09. Dezember 1998

Landwirte wollen Befreiung von der Ökosteuer

Themen: Archiv — info @ 12:12

Bonn (agrar.de) – Mit Mehrbelastungen der Land- und Forstwirtschaft in Höhe von rund 375 Millionen DM und der vor- und nachgelagerten Bereiche der Lebensmittelindustrie von rund 880 Millionen DM durch die Öko-Steuerreform rechnet der Deutsche Bauernverband (DBV). DBV-Präsident Gerd Sonnleitner, hat die Mitglieder des Bundestagsausschüsse für Finanzen, Umwelt, Land- und Forstwirtschaft jetzt dazu aufgerufen, die Land- und Forstwirtschaft durch eine Einstufung als Unternehmen des produzierenden Gewerbes von der Ökosteuer zu befreien.

Eine Reduzierung der Lohnnebenkosten in der Landwirtschaft bringe die Ökosteuer nicht mit sich. Mehr als 90% aller Betriebe seien von selbstwirtschaftenden Unternehmern mit familieneigenen Arbeitskräften.

Näheres zur Öko-Steuer bei http://www.finanzministerium.de

Europas Regionen wollen Landschaftsabkommen

Themen: Archiv — info @ 11:12

Brüssel (agrar.de) – Der Ausschuß der Regionen, das Organ der Regionen in der Europäischen Union, will am 10.Dezember über den Entwurf eines ‚Europäischen Landschaftsabkommens‘ beraten.

Dabei geht es vor allem um die Themen Landschaftsbewertung, Qualitätsziele für Landschaften, die Einrichtung eines europäischen Landschaftsausschusses und die Schaffung eines Europäischen Landschaftsqualitätssiegels.

Die Verleihung eines Gütesiegels biete die Möglichkeit, positive Ergebnisse im Bereich des Landschaftsschutzes europaweit und in motivierenden Weise bekannt zu machen und die Ziele des Landschaftsschutzes in die öffentliche Diskussion einzubringen.

Der AdR schlägt außerdem das Aufstellen einer ‚Liste von Landschaften europäischer Bedeutung‘ vor.

07. Dezember 1998

Streit um Rabatt für den Grünen Punkt

Themen: Archiv — info @ 15:12

Bonn (agrar.de) – Heftigen Streit zwischen dem Deutschen Bauernverband und dem Lebensmitteleinzelhandel hat die Ankündigung des Dualen Systems Deutschland (DSD) ausgelöst, für das Jahr 1999 bei Lizenzgebühren einen Preisnachlaß von 9,5% zu gewähren.

Nach Informationen des Deutschen Bauernverbandes haben führende Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels daraufhin die Ernährungsindustrie zur Weitergabe dieses Rabattes an den Handel aufgefordert.

Der DBV wirft nun dem Lebensmittelhandel vor, Lizenzgebühren für den Grünen Punkt nicht in die Verbraucherpreise, sondern in die Verhandlungen über Preise und Konditionen der Ernährungsindustrie einfließen zu lassen. Verlierer dabei seien letztlich die Landwirte.

So würden die Lizenzgebühren der deutschen Molkereiwirtschaft in Höhe von 750 Millionen DM durch gesunkene Milchpreise überwiegend von den deutschen Landwirten bezahlt.

Europas Regionen wollen Agrar-Umweltbelange stärken

Themen: Archiv — info @ 14:12

Brüssel (agrar.de) – Die stärkere Berücksichtigung von agrar-umweltpolitischen Belangen in der Agrarpolitik der EU und im Weltagrarhandel wollen die im Ausschuß der Regionen (AdR), zusammengeschlossenen regionalen Gebietskörperschaften in der Europäischen Union fordern.

Das geht aus dem Entwurf einer Stellungnahme zur Agenda 2000 hervor. Die Agrarpolitik müsse ökosozial ausgerichtet werden, wobei über die gute fachliche Praxis hinausgehende Umweltleistungen gesondert honoriert werden müssten.

In Anspielung auf die kommende Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation (WTO) sieht das Entwurfspapier eine AdR-Forderung vor das Prinzip der Nachhaltigkeit zur Grundlage bei den künftigen Verhandlungen über den Weltagrarhandel zu machen.

Streit um Rabatt für den Grünen Punkt

Themen: Archiv — info @ 13:12

Bonn (agrar.de) – Heftigen Streit zwischen dem Deutschen Bauernverband und dem Lebensmitteleinzelhandel hat die Ankündigung des Dualen Systems Deutschland (DSD) ausgelöst, für das Jahr 1999 bei Lizenzgebühren einen Preisnachlaß von 9,5% zu gewähren.

Nach Informationen des Deutschen Bauernverbandes haben führende Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels daraufhin die Ernährungsindustrie zur Weitergabe dieses Rabattes an den Handel aufgefordert.

Der DBV wirft nun dem Lebensmittelhandel vor, Lizenzgebühren für den Grünen Punkt nicht in die Verbraucherpreise, sondern in die Verhandlungen über Preise und Konditionen der Ernährungsindustrie einfließen zu lassen. Verlierer dabei seien letztlich die Landwirte.

So würden die Lizenzgebühren der deutschen Molkereiwirtschaft in Höhe von 750 Millionen DM durch gesunkene Milchpreise überwiegend von den deutschen Landwirten bezahlt.

03. Dezember 1998

Nationales Zeichen für Bio-Lebensmittel kommt

Themen: Archiv — info @ 15:12

Bonn (agrar.de) – Die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL) zusammengeschlossenen deutschen Bio-Anbauverbände und die Centrale Marketinggesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft (CMA) wollen bis Mitte Januar die Voraussetzungen für die Einführung eines bundesweit einheitlichen Öko-Zeichens schaffen.

Das teilt der Deutsche Bauernverband unter Berufung auf die vergangene Sitzung des Arbeitskreises ‚Ökologische Produktion‘ mit. Demnach hatte der DBV die AGÖL und die CMA aufgefordert die seit Jahren andauernden Verhandlungen nun unverzüglich zum Abschluß zu bringen. Nach Auffassung des DBV sind zeitliche Verzögerungen aufgrund des dringenden Bedarfs seitens der Erzeuger nicht mehr hinnehmbar. Besonders zur Erschließung des Öko-Bereiches im Lebensmitteleinzelhandel sei ein einheitliches Auftreten der deutschen Öko-Erzeuger dringend notwendig.

Pestizidrückstände in einem Drittel von Obst und Gemüse

Themen: Archiv — info @ 12:12

Brüssel (agrar.de) – Mehr als ein Drittel des Obst und Gemüse in Europa enthält Rückstände von Pestiziden.

Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der Europäischen Kommission unter dem Titel ‚Monitoring von Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln in der Europäischen Union und Norwegen‘ (13 Mitgliedsstaaten, da keine Daten für Frankreich und Österreich) hervor.

Demnach fanden die Forscher in 42% der untersuchten Obst- und Gemüsestichproben Pestizidrückstände. Bei 39% der Fälle lagen die ermittelten Werte allerdings unterhalb der jeweiligen nationalen Grenzwerte (33% in Deutschland). Immerhin 3% der Proben überschritten jedoch die Grenzwerte (2% in Deutschland).

Bei 13% aller Proben fanden sich Rückstände gleich mehrerer Pestizide. Seit 1996 beobachtet die Europäische Kommission EU-weit die Rückstände von sieben Pestiziden und zwei Pestizid-Gruppen in Äpfeln, Tomaten, Kopfsalat, Erdbeeren und Weintrauben.

Die höchsten Rückstände fanden sich bisher in Kopfsalat, die geringsten in Tomaten.




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