16. November 1998

Eklat bei Übernahme von Cargill Saatgut

Themen: Archiv — info @ 10:11

Frankfurt/Main (agrar.de) – Bei den Übernahmeverhandlungen um die Saatgutspartie des amerikanischen Agrarriesen Cargill ist es Presseberichten zufolge zu einem Eklat zwischen den Eignern des Pflanzenschutzmittelherstellers Agrevo gekommen.

Agrevo, das gemeinsame Unternehmen von Schering und Hoechst, distanzierte sich von Äußerungen ihres Miteigners, der Schering AG. Offenbar unabgestimmt hatte Schering-Finanzvorstand Klaus Pohle mitgeteilt, der Verkauf von Cargill an Agrevo müsse wegen eines noch schwebenden Gerichtsverfahrens zwischen Cargill und der Pioneer Hi-Bred International neu verhandelt werden.Statt der vereinbarten 650 Millionen US$ wolle Agrevo jetzt nur noch 350 Millionen US$ für die Saatgutsparte Cargills zahlen. Je nach Verlauf der anhängigen Klage könne um bis zu 150 Millionen aufgestockt werden.

Ein Agrevo-Sprecher betonte am Freitag, die Äußerung ihres Miteigners Schering seinen nicht die Position von Agrevo. Die Kaufvereinbarung über 650 Millionen US$ habe weiter Bestand.




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