27. Oktober 1998

Treibhausgase aus der Landwirtschaft hochwirksam

Themen: Archiv — info @ 14:10

Brüssel (CREAM) – Die Landwirtschaft ist Hauptverursacher für Methan- und Lachgasemmissionen in der Europäischen Union. Bei den CO2 Emissionen spielt sie hingegen faktisch keine Rolle. Das geht aus einer aktuellen Studie von EUROSTAT hervor.

Demnach stammen 41% aller Methanemissionen (CH4) der EU aus der Landwirtschaft, gefolgt von Abfällen (37%) und Energie (20%). Die landwirtschaftlichen CH4-Emissionen stammten zu 75% von Wiederkäuern und zu 25% aus Mist. Ebenfalls 41% aller Lachgasemmissionen (N2O) gehen auf das Konto der Landwirtschaft, gefolgt von der Industrie (33%) und dem Energiesektor (20%). Die Landwirtschaftlichen Emissionen werden dabei zu mehr als 90% von Mist hervorgerufen.

Im Jahre 1994 entließ die Landwirtschaft in der EU insgesamt 9.006 Tonnen CH4 und 396 Tonnen N2O in die Umwelt. Damit steuert sie zwar nur rund 8% der insgesamt ausgestoßenen Treibhausgase in der Europäischen Union bei. Doch gerade CH4 und N2O besitzen aufgrund ihres großen Wärmerückhaltevermögens eine extrem hohe Klimawirksamkeit. So entsprechen die negativen Klimawirkungen einer Tonne Methan über einen Zeitraum von 20 Jahren EUROSTAT zufolge, den von 56 Tonnen Kohlendioxid (CO2).

Emissionswerte der EU-Mitgliedsstaaten CH4 -Emissionen 1994 (t) Deutschland 1.660 – Frankreich 1.555 – Großbritannien 1.116 – Spanien 933 – Italien 915 – Irland 633 – Niederlande 483 – Belgien 389 – Dänemark 326 – Griechenland 287 – Österreich 209 – Schweden 202 – Portugal 195 – Finnland 93 – Luxemburg 17

N2O-Emissionen 1994 (t) Deutschland 86 – Italien 76 – Spanien 58 – Frankreich 51 – Dänemark 30 – Niederlande 26 – Irland 19 – Belgien 11 – Großbritannien 10 – Finnland 9 – Griechenland 8 – Portugal 7 – Österreich 3 – Schweden 0 – Luxemburg 0




   (c)1997-2017 @grar.de