26. September 1998

Gentechnik: weltweit bisher 43 Pflanzen zugelassen

Themen: Archiv — info @ 12:09

Bonn (agrar.de) – Bis Ende 1997 haben weltweit 43 gentechnisch veränderte Pflanzen eine Zulassung erhalten. Sie wurden auf rund 12 Millionen Hektar Ackerland – dies entspricht der gesamten Ackerfläche Deutschlands – angebaut.

Das berichtet der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBE), Gerd Sonnleitner im ‚Bayrischen Monatsspiegel‘. Welche Lebensmittel aus gentechnisch modifizierten Pflanzen sich am Markt durchsetzten werde vornehmlich von der Akzeptanz der Verbraucher abhängen. Deshalb sei eine umfassende Kennzeichnung wichtig, so Sonnleitner weiter.

Bonn macht ernst bei Tierantibiotika

Themen: Archiv — info @ 11:09

Bonn (agrar.de) – Im Streit um die Auslösung von Antibiotikaresistenzen beim Menschen durch den Einsatz dieser Stoffe in der Landwirtschaft will die Bundesregierung jetzt offenbar handeln.

Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert hat sich jetzt für ein EU-weit einheitliches Vorgehen beim Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt und die Europäische Kommission zu einer Überprüfung aller antibiotischen Futterzusatzstoffe und Tierarzneimittel aufgefordert.

Sollte diese Überprüfung ergeben, daß die Anwendung von Antibiotika in der Tierhaltung Resistenzen beim Menschen hervorriefen, müssten die betreffenden Stoffe sofort EU-weit verboten werden, so Borchert.

Sollte Brüssel nicht reagieren und die Untersuchungen des Berliner Bundesamtes für Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit belegen, will die Bundesregierung im Rahmen des sogenannten Schutzklauselverfahrens im nationalen Alleingang handeln.

22. September 1998

Plant Brüssel BSE – Embargo gegen Portugal ?

Themen: BSE,Rinder — info @ 15:09

Brüssel (agrar.de) – EU-Agrarkommissar Franz Fischler schließt ein Exportembargo für Rindfleisch aus Portugal wegen der BSE-Seuche offenbar nicht mehr grundsätzlich aus. Das geht aus Meldungen der Lebensmittelzeitung hervor.

Allein im Jahre 1998 seien in Portugal 60 Rinder am sogenannten Rinderwahnsinn (Bovine Spongioforme Encephalopathie, BSE) erkrankt.

21. September 1998

GABI: maßgeschneiderte Pflanzen?

Themen: Archiv,Gentechnik — info @ 16:09

16 Unternehmen schließen sich zur Analyse der pflanzlichen Erbanlagen zusammen.

Bonn (agrar.de) – Bundesforschungsminister Jürgen Rüttgers gab am Freitag das Startzeichen für das Programm «Genomanalyse im biologischen System Pflanze» (Gabi), das eine Bestandsaufnahme und Analyse des Gesamtsystems der Erbanlagen von Pflanzen als Voraussetzung für ‚maßgeschneiderte Produkte‘ in den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung, Gesundheit, Pharmazie, Chemie und Umwelt schaffen soll. Vor Wissenschaftsjournalisten in Bonn gab der Minister bekannt, erste Projekte im nächsten Jahr mit rund fünf Millionen Mark fördern zu wollen. Insgesamt werde dieses Programm Deutschland im Bereich der Pflanzengenomforschung international wettbewerbsfähig machen.

Zur Verwertung der Forschungsergebnisse über eine gemeinsame Patent- und Lizenzagentur haben sich 16 Unternehmen vom Pflanzenzuchtbetrieb über chemische Fabriken bis zu Nahrungsmittelherstellern zu einem Wirtschaftsverbund zusammengeschlossen. Als Beispiele für mögliche Anwendungen nannte Andreas Büchting als Sprecher des Wirtschaftsverbundes die Produktion von Pflanzen mit besonderer Widerstandsfähigkeit gegen bestimmte Krankheiten, Pflanzen mit bestimmten Inhaltsstoffen wie Proteinen, Fettsäuren oder Pharma-Grundstoffen sowie Pflanzen mit besonderer Eignung als nachwachsende Rohstoffe. Dazu müsse man mehr wissen darüber, wie das «System Pflanze» funktioniere.

Sind Bio-Schweine Umweltschweine?

Themen: Archiv — info @ 16:09

Diese Frage stellt der praktische Tierarzt Dr. Manfred Stein (manfred.stein@nordkom.netsurf.de) in der @grar.de Diskussion. Sein Beitrag untersucht die Umweltfreundlichkeit der Einstreu- und strohlosen Haltung von Schweinen. Diskutieren Sie mit!

Den Artikel finden Sie hier: http://www.agrar.de/aktuell/schweine.htm

Ihr Meinung dazu können Sie in der Diskussion http://www.agrar.de/diskussion hinterlassen.

Eine Million neue Jobs im Umweltschutz möglich

Themen: Archiv — info @ 15:09

Stuttgart (agrar.de) – Eine Studie von ÖTV und BUND ermittelt, daß in den nächsten Jahren rund eine Million neue Arbeitsplätze im Umweltschutz neu entstehen. Die beiden Organisationen gaben in der vergangenen Woche in Stuttgart bekannt, dies gehe aus dem Bericht eines EU-Projekts hervor.

In der Landwirtschaft könne es mit der Umstellung auf den ökologischen Landbau 100.000 neue Arbeitsplätze geben. Für die Regionen und Gemeinden fordern die ÖTV und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland deshalb örtliche Beschäftigungsinitiativen und ökologische Standards für die Beschaffung der Behörden.

Der BUND und die ÖTV waren die deutschen Partner in dem von der dänischen Gewerkschaft geleiteten und von der EU-Kommission unterstützten Projekt.

Anbieterverzeichnis „Nachwachsende Rohstoffe“

Themen: Archiv,NaWaRos — info @ 14:09

Bonn (agrar.de) – Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) hat jetzt das erste Branchenverzeichnis für Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen vorgestellt.

Nachwachsende Rohstoffe werden derzeit auf ca. 500.000 ha, rd. 4% der deutschen Ackerfläche, angebaut.

Auf 340 Seiten enthält es die Adressen von über 1.000 Herstellern, Händlern und Verbänden.

Einzelexemplare kostenlos bei: FNR Hofplatz 1 18276 Gülzow Tel.: 03843 / 6930-0 Fax: -102.

Sozialer Wohnungsbau im Wald

Themen: Archiv — info @ 14:09

Köln (dw) – Buntspechte erfüllen im Wald wertvolle ökologische Aufgaben, weil sie erheblich mehr Baumhöhlen zimmern, als sie benötigen. Dadurch bieten sie jenen Tieren eine Rückzugsmöglichkeit, die auf Baumhöhlen angewiesen sind, jedoch selbst keine bauen können. Zu den Nachmietern, die von diesem ’sozialen Wohnungsbau‘ profitieren, zählen nicht nur Vögel wie Kohl- und Tannenmeise, Sperlingskauz oder Hohltaube, sondern auch der Siebenschläfer, Wald- und Fledermäuse sowie einige Bienenarten.

Während sich die Buntspechte im Sommer überwiegend von Käferlarven, Raupen und Ameisen ernähren, fressen sie im Winter Nüsse und Fichtenzapfen. Somit drängt es den Buntspecht während der Aufzuchtszeit in alte Laubbaumbestände, seine Winternahrung sucht er jedoch im Nadelholz. Als optimale Lebensräume gelten daher altersgemischte und naturnahe Mischwälder.

Einer Meldung der Höheren Forstbehörde Bonn zufolge befinden sich die nützlichen Spechte auf dem Vormarsch. Der Grund: Alleine im Rheinland sind mittlerweile 70 Naturwaldzellen mit einer Gesamtfläche von 1300 ha eingerichtet worden, auf denen der Wald nur sich selbst überlassen wird. Außerdem wird die Nahrung der Spechte immer gesünder. Denn im Zuge des Programms ‚Wald 2000‘, nach dem nordrhein-westfälische Staatsforste bereits seit neun Jahren bewirtschaftet werden, ist der Einsatz von Herbiziden standortgemäßer Waldnutzung gewichen.

Grüne Gentechnik: Anschläge auf Versuchsfelder nehmen zu

Themen: Archiv,Gentechnik — info @ 13:09

Osnabrück (agrar.de) – Nach Angaben von Forschungsminister Rüttgers sind in diesem Jahr bereits 17 Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen von Gen-Technik-Gegner zerstört worden.

Rüttgers sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, die Felder seien zum Teil mit Pflanzengiften verseucht worden, die in Deutschland nicht zugelassen seien. Dieses Vorgehen nannte er besonders alarmierend. Insgesamt gibt es bundesweit laut Rüttgers 300 genehmigte Freilandversuche.

18. September 1998

Flächenverbrauch schreitet fort

Themen: Archiv — info @ 12:09

Berlin (agrar.de) – Der Bau von Industriebetrieben, Freizeitanlagen, Einkaufszentren und Siedlungen verschlingt täglich 120 Hektar unbebauten Bodens. Das geht aus dem Jahresbericht 1997 des Umweltbundesamtes hervor.

Dabei blieben die rund 70.000 Hektar innerstädtischer Industriebrachen weitgehend ungenutzt. Eine ebenfalls vom UBA in Auftrag gegebene Studie empfiehlt eine innerstädtische Verdichtung (60 Wohnungen pro Hektar Bruttobauland) statt einer weiteren Flächenexpansion.

Dauerhaft soll der Zerschneidung von verkehrsarmen Lebensräumen mit über 100 km² Fläche Einhalt geboten werden.

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