29. August 1998

Bauernverband befürchtet Almensterben durch Agenda 2000

Themen: Archiv — info @ 10:08

Bonn (agrar.de) – Erneut heftige Kritik an den Vorschlägen der EU-Kommission zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (Agenda 2000) hat Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, geübt.

Vor Journalisten, Bergbauern und Feriengästen erklärte er auf der Alm Schnitzlertal im Oberallgäu, die vorgeschlagenen Preissenkungen bei für Berglandwirtschaft so klassischen Produkten wie Milch (-15%) und Rindfleisch (-30%) führten bei Bergbauern zu Einkommensverlusten von bis zu 35%.

Im Allgäu und in Oberbayern seien so allein über 1.300 Almen mit einem Viehbestand von rd. 5.000 Kühen, 50.000 Stück Jungvieh und rd. 40.000 ha Weidefläche in ihrer Existenz bedroht.

Sonnleitner forderte eine ergänzende Einkommenspolitik für die Bergregionen auf Bundes- und Landesebene. Eine Honorierung von Agrar-Umeltleistungen wie Landschaftspflege und Erhaltung des Erholungswertes könnte künftig durch eine Anhebung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes finanziert werden.




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