission zur nachhaltigen Landwirtschaft übermittelt.

In der Kommissionsmitteilung wird die künftige Einbeziehung von Umweltbelangen in Agrarpolitik präzisiert.

Demnach soll die Agrar- und Forstpolitik den von ihr ausgelösten Umweltwirkungen künftig stärker Rechnung tragen.

Wer eine nachhaltige Landwirtschaft erreichen wolle, müsse das Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Umwelt neu definieren sagte Fischler heute in Brüssel.

Nur eine nachhaltige Landwirtschaft stelle sicher, daß die Naturschätze und das einzigartige landschaftliche Erbe Europas auch zukünftigen Generationen zugute kämen.

„Die Vorschläge der Kommission im Rahmen der Agenda 2000 geben den Mitgliedstaaten und Regionen die Mittel in die Hand, um unser ländliches Erbe zu schützen. Auf EU-Ebene werden wir weiterhin daran arbeiten, Agrar- und Umweltpolitik besser miteinander zu verknüpfen.“

Ritt Bjerregaard sagte:

„Landwirtschaftspolitik muß zu unseren Zielen im Umweltbereich beitragen und darf sie nicht untergraben. Die Landwirtschaft spielt eine besondere Rolle, um in den Bereichen Wasserqualität, Biodiversität und Klimaveränderung Ergebnisse zu erzielen. Die Landwirte sollten zunehmend dafür bezahlt werden, daß sie öffentliche Güter, die sich der Steuerzahler erwartet; zur Verfügung stellen.

Die Einbeziehung von umweltpolitischen Erwägungen in die GAP (Gemeinsame Agrarpolitik, d.R.) darf nicht nur Lippenbekenntnis bleiben. Sie muß sich in der Realität widerspiegeln in wirklichen und echten Veränderungen der Organisation von Produktion und finanzieller Unterstützung.

Das verlangt eine ernsthafte und aktive Vereinbarung der Landwirtschaftsminister, auf die ich mich freue, in der finalen und heiklen Verhandlungsphase der Agenda 2000.“




   (c)1997-2017 @grar.de